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(berg. 868.
Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u 11.
Die Obst⸗Erträge im Kreise Friedberg im Jahr 1867.
Der Director des landw. Bezirksvereins Fried- berg, Herr Regierungsrath Trapp hat den, bei Bindernagel und Schimpff in Friedberg im Drucke erschienenen Verhandlungen des landwirthschaftlichen Bezirksvereins vom Jahre 1867 eine sehr schätzens⸗ werthe, ausführliche Tabelle über den Obstertrag des Kreises Friedberg im Jahre 1867, als Anhang beigegeben, der wir entnehmen, daß in den 51 Ortschaften des Kreises in runder Zahl geerntet
wurden: Aepfel: 53553 Malter. Birnen: 9917 10 Zwetschen: 6932„ Kirschen: 1064 1 Nüsse: 318 5
Die höchsten Erträge hatten die Gemeinden Ockstadt und Niederweisel, erstere 6641 Mltr. Obst(darunter 5260 Mltr. Aepfel, 625 Mltr. Birnen, 602 Malter Kirschen und 154 Malter Zwetschen), letztere 5773 Mltr.(darunter 4060 Mltr. Aepfel, 205 Mltr. Birnen, 1500 Mltr. Zwetschen und 8 Mltr. Nüsse.)
Zwischen 3000 bis 4000 Malter ernteten 6 Gemeinden(Wölfersheim, Obermörlen, Ziegen- berg und Langenhain, Bönstadt, Butzbach, Kirch⸗ göns), zwischen 2000 bis 3000 Malter 5 Ge- meinden(Oberrosbach, Niederwöllstadt, Hochweisel, Fauerbach v. d. H., Ilbenstadt). Ueber 1000 bis 2000 Mltr. ernteten 11 Gemeinden(Dorheim, Friedberg, Oppershofen, Pohlgöns, Nauheim, Gambach, Niederflorstadt, Melbach, Ostheim, Nieder- rosbach, Södel); unter 1000 bis 600 Malter 10 Gemeinden(Assenheim, Bruchenbrücken, Dorn⸗ assenheim, Niedermörlen, Oberwöllstadt, Reichels⸗ heim, Schwalheim, Steinfurt, Wohnbach), die übrigen 17 Gemeinden des Kreises blieben unter diesem Exrtrage.
Nach den einzelnen Obstarten hatten die höchsten Erträge: die Gemeinde Ockstadt an Aepfeln und Kirschen;z Oberrosbach und Kirchgöns an Birnen(iede über 800 Mltr.); Niederweisel an Zwetschen(1500 Mltr.); Butzbach und Hochweisel an Nüssen (erstere 160 Mltr., letztere Gemeinde 100 Mltr.)
Als Durchschnittspreise wurden erzielt für 1 Mltr. Aepfel 1 fl. 46 kr.; 1 Mltr. Birnen 2 fl.; 1 Mltr. Zwetschen 2 fl. 38 kr.; 1 Mltr. Kirschen 3 fl. 21 kr.; 1 Mltr. Nüsse 7 fl. 46 kr.
Der Gesammt⸗Erlös aue Obst aus dem Kreise berechnete sich nach den damaligen laufen- den Preisen auf 138,665 fl. 13 kr, wovon
auf die Aepfelernte 94734 fl. 16 kr.,
„„ Birnenernte bt. „„ Zwetschenernte 18357„ 50„ „„ Kirschenernte 3303„ 40% „„ Nußernte 2466„—„
und im Durchschnitt auf die Gemeinde 2718 fl. 47 kr. entfallen, die Gemeinde Ockstadt allein war an obigem Gesammt-⸗Erlöse mit 14446 fl. betheiligt.
Der Vereinsdirektor, Herr Regierungsrath Trapp, knüpfte an diese Mittheilungen in der am 14. Dezember 1867 abgehaltenen General— Versammlung des Bezirksvereins den Wunsch, daß diese lohnenden Erfolge der Obstbaumzucht einen neuen Sporn für weitere Cultivirung dieses wichtigen Zweiges der Landwirthschaft abgeben und die Obstzüchter es sich angelegen sein lassen möchten, außer den für den beliebten Aepfelwein sich eignenden Obstsorten auch solche zu ziehen, die als sogenanntes„Tafelobst“ in den benach- barten Bädern und großen Städten sehr gesucht sind und gut bezahlt werden.
