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Hessen. Darmstadt. Vom 8.19. Sept. d. J. sollen größere Manöver stattfinden, an denen sich alle Mannschaften unserer Armeediviston zu betheiligen haben.
— Nach den„H. V.“ ist die Organisation des Kriegsauditoriats erschienen. Die Regiments⸗ auditeure sind aufgehoben, es gibt nur noch Divisionsauditeure mit dem Amtssitz in Darmstadt, zum Chef auditeur Zimmermann, zu Mitgliedern und bei⸗ sitzenden Räthen sind Stabsauditeur Eigenbrod und Kriegsministerialrath v. Preuschen, zum Gar⸗ nisonsauditeur Advocat Dr. Delp, zu Divisions⸗ auditeuren die Advocaten Verdier und Lotheisen (letzterer mit Hauptmannsrang), zum überzähligen Divisionsauditeur Advocat Schenk, zum Secretär des Generalauditoriats Advocat Heyer II., zum
Oberlieutenanisrang) ernannt worden.
— Prinz Ludwig und Gemablin haben am 10. ds. ihre Reise nach England angetreten. Begleitet werden dieselben von Major v. Hesse und Oberstlieutenant à la suite v. Rabenau; der Aufenthalt daselbst wird zwei Monate dauern.
— Major v. Hesse wurde zum ersten und Hauptmann Scherf zum zweiten Divisionsstabs⸗ offizier ernannt.
— Nach der„M. Ztg.“ sollen die gemein- schaftlichen Sitzungen der Finanzausschüsse beider Kammern am 10. d. beginnen, die zweite Kammer der Stände soll dagegen erst bis zum 16. d. M. einberufen werden. Sollte jedoch die Vorlage der Militärbedürfnisse bis dahin nicht
ersolgen können, so dürfte auch noch ein späterer die Telegraphenverwaltung in Luxemburg werden in der Schlußberathung angenommen. folgt Etatsberathung, zunächst des Bundeskanzler⸗ amtsetats. die Stellung des Kriegsministers zum Bundes- kanzler, auch dränge sich die Frage auf, wie bei dessen Leiden die Vertretung stattfsinden würde, da die Verfassung nur eine kurze Behinderung vorsehe. mann's Anfrage, der Bundeskanzler habe sich über die geäußert. Ueber die Vertretung des Bundeskanzlers gibt er eine ausweichende Erklärung.— Twesten beantragt Unterstützung des deutschen Rechtsschutz⸗ vereins in London. samkeit dieses Vereins in einzelnen Fällen an, aber seine Organisation biete der Regierung nur ungenügende Garantie. Lasker bemerkt, der Verein habe im vorigen Jahre 10,000 Thlr. für den Rechtschutz Deutscher im Ausland verausgabt und dahier das Gerücht stark verbreitet und findet verdiene deßhalb Unterstützung.
Einberufungstermin festgesetzt werden. Dem Ver⸗ nehmen nach hat der erste Ausschuß der zweiten Kammer den Antrag gestellt, für Erbauung eines Anbaus an das Schlafhaus des Schullehrer⸗ Seminars zu Friedberg und zur Erbauung eines dritten Stocks auf demselben 21,200 fl., abzüglich der zur Herstellung von Abtritten, Kaminen u. s. w. bereits vorgesehenen 2400 fl., mit dem Restbetrag von 18,800 fl. zu verwilligen.— Eine Verlegung des Lehrerseminars nach Salzhausen, welche von den Abgg. Hunsinger und Zimmer angeregt worden war, hält der Ausschuß aus äußeren und inneren Gründen für unausführbar und der Direktor des Friedberger Lehrerseminars hatte in einem darüber von der Regierung eingeforderten Bericht erklärt, der Vorschlag einer solchen Verlegung sei so „wunderbar,“ daß man nicht glauben könne, daß er von irgend Jemand ernstlich gemeint sein könne.
e Friedberg. Seit einigen Tagen ist auch
namentlich in militärischen Kreisen vielfachen Glauben, daß bezüglich der künftigen Garnisons- orte unseres Militärs folgende definitive Bestim⸗ mungen getroffen worden seien: I. Inf.-Reg. nach Worms, II. Inf.⸗Reg. nach Gießen, III. und IV. Inf.⸗Reg. nach Darmstadt, I. Jägerbataillon nach Friedberg, II. Jägerbataillon nach Offenbach. 8 Schwadronen Chevauxlegers nach Darmstadt und 2 Schwadronen nach Butzbach.
