Ausgabe 
12.9.1868
 
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und es gilt bier das Sprüchwort:Darnach Geld, darnach Waare. Billige Schuhe sind deshalb auch für den Käufer tbeuer, weil sie in kurzer Zeit wieder zerreißen, und wenn man dabei noch das Unglück hat, bei einem der hiesigen Schuhhändler Schuhe zu kaufen, deren äußere Sohle dünnes Leder und darunter Pappdeckel sich befindet, so kann man dreist behaupten, daß es viel vortheilhafter bleibt, sich eine Fußbekleidung bei elnem reellen, tüchtigen Schuhmacher anfertigen zu lassen. Unsere hiesigen Schuh macher haben es daher in der Hand der Concurrenz die Spitze zu bieten, wenn sie sämmtlich ihren Kunden gute Arbeit liefern Dies ist das beste Miitel, sich die Kund schast zu erhalten und neue zu exwerben.

Darmstadt. Nach einer Millheilung der D. Ztg. ergab die Volkozählung vom 3. Dezember 1867 für das Großberzogihum eine ortsanwesende Bevölkerung von 823,133 Einwohnern und zwar 404,572 Personen männ- lichen und 418,566 Personen weiblichen Geschlechts. Na der Staatsangehörigkeit theilt sich die Gesammtzahl in 787,509 Inländer und 35,629 Ausländer. Die letzlete Zahl ist im Vergleich zu anderen Ländern eine relativ sehs hohe; von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Fremden, welche im Großherzogihum ihren Aufenthalt nehmen. Betlachtet man die Ausländer nach der Staatsangehbörig keit, so finden sich aus Preußen 21,198(worunter Reg. Bez. Cassel und Wiesbaden mit 14,070, Ryeinprovinz 4,205, Stadt Frankfurt 713, Westphalen 379, Provinz Sachsen 367 u. s. w.), aus Sachsen(Königreich) 455, Sochsen-Weimar 189, Waldeck 125, Sachsen-Coburg-⸗Gotha 91, Oldenburg und Meiningen je 89, Hamburg 64, Mecklenburg-Schwerin und Braunscheig je 51, Bremen 46 u. s. w. Die Staaten des Norddeutschen Bundes (ohne Nordhessen), welche ohne Ausnahme am Zählungs iage Angebörige im Großherzogihum hatten, waren mit 22,623 Personen vertreten. Die süddeutschen Staaten pattieipirten an der Volkszahl des Landes mit 10,593 Personen, und zwar Bayern mit 6,951, Württemberg mit 1,469 und Baden mit 2.173 Perfonen. Oesterreicher und Lichtensteiner wurden 751 ermittelt. Im Ganzen wurden 33,978 Ausländer aus den deutschen Staaten und Oesterreich im Großherzogthum gezählt. An Ange⸗ börigen sonstiger europäischer Staaten waren 1296 Per⸗ sonen vorhanden, worunter 397 Franzosen, 348 Schweizer, 220 Engländer, 79 Niederländer, 76 Belgier, 42 Italie net ꝛc. Nichteutopäer fanden sich 349, unter welchen 300 Nordamerikaner. 5

Darmstadt. Wir haben nun auch von hier eine der in neuerer Zeit so sehr beliebten Säbelaffairen zu berichten. Vor einigen Tagen wurde nämlich ein zu den Manövern ausmaischirter Soldat des 1. Insant.-Regts. mit gespaltenem Schädel in das hiesige Militärhospital gebracht. Die, wie man hört, lebensgefährliche Verwundung hat ihm der Säbel eines Kameraden nach vorausgegangenem Woriwechsel im Wirihshause beigebracht.

Darmstadt. Die bier tagende XV. Wanderver⸗ sammlung deutscher Vienenwirthe ist von beiläufig 390 Mitgliedern besucht und sind 28 Vereine durch Deputicte

vertreten. Unter den Gegenständen der Tagesordnung ist der Antrag auf Eclaß eines Gesetzes zum Schutze der Blenenzucht von allgemeinerem Interesse. Eine Aus- stellung und Verloosung von Gegenständen der Bienen wirthschaft findet in dem Bessunger Orangeriehaus stalt.

Mainz. DerM. Anz. berichtigt, daß die Gaunerin, welche sich unlängst im Gefängniß zu Mainz erhängt habe, weder Charlotte Müller heiße, noch aus Marburg sei. Sie sei zwar unter diesen Namen gereist, allein sie heiße Anna Marla Jesberg aus Münchhausen und war, wie sich nachträglich hecausgestellt, eine ganz routinirte Diebin.

Bingen. In dem in unserer Nachbarschaft ße legenen Kempten ist die Polizei beim Diebstahl ertappt worden. Der dortige Polizeidiener, dessen Wohnung neben einer Fabrik von Flaschenüberzügen sich befindet, hat sich von dem Stroh seines Nachbars zu eigen pemacht, wobei er von demselben auf frischer That ergriffen worden ist. Der Besitzer der Fabrik ist um so aufgebrachter, da er schon seit längerer Zeit will bemerkt haben, daß sowobhl von dem zubereiteten als ausgeschüttelten Stroh fortwährend weggekommen war. Da wäre demnach der Bock zum Gäriner gemacht gewesen.