In derselben Versammlung bemerkte Herr Dr. Henkelmann in einem Vortrage, daß die Hauptkunst des Obstzüchters vorzugsweise in dem Baumschnitt“), in der Formerziehung der Obstbäume, in der Erziehung wohlgebildeter Stämme und kräftiger Tragzweige liege und daß hierin, sowie im Setzen der Bäume noch große Fehler gemacht würden. Häufig würde die Pflege der schönen Obstanlagen dem Wenigst- nehmenden überlassen, wodurch dieselben oft in Hände geriethen, welche mehr schadeten, als nützten. Wie könne ein Mann, der nicht wisse, was ein Leitzweig oder Fruchtzweig, was eine Holzknospe oder Fruchtknospe ic. sei, eine voll⸗ kommene, wohlgebildete Baumkrone heranziehen? Das Pfropfen, Oculieren ꝛc. auf welches gewöhn- lich das Hauptgewicht beim Obstbau gelegt werde, seien Kleinigkeiten gegen die Pflege, den regel rechten Schnitt der Bäume und es gehöre viel Umsicht dazu, die Bäume immer so zurückzuschneiden, daß ihre Fruchtbarkeit gehoben und eine wohl- gebildete Krone erzogen werde. Er sei zwar kein Baumzüchter, allein als Schüler von Lucas in Reutlingen, an dessen Vorträgen und praktischen Unterweisungen in der 16 Morgen großen Baum- schule zu Hobenheim, er ein halbes Jahr lang mit großem Interesse habe Theil genommen, wisse er, worauf es in der Baumzucht ankomme, und eine Gemeinde sei schlecht berathen, deren Vor— stände durch Anstellung von nicht sachkundigen Baumwärtern zu sparen suchten.
Auch beim Anpflanzen junger Obstbäume beginge man hauptsächlich noch zwei Fehler, ein⸗ mal würden dieselben meist zu dicht gepflanzt und dadurch der Zutritt von Luft und Licht und die kräftige Entwicklung gehindert, und dann
*) Wir empfehlen darüber das jedem Obstzüchter un⸗ entbehrliche Werkchen:„Die Lehre vom Baumschnitt“ von Dr. Ed. Lucas, Ravensburg 1867, vorräthig bei Bin⸗ dernagel und Schimpff in Friedberg.
würden sie oft zu ungünstiger Zeit gesetzt. Die Meisten pflanzten ihre Obstbäume im Herbst, welcher Zeitpunkt für Birnpflanzungen auch wohl ganz gut gewählt sei, allein für die übrigen Obstgattungen sei die Frühjahrspflanzung unbedingt vorzuziehen, weil bei dieser die wenigsten Bäumchen zurückblieben und sich besser entwickelten. Die Herbstpflanzung könne nur dann gut geheißen werden, wenn sie so frühzeitig geschehe, daß sich noch neue Wurzeln bilden könnten.
Indem wir diese allgemein interessanten Mit⸗ theilungen der Oeffentlichkeit übergeben, möchten wir alle Obstproducenten ersuchen, auch im Jahre 1868 ihre Obsternte-Erträge sich genau merken zu wollen, damit es möglich werde, den zu wünschenden Vergleich zwischen der diesjährigen und vorjährigen Obsternte anstellen zu können, den wir wohl gewiß von der unermüdlichen Thätigkeit unsers Bezirksvereins⸗ Direktors zu hoffen haben.
Von einem Freunde der Obstbaumzucht.
Landwirthschaftliches.
Mittel gegen das Faulen der Kartoffeln im Keller. Von J. Troost in Hadamar. In meinem Werkchen:„Die Landwirthschaft des Thurgaus“(Zürich, bei E. Kiesling, 1854) ist ein Verfahren gegen das Faulen der Kartoffeln im Keller angegeben, welches sich als sehr vorzüglich bewährt und in einem großen Theile der Schweiz allgemeine Anwendung gefunden hat; ebenso in Frankreich, nachdem es von Seiten der Regierung 1859 anempfohlen und in demselben Jahre auf dem Regional⸗ concurs in Straßburg eine Einrichtung dieser Art öffent⸗ lich dargestellt war. Boden und Wände der Keller, in welche die Kartoffeln kommen, werden mit Reisigholz(am besten Erlen, da es die Mäuse abhält und nicht so schnell fault) ½—1 Schuh hoch belegt und dieses mit einer Schicht Stroh bedeckt, damit die Kartoffeln nicht zwischen das Reisig fallen. Ueber diese Strohschicht werden von 5 zu 5 Schuh Euisernung parallel laufende, aus Latten oder Stangen gebildete Luftzüge gelegt, auf welche wieder⸗ um von 5 zu 5 Schuh eben solche Züge senkrecht stehen. Die Stangen sind so weit von einander, daß keine Kar⸗ toffeln hindurchfallen und so die Zäge verstopfen könnten. Hierauf werden die Kartoffeln, nachdem man sie vorher hat recht abirocknen lassen(bei schlechter Erntewitterung auf der Dreschienne oder sonst wo), aufgeschüttet, was sogar bis zu einer Höhe von 5 bis 8 Fuß gefahrlos ge⸗ schehen kann, und dick(1 Schuh und darüber) mit Stroh bedeckt. Die senkrecht stebenden Luftzüge müssen zu den Haufen bervorragen, ebenso die auf dem Boden liegenden wenigstens nach einer Seite hin. Dem Keller wird jetzt so viel wie möglich Luftzug verschafft, jedoch wird er dunkel gehallen(da sonst die Kartosseln, vom Licht getroffen, grün werden) und erst, wenn Frost eintritt, geschlossen. Das oben aufliegende Stroh nimmt die durch Erwärmung des Haufens ausgetriebene Vegetationsfeuchtigkeit der Kar⸗ toffeln auf, welche sonst beim Weglassen der Strohschicht sich in den oberen kälteren Schichten des Kartoffelhaufens niederschlagen und dort Fäulniß erzeugen würde. Durch das Reisig unter und neden dem Haufen, wie durch die Luftzüge wird den Kartoffeln stets frische Luft zugeführt und die feuchie verdorbene Luft aus den senkrecht stehen⸗ den Luftzügen ausgetrieben. Am Eingange der liegenden Luftzüge wird im Anfange wöchentlich mehrere Male,
Gesunde Luft.
