Ausgabe 
18.6.1868
 
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dorthin überbringen. Die Gesammteinnahme des Wetterauer Zweigvereins betrug im letzten Jahre 427 fl. 35½ kr.; unter den zu dem Zweigverein gehörigen Gemeinden sind Fauerbach b. Fr. und Beienheim die einzigen, aus welchen außer der vorsckriftsmäßigen Collekte am Reformations- fest keine Beiträge eingegangen sind. Leider hatte der Bericht noch eines schmerzlichen Verlustes zu erwähnen, den der Zweigverein unlängst erlitten hat, indem Herr Hofapotheker Wahl, der seit dem Bestehen des Vereins die Geschäfte des Rechners mit großer Hingebung und Uneigen⸗ nützigkeit verwaltet hatte, ihm durch den Tod entrissen worden ist. Herr Kaufmann Fertsch hat sich bereit erklärt an seine Stelle zu treten. Die Collekte bei dem Festgottesdienste betrug 16 fl. 21 kr. und wurde für die evangelischen Erziehungshäuser zu Warten burg in Ostpreußen beflimmt. In den späteren Nachmittagsstunden fand noch eine freie Vereinigung der Festtheil⸗ nehmer in einem freundlichen Gartenlocale statt. Herr Director Dr. Schwabe, der Präsident des Zweigvereins, und Herr Diakonus Meyer richteten dabei Ansprachen an die Versaͤmmlung, welche sich über die bedrängte Lage der zerstreuten Protestanten, die großen Gefahren, welche dadurch die protestantische Sache bedrohen, die hohe Wichtigkeit der Thätigkeit des Vereines ꝛc. ver- breiteten und die ungetheilte Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer zu fesseln wußten. Sodann ergriff noch Herr Seminarlehrer Wahl das Wort, um die Versammelten daran zu erinnern, von welchem hohen Werthe es für eine Gemeinde sei, wenn, wie dies von Bruchenbrücken bezeugt werden könne, Kirche und Schule wohl bestellt sei, und wie es gewiß Viele, die diese Güter augenblicklich nicht sehr zu schätzen wissen, doch sehr schmerzlich empfinden würden, wenn sie ihnen entrissen werden sollten, weshalb diejenigen Glau- bensgenossen, die sich nicht in so glücklicher Lage befänden wie unsere hierländischen Gemeinden,

deren lebendigste Theilnahme verdienten. Mit Recht wurde von mehreren Rednern hervorgehoben, daß der Verein der Gemeinde Bruchenbrücken für die herzliche Aufnahme, die er bei ihr gefunden, den größten Dank schuldig sei. Die Betheiligung an der Feier von Seiten der Gemeinde war eine lebendige und allgemeine. Dies zeigte schon beim Eintritt der Anblick des Dorfes, welches in fest lichem Schmuck prangte; es wird kaum ein Haus oder Häuschen gewesen sein, das nicht irgend einen Schmuck angelegt hatte. Besonderen Dank verdient auch der dortige Gesangverein, welcher unter der Leitung des Herrn Lehrers Maul nicht allein bei dem Gottesdienst mitwirkte, sondern auch später auf dem Festplatze durch den gelungenen Vortrag geistlicher und weltlicher Gesänge die Versammlung erfreute. In hohem Grade be friedigt und erfreut durch die Aufnahme, welche ihnen zu Theil geworden war, schieden die aus- wärtigen Festbesucher von Bruchenbrücken.

Helfet!

Am 26. Mai Abends nach 7 Uhr sind unsere Gemeinden Lardenbach und Freienscen von einem entsetzlichen Hagelwetter heimgesucht worden, dem in Lardenbach auch gewaltige, von einem Wolkenbruch verursachte, Wasserfluthen folgten. Der Hagel fiel in Strömen und mit der durch⸗ schniulichen Dicke einer kleinen Walnuß. Wintersaat, Fulterkräuter ꝛc. sind an einem Orte gänzlich, am andern zu zwei Dritteln zerschlagen?... nein. zer⸗ schmettert, zermalmt, zerhackt. Auf manchen Aeckern brauchte man das Korn nicht erst abzumähen, sondern man konnte es gleich weg rechen, aber es war kein Korn mehr, es war zerknülltes Stroh, fast Mist. Oder dünken Einem diese Ausdrücke zu lebhaft?.. der lasse sich sagen: die Ihur lag wie im Winter in eine weiße Decke eingehüllt,2 Zoll hoch im Durchschnitt. In den Lardenbacher Wiesen sind ganze Eisfelder von 4050 Fuß Länge, 1520 Fuß Breite und 23 Fuß Tiefe gemessen worden. Sogar der Wald, selbst der Tannenwald, stand und steht heute noch strichweise grau und leblos. Der Boden ist schuhtief mit Geäst bedeckt und an vielen Bäumen die Rinde wie weggeschält und alles Laubwerk ganz ver⸗ schwunden. Was die Hagelmassen verschonten, haben die Wasserfluthen ruinirt. Das Heugras z. B. kann teils

