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Rochefort hat übrigens für gut befunden, sich einstweilen zurückzuziehen. Er befindet sich bereits in Brüssel.— Heute Nacht ist in der Umgegend von Paris, in Bellevue, Meudon und einigen anderen Orten ein ziemlich starker Erdstoß ver- spürt worden. Die Leute wurden aus dem Schlafe aufgerüttelt. Unglücksfälle kamen nicht vor, aber mehrere Häuser an dem Eisenbahnhofe erhielten Risse.
. London. Aus den chinesischen Gewässern langt ein Bericht über ein Zusammentreffen zwischen dem englischen Kanonen— boote„Algerine“ und eingebornen Seeräubern ein, der über die Sicherheit jener Küsten kein besonders günstiges Licht verbreitet. Am 26. Mai ging das genannte Schiff aus dem Hafen von Hongkong ab, um ein Fahrzeug zu verfolgen, das in nächster Nähe des Hafens einen räuberischen Angriff gemacht. In der Bai von Mirs stieß man auf eine Dschonke von etwa 100 Tonnen, deren Bemannung sich alsbald aus dem Staub machte und nicht einzuholen war. Das Fahrzeug, das seine Bestimmung unverkennbar verrieth, wurde ohne Weiteres verbrannt. Nach einem kurzen Abstecher nach Macao, um frisches Wasser und Nachrichten zu holen, wurde die Verfolgung wieder aufgenommen und am 3. Juni fand sich das Kanonenboot schwer bewaffneten Piratenfahrzeugen unfern von Namoa gegenüber. Der Befehlshaber der„Algerine“ rief die Dschonken an und es kam nun zu einem mehrstündigen Kampfe. Nach Ein- tritt der Dunkelheit und als die See gefährliche Untiefen zeigte, wurde dem Entweichen der See— räuber nichts mehr in den Weg gelegt und die „Algerine“, die sich mit drei Geschützen und 20 Mann gegen eine Uebermacht von 130 Kanonen und etwa 800 Mann behauptet, kehrte mit einem Anfangs geenterten Schiffe, das 28 Kanonen, 21 Mann Bemannung und einen Cargo von 7000 Dollar Werth führte, nach der Station zurück.
— Die projectirte Ernennung des Ministers für Irland, Lord Mayo, zum Generalgouverneur von Indien findet nicht nur hier in liberalen Kreisen heftige Gegner, auch die indische Presse hat ganz andere Dinge im Sinn und spricht von einem königlichen Prinzen, der besonders den Eingebornen ungemein willkommen sein würde. Der„Friend“ meint, mit der jährlichen Wande rung nach den kühlen Höhen von Simlah werde ein englischer Prinz Indien so angenehm finden, als England.„Eine derartige Ernennung würde ganz Indien mit Sturm erobern.“ Die Sache hat übrigens auch ihre Kehrseite und die„Pall— Mall Gazette“ deutet darauf hin mit der Frage: „Angenommen, der prinzliche Gouverneur geriethe in seiner Politik auf falsche Wege, würde es an⸗ gehen, ihm in einem Briefe des Ministers für Indien einen Wischer zu ertheilen?“
Italien. Neapel. Die Nachrichten über das Brigantenthum sind noch immer dieselben. In der Umgebung von Catanzara, wo Oberst Milon sich beliebt zu machen gewußt, sind, unlängst vierzehn Brigantenhehler aufgehoben worden, an deren Spitze sich der Pfarrer befand. Sie wurden unter dem Geheul der Weiber fortgeführt, die nach dem Verschwinden der sauberen Schaar in die Kirche stürzten, um die Statue der Santa Madonna zu zertrümmern, indem sie riefen:„Du bist zu nichts gut, da du erlaubt hast, daß die Piemontesen unsere Männer Pfarrer fortführen!“
Amerika. New⸗Nork. Der„fenische Picknick“ in Buffalo ist am 27. Juli gefeiert worden, ohne daß es zu irgendwelchen Ruhe- störungen gekommen wäre. Die Angaben über die Zahl der Theilnehmer weichen sehr aus— einander, eine schätzt sie auf 12,000, eine andere auf nicht weniger denn 25,000 Personen, welche aus allen Theilen des Landes, bis an die Zähne bewaffnet, nach Buffalo gezogen waren, um activ oder als Zuschauer der großen Truppenrevue am Ufer des Niagara beizuwohnen. Ob O'Neill den schon mehrfach für den 1. August in Aus- sicht gestellten Einfall in Canada auszuführen ge—
