seine in der bekannten Untersuchung wegen Fälschung von Noten dieser Bank bewiesene erfolgreiche Thätigkeit, welche zur Entdeckung sämmtlicher Thäter geführt hat, die für solche Fälle ausgesetzte Entdeckungsprämie von 500 fl., sowie dem übrigen Polizeipersonal in Gießen für seine besonderen Müheleistungen in dieser Sache weitere 300 fl. verwilligt und ist Seitens des Gr. Ministeriums die Annahme dieser Prämien gestattet worden. Worms. Von zuverlässiger Seite wird uns mitgetheilt, daß der Ausschuß des Luther-Denkmal⸗ Vereins in seiner letzten Sitzung einstimmig be— schlossen hat, seinen Vicepräsidenten, Hrn. Dr. Eich, zu beauftragen und zu ermächtigen, eine Gedenk— schrift zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier des Luther⸗Denkmals am 24., 25. und 26. Juli 1868 thunlichst bald herauszugeben. Die Schrift wird eine Abbildung und Beschreibung, sowie auch eine kurze Geschichte des Denkmals enthalten, von dem Beginn des Unternehmens an bis zu dessen Vollendung; ferner: eine Beschreibung der Ent- hüllungsfeier, sämmtliche Predigten, Reden, Be⸗ grüßungen, Ansprachen von Vertretern von theol. Fakultäten, Regierungen, Kirchenbehörden, Kirch- kreisen und Städten; ein Verzeichniß der angemel⸗ deten und einquartiert gewesenen Festgäste ꝛc. ꝛc. Hr. Dr. Eich hofft, wie wir hören, diese sehnlichst erwartete Schrift schon in einigen Monaten er- scheinen lassen zu können. Es wäre zu wünschen, daß recht bald Bestellungen von Buchhandlungen und Privaten an den Herausgeber gelangten, um die Stärke der Auflage darnach bemessen zu können.
Preußen. Berlin. George v. Vincke beabsichtigt Krankheits halber sein Mandat für's Abgeordnetenhaus niederzulegen.
— Die militärischen Berichterstatter der ver⸗ schiedenen Blätter versichern, daß jetzt der Kampf zwischen den Krupp'schen Gußstahl⸗Kanonen und den Armstrong⸗Kanonen ganz definitiv zu Gunsten der ersten entschieden sei.
— Eine Verordnung des Finanzministeriums sichert den Reservisten und ihren Familien für die Monate, in denen sie zu den Fahnen einberufen sind, dieselbe Steuerfreiheit wie den Mannschaften der Landwehr.
— Vom Consistorium der Provinz Branden- burg ist eine Verfügung, betreffend den Wegfall der Heirathserlaubniß Seitens der Heimathsbehörde bei Eheschließungen von Angehörigen des nord⸗ deutschen Bundes erlassen worden. Nach dem Gesetz vom 13. März waren bisher Ausländer, wenn sie in Preußen eine Ehe schließen wollten, verpflichtet, neben der Erfüllung der sonstigen gesetzlichen Er⸗ fordernisse auch durch ein gehörig beglaubigtes Attest der Ortsobrigkeit ihrer Heimath nachzuweisen, daß sie nach den dortigen Gesetzen unbeschadet ihrer Staatsangehörigkeit zur Eingehung einer Ehe im Auslande befugt seien, oder die nach diesen Gesetzen etwa erforderliche Erlaubniß zu der beabsichtigten Ehe erhalten hätten. Das Con⸗
sistorium theilt nun mit, daß diese Bescheinigung zwar noch für Personen, welche nicht Angehörige des norddeutschen Bundes sind, fortbestehe, für diese aber vom 1. Juli d. J. ab nicht mehr nothwendig sei, da das Bundesgesetz vom 4. Mai d. J. für sie die Festsetzung des preuß. Gesetzes von 1854 aufgehoben habe.
Königsberg. Zu den sonstigen Calamitäten, womit das zweite Nothstandsjahr, dem unsere Provinz allen Anzeichen zufolge unrettbar ent⸗ gegengeht, unsere socialen Zustände bedroht, gehört u. A. auch die auffällige und schnelle Abnahme des Fischreichthums in unseren binnenländischen Gewässern— eine bedrohliche Erscheinung, welche man auf die schlechte Witterung des letzten Sommers zurückführt.
Württemberg. Stuttgart. Der „Staatsanzeiger“ meldet 48 offzielle Wahlresultate, davon 20 Demokraten, 6 Nationalliberale und 15 Großdeutsche.
