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Darmstadt. Ein Darmftädter Blatt meldet aus
scheeheller Nacht auf der Chaussee von Darmstadt nach schem Heimathsort sich begeben wollte, von einer Bande Madiebe wahrscheinlich für einen Jagdausseher gehalten wrden sei und plötzlich aus der Mitte derselben einen Spuß nach dem Kopf und Halse erhalten hätte. Mehrere Sbrote drangen in den Kopf, und wäre die Verwundung iß von tödtlichem Ersolg gewesen, hätte nicht durch — glücklichen Zufall der Mantelkragen die meisten Schrott aufgenommen.
% Die Todesstrase. Der Scharfrichter von ton hat sich im vorigen Sommer kurz vor der an- getzten Hinrichtung eines jungen Mannes entleibt, der wagen Ermordung seiner Geliebten zum Tode vecurtheilt mr. In einem hinierlassenen Briefe gab er sich als den Däter an und vermachte sein Vermögen dem unschuldig Vrurtheilten. Kann es eine bessete Kriük der Todesstrafe geen? Die Kosten der Unterhaltung lebenslänglich Ver⸗ ütheilter wiegen wahrhaftig kein einziges an einem Un— sguldigen bdegangenes Unrecht auf.
„ Unter den Nahrungsmitteln nehmen neben eisch, Ei und Milch die Hülsensrüchte eine sehr wichtige telle ein, sie enthalten viel Eiweiß(Blutbildner) und
sid noch nahrhafter als Getreide und das daraus ge tonnene Mehl; für die arbeitende Klasse gibt es, was un allen Sachverständigen anerkannt ist, kein billigeres ird besseres Nahrungsmittel, als: Erbsen, Linsen und Tohnen, nur ist der Umstand ärgerlich, daß ihr Kochen rel Zeit erfordert, viel Brennmatetial braucht, und trotz im es oft vorkommt, daß sie sich nicht weich kochen, 1 ber schwer verdaulich sind.— Herrn Heinrich Daur, Nüßhlebesitzer in Ul u, soll es nun, wie wir bören, ge⸗ Ungen sein, mittelst einer besonderen Mablmetbode und kehandlung der Hülsenfrüchte, was sein Gebeimniß ist, de letzteren in ganz vorzügliches Mehl umzuwandeln, te im Kleinen und Großen, z. B. dei Garnisonen, an— tgellten Versuche sollen sehr günstige Resultate geliefert Eben, und es wären nun dadurch viele Vortbeile in der züche errticht, man erspart die Umständlichkeiten des Ein⸗ zeichens, Durchtreibens und des langsamen Kochens. zußerdem soll Herr Daur auch Schleimmehle fabriciren, s Reis ⸗, Haser⸗, Kartoffel-, Gersten-, Grünkernen⸗ zehle ꝛc., welche bisher nur von französischen Fabriken den deutschen Handel gebracht worden sind, von ihm per in feinerer und billigerer Qualität geliefert werden nnen. Wir wünschen ihm Glück zu seinem Unternehmen.
e Wenn sich das Jahr 1868 nicht besser anläßt, als fühere achtundsechziger Jahrgänge, so haben wir zitklich Ursache, mit Besorgniß auf die kommenden Monate u blicken. Einen günstizen Verlauf nahm nur das Jahr 1888, welches einen warmen Frühling und einen heißen p witterreichen Sommer und eine reiche Ernte, sowie Velen und ziemlich guten Wein brachte. Weniger glück Ich lauten die noch erhaltenen Aufzeichnungen aus den korigen achtundsechziger Jahren. So wird z. D. von 868 richtet, daß es sehr teich an Regen gewesen sei, daß zlüsse und Bäche austraten und schädliche Ueberschwem⸗ v unzen verursachten; die Frucht mißrielh ganz, und die folge hievon war eine Hungerenoth. Im Jahre 968 Dadelen scharfe Winde im Mai den Od sibäumen und den Geinstöcken sehr. Die Jahre 1068, 1268 und 1368 waren viederum sehr regnerisch. Im Jahr 1468 fiel am 12. März der erste Schnee und hierauf solgte eine lange an⸗ altende Kälte, die Gewächse blieben sehr zurück, der baber wurde erst im Dezember eingeheimst, und es gab ene zeringe Ernte; der Herbst war regnerisch, und der Dein wurde nur mittelmißig. Im Jahr 1588 trat am „ März nach einem flarken Schncefall heftige Kälte mit barsen Winden ein, die bis zum 20. April dauerte und en Reben sehr schadete, daher wuchs nur wenig und saurer Dein, die Frucht jedoch gerieth noch ziemlich. Im Jahr 768 endlich war die Ernte nur mittelmäßig, auch wuchs
wenig und schlechter Weln, well auf einen sehr kalten Winter ein regnetischer Sommer folgte.