dachte, war unbestimmt, da die Verhandlungen
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des unmittelbar vorher zum Abschluß gelangten Congresses in Buffalo vollständig geheim gehalten wurden. Der„Buffalo Courier“ sagt, er sei ermächtigt, mitzutheilen, daß Etwas von großer Bedeutung beschlossen worden sei, und daß Canada und das britische Reich überhaupt„sehen werde, was es binnen nicht gar zu langer Zeit erleben werde“. Diese„authentische Angabe“ ist zwar sehr allgemein gehalten, sie verfehlt indessen nicht, allerlei Befürchtungen wachzurufen.— Auf der Nordseite des Lake Superior ist ein Waldbrand entstanden, welcher bereits für 6 Millionen Doll. Schlagholz zerstört hat. Bisher waren alle An— strengungen, das Feuer zu löschen vergebens.— Hr. C. Burchardt in New⸗Nork hat auf eine Er— findung Patent genommen, durch welche Eisen— bahnwagen, wenn sie entgleisen, sich von selbst loskuppeln, und so die Gefahr für die andern Waggons vermindern. Außerdem, daß die neue Kuppelung selbstthätig aushakt, hakt sie sich auch selbstthätig ein, und schließlich können während des Fahrens eine beliebige Anzahl Wagen abge— hängt werden; die ganze Kuppelung soll sehr ein— fach und billig herzustellen sein.
Friedberg. Was die beiden alten Leute aus Ober— Rosbach, welche sich hier im Gesangniß erhängten, zu dieser That trieb, ist vollständig räthselhaft. Aus der Ge— meinde Ober-Rosbach erhielten sie einen Jahrgehalt von fl. 300— und wurden auch sonst noch mannigfach unter⸗ stützt. Der Mann hatte bei der Untersuchung der Leiche mehrere Gulden in der Tasche. Die Strafe wegen Bettelns wäre so unbedeutend gewesen, daß die Leute auch Angst hiervor nicht zum Selbstmord veranlaßt haben konnte.
Darmstadt. Die diesjährigen Herbstübungen der Großherzoglichen Division sind nunmehr definitiv ange⸗ ordnet. Demnach exerciren in den letzten Tagen des August die einzelnen Regimenter in und um ihre Garnisonsorte; die auswärtigen Truppen treffen Anfangs September bei Darmstadt ein, woselbst vom 1.—5. Seplember Brigade-Uebungen und vom 9. bis 11. Felo⸗ dienstüdungen stattfinden. Am 12., 14., 15., 17., 18. und 19. finden dann die eigentlichen Feld-Manöver stait. Die Brigade-Uebungen sollen dem Vernehmen nach zwischen Langen und Babenhausen, die Divisionsmanöver um Dieburg und Umstadt statifinden. Am 17. findet allge⸗ meines Bivouac statt. Die eine Brigade wird ständig von General v. Wittig, die andere anfangs von Oberst Bickel, in den letzten Tagen dagegen von General v. Jungenfeld commendirt.
Lindenfels. Fahren mit Hunden. Das hiesige Kreisamt hat mit Ermächtigung des Gr. Ministeriums unterm 29. v. Mio. veroronet, daß auf mit Hunden be— spannten Fuhrwerken während des Fahrens erwachsene Personen leinen Platz nehmen und daß die zum Ziehen verwendeten Hunde nicht zu schnellerem, als dem gewöhn⸗ lichen Lauf angetrieben werden dürfen. Zuwiderhandlungen sollen mit 30 kr. bis 2 fl. bestraft werden.— Es möchte zu wünschen sein, daß diese Maßregel nicht allein auf den Kreis Lindenfels beschränkt bleibe, sondern überall da ein⸗ gefaͤhrt werde, wo man Hunde zum Zug benutzt. Gar oft schon wurde gerügt, daß herzlose Hundehalter den Thieren nicht allein eine zu schwere Fuhre, soudern zu dieser noch die eigene Last aufbürdeien.