Friedberg. Zu der allgemeinen lutherischen Conferenz, welche am Mittwoch und Donnerstag, den 1. und 2. Juli d. J., in Hannover zusammen treten soll, ladet der Ausschuß der engeren Con- serenz alle cvangelisch ⸗lutherischen Christen geist lichen und weltlichen Standes in Deutschland ein, um die Glieder der verschiedenen lutherischen Kirchengiebete Deutschlands zur Pflege ihrer Ge⸗ meinschaft und zur Verständigung über ihre gemein⸗ samen Interessen einander zu nähern.
* Friedberg. Der neugewählte Ausschuß der evangelischen Conferenz für das Großherzog⸗ thum Hessen besteht aus folgenden Mitgliedern: Landrichter Königer aus Seligenstadt, Oberpost⸗ meister Pfalz, Obersteuerrath Baur und Hofrath Dr. Becker in Darmstadt, Gerichtsrath Mohrmann in Alzey, Apotheker Brill in Groß ⸗ Steinheim, Pfarrer Linß in Freilaubersheim, Direktor Schwabe, Professor Köhler, Pfarrer Baur und Diakonus Meyer in Friedberg, Pfarrer Reutzel in Ranstadt, Pfarrer Schenk in Walldorf, Decan Meyer in Büdingen, Seminarlehrer Wahl in Friedberg und Decan Habicht in Grünberg
veröffentlicht eine von den Pfarrern Knodt, Dr. Krätzinger und Linß unterzeichnete Zuschrift„An die Geistlichkeit der evangelischen Kirche in Rhein⸗ hessen“, worin für die Einführung einer Synodal⸗ und Presbyterialverfassung, d. h. wornach die oberste Kirchenbehörde, wie in Baden, von dem Ministerium unabhängig wäre und sich des Generalauditoriats ist Oberstabs⸗ auf tretung der Gemeinden stützen könne, das Wort geredet wird.
tage wird der Antrag auf Abschaffung der Redner⸗ liste nach zweiter Lesung angenommen. Hierauf findet Generaldiscussion über den Etat statt. Twesten verlangt, den Anfang eines Etatsjahres auf Juli festzufetzen, ferner die Verbesserung des überzähligen Auditeur Advocat Krug II.(mit Rechnungswesens, sowie daß die vom Marineetat abgesetzten 300,000 Thlr. wieder aufgenommen würden. Bundesrathspräsident Delbrück verspricht, künftighin die Vorlegung des Etats mehr zu be⸗ schleunigen. nur durch Erhöhung der Matricularbeiträge zu decken, welcher der Bundesrath nicht zustimme. Es sei deßhalb die Genehmigung der Marine⸗ Etatsvirements zu wünschen. Miquel's über die Eigenthumsverhältnisse der ein⸗ zelnen Staaten zum Bunde antwortet Delbrück, daß das Mobiliar und die Ausrüstung der Kasernen, Postgebäude u. s. w. Eigenthum des Bundes sei, während das betreffende Immobiliar den einzelnen Staaten angehöre.
Fortsetzung der Berathung des Etats der Bundes⸗ consulate statt. sulat in Pest, da Ungarn als Getreideland wichtig für Norddeutschland sei. ledigung der Frage zu, da Oesterreich seine früheren Bedenken fallen gelassen habe. des Marine⸗Etats ist vertagt, weil die Regierung den Etat umarbeitet.
