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. lctrigt Lon d. Fl.
1868.
Samstag den 17. October.
M 123.
Anzeiger für
Oberhessen.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. criedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienfsag, Donnerstag und Samste
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Das Matbildenflift, hler die Vertheilung der sür Induflrleschulen verwilligten Summen.
Friedberg am 12. October 1868.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, in welchen sich Industrieschulen befinden.
Die Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises hat in ihrer Sitzung vom 27. August d. J. beschlossen, 1250 fl. für Industrieschulen dergestalt nach der Seelenzahl der betreffenden Ge— meinden zu vertheilen, daß an diejenigen Gemeinden, welche Industrie⸗ schulen haben, Auszahlung des ertragenden Antheils erfolgt, der Antheil der übrigen Gemeinden aber, die solche nicht haben, in den Kassen verbleiben und hiervon denjenigen Gemeinden, in deren Industrie— schulen Außerordentliches geleistet wird, außerdem auf Nachsuchen noch besondere Gratisicationen zu Theil werden sollen.
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Assenbeim 25 fl. 42 kr.— Bauernbeim 7 fl. 22 kr.— Betenheim 12 fl. 7 ke. — Bönfladt 18 fl. 2 kr.— Berchenbrücken 17 fl. 45 kr.— Dotheim 23 fl 12 kr. — Dorn⸗Assenheim 20 fl. 50 kr.— Fauerbach b. Fr. 16 fl. 19 kr.— Friedberg 149 fl. 10 kr.— Ilbenstadt 27 fl. 32 kr.— Melbach 15 fl. 3 kr.— Rieder ⸗ Florftadt 39 fl. 22 kr.— Niedter⸗Mörlen 24 fl. 4 kr.— Nieder Rosbach 16 fl 2 kr. — Nieder⸗Wöllstadt 31 fl. 41 kr.— Ober- Florstadt 7 fl. 24 kr.— Ober⸗ Mörlen 39 fl. 6 kr.— Ober⸗Rosdach 38 fl. 52 kr.— Oder Wöllfladt 25 fl. 32 kr.— Ockftadt 33 fl. 58 kr.— Ossenbelm 9 fl. 24 kr.— Reichelsheim 26 fl. 13 kr.—
Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nach⸗ stehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche Sie dem Gemeindeein⸗ nehmer unter Ord.⸗Nr. 44 des Voranschlags in Einnahme decretiren und controliren lassen wollen.
Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26. Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz⸗Blatt Nr. 17 von 1855).
Trapp.
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Södel 19 fl. 38 kr.— Weckesbeim 12 fl. 48 kr.— Wobybach 19 fl. 32 kr. Butzbach 80 fl. 34 kr.— Fauerbach v. d. H. 17 fl. 58 kr.— Gambach 43 fl. 24 kr. Griedel 24 fl. 48 kr.— Hoch⸗Weisel 21 fl. 10 kr.— Kirch-Göns 19 fl. 58 kr. Langenhan 16 fl. 56 kr.— Maibach 7 fl. 16 kr.— Münster 9 fl. 32 kr. Münzenberg 29 fl. 2 kr.— Nieder ⸗Weisel 41 fl. 40 kr.— Oppershosen 19 42 kr.— Ostheim 15 fl. 10 kr.— Pobl⸗Göns 15 fl. 56 kr— Rockenberg 39 58 kr.— Steinfurth 29 fl. 48 kr.— Trais-⸗Münzeuberg 7 fl. 37 fr.
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Betreffend: Das Mathildenstift, bier die Vertheilung der für Industrieschulen für 1868 verwilligten Summen.
Friedberg am 12. October 1868.
Dasselbe an die Schulvorstände derjenigen Gemeinden, welche Industrieschulen errichtet haben.
Indem wir Ihnen von vorstehender Verfügung an die betr. Großherzoglichen Bürgermeistereien Kenntniß geben, verweisen wir bezüglich der Verwendung der verwilligten Beträge auf unsere Verfügung vom 26. Febr. 1855, Int. Bl. Nr. 17, und sehen am 1. Juli k. J.
