Ausgabe 
19.11.1868
 
Einzelbild herunterladen

immer an- un auf

5

, 9 ie ehren dilche * keines richten, Nan denknal für das dieselben nostrtich elde an gewesen vertreter würde ert sein Zufluch atmarttt Schrecken e wer⸗

benfall⸗ lebende 5. Mai

sich in anne Dentral⸗

bhem

das tr den dre t haber Aperga tn feunn. ettes),

Lisabon, ptenancit n F luse derselber

en LI

von der ind fin i. tin dal 5 schibs pichligen 7 inden 4 tine ung viel Schwir it Waß

richttt 0

Revolution und der Consolidirung Die Monarchie von Gottes Gnaden ist für immer dahin. Die zukünftige Monarchie wird den Volksrechten ihre Entstehung verdanken, aus allgemeinem Stimmrecht hervorgehen, ein

derungen der der Freiheit.

Symbol der Volkssouveränetät sein, und alle Freiheiten und öffentlichen Rechte der Bürger über die Einrichtungen und Besugnisse der Monarchie stellen, welche mit demokratischen Einrichtungen ausgerüstet wird. Das Manifest schließt: Die Liberalen werden die durch die constituirenden Cortes eingesetzte Gewalt achten.

Die am 15. d. stattgefundene große Volks⸗ versammlung, welche von 50,000 Menschen besucht war, verlief trotz der Abwesenheit von Polizei. Beamten in vollster Ordnung. Als besonders wichtig sind die Erklärungen demokratischer Redner zu besrachten. Martos sagte wörtlich:Gestern wurde das Manisest des Centralcomites telegraphisch in die Provinzen versandt und überall jubelnd aufgenommen. Wißt Ihr, welche Antwort die gewerbreiche Stadt Barcelona ertheilie? Sie unterzeichnete 50 Millionen Anleihe, ein mathe- matischer Beweis für den vortrefflichen Eindruck des Manifestes. Die Versammlung durchzog die Hauptstraßen der Stadt bis zum Palast des Präsidiums der provisorischen Regierung, deren Mitglieder unter stürmischem Beifalle sprachen.

Ein Circular des Generaltapitäns Prim, welches die Erwiderung auf die Bitte fast aller Generalcapitäne der Provinzen um Verstärkung der Garnisonen bildet, spricht die Verweigerung dieser Gesuche aus, indem er sagt: Die Regierung zähle auf die Unterstützung der verständigen Mehr beit der Nation, außerdem würden solche Ver⸗ stärkungen den Stand der Armee auf eine weit höhere Ziffer bringen, als die ist, mit welcher das Land sich belasten soll. Das Circular kündigt die Zusammenziehung eines beträchtlichen Kerns von Truppen in Neukastilien an, welche, Dank den zahlreichen Eisenbahnen und Telegraphen, sofort dahin dirigirt werden können, wo sie noth⸗ wendig sind.

DieIberia fordert die Regierung auf, ein wachsames Auge auf die französisch- spanische Grenze zu haben, da ihr von Cataluna aus die zuverlässige Nachricht zugehe, daß vonhoch⸗ gestellten Persönlichleiten der franzößschen Polizei die möglichste Erleichterung der Waffeneinfuhr nach Spanien anbefohlen worden sei. Die liberale Presse bringt eine Acußerung der Exkönigin dahin gehend, sie wolle Alles verzeihen, wenn die Cortes sie zurückberusen wollten. DerNotitiero erinnert hierbei an die Atußerung des Portugiesen, der in den Brunnen gefallen war und dem Arragonesen zurief:Wenn Du mich heraus ziehst, will ich Dir meine Lebensrettung nicht als Ber⸗ brechen anrechnen.

Nußland. Warschau. Die Umwand⸗ lung der kleinern Städte Polens zu Dörfern wird jetzt ernstlich betrieben. Zweihundert und neunzig Städtchen des sog⸗ Congreßpolen sind diesem Loose verfallen. Die Reglerung erzielt dadurch eine namhafte Ersparniß, da sie nun ebenso viel Bürgermeister, Stcretäre und Rendanten

Gemeinden die Kosten der Administration zu tragen haben. Die Lasten der Einwohner in 9 0 betreffenden Orten werden dagegen durch diese Maßregel bedeutend gesteigert und Hunderte von Beamten brodlos gemacht.

