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nommen haben, sieht sich zu der Berichtigung veranlaßt, daß das Baukapital für beide ober⸗ bessische Bahnen in einer Gesammtlänge von 22,20 Meilen auf 28,400,050 Gulden bestimmt ist und sonach der Bau per Meile 1,300,000 fl. (nominal) kostet. Die Regierung garantirt 3½ Prozent Reingewinn, also im Ganzen 994,900 fl. oder per Meile 45,000 fl. Wir reiben hieran einige weitere Notizen zur Ver— gleichung der Kosten der sonst projektirten Bahnen. Für Starlenburg und Rheinhessen beträgt das Baukapital für 21,80 Meilen 1,700,000 fl.; für Oberhessen 1,300,000 fl., wie oben bemerkt. Die Staatsgarantie für die Starken⸗ bürger und rheinhessischen Bahnen beträgt 35,000 fl. per Meile, für die oberhessischen jedoch 45,000 fl. per Meile. Die Staatsgarantit beträgt sonach im Ganzen für Starkenburg und Rheinhessen 798,000 fl., für Oberhessen 994,000 fl. Dieser Vergleich der Verschiedenheit der Baukosten und Garantie ist von Interesse.
Preußen. Berlin. Abgzeordneteuhaus. Der Minister des Innern überreichte ein Gesetz über Einführung der Wablordnung vom 30. Mai 1849 in den neuen Provinzen, ferner eine neue Wahlbezirksordnung für die ganze Monarchie, wonach möglichst jeder Kreis und jede große Stadt für sich wählt. Die geschäftliche Behand- lung dieser Vorlagen wurde bis nach erfolgtem Drucke derselben ausgesetzt.
— Gräfin Stolberg Wernigerode, die Oberin von Bethanien, aus Ostpreußen, wohin sie sich zur Pflege der Typhuskranken begeben hatte, krank zurückgekehrt, ist am Typhus gestorben.
Kassel. Der Kurfürst hat an eine An— zahl hessischer Frauen und Jungfrauen, die ihm zu Weihnachten einen Teppich gesandt, ein eigen- bändiges Dankschreiben gerichtet, an dessen Schluß er die Hoffnung ausspricht,„daß die gewaltsame Trennung von stiner Heimath und seinem Volke nicht von langer Dauer sein, die Zeit der Prüfung bald ein Ende gewinnen und Hessens Schild und Wappen wieder werde aufgerichtet werden.“
Marburg. Nach der„Oberh. Ztg.“ soll die in Ockershausen herrschende ansteckende Krank- heit nicht weiter um sich greifen, die Mehrzahl der Genesenden befinde sich aber in großer Noth.
Bayern. München. Das Ergebniß der Wahlen zum Zollparlament in Bapern ist mit überwiegender Mehrheit zu Gunsten der bayerisch⸗ ultramontanen Partei ausgefallen.
Württemberg. Stuttgart. Abgeord⸗ netenkammer. Bei Berathung über das Kriegs dienstgesetz wurde die Exemption der Standes herren von der Dienspflicht ait 46 gegen 38 Stimmen angenommen. Die Kammer beharrte auf der Herabsezung des Minimalmaßes und verwarf die dreijährige Präsenzzeit der Unteroffiziere, außer- dem beharrte sie auf Beseitigung der Controlver⸗ sammlungen und hielt an der Ausdehnung des einjährigen Dienstes auf Arbeite: fest, welche den Gewerben und der Landwirthschaft angehören. Die Kammer hob ferner ihren früheren Beschluß einer halbjährigen Präsenz der Jugendwehrleute mit 48 gegen 35 Stimmen auf. Die Sonntags- sitzung fand aus Ursache der Geschästsüberhäufung und des baldigen Sesstonsschlusses statt.