Bingen. Vor einigen Tagen wurde im Hotel Bellevue hier ein frecher Diebstahl verübt. In dem Diebe vermuthet man einen Fremden, welcher sich unter der NamenBaron Katz von Wimpfen in's Fremdenbuch eingetragen und bei der Entdeckung sich bereits wieder aus dem Staube gemacht hatte. Der Diebstahl geschah mittelst Einbruchs in die Zimmer abwesender Fremden und Auf sprengung deren Koffer. Nebst baaren einigen hundert Gulden werden noch mehrere Sachen von Werth vermißt.

Aus Rheinhessen. In Hahnheim wurde bei der am letztverflossenen Sonntag abgehaltenen Kirchweihe die Freude, welche ein solches Fest stets mit sich bringt, bei vielen Familien in Trauer verwandelt. Um den Raum des Tanzsaales einigermaßen zu vergrößern, ließ ein Wirth an den ersten Stock seines Hauses eine Estrade anbringen, damit die Nichttanzenden Gelegenheit fänden, sich in der Nähe des Tanzlokals aufzuhalten. Von Balken und Brettern hergerichtet, war das Gerüst jedenfalls zu schwach, denn plötzlich stürzte dasselbe zusammen und 40 50 Menschen, Tische, Gläser ꝛc. humpelten stockwerkhoch herunter und auf einen Haufen zusammen. Daß es dabei ohne eine größere Anzahl Arm- und Beinbrüche und sonstige schwere Verletzungen nicht abging, läßt sich denken.

Aus Wien wird der Spener'schen Ztg. berichtet: Dem Husaren⸗Oberlieutenant Grafen Karolyi widerfuhr vor einigen Tagen folgendes Malheur: Er ritt in Gesell⸗ schaft eines Herrn und einer Dame, von der Aspernbrücke kommend, in eine Geh-Allee der Ringstraße hinein. Ein Fußgänger gerieth hlerdurch in Gefahr, niedergeritten zu werden. Er hielt dem Grafen sein Unrecht, in der Geh⸗ Allee zu reiten, vor, worauf der Graf Miene machte, seinen Säbel zu ziehen. Det Bedrohte kam diesem An⸗

griff zuvor und riß den Grafen vom Pferde herunter, so daß dieser einige Contusionen etlitt und das Pferd, seines

Reiters ledig, davonlief. Hierauf machte sich der Civllist davon; der Graf aber mußte in einem Wagen in selne Wohnung gebracht werden. Der Aufforderung, welche die Begleiter des Grafen an das zahlteich versammelte Pu⸗ blikum richteten das Roß einzufangen, folgte Niemand.

Die deutsche Nordfahrt. Capitän Lübers, Commandeur des norddeutschen GrönlandsahrersHan nover, am 20. August auf der Weser angekommen, berichtet: Sonntag, den 28. Juni, Abends, bei aufklätender Luft, sahen auf 750 20, N. und 12 W. ein Fahrzeug, welches auf einer Eisbucht auf uns zuhielt. Als es langseits war, hörten wir, daß es die auf einer Enlbeckungsfahrt nach dem Norden begrissene norddeutsche YachtGrönland von Bremen war(Grönland ist der eigentliche Name des Schiffes; dem Wunsche des Dr. Petermann, es Germania zu nennen, konnte, weil es zu spät geäußert wurde, nicht mehr willfahrt werben) und Capitän Kolbewey kam im Boote zu uns. Wir beschlossen, die Nacht über einander nah zu bleiben und er ging an Bord zurück, um Briefe zu schreiben. Morgens konnten wir zuerst wegen dichten Nebels nichts mehr von derGrönland gewahr werden, aber nachdem wir mehrfach durch Kanonenschüsse signalisirt batten, kamen wir einander wieder in Sicht. Leider war inzwischen eine so frische Briese mit starkem Seegange aufgekommen, daß es unmöglich war, ein Boot auszusetzen, und wir mußten, ohne die Briefe erhalten zu können, Abschied nehmen. Auf derGrönland war Alles im besten Wohlsein. Koldewey wollte, nachdem sein erster Versuch, die grönländische Küste auf 750 N. zu erreichen, mißlungen war, bis auf 800 N. und auf dieser Breite noch einmal nach Westen vordringen, um so mehr, da Commandeur Lübers ihm mittheilte, daß er im Norb⸗ westen von Spitzbergen die See in diesem Jahre fast ganz eisfrei gefunden hatte. Im Uebrigen glaubt der Letztere, daß die Lage des Eises an der Ostküste von Grönland zur Zeit eine höchst ungünstige sei und Koldewey deshalb schwerlich seinen Zweck erreichen werde. Im Frühjahre babe sich zwar durch die vorherrschenden starken weftlichen Winde das Eis an der Küste gelöst und weit nach Osten vorgeschoben; in der letzteren Zeit dagegen sei es durch den fortwährenden Ostwind so eng und sest und massen⸗ haft auf die Küste gedrängt, daß es Koldewey schwerlich gelingen werde, durchzukommen.