„ Telegraphische Postanweisungen. Es ist im Publikum noch vielfach unbekannt, daß die Postanstalten auch Postanweisungen innerhalb des norddeutschen Bundes und nach Säddeulschland bis zur Höhe von 50 Thalern zur Besoͤrderung auf telegraphischem Wege annehmen. Die Einzahlung geschieht auf eine gewöhnliche Postan⸗ weisung und kann der Absender außerdem Bemerkungen hinzufügen. An Gebühren werden erhoben: 1) die Post⸗ gebühren mit 2 Sgr. bis 25 Thlr. und mit 4 Sgr. dis 50 Thlr., 2) die regelmäßigen Depeschengebühren, 3) ein Expreßbotenlohn von 2½ Sgr. wenn die Telegraphen⸗ station sich nicht mit der Postanstalt in einem Gebzude befindet.— Für Reisende, welche durch unvorhergesehene Umstände in Verlegenheit gerathen, ist diese Einrichtung gewiß sehr zweckmäßig, da die Auszahlung des Betrags osort am Bestimmungsorte der Depesche erfolgt.
„% Die Dürre in England. Wer jetzt mit der Eisenbahn durch die fruchtbarsten Gefilde des Landes reist, schreibt die„Angloamerikanische Correspondenz“, wird allenthalben, selbst von gleichgiltigen Reisenden, Ausdrücke des Erstaunens über den höchst traurigen Anblick der Aecker, Wiesen und Felder vernehmen. Nie hat man etwas Derartiges zuvor in England gesehen. In früheren Jahren langer Dürre waren die Wiesen wohl auch bis auf eine staubige braune Decke aufgetrocknet, die Ströme und Flüsse bis zu einer seichten Fläche in der Mitte des Bettes zurückgetreten, die Teiche sast zum Boden leer, die Erntefelder blaß: ein langgestrecktes Panorama verbrannter und geschwärzter Felder aber ist ein ganz neuer Anblick, welcher unseren Tagen vorbehalten geblieben ist. So lange es Esenbahnen gegeben, sind in trockenen Jahres- zeiten längs der Linien gelegentlich Feuer entstanden, und faft in jedem Sommer konnte man große Flächen ver— brannten Grases an den Einschnitten und auf den Dämmen sehen. Aber alle die zufälligen Brandver—
heerungen zusammengenommen würden nur wenig im Vergleich zu den furchtbaren Zerstörungen ausmachen, welche der gegenwärtige Sommer verursacht hat. Meile um Meile längs der großen Haupteisenbahnlinien erblickt das Auge rechts und links schwarze verbrannte Felber. Erst waren es nur die aufgetrockneten Wiesen, welche litten, und hie und da sah man ein knisterndes Feuer dampfend sich über die Oberfläche des Bodens dahin⸗ schlängeln, eine verkohlte Wüste hinter sich zurücklassend. Mit der Zunahme der Trockenheit aber und der Hitze trockneien die Gräben aus und die Hecken und bas reife Korn erreichte nun dasselbe Schicksal, wie das iodte Gras der Wiesen. Da war kein Einhalten, Felder um Felder, Heckenreihen, Anpflanzungen, und selbst Kornselder wurden in manchen Gegenden verzehrt, und die Verheerung dehnte sich aus, soweit nur das Auge des vorbeieilenden Reisenden reichen kann. Das Traurigste aber blieb bis zur Erntezeit aufgespart. Korn auf dem Halmen brennt selten, dennoch giebt es viele Felder, wo das Feuer durch die Halme Straßen gefurcht und ganze Massen in halbverkohltem Zu⸗ slande zurückgelassen hat. Leichter noch fiel das geschnittene Korn dem verzehrenden Elemente zum Opfer. Die kurzen Stoppeln brennen wie Wildͤseuer, und mancher Farmer, der am Abend zuvor das Korn oder die Gerste eines Ackers in Garben oder Bündel zusammengebunden auf dem Felde zurückgelassen, fand am anderen Morgen nur noch einen Haufen Asche. So sieht mau längs mancher Eisenbahnen ganze Felder mit langen Reihen von Aschen⸗ hausen oder Hügeln von verbranntem Korn und verkohlter Gerste. Ueberall in England bictet sich dem staunenden Blicke der gleiche traurige Anblick dar. Nie wohl hat, soweit die Erinnerung der gegenwärtigen Generationen reicht, zur Zeit der Ernte die Farmer eine Verheerung heimgesucht wie die, von welcher die längs der Eisenbahnen gelegenen Aecker ein trauriges Zeugniß geben.