Oesterreich. Wien. Die Angelegenheit der hannoverischen Leglonäre ist hier sehr ernst genommen worden, und es ist Thatsache, daß in Folge der preußischen Reklamation eine strenge Rüge und gemessene Weisung an die Wiener Polizeidirektion sowie eindringliche Vorstellungen an den Hietzinger Hof gerichtet worden sind. Letztere in einer Depesche an den Grafen Platen, welche das Datum des 13. Februar trägt. Die Depesche rekapitulirt die thatsächlichen Vorgänge und spricht insbesondere einen scharfen Tadel über das Vorgehen der Wiener Polizeidirektion aus. Hätte sich letztere, heißt es in der Depesche, darauf beschränkt, hier anwesenden Hannoveraner auf
kurze Zeit Reiselegitimationen zu ertheilen, so wäre die kaiserliche Regierung in der Lage gewesen,
lassen, Reisepaͤsse auf Grund von Namenslisten für Personen auszustellen, die möglicherweise gar nicht in Hietzing, ja nicht einmal auf österreichischem Territorium sich befanden, und die Regierung habe diese Eigenmächtigkeit der untergeordneten Behörde nur mit lebhaftem Mißfallen ansehen können.
— In der Sitzung des Herrenbauses vom 18. d. M. waren fast alle Erzherzoge erschienen. Der neu ernannte Präsident Fürst Colloredo be— grüßt das neue Ministerium mit der Versicherung das Herrenhaus werde demselben gleich der Mehr- zahl der Völker mit vollem Vertrauen entgegen- kommen. Der Ministerpräsident Fürst Auersperg empfiehlt der Regierung dic Unterstützung des Herrenhauses, das jeder Zeit seine Mission treu erfüllt habe. Dasselbe werde auch im Geiste patriotischer Unparteilichkeit dem Ministerium seine Unterstützung angedeihen lassen, welches sich den ungetrübten Glauz der Krone und das Festhalten an den liberalen Institutionen zur Aufgabe ge— macht habe.
— ueber den gegenwartigen Stand der Ver— handlungen zwischen Frankreich und Italien er- fährt wan das Folgende: Frankreich besteht auf der unbedingten Anerkennung der fortdauernden Glltig— keit der Septemberconvention Seitens Italien's. Diese Anerkennung ist das italienische Cabinet den Tuilerien zu geben bereit, oder es hat sie vielmehr schon gegeben. Das Tuileriencabinet verlangt aber, daß eine dießbezügliche Erklärung vor dem italienischen Parlament abgegeben werde, und wird, sobald Dieß geschehen ist, den Rest seiner Truppen zurückziehen, d. h. den Schutz des päpstlichen Gebiets abermals Italien überlassen. Den angesonnenen Schritt erklärt jedoch die italienische Regierung nicht unternehmen zu können, so lange sie nicht sicher sei, jenen Schutz in wirk⸗ samer Weise gewähren zu können. Das könne sie nur dann, falls eine Grenzrectification erfolge und Italien aus stratetzischen Gründen das Be⸗ satzungsrecht in einigen Plätzen des Kirchenstaats erhalte. Die päpstliche Regierung hiervon in Keantniß gesetzt, hat die Zumuthung abgelehnt.
Schweiz. Der„Allg. Ztg.“ geht von Genf die Nachricht zu: die Spielpächter von Wiesbaden und Homburg hätten sich, in Anbetracht des baldigen Endes ihrer dortigen Herrlichkeit, an den Verwaltungsrat hiesiger Stadt mit glän— jenden Anerbietungen gewandt, um die Conzession zur Errichtung eines Spielhauses in Genf zu er⸗ halten. Sie sollen sich gegen eine solche Bewilligung anheischig machen, die Schulden der Stadt zu bezahlen, den Bau des Quai de Léman zu vollenden und den Straßendurchbruch in den großen untern Stadtvierteln auf ihre Kosten auszuführen. Die Antwort des Verwaltungsraths soll noch nicht erfolgt sein, kann aber in jedem Fall nur ab⸗ schläglich lauten.