gar nicht, theils nur zum großen Schaben des Viehs gebraucht werden. Die Wi ssen welche überhaupt gemäht werden können, sind einer flark befahrenen Landstraße zu vergleichen, auf der ein Wirbelwind dahin jagt so steigen beim Mähen und Rechen die Staubwolken empor. In Folge bessen sind viele gezwungen, einen Theil ihres Viehes die Haupterwerbéquelle des Vogelsbergs zu veräußern. Ja selbst die Schafe hätte man in Lardenbach nicht halten können, wenn in den Gräfl. Laubachischen Waldungen nicht Weide wäre verwilligt worden. In Summa: Lese Einer Joel am Ersten, da hat er ein un⸗ gesähres Bild unserer harten Heimsuchung, nur lese er Hagel und Wasserfluthen, statt Heuschrecken und Feuer⸗ flammen 4 Die so schwer Geschlagenen, sind nicht reiche Landwirthe, die Hab und Gut versichert haben, noch weniger große Capftalisten, sondern, wenige nur ausgenommen geringe Bauersleute und Weber, die Winter wie Sommer im Schweiße des Angesichts ihr täglich Brod verdienen müssen. Die rufen jetzt wie jener Mann aus Macedonien(Ap. G. 16, 9); und wir rufen mit: Kommt und helfet! Ihr Reichen und Armen, ihr Kirchen⸗ und Gemeindekassen: Kommt und helfet! Helfet den Menschen zu Brod und dem Vieh zu Futter. Aber helfet schnell. Und Gott vergelts! Larden bach und Freienseen. Dietz, Pfarrer. Koch, Pfarrer. Lein, Bürgermeister. Löber, Bürgermeister.

Wir erfüllen mit dem Abdruck vorstehenbden Aufrufs eine an uns ergangene Bitte und erklären uns gerne zur Annahme von Beiträgen für die Beschädigten bereit.

Die Expedition.

Main ⸗Weser⸗ Bahn. Fahrplan vom 14. Juni 1868.

Abgang von Friedberg uach Frank furt: nach Gießen: 3 6

6²¹ 7 7⁴⁵ 91 10 10 17 12¹⁵ 1 4 6 8 6¹⁰⁰ 209 0 8 9 11*

Schnellzüge 1. und 2. Klasse.* Schnellzüge 1., 2. und 3. Klasse.

Oeffentliche Aufforderung.

1239 Die Besitzer der in dem Inserate 945 in Nr. 47 des Anzeiger für Oberhessen vom 21. April l. J. näher verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nach⸗

tragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich augweisen.

Es werden deshalb

Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, auf⸗ gefordert, solche binnen drel Monaten so gewiß dahler geltend zu machen, als sonß die Veräußerungsurkunden ohne Rüchsicht auf sie bestäligt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden.

Friedberg am 16. April 1868.

Großherzogliches Landgericht Friedberg 8

Oeffentliche Afforderung.

1321 Heinrich Romp von Rodenbach, geboren am 13. December 1792; Anna Barbara, Ehefrau des Ebristtan Erk, geb. Roth von Staden, geboren am 28. October 1786 und Marie, Ehefrau des Ernst Ulrich, geb. Ziegler von Langenbergheim, geboren 1798, oder deren Erben, werden aufgefordert das für jene selt⸗ her curatorisch verwaltete Vermögen binnen 3 Monaten in Empfang zu nehmen, resp. die Erbschaft anzutreten, wibrigenfalls dieselbe den sich meldenden Erben aus. gehändigt oder dem Fiskus überwiesen wird. Altenstadt am 25. Mat 1868. Stoß herzogliches Landgericht Altenstadt Stammler.

Bekanntmachung.