Amerika. Havanna. Der General- Capitän Lersundi hat eine Proklamation erlassen, der zufolge alle Häfen auf dem östlichen Theile der Insel, welche kein Zollamt haben, geschlossen werden sollen. Einem offtziellen Berichte zufolge hätten die Insurgenten ihre Unterwerfung ange boten, wenn ihnen ein Generalpardon bewilligt würde; nachdem Lersundi indeß die Anführer nicht hätte begnadigen wollen, sei das Anerbieten von ihnen zurückgezogen worden. Berichte von Seiten der Aufständischen melden dagegen einen Sieg über die regulären Truppen bei Baire(7) und eine Erhebung in Prinzipe.

In Louisiana ist die Todesstrafe durch folgende Maßregeln ersetzt worden: Die Mörder werden in isolirte Zellen eingesperrt. Vor jeder Zelle ist ein kleiner Raum, wo sie arbeiten dürfen. Der Verurtheilte wird als todt betrachtet für Bekannte und Verwandte, ja selbst für den Kerker⸗ diener, der kein Wort mit ihm wechseln darf, Seine Zelle ist schwarz angestrichen. Die Thüre trägt in großen Buchstaben die Inschrift:In dieser Zelle ist eingesperrt, um daselbst sein Leben in Einsamkeit und Reue zu verbringen, A B. überführt des Mordes an C. 97

Friedberg. DieH. V. melden das Hinscheiden des hiesigen Großh. Kreis⸗Assessors Eugen Kritzler, welches nach langem schweren Leiden am 14. d. zu Darm⸗ stadt erfolgte. Alle, sagt genanntes Blatt, die den Ver⸗ blichenen im Leben gekannt und seines trefflichen biederen Characters halber liebgewonnen haben, werden mit auf⸗ richtigem Schmerz diese Nachricht hinnehmen und dem Todten ein ehrendes Gebächtniß bewahren. Auch während seiner nur kurzen amtlichen Wirksamkeit dahier hat sich der Verstorbene bei allen Denen, welche mit ihm dienstlich und im Privatleben in Berührung kamen, eine hohe Achtung und Verehrung zu erwerben gewußt.

Frankfurt. Am 16. d. waren im HotelVictoria 80 Landwirthe aus der entfernteren und näheren Umgegend zur Gründung einer Reunion zur Förderung landw. Interessen versammelt. Neben dem gesellschaftlichen Zwecke sollen durch die Reunion Fragen des landwirthschaftlichen Geschäßtslebens, der Gesetzgebung oder der Wissenschaft erörtert, oder kurz gesagt, eine landwirthschaftliche Börse begründet werden, die zum Anknüpfen von Handels⸗ beziehungen der Landwirthe unter einander dienen soll. In unserer lebhaften Zeit versprach man sich, namentlich in Bezug auf die Geschäfte in Saatgetreide und Race⸗ ihieren, sehr großen Gewinn. Ein provisorisches Statut, welchem im November des nächsten Jahres ein definitives folgen soll, wurde sesige setzt und der jährliche Beitrag so gering gegriffen, daß jeder Landwirth der Reunion an⸗ gehören kann. Dieselbe findet jeden ersten Montag eines jeden Monats statt.

Unter dem Vorsitz des Herrn von Rabenau traten am Nachmittag des 10. d. im Hotel Victoria 120 Brannt- weinbrenner und Hefenfabrikanten aus dem Großherzogibum Hessen, Kurhessen, Nassau, Frankfurt und den Rheinlanden zusammen. Die Versammlung, in welche auch die hiesige Handelskammer ihre Vertreter gesandt hatte, berleth die weiieren Maßregeln zu Gunsten der Einführung der Fabrikatsteuer an Stelle der Maischsteuer. Dieselben be⸗ schlossen eine Eingabe an die oberste Behörde des Nord⸗ deutschen Bundes zu richten, in welcher dieselbe gebeten ward 1) die obschwebende Frage wegen Einführung der Produktionssteuer an Stelle der bestehenden Maisch⸗

Raumsteuer sobald als möglich zum Austrag zu bringen;

weniger zu besolden hat und in den Dörfern die

Prüfung bes Control⸗Apparates von den Herren Siemens und Hilski in Berlin in verschiedenen Brennereien des Norddeutschen Bundes, sowie des Großherzogthums Hessen zu veranlassen und eventuell nach dem Ergebniß dieset Prüfung wo möglich noch vor dem 1. Juli 1869 die Fabrikatsteuer an Stelle der Maischraum? Steuer treten zu lassen.