Ihren Berichten wie vocgeschrieben entgegen.
Trapp.
Oeffentliche
Nachricht.
Das nachstehende Verzeichniß der für 1868 eingegangenen Waisenhausbüchsengelder bringen wir zur öffentlichen Kenntniß.
Friedberg am 16. October 1868. Berz e
Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.
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über die vom 1. September 1887 bis dahin 1868 in dem Büreau Großberzoglichen Kreisamis Friedberg, sowle in den Semeinden des Kreises Friedberg eingegantzenen freiwilligen milden Gaden für arme Walsen.
1) Am Kreisamt eingesammelt 11 fl. 17 kr.— 2) Assenbeim 1 fl 13¼ kr. — 3) Bauernheim 15 kr.— 4) Bepenheim 1 fl. 8 kr.— 5) Bodentod 12 kr. — 6) Bönstadt 1 fl. 35 kr.— 7) Btruchenbrücken 1 fl. 46½ kr.— 8) Butzbach 10 fl. 39 kr.— 9) Dorpeim 3 fl. 45 kr.— 10) Dorn Assenheim 46 kr.— 11) Fauerbach v. d. P. 1 fl. 16 kr.— 12) Fauerbach d. Fr. 1 fl. 19 kt.— 13) Friedberg 16 fl.— 14) Gambach 3 fl. 5 kr.— 15) Griedel 30 kr.— 10) Hausen 1 fl. 29 kr.— 17) Hoch- Weisel 1 fl.— 18) Jibenstadt 2 fl. 41 kr.— 100 Kirch- Gens 1 fl. 52 kr.— 70) Langenbain mit Ziegenberg 30 ke.— 21) Maibach 25 kr.— 22) Melbach 20½ kr.— 23) Münzenderg 35 kr.— 24) Naubeim 4 fl. 39 er.— 25) Nieder⸗Florftadt 2 fl. 4 kr.— 26) Nieder⸗Mörlen
2 fl. 33 kr.— 27) Nieder⸗Rosbach 2 fl. 11 kr.— 28) Nieder ⸗Weisel 1 fl.— 29) Nieder ⸗Wöllstadt 3 fl. 26 kr.— 30) Ober-⸗Florfladt 34 kr.— 31) Oder⸗Wörlen 2 fl. 45 kr.— 32) Oder⸗Kosbach 2 fl. 39 kr.— 33) Ober⸗Wöufladt 2 fl. 54 kr. — 34) Ockfladt 2 fl. 11½½ kr.— 35) Oppershofen 1 fl.— 36) Ossenhelm 283½ kr. — 37) Osittim 26 kr.— 38) Pobl- Göns 42 kr.— 39) Reichelsheim 4 fl.— 40) Kockenderg 3 fl. 25 kr.— 41) Rödgen 2 fl. 45 kr.— 42) Södel 2 fl. 40½ kr. — 43) Schwalbeim 12 kr.— 44) Staden 20 kr.— 45) Steinfurt 8 fl. 38 kr. — 46) Weckesbeim 53 kr.— 47) Wickstadt 1 fl. 24 kr.— 48) Wisselsbeim 48 kr. — 49) Wölfersheim 35 kr.— 50) Wobnbach 36 ¼ kr.— Zusammen 119 fl. 28½½ kr.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 54 enthält:
I. Verordnung, die Erhebung der lechnischen Schule zu Darmstadt zu einer polytechnischen Schule betr.
II. Bekannimachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Anschluß der Großherzegthümer Meck'enburg⸗Schwerin und Mecklenburg⸗Strelitz, der freien Stadt Lübeck, sowie mehrerer Preußischer Exclaven und des Lauenburgischen Lehnguts Suüntenburg an den Zollverein beir.
III. Betanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die neue Organisation der Oberförstereien Noßdorf und Dieburg, Forsis Reinheim, Nieder⸗Ramstadt, Forsts Jugen⸗ heim, und Messel, Forsts Daemstadt, betr.