„ Der schnellste Reisende. Wer ist schnellere Reisen zu machen im Stande, als die Lokomotive auf den Eisenvahnschienen? Der Floh! Es ist zu beweisen durch Zahleu, bekanntlich der unumstößlichste Beweis. Der Floh ist jedenfalls unter allen Thieren das krastvollste, die Kraft des Elephanten ist dagegen etwas sahr Unbedeuten⸗ des. Der braune Petit⸗-Schelm springt 200 Mal so hoch als er selbst ist. Diese wicklich unbegreifliche Krast ist größer, als sie irgend ein Clown im Cirkus bisher ent wickelt. Wollte man annehmen, daß ein Windhund von 3 Fuß Länge in eben dem Maaße springen könnte, so würde er 600 Fuß auf jeden Sprung machen und da der Umfang der Erde auf 131,785,600 rheinländische Fuf angenommen wird in 219,642 Sprüngen um die Erde herum kommen. Braucht er zu jedem Sprunge eine Sekunde, so würde er seine Reise vollenden in 2 Tagen 13 Stunden 42 Sekunden; ließe er sich aber 15 Sekun— den oder eine Viertelminute zu jedem Sprunge Zeit, so bedürfte er 38 Tage 3 Stunden 10 Minuten 30 Sekun den. Der Floh bedürfte also das Dreifache und würde zur Erdumspringung nöthig haben 114 Tage 9 Stunden 31 Minuten 30 Sekunden, wenn er 15 Sekunden zu jedem Sprunge verwendete. Spränge er aber so fleißig, wle oben angenommen, nämllch in jeder Sekunde einen Sprung, so wären schon 7 Tage 15 Stunden 2 Minuten 6 Sekunden hinreichend, rund um unsern Erdball zu kommen. Was ist die Lokomolive dagegen?
% In London ist ein des Kindesmordes angeklagter deulscher Bäckergeselle Franz Röder von dem Schwur⸗ gerichte freigesprochen worden. Derselbe stand in großer Gefahr, das Opfer einer falschen Zeugenaussage zu werden, als der deulsche Rechtschutzverein sich seiner Sache annahm und sie glücklich durchführte.
Die Noth in Ostpreußen.
Nach allen dieherigen Zeitungsberichten ist ersichtlich, daß einfache Unterstützung mit Geld allein nicht zweck— dienlich ist, indem Lebensmittel in Berlin und Umgegend (Mark Brandenburg) weit theuerer sind, als in hiesigen Gegenden, also ein Theil der mildthätigen Gaben nutzlos und gegen die Bestimmung der Geber verwendet werden muß.— Sollte es daher nicht auch im Sinne der Geber gehandelt sein, wenn das hiesige Hülfscomite die einge- gangenen Beträge zu Ankäusen von Frucht und Hülsen⸗ srüchten, jz sogar noch besset von bereits gebackenem Brode, welches gut verwahrt Waggonweise leicht zu transportiren ist, verwenden würde? Auf dem Lande ist es allgemein üblich, daß jede Familie ihr Brod für sechs und acht Wochen auf einmal backt und dieses Brod auch nach acht Wochen noch sehr schmackhast ist.“)— Ferner dürfte die Aufmerksamkeit der barmherzigen Geber und Geberinnen noch auf das Sammeln alter abgetragener Kleidungsstücke, wovon viele lästigen Vorrath haben, gelenkt werden, und werden alle auf diesem mildthätigen Wege sich zum Wohle ihrer Mitmenschen noch selbst erleichtern können.
Die Mitglieder des Hülfscomite's werden sich wohl auch zur Empfangnahme von Kleidungsstäcken bereit finden, sowie auch der Unterzeichnete zur Entgegennahme und Versendung von Kleidern, Hemden, Strümpfen, Unterjacken, Unterröcken, Schuhen und Snüeseln sich bereit erklärt.
Friedberg im Januar 1868.
