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r F Ziel der Expedition ist die Erforschung und Ent⸗ deckung der arktischen Central⸗Region von 750 Nördlicher Breite an, auf der Basis der Ost⸗ Grönländischen Küste, und am 25. Mai ist das für die Expedition angekaufte und ausgerüstete Schiff„Germania“ von Bergen in Norwegen aus in See gegangen unter dem Oberbefehl des Obersteuermanne Hrn. Karl Koldewep, geb. in Bücken bei Hoya in Hannover am 26. Oct. 1837, welchem als zweiter Befehlshaber der Obersteuermann Herr R. Hildebrandt, Sohn eines Predigers in Magdeburg, zur Seite steht. Beide in der Seemannsschule zu Bremen gebildet und wegen ihrer ausgezeichneten wissenschaftlichen und seemännischen Tüchtigkeit auf's Beste von allen Seiten belobt. Der Direktor der See— mannsschule zu Bremen Hr. Dr. Breusing schrieb von ihnen am 23. März:„Die seemännischen Vorbereitungen find von Koldewey durchweg mit der größten Besonnenheit und Umsicht ausgeführt. — Wenn nicht höhere Gewalt dazwischen tritt, wenn das Gelingen bedingt ist lediglich durch die Thatkraft und Tüchtigkeit der Menschen, dann werden Koldewey und Hildebrandt Alles zum glorreichen Ende führen.“ Wie sehr diese beiden Männer für das Unternehmen, an dessen Spitze ste stehen, begeistert sind, geht u. A. auch daraus hervor, daß sie— obwohl selbst ziemlich mittellos — die Ausführung ihrer schwierigen Aufgabe „ohne den geringsten Anspruch auf eine pecuniäre Vergütung für ihre Dienste übernommen haben“, einzig von dem Wunsche beseelt„zu zeigen, was deutsche Seeleute zu leisten vermögen.“— Natür⸗ lich hat diese begeisterungsvolle Uneigennützigkeit der Befehlshaber keinen großen Einfluß auf die Gesammtkosten der Expedition, die sich bis in den Herbst hinein erstrecken soll, unter Umständen aber auch zu überwintern genöthigt sein könnte— eine Möglichkeit, auf welche selbstverständlich bei der Verproviantirung des Schiffes Rücksicht genommen worden ist. Bei fünfmonatlicher Dauer der Ex⸗ pedition werden sich die Kosten derselben, ein- geschlossen die Prämien, welche je nach den ge⸗ machten Entdeckungen an die Schiffsmannschaft vertheilt werden sollen, auf ungefähr 50 bis 60,000 Thaler belaufen.— Namhafte Beiträge hierzu find bereits eingegangen z. B. vom König von Preußen 5000 Thlr., von der Königin 100 Thlr., vom Großherzog von Mecklenburg- Schwerin 550 Thlr., vom Prinzen Napoleon 100 Thlr., vom deutschen Nationalverein 1000 fl., von anderen Vereinen in Deutschland 210 Thlr., von einem Freund der deutschen Nordpolexpedition in Köln 500 Thlr., von Hrn. Dr. Oetker in Kassel, welcher die erste Gabe spendete, 500 Thlr., durch eine erste Sammlung in Gotha 665 Thlr., in Bremerhaven 150 Thlr., in Pforzheim 18 ½
Thlr., außerdem von einzelnen Privaten 25 bis 150 Thlr., in Ganzen bis jetzt circa 9000 Thlr. Wie es sich aber bei der Nordpol⸗Expedition um eine deutsche Sache handelt, so soll auch allen Deutschen Gelegenheit gegeben werden, sich durch Beiträge an derselben zu betheiligen. Es hat deshalb Hr. Prof. Petermann einen Aufruf er— lassen, welcher hierunten zum Wiederabdruck ge— bracht wird, und damit auch für Friedberg und Umgegend eine Annahmestelle vorhanden ist, so erkläre ich mich bereit, Beiträge zur Nordpol— Expedition— auch der kleinste wird willkommen sein— in Empfang zu nehmen.“) Ebenso werde ich auch, auf Ersuchen des Hrn. Prof. Petermann, eine Liste zur Einzeichnung von Beiträgen in Umlauf setzen, bitte aber dringend, die Gewährung eines Beitrags nicht von der Vorlage dieser Liste abhängig machen zu wollen, da es nicht wohl möglich sein wird, dieselbe überallhin gelangen zu lassen, wo man vielleicht zur Sache willig ist. — Oeffentliche Bescheinigung der eingegangenen Beiträge ist selbstverständlich. Friedberg, 9. Juni 1868. Dr. Matthias.