Lehrerversammlung haben aus Kurhessen 480 Lehrer und 143 sonstige Personen Theil genommen; die Zahl der fremden Theilnehmer betrug 1246. — Die„Ztg. f. Nordd.“ sagt von den deutschen Lehrerversammlungen:„Im Jahre 1848 gegrün⸗ det, in der Reactionszeit von den reactionären Regierungen verachtet und verfolgt, liberalen Partei und dem Volke kaum beachtet, haben sie krästig Stand gehalten und dadurch gezeigt, daß kein Strohfeuer, sondern nachhaltige Begeisterung und das Bewußtsein der Pflicht sie beseelen. Seit 1859 finden sie endlich einen Theil der Würdigung, die ihnen gebührt.“
welche von auswärts sich zu vem nun beendeten dritten Protestantentag eingefunden hatten, war Nordwestdeutschland natürlich besonders zahlreich vertreten: Oldenburg, Provinz Hannover, Braun- schweig; nächstdem Berlin, Thüringen, Schleswig⸗ Holstein, Baden, die Pfalz. aus Galizien, österreichisch Schlesien und selbst aus Livland anwesend.
die große Mehrzahl Prediger, Professoren und
Aus Rheinhessen. Die„Mainzer Ztg.“
einer solchen,
eine aus direkter Wahl hervorgegangene Ver⸗
Preußen. Berlin, 8. Juni. Im Reichs⸗
Der Ausfall im Marine ⸗Etat sei
Auf die Anfrage
— 9. Juni. Reichstag. Die Vorlagen über Darauf
Kirchmann wünscht Aufklärung über
Delbrück erklärt, in Bezug auf Kirch⸗ Verantwortlichkeitsfrage selbst schon
Delbrück erkennt die Wirk⸗
Hierauf findet Friedenthal will ein Bundescon⸗ Delbrück sagt die Er⸗ Die Berathung
Kassel. An der numehr beendeten deutschen
von der
Bremen. Unter den 230 Mitgliedern,
Es waren Mitglieder
Dem Stande nach war
Lehrer, sodann waren der Zahl nach am reichsten die Jueclsten, Landwirthe, aber auch andere Stände: städtische Beamte, Kaufleute u. Forstbeamte vertreten. Von den größeren Städten hatten Hamburg, Han⸗ nover und Berlin die meisten Mitglieder gesandt.
Oesterreich. Wien, 8. Juni. In der heutigen Sitzung des Unterhauses wurde der von der Minorität des Ausschusses gestellte Antrag, über den Gesetzentwurf bezüglich der Vermögenssteuer zur Tagesordnung überzugehen, mit großer Ma⸗ jorität angenommen. Ohne Debatte genehmigte das Haus den Gesetzentwurf, welcher die Er⸗ höhung der Gebühren bei Gewinnsten der Staats- lotterien auf 20 pCt., bei Privatlotterieloosen auf 25 pCt. festsetzt. Nach langer Debatte wurden sodann folgende Resolutionen angenommen: Die Regierung aufzufordern, zur Deckung des Deficits im Jahr 1868 im Besteuerungswege geeignete Vorlagen ung⸗säumt zu machen. Zur Deckung des Defieits der folgenden Jahre möge die Re⸗ gierung Gesetzvorlagen betreffs Reform der direkten Steuern, Erhöhung der Zuckersteuer und Ein⸗ führung der Classensteuer einbringen. Der Finanz⸗ minister verspricht ungesäumte Einbringung der betreffenden Gesetzvorlagen. Bei der Debatte über den Gesetzentwurf betreffend den Verkauf der Staatsgüter sprechen die polnischen Abgeordneten gegen den Verkauf der galizischen Staatsgüter. Frankreich. Paris. Der Moniteur ver⸗ öffentlicht den Bericht über den Empfang des neuen russischen Gesandten in Paris Grafen Stackelberg durch den Kaiser.