F. Stifft, Verwalter der Friedberger Bergbau⸗Gesellschaft,
„) Uebereinstimmend mit der Anfchi des Herrn Ein⸗ senders spricht sich ein in heutiger Nummer d. Bl. unter „Berlin“ befindlicher Artikel der„Zukunft“ aus Königs— berg aus, auf welchen wir unsere Leser aufmerksam machen. Es muß hiernach der Vorschlag des Herrn Stifft als sehr beachtenswertb erscheinen. Die Red.
Für die Nothleidenden in Ostpreußen
sind welter eingegangen:
Dritte Liste.
1) Durch Herrn Professor Dr. Köhler: Von den Herrn Mitgliedern des Prebiger-Seminars, gesammelt durch Herrn Candibaten Strack 14 fl. 35.— 2) Durch Herrn Rentier Steinhäuser: Von Kaspar Altmans⸗ perger 1 fl., Georg Schmidt 1 fl., Nicolaus Engel 1 fl., zusammen 3 fl.— 3) Durch Herrn Mayer Hirsch: Von
Jos. Nußbaum in Nauheim 3 fl. 30, G. Hanau 1 fl., L. Oppenheimer 1 fl. 10 kr., Gebrüder Mayer 2 fl., Z. Grödel's Wiw. 1 fl., Löb Herz 1 fl., W. Bendheim
30 kr., Jakob Mai 5 fl., Mendle Garde 1 fl., von Jakob Goldbeck 53 kr., der Inhalt eines Portemonnales, dessen
Eigenthümer nicht ermittelt werden konnte, zusammen 17 fl. 3 ke.— 4) Durch Herrn Diakonus Meyer: Von M. 1 fl., N. N. 24 ke., Buchhändler Scriba 1 fl. 45 kr.,
Schuhmacher Heß 24 kr., zusammen 3 fl. 33 kr.— In
Summa 38 fl. 11 kr Hierzu von der„Expedition
des Anzeiger für Oberhessen“ gesammelt 120 fl. Zusammen
158 fl. 11 kr. Im Ganzen dis jetzt eingegangen: N
Beiträge, welche bereits sämmtlich an den„Hülfsverein
für Ostpreußen in Berlin abgeschickt worden sind
Wir danken herzlich für diese Gaben, bitten aber Angesichts des täglich dringender werdenden Hülfserufs aus jener von Hunger und Krankheit heimgesuchten
Gegend um baldige weitere Gaben, namentlich auch von unsern Mitbürgern auf dem Land.
Friedberg, den 17. Januar 1868.
Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes. Steinberger.
Bei ber Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Durch Frl. Münch in Nauheim gesammelt von: L. Jung 1 fl., P. Aletter 1. Ch. Mörler 1 fl., aus dem Nauheimer Mäcdcheninstitut 11 fl., zusammen 14 fl.— Durch Herrn Pfarrer Heßler in Assenheim gesammelt: S. Erl. Graf zu Solms⸗Rödel⸗ heim 30 fl., Ihre Erl. Gräfin zu Solms⸗Rödelheim 5 fl., Ihre Erl. verw Gräfin zu Solms Rödelheim 10 fl., Ihre Erl. Gräfin zu Solms Rödelheim 2 fl., Justizrath Dr. Geyger 5 fl., K. R. Trümpert 1 fl. 45 kr., K. A. Augst 2 fl., K. U. Fresenius 2 fl., Apotheker Süffert 1 fl. 10, Baumeister Hechler 1 fl., Dr. Schäser 1 fl. 45, Fr. Geyger 1 fl., J. Schmidt 30 kr., Poths 30, Kramme 24, Rosenkranz 21, J. A. Reuling 30, S. Graff 24, Hadelich 24, Marg. R. 12, K. Gref Wiw. 24. K. Bopp 12, Wilh. Köhl 6, H. Thomas 24, K. Lortz 12, P. Vohl 12, Krick 24, J. Bauer 24. Berntheusel 24, W. Maul 12, K. Gref 12, K. Bopp III. 12, K. Schmidt 6, H. Koch
6, J. Bopp III. 9, Ch. Beer 6, F. Heidorn 18, E. Ewald III 24, Po. Schmidt II. Wiw. 30, H. Kopf 12, C. Reuling 30, L. Schmidt 24, C. Bauer 30, A. Lortz 24, Gg Bopp 24. Bernius 30, E. Walther 30, G. Runckel 24, G. Haas Wiw. 24, Pergolle 48, Henriette Müller 24, A. Lorenz 12, Brill 30, J. Ewald 24,
A. Hesenthal 12, K. Bopp II. 6, Ullmang 12, J. Simon 18, S. Simon 12, J. Grüncbaum 24, J. Seligmaun 12, G. Zinsheimer 12, Rph. Reichenberg 12, L. Best 30, Reg. Tönges 30, Cb. Schmidt 12, Ad. Welle 30, Pfarrer Heßler 1 fl. 10 kr., zusammen 82 fl. 17 kr.— L. Leopold 30, Pachter Brückmann in Nieder⸗Florstadt 1 fl., L. W. F. 30, aus Wickstadt von Heil sen. 1 fl., Heil und Chelius 2 fl., W. Schallas 11 fl., Pfarrer Buchhold in Ossenheim .. Fr. Berginspector Storch 1 fl. 30, K. K. 30, R. 1 fl. 45, Frau M. F. in M. 48 kr. Zusammen 111 fl. 50 kr. In Summa dis jetzt bei uns eingegangen: 182 fl. 11 kr.
