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Anzeiger für Oberhessen.
1868.
Dienstag den 14. Juli.
N 82.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag un Samstag.
Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 36. sub. 1. Bekanntmachung, die Organisatlon der Ersatz Behörden betreffend.— sud 3. Bekanntmachung, die Zahlung der Vertretungssummen
für Mil tärpflichtige, welche sich bei der nächsten Truppen Ergänzung vertreten lassen wollen, betreffend.
Friedderg den 10. Jult 1868.
Betreffend: Die Vertilgung der Maikäfer und ihrer Larven.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Wir sehen der Erledigung des Schlusses unserer Verfügungen vom 4. und 30. Marz d. J, Anzeigeblätter Nr. 53 und 56 umgehend
entgegen.
Betreffend: Unbefugte Dienstentlassung des Johannes Weilmünster von Düdele heim.
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Johannes Weilmünster von
seitigem Kreise ausgewiesen worden.
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Großberzogliches Kretsamt Friedberg . d.* Krtdler; arcs afehei
Friedberg den 10. Juli 1868.
. Kritzler, Kreis-Assessor.
Friedberg den 10. Juli 1868. n g.
wegen Uebertretung der Dienstboten Verordnung aus dies⸗
Großherzogliches Kreisamt Friedberg . Kritzler, Kreisassessor.
Das Großherzogliche Rentamt Friedberg
an die Großherzoglichen Bürg
ermeistereien
des Bezirks.
Wegen des in Butzbach Donnerstag den 16. d. Mis. stattfindenden landwirthschaftlichen Festes verlegen wir unseren Zahltag auf Freitag den 17. d. Mts. und ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen öffentlich bekannt
machen zu lassen. Friedberg den 13. Juli 1868.
Großherzogliches Rentamt Friedberg ei un dee
Hessen. Darmstadt. Trotz der überein- stimmenden Beschlüsse beider Kammern soll, wie wir hören, das Kriegsministerium dennoch fest
entschlossen sein, demnächst die preußischen Gagen
und Verpflegungs bezüge einzuführen. In dieser Angelegenheit wird der„D. A. Ztg.“ von hier geschrieben:„Wie dieser Conflikt endigen wird, ist schwer abzusehen; zahlt das Kriegsministerium gegen alle Beschlüsse beider Kammern dennoch die höheren Gagen, so würden die Stände berechtigt sein, den Kriegsminister zur Verantwortung zu ziehen; zahlt es dagegen die höheren Gagen nicht, so ist Preußen berechtigt, so viele hessische Offiziere,
als ihm beliebt nach Preußen zu commandiren und preußische Offiziere zur hessischen Division
zu versetzen. Das Kriegsministerium wird 1 bemühen, bei Preußen Aufschub bis zur nächsten Finanzperiode zu erlangen.“
— Nach preußischen Blättern soll das Großh. Hessische Militär und Kontingent nach preußischen Formationsgrundsätzen eingetheilt werden und die so gebildeten drei Regimenter sollen die noch vacanten Nummern 97, 98 und 99 erhalten.
— Die„Darmst. Ztg.“ bringt die Nachricht, daß die Departements ⸗Ersatz-Commissionen des norddeutschen Bundesgebietes nach einer getroffenen Bestimmung ermächtigt worden sind, solche Militär- pflichtige, welche durch glaubhafte Atteste den Nachweis führen können, daß sie für den Militär- dienst dauernd unbrauchbar sind, oder daß ihnen
gesetzliche Reclamationsgründe zur Seite stehen, künftig ausnahmsweise auch ohne persönliche Ge⸗ stellung auszumustern.
Friedberg, 11. Juni. Gestern Abend traf der Armeecorps⸗Commandant General⸗Lieutenant v. Plonskg hier ein, inspicirte heute Vormittag das hiesige Bataillon, über dessen Exercitium er er seine vollste Zufriedenheit aussprach. Heute Nachmittag wohnte derselbe den Turn- und Fecht⸗ übungen bei.— Wie man vernimmt, wird Se. Königl. Hoheit der Großherzog in Kürze hier eintreffen um vor Beginn der Manöver seine Truppen zu inspiciren.
