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Württemberg. Stuttgart. Der„Staats. eiger“ publicirt das Zollparlamentsgesetz nebst n Vellzugsverordnung dazu und die längst er⸗ wertete Eintheilung des Landes in Wahlkreise, deen Zahl auf 17 bestimmt ist.
— Der Wortlaut einer Aeußerung des Mi- niers von VBarnbüler in der Sitzung der wuttembergischen zweiten Kammer vom 6. d. bitüglich der gegenwartigen Lage, wird vom „Qürttemb. Staatsanzeiger in folgender Weise wdergegeben:„Kein Freund von paolitischen Popbezeiungen, wolle er über die Lage nur so die sagen: Das Jahr 1869 donnert noch etwas nah; und so lange dieser Zustand besteht, kann ee zu keiner Beruhigung und zu keiner dauernden Urüstung in Europa kommen. Ich habe aber de. Glauben an die Erhaltung des Friedens noch nit verloren. Ich glaube nicht, daß ohne trif⸗ tien Grund Krieg geführt werde. Aber zu guben, Krieg gehöre in's Gebiet der Unmög- lüskeiten, wäre sträflicher Leichtsinn. So lange ar anderen Staaten diese Möglichkeit in's Auge sesen, so lange dürfen wir nicht klüger sein wollen. Erziehen sich die Wolken, dann kann man auf Jducirung der Forderungen denken.“
Oesterreich. Wien. Bei der Wieder- cöffnung des Reichsrathes wurde Kaiserfeld zum Jäsidenten gewählt. Derselbe spricht seinen Dank
— die auf ihn gefallene Wahl aus und weist eff die Bürgschaften für das constitutionelle System en, die durch die Ernennung des parlamentarischen Jinisteriums gegeben seien. Der Reichsrath werde en seine Ideen verwirklichendes Ministerium unter- igen. Der Ministerpräsident Fürst Auersperg cpellirt an das Vertrauen des Reichsraths, damit vs gegenwärtige System sich befestige. Das 71 Durchführung des Dualismus berufene Mini- rium werde im besten Einvernehmen mit der 1 garischen Regierung, unbeschadet der Autonomie, te Gesetzmäßigkeit nötbigenfalls streng durchführen,
e suche in Eintracht mit dem Reichsrathe die
Fäftigung des Staates zu erreichen. Frankreich. Paris.
Die Zeitungen in im Departements veröffentlichen ein Rundschreiben tis Kriegsministers vom 4. Februar, wodurch die gräfecten aufgefordert werden, sofort in jeder hemeinde zur Aufzeichnung der Leute zu schreiten, relchet die mobile Nationalgarde zu bilden berufen
sind. Die Listen werden zwischen dem 16. und 23. veröffentlicht werden. Das Rundschreiben macht darauf aufmerksam, daß es sich blos um die Einschreibung der Leute in die Listen handle, ohne daß gegenwärtig irgend welche Einberufung stattfinden werde.
— Der Pariser Correspondent der„Daily News“ erklärt, aus guter Quelle die Mittheilung zu haben, daß diplematische Depeschen jüngst von Paris nach Berlin gegangen seien, um Garantien zu verlangen, daß das deutsche Zollparlament sich nicht mit politischen Angelegenheiten belassen werde. Der Correspondent sieht in diesem Schritte den Grund für das Gerücht, daß die Beziehungen zwischen Preußen und Frankreich nicht mehr so günstig seien als noch vor wenigen Tagen.
„ Friedberg. Mil dem 11. Februar sind bei der hiesigen Garnison die militärdienstpflichtigen Leute für 1868 eingetroffen, nachdem am 10. die ältere Maunschast beurlaubt worden war. Gleichzeitig sind 10 Freiwillige zum einjährigen Dienst eingetreten und werden in einigen Tagen noch weitere nachfolgen.