1444 Das für das Bezirksgesängniß zu Friedberg auf eln Jahr erforrerliche Brennholz soll

Freitag den 26. Juni l. J, Nachmittags 3 Uhr, um Fandgerichtslocale an den Wenigsinehmenden ver⸗ steigert werden.

Frtedberg am 10. Juni 1868.

me, 7 Friedberg e

Johlen ⸗Versteigerung. 1490 Freitag den 19. d. M., Vormittage 11 Uhr, wird in der Reitercaserne zu Butzbach ein 6 Wochen altes Fohlen an den Meifibtetenden öffentlich versteigert. Buß bach den 13. Juni 1868. Freiherr van der Hoop, Rittmelster und Schwadrons⸗Chef.

Heugras- Versteigerung.

1509 Freitag den 19. Jun l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in birsigem Rathhause das Heugras von den städ⸗ tischen Wlesen, circa 21 Morgen haltend, nochmals 12 meistbietend verßeigert werden. Friedberg den 17. Junt 1868. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg Fou car.

Pferde ⸗Versteigerung.

1507 Montag den 22. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird in der Reitercaserne zu Butzbach ein zum Reiter⸗ dienst untaugliches Remontepferd an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Butzbach den 16. Juni 1868. Freiherr van der Hoop, Nittmeister und Schwadrons Cbef.

Bekanut machung.

1506 Montag den 22. d. M., Vormittags um 11 Uhr, soll auf dem Bürgermeisteret⸗Bürtau dahier das dem Kugelbausfonds dahter gehörende, 34 Klafter haltende, alte Schulhaus auf dem Kirchenplatz einer dritten und letzten freiwilligen Versteigerung ausgesetzt werden. Es wird hierbei bemerkt, daß bei einem annehmbaren Gebot der Zuschlag, mit Vorbehalt höherer Genehmigung, er theilt wird. Buß bach am 16. Jam 1868. eee Buß bach ch

Gras- Versteig erung. 1504 Mittwoch den 24. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, soll das dies fährige Peugras von den biesigen Gemeinde⸗ wiesen, eirca 200 Morgen haltend, in einzelnen Ab⸗ theilungen meiflbietend versteigert werden.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegen⸗ den Orte und Städte werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen gefälligst bekannt machen zu lassen.

Inheiden den 14. Juni 1868.

Großherzogliche eee Inheiden o ch.

Kirschen ⸗Versteigerung. 1503 Freitag den 19. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen die Kirschen auf den Bäumen am Bizinal⸗ weg nach Ossenheim hin öffentlich meiftbietend ver⸗ steigert werden.

Fauerbach b. Fr. den 15. Junt 1868. ee Fauerbach oller.

Holz⸗Versteigerung.

1508 Dienstag den 23. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im Walddistricte Jungfernwald und Propftftämpfe 69 Stecken Eichen ⸗Schälprügelbolz, 4770 Stück Schälbolzwellen und 250 Eichen⸗Baumstützen oͤffentlich an den Meiftbietenden verstrigert werden. Der Anfang ist im Jungfernwald. Schloß Ilbenstadt den 13. Juni 1868.

Gräflich von Leiningen⸗Westerburgische Rentei daselbst Bernhardt.

Arbeits-⸗Versteigerung.

1505 Samstag den 20. Juni l. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen im Gemeindehause zu Fauerdach v. d. Hohe nach⸗ stehende Arbeiten und Lleferungen unter den vor der Bersteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert und in Accord gegeben werden; nämlich:

fl.

Maurerarbeit, veranschlagt zu 233 18

Weißbinderarbelt 21 10

Dachdeckerarbeit 3 50

3 12

immerarbeit 12 Steinbrechen zu Manersteinen aus Nocken⸗

berger Sandsteinbrüchen 220

Steinbeifuahr von daher 220

Lieferung von festen Chaufseedecksteinen 30

1 Sand 40

5 feinem Kies 5

1 Ategeln 12

5 Kalk 112

5 Mauerdeckelsteinen 81

8 Nussenstelnen 21

Steinklopferarbeit 7

Handarbeiten in den Vleinalwegen 89 22

But bach am 15. Juni 1868. Der Bezirks ⸗Bauaufseher Burk.

1500 Ein zum Bäckergeschäft Lust habender Junge kann unter guten Bedingungen in die Lehre treten bei

Jacob Heil in Butz ba ch.

Rechnungen

mit Geschäfts- Firma per Buch 32 kr., in größeren Quantitäten billiger, liefern

Bindernagel& Schimpf.