Frankreich. Paris. Der„Etendard“, indem er die Ausführungen der„Kreuzzeitung“ widerlegt, sagt: Die nach Frankreich gekommenen Hannoveraner haben die französische Regierung noch unangenehmer als Preußen überrascht, und wurde deren Internirung angeordnet, ohne daß von Letzterem deßhalb eine Reclamation erfolgt wäre. Das Cabinet der Tuilerien erklärte in Berlin, daß in der fraglichen Angelegenheit die zwischen beiden Staaten herrschenden guten Be⸗ ziehungen die beste Bürgschaft des Einvernehmens seien, und zeigte gleichzeitig die von ihm zur Auf⸗ rechterhaltung des bestehenden herzlichen Einver⸗ ständnisses freiwillig getroffenen Maßregeln an. Es haben diese Mittheilungen des französischen Cabinets in Berlin die beste Aufnahme gefunden.
Italien. Berichte aus Florenz besagen, die bourbonistischen Umtriebe in Neapel und Sicilien würden immer lebhafter und die Bevöl- kerung mache ununterbrochen Front gegen die ⸗ selben. Den Bourbonisten würden die Fenster eingeworfen, ihre Journale mit Manifestationen bedroht, sogar seien mehrere bourbonistische Edellente auf der Straße insultirt worden. Dagegen lege
dies als in ihrem Recht liegend zu vertreten. Die Polizeibehörde habe sich aber durch Personen aus der Umgebung des Königs Georg verleiten
das Organ der äußersten Linken, das„Popolo d'Italia“, für die Bourbonisten eine auffallende
[Gewogenheit an den Tag, ohne separatistisch zu
sein, hauptsächlich aus Abgeneigtheit gegen die
Regierung. Die Extreme fingen solchergestalt an, sich in beunruhigender Weise zu berübren.
— Italienische Blätter bringen die Nachricht, daß der Papst den bei ihm vom Erxzbischof von Turin nachgesuchten Dispens für die Heirath des Prinzen Humbert und seiner Cousine, der Prinzessin Margarethe, ertheilt hat.
Hanau. Sonntag den 1. März findet dahier der 15. Turntag des miitelrheinischen Turnverbands statt. Außer den allgemeinen Vorortsangelegenheiten, Turnfest und Veschlußfassung über die beiden vorliegenden Preis- Turnordnungen für die mittelrheinischen Turnfeste, steht ein Antrag des Turnvereins Mainz als Vorort des fünften Bezirks des mittelrhelnischen Verbandes auf der Tages⸗ ordnung. Nach demselben sollen die Verbandsbeiträge nicht mehr durch die einzelnen Vereine an den Verbands: vorort geleistet, sondern in Form eines Jahresbeitrags aus der Casse der einzelnen Bezirke gezahlt werden.
Darmstadt. Der hiesige Vorschußverein, welcher seit seiner Gründung stets gegen vielsache Vorurtheile anzukämpfen hatte, sieht jetzt einer zünstigen Eutwickelung enizegen. Der Umschlaß vorigen Jabres ergab einen Reingewinn von nabezu 1200 fl. und wirh eine Dividende von 6½ pt. zur Vertheilung kommen. Es wurden 383 Vorschüsse im Betrag ven 78,105 fl. ertheilt; die Mehrzahl derselben biwegt sich zwischen 150— 500 fl., aber auch solche von je 1000 fl. wurden 15 gewährt. Die Zahl der Mitglieder hat sich auf 209 erhöht und das Vereinsvermögen ist auf 12,475 fl. angewachsen.
Worms. Der biesige Gemeinderath erklärte sich am 11. d. zu der Verwilli jung von 26,000 fl. an die Hes⸗ sische Ludwigs ⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft unter der Bedingung so lange bereit, als der Betrier der Riedbahn per Meile nicht eine jährliche Einnahme von 40,000 fl. ergeben werde; ferner müsse eine Schienenverbindung mit dem hiesigen Hafen hergestellt werden. Die genannte Gesell⸗ schaft halle jene Summe als Beitrag von der Stadt Worms zu der genannten Bahn für allemal gefordert.