Aufruf zur Theilnahne und Unterstützung durch Geld- beiträge und Sammlungen für die deutsche Nordpol⸗Expedition.
Seit Hunderten von Jahren hat die Geographie und Erforschung der Polar-Regionen unserer Erde bei allen gebildeten Völkern großes Interesse gefunden und dieses Interesse ist seit 3 Jahren in den seemännischen und wissenschaftlichen Kreisen Englands, Frankreichs, Schwedens, Amerikas und Deutschlands neu erwacht.— Als eine ernste Mah⸗ nung tritt an vorwärts strebende und thatkräftige Männer unserer Zeit der lebhafte Wunsch heran, den noch völlig unbekannten Kern dieser Gebiete endlich erforscht zu sehen, da ohne seine Kenntniß alles geographische Wissen unserer Erde durchaus lückenhaft und unzusammenhängend bleibt und des Schlußsteines in seiner Grundlage entbehrt.— Amerikanische Wallfischfänger sind auch bereits im vorigen Jahre mit bloßen Segelschiffen in das arktische Centralgebiet eingedrungen und haben ein neues Polarland entdeckt.— Die Schweden senden in diesem Sommer eine neue Expedition nach Spitzbergen, ausgerüstet von einer einzigen Stadt, Göteborg, mit nur 40,000 Einwohnern. Sie wird neuerdings auf's Lebhafteste unterstützt vom König und von der Regierung, damit sie bis zum Nordpol selbst vordringe.— Frankreich,
„) Auch die Unterzeichnete erklärt sich bereit, Gaben für den besprochenen nationalen Zweck entgegenzunehmen und an Herrn Direktor Matthias abzuliefern.
Expedition des Anzeigers für Oberhessen.
um seinem Capltän Lambert zur Ausrüstung einer französischen Expedition zu verhelfen, hat eine allgemeine National⸗Sammlung eröffnet, an deren Spitze sich der Kaiser Napoleon mit einem Bei trage von 50,000 Francs gestellt und die bis zum 1. April die Summe von 140,000 Francs ergeben hat.— Wir Deutsche rühmen uns, ein wissenschaftliches Volk zu sein. Soll Deutschland aber in Vollbringung dieser der größten übrig— bleibenden That in der Ersorschung unserer Erde binter Schweden und Frankreich zurückbleiben?— Um zu Gunsten Deutschlands vorzugehen, habe ich eine für mich bedeutende Schuldenlast contrahirt und eine Deutsche Nordpol-Expedition ausgerüstet, die am 25. Mai von Bergen aus(in 605 nörd⸗ licher Breite) in See gehen wird.— Es ist das erste derartige Unternehmen zur See, welches von Deutschland ausgeht und ich habe mit Freuden Alles daran gesetzt, um ein Werk fördern zu helfen, welches mit Gottes Hülfe wieder einmal zeigen wied, daß Deutsche mit kleinen Mitteln Bedeutendes zu leisten vermögen und daß deutsche Seeleute neben denen anderer Nationen auch tüchtig und thatkräftig sind.— Deutschland sehnt sich schon lange nach ruhmvollen und Achtung gebietenden Thaten zur See und indem ich die vollendete Thatsache einer Deutschen Nordpol Expedition hiermit anzeige, wende ich mich ver— trauensvoll an das Deutsche Volk um seine gütige Sympathie und Unterstützung.— Wie gern Deutsch⸗ land für sein Seewesen Opfer zu bringen bereit ist, haben die Flottensammlungen und das Marine⸗ Budget des Norddeutschen Bundes bewiesen; in Oesterreich schickt man eine neue Expedition nach Ost⸗Asien. Unsere braven Seeleute dürsten nach Thaten, und es fehlt nur an dem Willen der Nation, um ihnen zu solchen Thaten zu verhelfen.— Die bereits von allen Seiten gezeigte Zustimmung und Theilnahme an diesem Deutschen Unternehmen zur See zeigt, daß man dasselbe ernsthaft durch- geführt haben will, und läßt es mich als meine Pflicht erkennen, diesen Aufruf an unsere stets hülfebereite Nation zu richten, um ihre moralische und materielle Theilnahme anzusprechen.— In dem gleichzeitig erscheinenden ausführlichen Berichte nebst Karte habe ich den Zweck und die Bedeu- tung, den Ursprung und die Ausrüstung, die Be⸗ stimmung und die Aussichten des Erfolges der Deutschen Nordpol⸗Expedition zu beschreiben ver⸗ sucht. Wer ihn eines näheren Einblickes würdigt, wird dem Unternehmen seine Theilnahme und Unterstützung nicht versagen.— Auch die kleinsten Beiträge werden willkommen sein.— Es handelt sich um die Vollbringung und erfolg⸗ reiche Durchführung einer Deutschen That! A. Petermann. Gotha, 20. Mai 1868.