Gießen. Die Bank für Süddeutschland zu Darmstadt hat dem Gr. Polizeirath Nover für
Die Sonnenfinsterniß am 18. August dieses Jahres. (Nach der Berliner Volkszeitung.)
Am 18. August dieses Jahres tritt eine Sonnenfinsterniß ein, welche
durch glückliches Zusammentreffen der Umstände zu der wichtigsten wird,
die jemals die historischen Zeiten gesehen. Sie verspricht die ergiebigste
für die Wissenschaft zu werden, wenn es nicht verabsäumt wird, eine
Natur- Erscheinung in rechter Weise zu benutzen, die sich jedenfalls im Laufe der nächsten Jahrhunderte in so glänzendem Grade nicht wieder- holen wird.
Die Umstände, deren seltenes Zusammentreffen die bevorstehende Er-
scheinung zu einer so ausgezeichneten machen, sind folgende:
Bekanntlich wandert die Erde nicht in einem Kreise, sondern in einer Ellipse um die Sonne und kommt derselben im Lauf eines Jahres
zeitweise einmal näher und nach sechs Monaten wieder ferner als sonst.
Wenn sich die Erde in ihrer Sonnennähe befindet— was in unseren
Zeiten im Monat Januar der Fall ist— so erscheint natürlich die
Sonnenkugel etwas vergrößert; wenn die Erde in der Sonnenferne steht
, im Monat Juli— erscheint die Sonnenkugel etwas verkleinert. Nicht minder bekannt ist es, daß auch die Bahn des Mondes um die Erde eine
Ellipse ist. Der Mond ist bei seinem Umlauf in jedem Monat einmal der Erde etwas näher und einmal etwas entfernter. Die Folge hiervon ist, daß für unser Auge auch die Mondkugel einmal etwas größer, einmal
etwas kleiner als in der mittleren Entfernung erscheint.
Dieser Umstand hat einen wesent
lichen Einfluß auf die Größe und
Die Sonnenfinsternisse entstehen dadurch, daß der Mond, wenn er in seinem Laufe gerade zwischen Erde und Sonne steht, uns ein Stück oder gar den ganzen Umfang der Sonnenkugel verdeckt. Da kommt es denn sehr darauf an, wie nahe oder wie entfernt in solchem Moment jeder der zwei Himmelskörper von der Erde ist, und wie groß oder wie klein der eine oder der andere erscheint. Ist uns in solchem Moment die Sonne am nächsten und erscheint uns als große Kugel, während der Mond in der Erdferne sich befindet und seine Kugel klein erscheint, so vermag die Mondkugel unter keinen Umständen die ganze Sonnenkugel zu verdecken. Es bleibt günstigsten Falles immer noch ein Stück Sonnenrand sichtbar, so daß die Finsterniß nur eine ringförmige ist.— Dies z. B. wird am 11. Februar 1869 der Fall sein, weil da die Sonne, wegen der noch starken Nähe groß, dagegen der Mond fast in der stärksten Erd- ferne stehend, nur als kleine Kugel erscheint.
Wenn aber das Umgekehrte stattfindet, wenn in der Zeit einer Sonnenfinsterniß die Sonne in der größten Ferne, der Mond in der größten Nähe zur Erde ist, so verdeckt die Mondkugel die ganze Sonnen— scheibe und auch noch ein Stück über den Rand hinaus und die Finsterniß ist eine totale und lang andauernde.
In unseren astronomischen Lehrbüchern wird man die Angabe finden, daß solch eine Finsterniß an fünf Minuten dauern kann, was man schon als das höchste Zeitmaß einer solchen betrachtete.
Die Sonnenfinsterniß jedoch, welche am 18. August dieses Jahres
eintreten wird, geht noch weit über diese Zeitdauer hinaus. Am 1. Juli dieses Jahres befand sich nämlich die Sonne in ihrer größten
Erdferne. 9 1