Darmstadt. Demnächst wird die Anklage wegen sahrlässiger Tödtung gegen den Bahnwärter der Main⸗ Rheinbahn verhandelt, durch dessen unterlassene Schließung der Barriöre ein Bensheimer Fuhrmann an ber Arheiliger Chaussee seinen Tod fand.

Von Ludwigshafen meldet man einen neuen Eisen⸗ bahnunfall, der ebenfalls dadurch entstand, daß die Barrlöre eines Ueberganges nicht geschlossen war. Der um 8 Uhr 5 Min. Abends von Ludwigshafen abgehende Personen⸗ zug traf beim Passiren des Friesenheimer Wegüberganges in der Nähe von Oggersheim ein mit 6 Personen besetztes Fuhrwerk auf der Bahn und schleuderte dasselbe mit einer Gewalt auf die Seite, daß der Wagen zertrümmert und die darin sitzenden Personen meistens schwer verletzt worden sind. Eine Frau soll bereits den erhaltenen Verletzungen erlegen sein, zwei Mädchen hoffnungslos darnieder liegen. Der betreffende Bahnwärter ist gerichllich eingezogen worden. Auch aus Saarbrücken wird von einem Eisenbahn⸗ Unglück gemeldet, indem am 11. d. Vormittags der um 8 Uhr nach Trier abgehende Eüterzug, wie es heißt, in Folge einer gesprungenen Schiene bei der Einfahrt in den Bahnhof auf Station Dillingen entgleiste. Es gingen dabei 6 oder 7 Güterwagen vollständig in Trümmer, vom Zug⸗Personal wurde glücklicherweise Niemand beschädigt.

Von der Schweizergrenze wird gemeldet, daß der ungeheure und verfrühte Schneefall vom Samstag und Sonntag, welcher ungemeinen Schaden an Obstbäumen, Telegraphenleitungen, Dachungen u. s. w. angerichtet hat, auch viele Lawinen gehen ließ. Eine am Samstag auf der tessinischen Seite des Gotthard niedergegangene riß einen Waarentransport eines Luzerner Hauses mit fort, wobel 3 Menschen und 8 Pferde ihren Tod fanden. Auch im badischen Oberlande hat der Schneefall in den noch vlel belaubten Waldungen enormen Schaden angerichtet, indem er kräftige Bäume niederdrückte und manche ent⸗ wurzelte.

Aus Bern schreibt man: Zur Characteristik unserer Ultramontanen diene folgendes: In Nr. 1 der Tessiner Liberta steht zu lesen,daß die Wasserbeschädigungen nur die gerechte Strafe Gottes für die Aufhebung von Klöstern, Einziehung von Kirchengut, gottes lästerliche Reden in der Presse und Vernachlässigungen der Vitigänge seien!