Oeffentliche Aufforderung. 977 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das mit 2534 fl. 24 kr. überschuldete Vermögen des nach Amerika entflohenen hiesigen Bürgers und Gastwirthes Georg Fletschhauer und dessen Ehefrau, Christine, geb. Schimpf, den förmlichen Concurs erkannt hat, werden deren sämmtliche, bekannte und unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen und Ansprüche jeder Art an das gedachte Vermögen der beiden Eheleute, bei Vermeidung des gillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termine Freitag den 10. Juli d. J., Morgens präcis 9 Uhr,
dahter anzumelden und zu begründen.
Zugleich soll im nämlichen Terinine wiederholt die Güte versucht, in deren Eatstehung aber ein Gläubiger Ausschuß gewählt und ein Masse⸗ Curator bestellt, und sollen Befsimmungen über die Richtigkeit der angemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verfilberung und Vertheilung der Masse getroffen und sollen die in den angedeuteten Beziebungen von der Mehrheit der gehörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die Minderzahl der er⸗ schelnenden oder die ungenügend vertretenen oder die ausbleibenden Gläubiger als bindend angesehen werden.
Nauheim am 18. Apris 1868.
Großherzogliches Landgerscht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Ein Lehrling und ein Häckergeselle
1454 werden gesucht bei Bäcker Brauburger in Nleder⸗Wöllfladt.
Weiß binder ⸗ Arbeit. 1461 Freitag den 19. Junt d. J., Vormittags 9 Uhr, soll das Ausweißen verschiedener Localitäten in dem Milttärhospital dahler auf dem Hospital⸗Büreau, unter den daselbst zur Eiusicht bereit liegenden Bedingungen, mittelst Soumission vergeben werden.
Friedberg den 11. Juni 1868. Der Großhberzoglsche Pospital Commandant ma un nu.
doff Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg.
1429 Freitag den 19. und Samstag den 20. Juni
werden in den Domanialwald⸗Distrikten Hainbach, Neu
wiesenkopf, Ame isenköpfel und Holderderg nachstehende
Holzsortimente vetrsteigert:
Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Sie ck t n.
Holzart:
Buchen 607¼ 200 135½ 833 Eichen 46 ½ 11 9½ 2⁰ Kiefern u. Aspen 2
2— 5² 227 Fichtenstangen von 1½ Zoll Durchmesser, 20 bis 40 Fuß Länge.
Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Morgens präcis 9 Uhr auf der von Bobenhausen nach- Wallern. hausen führenden Chaussee am Finkenlöcher Feld beim Sparrenwald.
Die Stammreiser und Fichtenstangen werden am zweiten Tag ausgeboten.
Zahlungsfrist bis Martini d. J.
Ortenberg den 6. Juni 1868.
Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg Wa r
Israelitische Familien,
1417 welche geneigt find, taubstumme israel. Kinder in Verpflegung zu nehmen, find ersucht, uns davon Anzeige zu machen, damit wir uns vorkommenden Falls an sie wenden können. Frtedberg den 8. Juni 1868. Großherzogliche Direktion des Taubstummen-Justituts Dr. Matthtas.
Bekanntmachung
betreffend: Holzversteigerung in den Domantalwaldungen der O derförflerei Ober Rosbach. 1489 Die gestern im Frauenwald abgehaltene Holz⸗ versteigerung dat die Genehmigung erhalten; von Donnerstag den 18. d. M. find die Abfuhrscheine bei Großberzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang zu nehmen. Die Abfuhr beginnt Freisag den 19. d. M. Ober⸗Rosdach 13. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsteret Ober⸗Rosbach Bin amann.
Bekanntmachung.
1492 Das Bureau der Großherzoglichen Orts— einnehmerei befindet sich von heute an in dem Wohnhause des Herrn Christian Ulrich am Bahnhofe. Friedberg am 16. Juni 1868. Großherzogliche Ortseinnehmerei Friedberg Batten f