Oesterreich. Wien. Binnen wenigen Tagen wird der Effectivbestand des österreichischen Heeres sich abermals um 36,000 Mann verringert haben; von den ohnehin nahezu zu der Stärke eines Zugs zusammengeschmolzenen Compagnien werden abermals je 20 Mann in Urlaub geschickt. Es war der einzige Weg, da dem Finanzminister die für dit Aufrechthaltung des bisherigen Armee⸗ standes erforderlichen Mittel nicht zu Gebote stehen, der finanziellen Schwierigkeiten Herr zu werden. Daß ein so überaus niedriger Präsenzstand die „Abrichtung“ der Mannschaft und folgeweise Schlagfertigkeit der Armee wesentlich beeinträchtigt, versteht sich von selbst. Wenn aber gleichwohl die Regierung nach pflichtmäßiger Erwägung aller gegebenen Umstände die neue Reduction anzuordnen beschlossen, so wird man diese Reduction vor allen Dingen auch als einen Beweis auffassen dürfen, daß Oesterreich zu seinem Theil sehr bestimmte Gründe hat, den Frieden nach keiner Seite hin als gefährdet zu erachten. Und das muß der Maßregel eine höhere Bedeutung verleihen.
— Der mährische Erzbischof scheint trotz seiner kirchenfürstlichen Würde, seines Herzogstitels und seiner scharfen Hirtenbriefe in seiner Residenz keinen sonderlichen Einfluß auszuüben, denn gerade die Stadtverordneten von Olmütz haben sich gegen die päpstliche Allocution in einer Weise aus⸗ gesprochen, welche die Kundgebungen anderer Cor⸗ porationen an Energie weit übertrifft.
— Die halbamtliche„Wiener Abendpost“ widerruft das Gerücht von einem angeblich in den letzten Tagen vorgekommenen Attentats ⸗Versuch auf den Kaiser mit der Erklärung, daß sich nichts ereignet habe, was diesem Gerüchte auch nur im Entferntesten zur Grundlage hätte dienen können. Sie fügt hinzu, daß Einleitungen getroffen worden sind, um dem Ursprunge dieser„höchst bedauerns⸗ werthen Erfindung und dem strafbaren Urheber derselben“ auf die Spur zu kommen.
Frankreich. Paris. Die„Presse“ schreibt: „Wir sind in der Lage, zu bestätigen, daß Preußen fortfährt, bei dem Tuileriencabinet lebhaft darauf zu dringen, daß ihm neue Concesstonen in Sachen der Hannoveraner gemacht würden. Es ist aller⸗ dings gewiß, daß noch keine diplomatischt Note unserem Minister des Aeußeren überreicht worden ist; aber die neuesten mündlichen Mittheilungen beweisen, daß die Ansprüche Preußens in dem Maße wachsen, als der gerechte Widerstand der französischen Regierung sich deutlicher kundgibt.“
Großbritannien. London. Sir Robert Napier wird am 27. d. in Guildhaͤll feierlichst mit dem Bürgerrecht der City beschenkt werden. Am Abend desselben Tages gibt der Lordmayor zu dessen Ehren ein Banket, für welches die An⸗ wesenheit des Herzogs von Cambridge in Aussicht steht. Sir R. Napier wird in die Peerage er— hoben werden und den Titel erhalten: Baron Napier von Magdala.
Spanien. Madrid. Die ministeriellen Blätter berichten, daß der Herzog von Montpenster die Aufforderung erhalten habe, Spanien zu ver⸗ lassen. Derselbe ist ein Sohn Ludwig Philipps und mit einer Schwester der Königin Isabella vermählt. Man fürchte, er strebe nach der Krone, weßhalb ihm schon im vorigen Jahre eine Aus- weisung in Aussicht gestellt gewesen sei.
— Die Nachrichten aus Spanien lauten ernster als der Telegraph zugestand. Es scheint eine regelrechte Militärcevolte im Gang zu sein. Mehrere Generale sind verhaftet und soll die Mehrzahl derselben der ehemaligen Partei O'Donnel angehören.
Italien. Florenz. Württemberg trat dem zwischen Italien und dem norddeutschen Bunde im October 1867 abgeschlossenen Schiff⸗ fahrtsvertrage bei.
Aus Florenz schreibt man am 9. Juli: Das Urtheil in dem Prozesse wegen der Couponzahlung der Livorneser Eisenbahnprioritäten wurde heute gesprochen. Die Gesellschaft ist zur Boldzahlung verurtheilt, die Regierung dagegen freigesprochen worden. Ohne Zweifel wird gegen das gericht⸗ liche Erkenntniß Berufung eingelegt werden.