Gießen. Die dießjährige Generalversammlung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde wird am 4. Juli zu Nauheim abgehalten werden.— Die dießjährigen Versammlungen des Vereins finden zu Gießen am 12. Februar, 11. März, 13. Mai, 10. Juni, 15. August, 11. November und 9. Dezember statt. Darmstadt. Die„H. Loszig.“ berichtigt, daß von der gemeldeten Verhaftung einer hiesigen Bäckerswittwe nichts bekannt sei. Allerdings habe schon seit mehreren Tagen die Fama von einer angeblichen Vergiftung ge⸗ sprochen, doch sei der Galte der von dem Gerücht bezkich⸗ neten Frau muthmaßlich nicht an den Folgen einer Ver⸗ giftung gestorben, sendern es bätten sich deutlich alle Sym. piome eines sehr heftigen acuten Rheumatismus gezeigt. Darmstadt. Am 10. d. hat das 2. Bataillen des 3. Inf.⸗Reg. in Eberstadt Garnison bezogen. Kaufbeuren in Dayern. Ein gräßliches Ber⸗ brechen ist dahier verübt worden. Der Teilhaber der hiesigen Spinnerei, Herr Schrader, wurde sammt seiner Frau und Magd in seinem Hause ermordet aufgefunden. Da eine große Summe Geld und Papiere fehlen(man agt 40— 50,000 fl.), wird man der scheußlichen Tal das Motiv des Raubes unterlegen müssen. Damit nicht genug, ist auch das Haus in Brand zu stecken versucht worden, doch gelang es der schnell berbeigteilten Feuer— wehr, dem Feuer sogleich energisch entgegenzutreten. Von den Thätern hat man zur Stunde noch keine Spur, doch wurden nach allen Seiten die zweckmäßigsten Maßregeln sogleich ergriffen, um der schrecklichen That auf den Grund zu kommen.
% Mehr als Schabernak. Von Frankfurt wird Folgendes mitgetheilt: Als die Bewohner eines in
sand nun, daß dieselbe mit 6 großen
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der Nähe des Mains gelegenen Hauses am Sonntag Morgen ihre Wohnung verlassen wollten, war die Haus- thüre fest zu; kein Schlüssel vermochte das Schloß zu öffnen. Vorübergehende wurden besilmmt, einen Schlosser 7 holen. Doch dessen Sperrhacken gelang es ebensowenig, as ganz in normalem Zustand befindliche Schloß auf⸗ zubringen. Endlich untersuchte er die Thüre selbst und Schrauben zuge⸗ schraubt war. Bald war das Hinderniß entfernt und die gefangen gehaltenen Bewohner des Hauses konnten sich des Vormittags noch an dem schönen Früßlingswetter im Freien erfreuen.
Für die Uothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Zwölfte Liste: 1) Bei Herrn Maher Hürsch: Von Isaak Rappolt 3 fl.
— 2) Bei Herrn Hofapotheker Wahl: Von Christoph Engels Witwe 1 fl., Lehrer Söllner in Fauerbach b. F. 30 kr., zusammen 1 fl. 30.— 3) Bei Herrn Rentier Müller: Ungenannt 1 fl.— 4) Bei Herrn Pfarrer Baur: Ungenannt zweite Gabe 1 fl. 30, burch Herrn Pfarrer Müller in Nieder-Rosbach der dortigen Gemeinde gesammelt 21 fl. 12, zusammen 22 fl. 42.— 5) Bei Herrn Stadtrath W. Ferisch: Von J. A. 36 kr Fr. Glockengießer 1 fl., zusammen 1 fl. 36.— 6) 5 Herrn Direktor Steinberger: Von Herrn Lehrer Dörr i fl.— In Summa 30 fl. 48.— Hierzu von de Expe⸗ dition des„Anzeigers für Oberhessen“ 96 fi. 47. Zu⸗
sammen 127 fl. 35.— Im Ganzen dis jetzt eing 1170 fl. 50 kr. Besien Dank allen mildthätigen Gebern. Friedberg den 12. Februar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steines er Bel der Unterzeichneten gingen zu den in Nummer 17. bescheinigten Gaben ferner ein: Von einer feinen Gesell⸗ schaft gesammelt beim groben Wirthchen für die armen Ostpreußen 3 fl. 31, aus Fauerbach b. F. durch Gerh. Holler gesammelt in der Wirthschaft von Billasch 1 fl. 20 aus Gambach von der Mehreinnahme der österreichisch⸗ französischen Staatsbahn 5 fl., durch Stadtschreiber Schutt von H. Schimpf Wiitwe in Nauheim 1 fl., von B. K. in N. 35. Zusammen 11 fl. 10. In Summa bei uns jetzt eingegangen: 6 46 fl. 10 kr. Mit herzlichstem Dank bittet um weitere Gaben Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen.
Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburg⸗New⸗Dorker Pofldampfschiff⸗Getmania,“ Capit. Schwensen, am 28. Januar von New⸗ork ab⸗ gegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen 7 Stunden am 8. d. M., 7 Uhr Morgens, in C
gangen:
Cowes angekammen und hat, nachdem es daselbst die Vereinigten Staatenpost, sowie die für Southampton und Havre be⸗ flimmten Passagiere gelandet, um 9 Uhr die Reise nach Hamburg sortgesezt. Dasselbe überbringt 66 Passagiere, 65 Briessäcke und 1200 Tons Ladung.
Bekanntmachung.
37 Am Dienstag den 18. d. M., 9 Uhr Vormittags rrrden zwei ältere ausrangirte Postwagen, welche täg
lch eingesehen werden können, in öffentlicher Auction
um Berkauf gestellt. Die Verkaufsbedingungen higerung bekannt gegeben.
werden bel der Ver
Lieferung von Korn-, bezw.