Essen. Auf der Krupp'schen Gußstahlfabrik ist jet eine zweite Riesenkanone in Arbeit, welche die Dimen⸗ sionen der in Paris ausgestellt gewesenen und jetzt wieder hier befindlichen Kanone überragen soll.
Suhl. Am 12. d. Mts., 5 Minuten nach 1 Uhr Mittags, flog die Zündspiegel⸗ und Patronen⸗ fabrik von Schleicher u. Co. hier in die Lust; das ganze Haus wurde demolirt, drei Menschen sofort getödtet, von den 8—9 mehr oder weniger schwer verwundeten sind heute Morgen noch zwei gestorben. Man nimmt an, daß nur eine Explosion der Zündmasse stattgefunden, weil es nicht gezündet hat, was bei Pulver jedenfalls geschehen wäre; das Unglück würde dann noch viel großer ge⸗ worden sein, weil das ganze Haus voll Pulver und Patronen steckte. In der Bevolkerung herrscht Erbitterung darüber, daß von der Regierung in Erfurt die Concession ertheilt ist, die Fabrik mitten in der Stadt anzulegen. Von den Nachbarn der Fabrik waren wiederholt bringende Protestationen bei der Poliztibehörde eingereicht und die Bitte ausgesprochen worden, die Fabrik nach außerhalb zu verlegen. Die Behörden nahmen auf diese Gesuche weiter keine Rücksicht, und die Petenten wurden fets mit dem Bedeuten abgewiesen, daß bel den getroffenen Vor⸗ sichtsmaßregeln ein Unglück gar nicht denkbar sei.
„ Sie benfacher Mord. Aus Königsberg wird folgendes schauerliche Ereigniß gemeldet: In der Nacht vom 11. zum 12. Februar hat der bisherige Branddirector Schönbeck(der zum ersten April aus seinem Amte entlassen ist) sich, seine Ehefrau und fünf seiner Kinder(in dem Alter von 5 bis 15 aber seh vergiftet. Am Morgen des 12. flel dem die Schönbeck'sche Familie bedienenden Feuerwehrmanne auf, daß in ihrer Wohnung Alles so spät ruhig blieb. Er ging ungerufen hinein und erblickte nun das gräßliche Schauspiel. Die sämmt⸗ lichen Mitglieder der Schönbeck'schen Familie, der Mann, die Frau und fünf Kinder, 3 Mädchen und 2 Knaben im Alter von öbis 15 Jahren, lagen todt in ihren Betten. Nur das jüngste Kind, etwa 5 Monate alt, lag ruhl in seiner Wiege. Es wurden sofort Aerzte und Pollzei⸗ beamte herbeigerufen und durch die 9 5 festgestellt, daß die sämmtlichen Todten durch ein überaus schnell wirkendes Gift gestorben seien. Man fand auch eine Flasche mit dem Reste einer röthlichen Flüssigkeit, die wahrscheinlich Cyncallum enthielt, vor. In der Wohnung selbst war die größte Ordnung; auf einem Tische e eine Anzahl verstegelte und an hiesige und auswärt 15 mit der Familie bekannte Personen addressirte Briefe. Wie erzählt wird, soll aus diesen hervorgehen, daß Schönbeck und seine Frau mit vollem Bewußtsein den Entschluß zum Selbstmorde gefaßt, und daß auch die beiden ältesten Kinder auf ausdrückliches Befragen des Vaters den Wunsch gehabt haben, mit ihren Eltern zu sterben. Dagegen ist den übrigen drei, ohne daß sie eb wußten, der Oiftstoff beigebracht worden. Daß das jungste 5 Monate alte Kind am Leben geblieben, ver⸗ dankt es dem Umstande, daß der Vater in ränzenloser Aufregung es vergessen hatte. Nach den Aufzeichnungen auf einem Stückchen Papier zu schließen, ist Schönbeck der zuletzt lebende gewesen, dieselben enden mit der Stunde 3½ Uhr Nachts. Die Schrift verräth das Sinken der Kräfte. Der Schreiber bittet in zitternder Schrist um Schonung der Leichen.„Ich sterbe nicht einen Tod,
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