, Der in Cincinnati erscheinende„Volksfreund“ bringt solgende Probe der Freiheit, mit welcher manche deutsch⸗ amerikanischen Blätter die deutsche Sprache behandeln:„Wir haben ein neues deutsches Blatt vor uns liegen, das irgendwo im Hinderwalde von Illinois erscheint und sich zwar nicht durch seinen Witz, wohl aber durch seine schöne Sprache auszeichnet. An einer Stelle des Blattes zeigt der Redac⸗ teur den Tod des Herausgebers eines benachbarten englischen Blattes an und bricht dabei in das folgende rührende Klaglied aus, das wir wörtlich und buchstäblich abdrucken: „Mit traurigem Herzen geben wir die Nachricht unseres ge⸗ schiedenen Freundes. Sein junges blühendes Leben, mußte auch dem prophezeienden Todesverkündiger(Auszehrung) Raum geben, und seine kräftige Feder, die theuren Prin⸗ cipien, sein vielgeliebtes Blatt— muß Trauern.“ Ja wohl, man„muß trauern“. Sag an, o Unglücklicher, was hal Dir die arme deutsche Sprache gethan, daß Du sie so schändlich mißhandelst? Hier ist noch ein köstlicher Brocken aus der Localspalte:„Unfall.— Friedrich Jaggi, Sohn des Heern Christian Jaggi, Senior, treibte heute ein Gespann von seines Vaters Ziegelbrennerei, indem die Esel ihm durchgingen, und seinen Arm wahrscheinlich zerbrach.“ Es liegt die Vermuthung nahe, daß einer der Esel, die selbiger Christian„treibte“, sich in die Druckerei des Blattes verirrt und sich des Redactionsstuhles be— mächligt habe.“
Aufruf an die Bewohner Fricdbergs. Es hat sich bei dem letzten Brandunglücke berausgestellt, daß der hiesigen freiwilligen Turner⸗ Feuerwehr noch Mancherlei fehlt, um bei einem Brande wirksame Thätigkeit entfalten zu können. Vertrauend auf die Opferwilligkeit der hiesigen Einwohner ersuchen wir den von uns abgesandten, unser Bittgesuch colportirenden, Feuerwehrmännern Beiträge zu spenden, um unsrer lückenhaften Aus⸗ rüstung theilweise aufzuhelfen. Indem wir Ihnen die Versichtrung geben, die gespendeten Gelder auf das Vortheilhafteste und nur zum Besten der Stadt anlegen zu wollen, sehen wir einer dem Werthe der Sache entsprechenden Betheiligung Seitens der hiesigen Bewohner vertrauensvoll entgegen. Die freiwillige Turnerfeuerwehr. Fr. Roßbach.
Für die Abgebrannten in Laisa sind in Folge meiner Ansprache in Nr. 93 des Anzeigers für Oberhessen an milden Gaben eingegangen: Von Hrn. Kaminfeger Frick in Friedberg 2 fl., ein Ungenannter 30 kr., Frau Hofapotheker Wahl 1 fl. 45 kr., Hr. Director Matthias 1 fl. 10 kr., Hr. C. Hd. 1 fl., C. H. 2 fl., H. P. 1 fl., Hr. Apotheker Philipp Werner 1 fl. 10 kr., Frau Pfarrer Wickenhöfer 2 fl., Frau Kreisratb Dieffenbach 1 fl., Hr. Mayer Hirsch 1 fl. 10 tr., aus der Gemeinde kasse zu Münster 8 fl., aus der Gemeindekasse zu Oder— Mörlen 20 fl., von Hrn. Bürgermeister Maul und andern Einwohnern zu Ossenheim 18 fl. 48 kr., Hrn. C. M. Schudt in Dorheim 2 fl., Irn. Pfarrer Walloth in Ost— heim 1 fl. 45 kr., Hrn. Justizvath Dr. Geyzer in Assen⸗ heim 3 fl.
Den Gebern herzlichen Dank. Zur Annahme weiterer Unterstützungen bin ich bereit.
Friedberg den 18. August 1868.
Tra pep, Regierungsarath.
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