. Egyptischer Parlamentarismus. Der bekannte Aftika-Reisende Rolfs erzäblt in dem soeben erschienenen Werke über seine letzte Expedition Folgendes: Als der Vicekönig vor zwel Jahren die erste Abgeordneten⸗ Versammlung eröffnete, hatte man den Deputirten vorher gesagt, daß man Rechte, Centrum und Linke unterschieden haben müsse, daß die Rechte immer mit, die Linke gegen die Regierung stimme und das Centrum bald für, bald gegen. Als nun seine Hoheit die Versammlung eröffnen und sich mit seinen Ministern in den Sitzungssaal begeben wollte, hörte er einen furchtbaren Lam und Aufruhr. Mit Vorsicht wurden die Flügelthüren geöffnet und ein Eunuch votangeschickt, um zu erkunden, was es gebe. Der Vicekönig glaubte schon an eine Juli⸗ oder Februar Revolution, wenn er überhaupt von dergleichen Dingen Kunde besaß. Aber, o Wunder 7 Der Eunuch vernimemt mit Staunen, daß zuerst ein Streit und Drängen fiatt⸗ gefunden habe, wer rechis sitzen solle, da alle Deputirten der Rechten angehören wollten und daß dadurch eine große Schlägerei und Prügelei entstanden, welche noch dauere. Der Vicekönig konnte denselden Tag die Sitzung nicht eröffnen: tbeils hatten die meisten Deputirten schwere Ver⸗ letzungen auf ihren glattrasitten Köpfen erhalten, theils halten sie sich den Schnurrdart ausgerissen, theils auch waren alle Sessel zerbrochen, indem sich die Kämpfenden wegen Mangels an Waffen der Stuhlbeine bedient hatten

Er ist wie sonst 2819(der Lahrer Hinkende Bote nämlich) witzig, saftig, kräftig, frisch, freimüthig, e bat den Verstand und das derz am rechten Fleck.

2) zu dem Ende eine allseitige theoretische und praktische

(Auges d. Nachrichten.)

Aufforderung.

2765 Der Zimmermeister Wilhelm Hahn in Kilian⸗ sädten hat glaubhaft angezeigt, daß sein Bermögen überschuldet sei. Es wird deshalb zur Abwendung des förmlichen Conkurses Termin auf ven 8. December d. J., Bormittags 9 Uhr,

anher Schloßstraße Nr. 26 bestimmt, in welchem die Gläubiger ihre Jorderungen anzumelden und zu be⸗ gründen, auch sich zum Güteversuch persönlich oder gehörig vertreten einzufinden haben.

Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend betrachtet.

Hanau am 2. November 1868.

Königliches 1 Abtheilung II.

15. vdt. Stoerckel, K.⸗A.

Gewässerter Lapperdan

2822 jeden Freltag bei

J. A. Windecker.

Versteigerung.

2778 Dienstag den 24. d. M., von Morgens 9 Ubr an, läßt Adam Weller's Witwe dahter wegen dem Ableben ihres Ebemannes folgende Gegenstände durch den Unterzeichneten einer offentlichen und meistbietenden Verfieigerung aussetzen: 2 Pferde, wovon jedes 6 Jahr alt ist, 2 Kühe, ein vollfländiger Wagen, 2 Pflüge, 1 Egge, 1 Pferdehacke, 1 Fruchifegemühle, 1 vollfländiges Reltgeschirr, ein Waffenschrank, 2 Jagdflinten nedst Zubehör, verschle⸗ dene Kelten, 1 Pfußlfaß, 1 Tisch, 1 Bank, circa 100 Malter Kartoffeln, eine Quantität Kohlraben und Dickwurz, Stroh, 40 50 Zörbe Spreu und noch sonstige Oekonomie und Hausgeräthe. Melbach am 11. November 1868. Großberzogliches Ortsgericht Melbach Keil, Vorsteber.

Schwarze seidene Halstücher,

2814 sowle farbige Umknüpftücher und Foulards bei K. Friedrich, neben der Post.

Oeffentliche Aufforderung.

2818 Forderungen an den von dem Testaments erden

unter der Rechtswoblihat des Inventars angetretenen

Nachlaß der Nathan Keller Wittwe von Nieder⸗

Florstadt find so gewiß innerhald 3 Wochen dabier an;

zumelden, als sonst sie dei Regelung des Nachlasses

nicht berüclsichtigt werden.

Friedberg den 12. November 1868. Großberzogliches Landgericht Frledderg Reiz, Hofmann,

Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.

Bekanntmachung

2823 Die am 11. November 1. J. fällig gewesenen delzgelder find binnen 10 Tagen ander zu dezahlen widrigensalls das Zwangsverfahren eingeleitet werden

wird. a Ockstadt am 13. Novemder 1868. Gemeinderechner.

Gröninger,

Cervelatwurst

2316 ist zu baben dei H. Engel, Metzger.