e Vot Kurzem verschwand in Hamburg ein preußischer Postsecretär unter Unterschlagunz von einer Anzahl Geld⸗ briefen, welche einen declariten Werth von 20,000 Thalern hatten. Jetzt hat sich herausgestellt, daß der wirkliche In⸗ halt derselben den dreifachen Werth der Declaration er⸗ reicht und der Flüchtige nicht 20,000 Thlr., sondern nahe an 60,000 Thlr. als gute Beute erklärt hat. Es herrscht nämlich, wie anderwärts, in Hamburg der Gedrauch dei vielen Firmen, der Porto-Ersparniß wegen den Inhalt der Briese viel geringer anzugeben, als er wirklich ist. Auf diese Weise sind Tausende verloren gegangen, da natürlich nur die wirklich declarirte Summe von der Post er⸗ setzt wird.

Güter⸗Versteigerung.

2196 Mitwoch den 16. September d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag der Johannes Supp' schen Erben dahier die denselben zustehenden Güterftücke nochmals öffent⸗ lich meistbietend verfseigert und det annehmbaren Ge⸗ boten die Genehmigung alsbald ertheilt werden und wird bemerkt, daß unter keinen Umständen eine weitere Ver- fleigerung dieser Grundstücke mehr sitattfindet.

Gleichzeitig werden in demselben Termin die auf den Grunoftücken befindlichen Herbstgewächse, Kartoffeln, Dickwurz, Kraut und Rüben ebenfalls meifibietend ver⸗ steigert.

ieee den 9. Seplember 1868.

Großherzegliches Ortsgericht Friedberg Zouc ar.

Hofraithe⸗ und Güter⸗Versteigerung.

2198 Dornerstag den 17. September d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag des hlesigen Bürgers Jobannes Pauli im Rathbhause dahter dessen nach deschriebenen Immodillen, Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Alfir. f g 1. 224. 15.8. Hofraithe in der Stadt, 1. 91 60. Grabgarten an der Fauerbacherstraße, 5. 131. 95. desgleichen am Mainzerthor oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 10. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg gouc ar.

Hofraithe- und Gütei-Versteigerung. 2197 Freuag den 18. September d. J6., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesigem Ratbhause die Hoftaithe und Güterdücke der Frau Adam Kehr Wittwe dahler unter sebr vorthellbaften Bedingungen nochmals öffentlich melfibtesend versteigert und bei annehmbaren Geboten die Genehmigung ertheilt werden.

Friedberg am 10. September 1868. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Fou c ai.

Ein Garten, 2193 mitten im Burgfeld gelegen, ist aus freier Hand

zu verkaufen. Das Nähere zu erfragen del 0 Glaser Weckerling.

Bekanntmachung.

2201 Mittwoch den 16. d. Mis., Vormittags 11 Uhr, werden folgende durch den Abbruch der s. g. Oberamt mannswohnung abfällig gewordene Gegenftände, na- mentlich:

1 Hofthor mit steinerner Umfassung,

2 Stubenthüren,

1 Kellerthüre,

2 Stück Lamperien,

1 Parthie Sandpplatten,

circa 1000 Stück Ziegel u. dgl. mehr, an Ort und Stelle meisftbietend versteigert.

Nauheim am 10. Septemder 1868.

Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim J. E. d. 5

Der Beigeordnete ue r. vdt. Schutt.

Aepfel. Verstei Aepfel⸗Versteigerung. 2206 Montag den 14. September, Nachmittags präͤeis 1 Ubr, soll eine große Parthie herrschaftlicher Aepfel an den Bäumen versteigert werden. Anfang am Hand⸗ schubacker, nächst Kolnhausen. Bei genügender Bürg⸗ schaftslelftung wird Zahlungefrist bis Martini J. J.

gestattet. Lich 10. September 1868.

Fürstliche Rentei Kreutzer.

Agenten⸗Gesuch.

2193 Zum Absatz eines leicht und überall verkaͤuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kausmännische Kennt nisse nöthig find, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. No. 20. an die Exped. d. Bl. franco einzusenden.

Cin Schwein

2190 ist am verflossenen Markttage in Friedberg ent laufen. Es wird um Rückgabe desselben gebeten entweder im Gafthaus zum dentschen Haus in Friedberg oder an

Val. Luster's Wittwe

in Kirtorf

Zur gefällige Veachtung.

2035 Bestelungen auf junge Obstbäume, Baumanlagen aller Art und alle vorkommenden Arbeiten an Obst bäumen werden beffens besorat durch

Friedrich Rausch, Baumgärtner, Kirchgasse Nr. 437.

Wechsel auf Uew-Vorz

zum hiesigen Tagescourse 1777 stets zu haben bei

Mayer Mayer in Frankfurt a. M.

Glacé- Handschuhe

1194 sowie Handschube n! d Eeosge ꝛc. ꝛc. bei Friedrich neben der Post.

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