Griechenland. Auch auf Kreta soll der
Aufstand noch lange nicht beendigt sein; im Gegen⸗ theil sollen die Insurgenten, obwohl die Pforte nun schon seit Jahren mit der Unterdrückung des Aufstandes beschäftigt sei, sich noch hier eine lange Zeit vertheidigen können. Im Innern der Insel seien sie stark, und im Osten haben sie festen Fuß gefaßt, wo vor nicht langer Zeit der Einfluß der Bewegung erst anfing, sich fühlbar zu machen. Die beiden Jahre des Conflikts haben der Türkei 40,000 Mann ihrer besten Truppen gekostet, ihre Armee sei jetzt schwächer als sie vergangenes Jahr war, und keine Aussicht vorhanden, des Aufstandes in diesem Sommer Herr zu werden.
In den darauf folgenden Wochen, bis zum 18. August, hat diese Ent⸗ fernung sich wohl um etwas vermindert, aber sie ist noch immer so stark, daß der Durchmesser der Sonne verhältnißmäßig klein erscheint. Um Mitternacht vom 17. zum 18. August befindet sich dagegen der Mond in der größten Erdnähe, durch welche sein scheinbarer Durchmesser bedeutend groß wird. Sechs Stunden darauf, um 6 Uhr 5 Minuten Morgens, findet die Sonnenfinsterniß statt, die natürlich schon um deßhalb eine große sein muß.
Nun aber tritt ein Umstand hinzu, der diesmal die Vecgrößerung der Finsterniß so bedeutend macht, wie es in Jahrtausenden nicht vor⸗ kommt. Der Mond nämlich steht auch gerade in demselben Moment so genau zwischen Erde und Sonne, daß der Mittelpunkt der Erde und der Mittelpunkt des Mondes und der Mittelpunkt der Sonne in einer geraden Linie liegen. Der Schatten des Mondes läuft daher über den Akquator der Erde hin. Dies aber hat eine dreifache Folge, welche zusammen⸗ wirkend das Naturphänomen zu einem höchst glänzenden machen.
Die erste Folge hiervon ist, daß der Schatten des Mondes die möglichst größte Strecke auf der Erde durcheilt, da der Aequator der größte aller möglichen Kreise auf der Erdkugel ist.
Die zweite Folge ist, daß ein Beobachter, der sich zur selben Zeit der Finsterniß auf dem Aequator befindet, dem Monde ein Stück näher ist als auf jedem anderen Punkte der Erde, und ihm also die Mondkugel noch größer als sonst wo erscheint. Zwar ist er auch der Sonne um dasselbe Stück näher und dies vergrößert denn auch den scheinbaren Durchmesser der Sonnenkugel; allein die Sonne, die an 20 Millionen
*
Meilen entfernt ist, wird durch diese geringe Annäherung des Beobachters nur unmerklich vergrößert, während auf den Mond, der nur 50 Tausend Meilen entfernt ist, dies Stückchen Annäherung schon sehr beträchtlich wirkt. Eine leichte Rechnung zeigt, daß die vergrößernde Wirkung auf die Mondkugel 400mal stärker ist als auf die Sonnenkugel, weil uns der Mond 400mal näher ist als die Sonne. Da aber die Größe der Ver⸗ finsterung von der scheinbaren Größe der zwei Himmelskörper abhängt, so folgt daraus, daß die Verfinsterung für den Beobachter, der sie über sich im Zenith sieht, auch durch diesen Umstand wesentlich verstärkt wird.
Die dritte Folge wirkt aber in gleichem Sinne.
Die Finsterniß nämlich nimmt wie der Lauf des Mondes ihren
Weg von Westen nach Osten über die Erdoberfläche. Die Erde selber,
welche sich gleichzeitig um ihre Achse dreht, läuft gleichfalls denselben Weg von West nach Ost und rennt gewissermaßen der Finsterniß nach, wodurch die Zeitdauer der Finsterniß sich vergrößert. Da aber am Aequator der Erde dieses Nachrennen am allergrößten ist, wird auch hierdurch die größtmögliche Zeitdauer der Finsterniß erzielt.
Dieses merkwürdige Zusammentreffen günstiger Umstände bewirkt, daß die Zone der totalen Verfinsterung in der Länge einen Raum von fast 2000 Meilen und in der Breite einen Raum von dreißig Meilen einnimmt. Die Dauer der Verfinsterung steigt an Orten, wo das Phäno⸗ men die höchste Stufe erreicht, bis auf 6 Minuten 50 Sekunden, eine Zeitdauer, wie sie gleich groß in geschichtlichen Jahrtausenden nicht vor⸗ gekommen ist, und in allen berechneten Finsternissen nächster Jahrhunderte nicht statt haben wird!(Fortsetzung folgt.)
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