Die Gelehrten behaupten, die Luft hätte überall und jederzeit die⸗ selbe Zusammensetzung und das müssen wir ihnen schon glauben, weil sie ihre Behauptung auf sehr genaue Untersuchungen stützen. Aber dieselben Gelehrten sprechen auch von einer ungesunden Luft in den engen Gassen der Stadt, von einem Pesthauch der Schlachtfelder und von einer gesunden Landluft und geben durch diese und ähnliche Bezeichnungen doch unzweifel⸗ haft zu verstehen, daß die Luft nicht überall dieselbe ist; wie läßt sich nun das reimen? Eigentlich in keiner Weise, wenn man sich ganz genau am Wortlaut hält, dagegen ziemlich leicht, wenn man überlegt, um was es sich in dem einen und dem andern Fall handelt. Sagen uns nämlich die Gelehrten, die Luft habe überall und zu jeder Zeit dieselbe Zusammen⸗ setzung, so denken sie dabei nur an die Hauptbestandtheile derselben, an Sauerstoff, Stickstoff und allenfalls auch noch an die Kohlensäure; während sie, wenn sie von einer ungesunden und gesunden Luft reden, an die zu- fälligen Beimischungen denken, die die Luft aus mancherlei örtlichen Quellen erhält. Diese Beimischungen verbleiben aber vorläufig am Ort ihrer Entstehung in der Luft und wenn sie sich endlich vertheilen, so werden sie dadurch so verdünnt, daß wir sie durch unsere schärfsten In- strumente nicht mehr nachzuweisen vermögen.
Aber die sckädlichen Bestandtheile müssen sich doch nach und nach in der Luft anhäufen, denkt gewiß der Leser, da sich solche doch täglich auf's Neue bilden, und dieser Gedanke wäre auch vollkommen richtig,
wenn die Natur nicht Mittel und Wege hätte, sie wieder aus der Luft fortzuschaffen. Dabei denkt man nun wohl zunächst an den Wind, sieht aber bei genauerer Ueberlegung unschwer ein, daß der Wind allein doch nicht das geeignete Mittel sein kann, da er ja nur die Luft über die Erde anders vertheilt, weiter aber keinen Einfluß auf die Zusammensetzung derselben ausübt. Der Wind kann demnach in keiner Weise die Luft im Großen und Ganzen reinigen, dazu bedarf es anderer Mittel und unter diesen ist zunächst ein so unscheinbares, daß gewiß noch manche meiner gütigen Leser nicht darauf aufmerksam geworden sind.
Vor mehreren Jahren machten ein paar gelehrte Engländer eine Entdeckung, die in vieler Beziebung erst dann folgenreich geworden ist, nachdem Herr v. Liebig auf die Wichtigkeit derselben für den Ackerbau aufmerlsam gemacht hatte. Jene Engländer fanden nämlich, daß unsere Ackererde die Fähigkeit besitzt, Stoffe, sowohl feste Körper als Flüssigkeiten und Gase, die mit ihr in Berührung kommen, einzusaugen(zu absorbiren sagen die Naturforscher) und sie festzuhalten. Man braucht, um sich davon zu überzeugen, daß die Erde wirklich diese Fähigkeit besitzt, nur schmutziges Wasser durch eine Erdschicht zu filtriren und wird sehen, daß aller Schmutz zurückbleibt und klares Wasser abfließt. Wie in diesem Fale gegen den Schmutz im Wasser, so verhält sich die Erde auch gegen die die Luft verunreinigenden Gase; so wie solche mit ihr in Berührung kommen, so werden sie absorbirt.
Wäre die Luft vollkommen ruhig, so würden allerdings nur die untersten Luftschichten auf diese Weise gereinigt werden; dadurch aber