Frankfurt. Der Sechokreuzertag des Zoologischen Gartens war am 7. d. von nahezu 6000 Personen besucht. Am 21. Juni findet in Verbindung mit Concert von Morgens 5 Uhr bis Abends ein Zwölfkreuzertag statt. Mainz. Vor einigen Tagen hat sich dahier ein Oberlieutenant des 19. Juf.⸗Regts., v. S., in seiner Wohnung auf dem neuen Kästrich erschossen. Ursache des Selbstmordes war, wie allgemein angenommen wird, eine scharfe Rüge, welche dem Oifizier bei der durch den General Herwarth v. Bittenfeld letzter Tage vorgenommenen Ju⸗ spektion der hiesigen Garnison zu Theil wurde. Worms. Die hiesige freiwillige Feuerwehr hat als Vorort des mittelrheinischen Feuerwehrverbandes die dies⸗ jährige Versammlung der zu dem Verband gehörigen, so⸗ wie der benachbarten Feuerwehren auf Sonntag den 28. Juni anberaumt, und folgendes Programm versendet. Von 6—9 Uhr Morgens Empfang der Gäste, von 9 bis 10 Uhr Frühstück im Worretichen Garten, von 10 bis 11 Uhr Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stabt. Um 11 Uhr Aufstellung der Mannschaften auf dem Mangde platz und Uebung der Wormser Feuerwehr. um 12½ Uhr gemeinschaftliches Mittagessen im Lutherfestzelte. Um 2½ Uhr Berathung der Delegirten des Verbands im Saale des Stadthauses. Für die au der Berathunz nicht theilnehmenden Feuerwehrmänner von 3 Uhr au musika⸗ lische Unterhallung im Rheinischen Hofe. Von 6 Uhr an Concert im Worret'schen Garten.
Berlin. Eu Verwundeter aus dem letzten Feldzuge. v. Sterakowski, dem in Folge seiner bei Trautenau er⸗ haltenen Verletzungen beide Beine amputirt werden mußten, wurde unläugst im Invalidenhause getraut und zwar mit einem jungen Mädchen, das als barmherzige Schwester von hier nach Böhmen gegangen war und den schwer Verwundeten dort gepflegt hatte.
e Deutsche Prels-Nalional⸗Handschrift. Der Birektor dee Central-Bureaus für gerichtliche Schrift⸗ vergleichungen Adolf Hen ze in Neu⸗ Schönfeld bei Leipzig, welcher bekannilich einen Preis von einhundert Thalern auf die beste deutsche Nationel⸗Handschrift aus⸗ setzte, macht eben über die Entscheidungen des Preis rich ter⸗ Collegiums folgende Resultate bekannt. Von 50 Preis⸗ richtern, welche ihr Gutachten über die ihnen vorgelegten Concurrenzschrifien abgaben, haben sich 33 zu Gunsten des Concurrenzalphabetes des Gymnasiallehrers Gosky in Cottbus entschieden und seine Schrift des von mir ausgesetzten Preises würdig erachtet. Veränderungen an
zur Vedingung machte, sind angenommen und im Geiste der Gosky'schen Schrift ausgeführt worden. Ich habe daher dem Herrin Gymnasiallehrer Gosky in Cottbus, welcher somit zum glücklichen Preisträger erkoren worden, diese frohe Bolschaft als Pfingstgruß telegraphisch mitgetheilt und ihne gleichzeitig den ausgesetzten Preis von einhundert Thalern als Ehrensold zugehen lassen. Die Preisrichter, bei deren Wahl ich vorzugswetse auf Liebe zur Sache und auf praktische Erfahrung Rüclsicht nahm, baven ihr Ehren: amt gewissenhaft verwaltet und ihre Aufgabe einer glück⸗ lichen Lösung entgegengeführt. Für diejenigen Leser, welche diese Preis⸗National⸗Handschrift sich anzueignen wünschen, sei bemerkt, daß Hr. Henze einen„Brieflichen Unterricht im Schönschreiben“ herausgibt, bei welchem die Preis⸗ schrift zum erstenmol in Anwendung kommt. Der voll⸗ ständige Unterricht, für Erwachsene bestimmt, kostet 2 Thlr. und kann sowohl durch jede Buchhandlung als auch vom Herausgeber(A. Henze in Neu'⸗ Schönfeld bei Leipzig)
bezogen werden.
Gosky's Schrift, welche die Majorität des Preisrichteramts
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