Mit berzlichem Dank dittet um weitere Gaben Die Expedition des Anzeiger für Oberbessen.
geils über Bauschheim, Astheim und Ginsheim, theils hinter Trebur den hein, oder vielmehr einen alten Nebenarm oder Zufluß des Rheins Solche Nebenarme, beiden Flüssen mit gleichem Recht angehörig und bald von dem einen, bald von dem andern mit stagnirenden Gewässern füllt, mögen in der Niederung mancherlei gewesen sein; aber seine Haupt- mündung konnte der Main bei Trebur niemals haben, ohne der Senkung Die Hauptmündung des Mains st, wie auch durchgehends angenommen wird, niemals eine andere als die Die jetzige Mainspitze bei Gustavsburg war schon eine Römerstätte mit einem für Jupiter und Juno von Claudius Quartinus m Jahre 217 errichteten Altar, und der römische Centurio der 22. Leglon T. Javennius Proculus aus Faventia wie der Reitersmann Togitius,
reichte.
zon Land und Wasser entgegenzuströmen.
etzige gewesen.
Solimari filius, liegen hier begraben.
Daß also der Ort, um den es sich handelt, von dem Rhein, der ine halbe Stunde davon fließt und dem Main, der zeitweise in kleinen Lachen eines seiner Nebenärme vorhanden war und dem dritten Fluß der wirklich vorbeifloß, dem Neckar, daß jener Ort davon den Namen„Drei— urth“ oder„Dreiburg“(triurbium) erhalten haben soll, ist doch zum
Mindestens höchst unwahrscheinlich.
Dazu kommt aber noch, daß Trebur von dem poeta Triburiensis owohl, als auch von der Saur'schen Städtechronik altera Roma genannt wird und daß nach Angabe der letzteren auch noch 5 Kirchen dort gewesen
ein sollen.
Es liegt hier nichts näher, als daß man einen andern Ort zu
Köpfe.
derung.
betheiligen sich weniger
finden sucht, auf den jene Merkmale ihre Anwendung finden können. solcher Ort ist aber Trier; es stimmt hier die Zahl der Kirchen, und daß die Stadt Treveri, Tol gogo, Trier, in der Römerzeit altera Roma oder das gallische Rom hieß, ist bekannt. Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die Namen von dem jetzigen Trier (französisch Trèves) und dem jetzigen Trebur oder Tribur, im Volksmund Treber, ursprünglich beide nach dem dort wohnenden Volks- stamm der Treviser oder waren, so daß in der älteren Zeit, wo diese Benennung sich noch nicht durch die Entwickelung der Sprache für beide Orte besonders gestaltet hatte, eine Verwechselung keineswegs zu den Unmöglichkeiten gehörte.
Selbst während des Bürgerkrieges Volksmenge um 3 Millionen zugenommen, bauptsächlich durch Einwan— Im Hafen von New. Jork waren im Jahre 1866 233,000 Fremde angekommen, wovon die meisten sich in Amerika niederlassen wollten. Von diesen waren 107,000 Deutsche. Dampfschiffe, und zwar entweder deutscher oder englischer.
Ein
Somit ist die größte
Trevirer„Preveri“ lauteten und identisch
Volksmenge in den Vereinigten Staaten.
Von Dr. Curtman.
Im Jahre 1866 wurde in den Vereinigten Staaten von Nord- amerika eine Volkszählung ausgeführt.
Dieselbe ergab über 34 Millionen von 1860— 64 hatte die
Die Meisten bedienen sich jetzt der Die Amerikaner bei dem Transport.