IV. Diens nachrichten. Am 16. Sept. wurde dem Pfartverwaller Johann Kumpf die katholische Pfarrstelle zu Horchheim übertragen;— am 2. Oct. wurde dem Heinrich Fatum aus Lindenstruth das Patent als Geometer der drüten Klasse für den Kreis Grünberg— und am 6. Oct. dem Geometer zweiter Klasse Adam Mayer aus Nierstein das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Oppenheim ertheilt..
V. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Dolgesheim mit einem Gehalle von 633 fl. 25 kr;— die evangelische Schulstelle zu Stumpertenrod mit einem Gehalte von 300 fl. 52 kr.;— die Districtscinnehmerei Richen, wofür eine Dienstcaulion von 3000 fl. erfordert
wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14
Tagen anzumelden. „Friedberg. Unter der evang. Geistlich⸗ keit des Großherzogthums eirculirt nachstehende
Adresse, welche den in der Mitzenius'schen An⸗ gelegenheit erlassenen zustimmenden Kundgebungen gegenüber eine Gegendemonstration bezweckt. Diese Adresse lautet:
„Die unterzeichneten Geistlichen fühlen sich gedrungen, ihr schmerzliches Bedauern und ihren liesen Unwillen gegen die anläßlich der Enthüllung des Lutherdenkmals erschienene Schrift des Mitpredigers Mitzenius auszusprechen. Der⸗ selbe hat sich damit selbst außerhalb der christlichen Kirche gestellt; scheint aber bis jetzt noch nicht die Erkenntniß zu besitzen, daß es seine Pflicht ist, damit auch sein Amt in Kirche und Schule aufzugeben. Er hat in dieser Schrift — ganz zu geschweigen der Verdächtigungen, die er auf unsern Stand gehäuft hat— unserm hochgelobten Heiland und seiner Kirche die äußerste Schmach angethan.
Wir dursten nicht zweifeln, daß unsere Behörde diese Schmach abwenden werde und haben daher seither ge— schwiegen. Da nun aber öffentlich in ausgedehntem Maße für den Verfasser dieser Schrift agitirt und diese Agitation auch in unsere Gemeinden hineingetragen wird, so halten wir es für unsere Pflicht:
Großherzogliches Oberconsistorium um Schutz dieser
Gemeinden und rasche Abwehr dieser Schmach ehr—
erbletigst zu bitten.“(Folgen die Unterschriften.)
Wie wir vernehmen, hat den Geistlichen des Deranats Friedbertz bereits eine Adresse in obigem Sinne zur Unterzeichnung vorgelegen, ohne daß dieselbe Unterschriften gefunden hätte. Ob jedoch
die vorgelegte Adresse die obige gewesen, wissen wir nicht anzugeben.
Preußen. Berlin. Die ofsficibsen Cor⸗ respondenzen versichern auf das Allerbeslimmteste, es sei ein Irrthum, wenn man meine, es werde dem Landtage eine Vorlage über die Sicherstellung der parlamentarischen Redefreiheit in Preußen gemacht. Graf Bismarck habe nie daran gedacht, im Reichztage ein derartiges Versprechen abzugeben; nur national- liberale Spitzfindigkeit habe seine Worte so deuten können.
— Das Anwachsen der Auswanderung ist keine besonders erfreuliche Wahrnehmung. Ueber Hamburg sind in den ersten 9 Monaken dieses Jahres 39,135 Personen befördert worden, gegen 33,479 in demselben Zeitraume des vorigen Jabres. Es ist dies eine Zunahme von 3661 Personen oder um 10, Prozent. Aus Bremen liegen bis jetzt noch keine offiziellen Zahlen vor, doch ist mit Sicherheit anzunehmen, daß auch dort die Auswanderung zugenommen hat; auf leinen Fall hat sie so bedeutend abgenommen, daß die Steigerung in Hamburg dadurch würde aus— geglichen werden.
— Die„Prov. Corresp.“ bestätigt, daß der
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