Gerstenstroh.
„349 Montag den 17. d. N., Vormittags 11 Uhr, wird „die Lieferung von 500 Gebund Korn- beziehungsweise 1000 Gebund Gerstenstroh zur Füllung der Casernen⸗ Betten dabhler auf unserem Bureau, woselbst auch die „Lleferungsbedingungen ur Einsicht offen liegen, durch Summission vergeben.
Versteigerung von Arbeiten und
Lieferungen. 332 Samstag den 15. Februar l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Pobl-Ooöns auf dem Bürgermeiserel⸗ Bureau nachsolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Verfieigerang bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden nämlich:
Friedberg den 6. Februar 1868. Friedberg den 12. Zebruar 1868. f. kr. Post- Amt Groß berrogliche Garntsons Verwaltung 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 16 38 Brentano. 5 l 0 p p 55 3 8 1 10 1 uarttermeister. lieferung von Backofensteinen 1 2 e kann t m a ch un 1. N Ng 2 3e. 9 3 9
Etwaige unbekannte Gläubiger des Schreiner⸗ Holzversteigerung 5 Sattlerarbeit 6
neisters Chritoph Reitz von Friedberg, wohnhaft! 2. 6) Lieferung eines Wasserleitungauslaufstocks Offenbach, werden aufgefordert, ihre Einwendungen en der Oberförsterei Ortenber g. von Gußeisen 15— Klan Befiätigung des heute von diesem mit seinen] 342 zreitag den 21. Februar werden in dem 7) Lieferung von— 6* AHannten Gläubigern abgeschlossenen Nachlaßvertrags] Domanlalwaldbistrict Großer Prepersch nachverzeichnete 3„ Kal 5 36 unnen 3 Wochen vorzubringen, widrigenfalls ihr Bei⸗ Holijsortimente versielgert: 9) 1„ Sand 1 tütt unterstellt und der Vertrag beftätigt wird. Scheidpolz, Prägelhelz, Stockholz, Reis bolz,* 4„ 4 Lehm f 1— Offenbach am 29. Januar 1868. Holzart: S ed e n.) Ebausseededsteine zu brechen 1 e 8 r 11 5
. 7 71,*
Landrichter. Landgerichte-Afsefsor.— von 6.— 12, Duran, 11 30 1 N Feber 1868—
Bekanntmachung bolzversteigerung im Schlag
Rosbach.
95 Das sämmtliche sub. Nr. 174 des Anzeiger ver
seichnete Holz, wovon am 3. d. M. eln Theil ver⸗
ir Oberbessen,— Blätter Nr. 10 und 11
zelgert,— aber nicht genehmigt worden ist, wird
Nontag den 17. d. M, von Morgens 9 Uhr an,
iner nochmaligen öffentlichen Versteigerung an d Reistbtetenden aus gesetzt. Ober ⸗ Rosbach am 6. Februar 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ober ⸗ Ros bach Blingmann.
Nr. XXIV. des homantalwaldes Burgwald in der Oberförsteret Ober ⸗
Länge,= 48 Cubikfuß. 168 Kiefernstämme von 6— 12“ Durchm., Länge= 4500 Cubitfuß.
des Waldes. Ortenberg den 10. Februar 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ortenverg Narx.
Jagdverpachtung. 343 Montag den 17. d. Mis., Vormittags 11 Ubr, soll dahler auf biesigem Rathhaus die Jagd in der hiesigen 3600 RNormalmorgen haltenden Gemarkung, worunter circa 600 Morgen Waldungen enthalten,
le
Ein Logis
86 mit allem Zubebör hat zu vermlethen Nauhelm. C. Schmidt,
anderwest auf 6 Jabre unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Bönstadt den 11. Februar 1868.
Caf frangais.
15— 587%
Ole Zusammenkunft ist Morgens um 9½½ Ubr auf det Wippenbach Bobenhäuser Chaussee, am Eingang
Der Bezirks- Bauaufseber Burk.
Bekanntmachung.
335 Die am 23. Januar 1868 im Gemeindewald zu Asseunbeim abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt und der ere Fahrtag auf Montag den 10. Februar 1868 festgesetzt. Assen beim den 10. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Assen deim Schuldt.
Großherzogliche Bürgermelfterei Böustadt Geibel.
Bekanntmachung 336 Ote Holzverstelgerang vom 28. und 29. Januar und 3. Februar l. J. it genehmigt und wird der erste Fahrtag auf Donnertag den 13. Februar l. J an- beraumt.
Nieder- Rosbach am 10. Februar 1868. Otoß herzogliche G Kieder⸗Rosbach 8.


