Ausgabe 
11.4.1868
 
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Oesterreich. Wien. DieW. Abendpost peröffentlicht das Antwortschreiben des Minister⸗ Präsidenten Fürsten Auersperg auf das letzte Schreiben der 14 Kirchenfürsten, worin derselbe erklärt, es sei bei den Reichsrathsverhandlungen über den Ehegesetz⸗Entwurf reichlichste Gelegenheit u allseitigster freiester Erörterung geboten gewesen, pelche auch nicht unbenützt geblieben sei. Das Stadium der legislativen Verhandlungen, in welchem gegenwärtig der Gesetzentwurf sich befindet, legt der Regierung die ehrerbietigste Zurückhaltung zuf. Keines der gegenwärtigen Gesetze ermächtigt die Gerichte, Fragen der Glaubenslehre oder der Verwaltung innerer Kirchenangelegenheiten an sich A. ziehen. Die Artikel 14 und 15 gewähren Hürgschaft für die Zukunft. Die Regierung nehme tichts in Anspruch, was jenseits der Grenze rechts mäßiger Staatsgewalt liege, sie halte die Freiheit ger Kirchen hoch und werde jederzeit bereit sein, das Wirken der Kirchen kräftig zu unterstützen. So wenig aber die Regierung daran denkt, die Brenzen der Staatsgewalt zu mißachten, so wenig ann sie die Hand dazu bieten, daß dies von inderer Seite geschehe. Die Regierung lehnt es haher ab, auf den Theil des Schreibens einzu⸗ ehen, worin die den Staatsbeamten durch das Frundgesetz auferlegten Verbindlichkeiten zum Gegen⸗ tand einer Erörterung gemacht werden, welche, wenngleich absichtslos, das Pflichtsgefühl der Staatsbeamten beirren könnte.

Ludwig Kossuth, der jetzt in Turin ebende Exgouverneur von Ungarn, wurde von »em Wahlbezirk Fünfkirchen zum Abgeordneten n den Reichstag gewählt. Die Wahlprüfungs⸗ Fommission hat keine Einwendung gegen die hmültigkeit der Wahl erhoben, und Kossuth kann emnach, wenn er will, seinen Platz auf der Linken des ungarischen Unterhauses einnehmen. Seine Anhänger von der äußersten Linken sagen, zie Deakisten hätten ihm mit der Anerkennung einer Wahl nur eine Falle stellen wollen; kossuth werde aber jetzt nicht im Reichstage er⸗ cheinen, da er die gegenwärtigen Gesetze nicht anerkennen könne; derwahre Führer der un⸗ zarischen Nation werde warten, bis seine Zeit mme, und das werde nicht lange mehr dauern.

Frankreich. Von Paris wird demFr. J. gemeldet, es seien auf der dortigen päpstlichen Nuntiatur Nachrichten aus Rom eingelaufen, denen zufolge die von dem Wiener Cabinet angeknüpften Unterhandlungen mit dem heiligen Stuhle bezüg sich des Concordats nicht ganz so aussichtslos wären, als man ziemlich allgemein geglaubt vatte. Pius IX. hätte erklärt, er begriffe recht gut, daß die Regierung des Kaisers Franz Joseph en Anforderungen der Reichsvertretung Rechnung magen müsse und die nach seiner Meinung aller ings verderbliche Gewalt der Zeitideen sich auch n dem österreichischen Kaiserstaate geltend mache; 1 werde den neuen gesetzlichen Einrichtungen für The, Schule und Kirche nimmermehr seine Zu- timmung geben, aber er fühle wohl, daß ihm um Schutz der Staatsverträge, welche er schließt, eine anderen als geistliche Waffen zu Gebote nehen. Mit einem Wort, Pius IX. scheine einen

OSruch mit dem Wiener Cabinet vermeiden zu

wollen, sei es, daß ihn hiervon Rücksichten der hohen Politik oder der persönlichen Affection für den Wiener Hof zurückhalten, oder daß er es für die Sache der Kirche förderlicher hält, die Ueber⸗ tragung der concordatswidrigen Reformen in die Praxis und ihre Wirkungen abzuwarten.

Italien. Rom. Der Papst erfreut sich wieder guter Gesundheit. derselbe, wie üblich, den Gotttsdienst an der Peterskirche geleitet, das Volk gesegnet und Palmzweigelan die Cardinäle und Präfecten vertheilt. änemark. Die Reise des dänischen Kronprinzen nach London und die des dänischen Kriegsministers nach Paris, von wo dieser sich angeblich auch nach London begeben soll, wird mit dem Stande der nordschleswig'schen Angelegen⸗ heit in Verbindung gebracht und sprachen ver schiedene Blätter bereits von einer zu erwarten⸗ den diplomatischen Intervention Frankreichs. Dieß Gerücht wurde sofort widerrufen, auch dänischer⸗ seits offiziell erklärt, daß der Kriegsminister keinen diplomatischen Auftrag bei seiner Reise nach 5 50 habe. Dieselbe sei lediglich eine Erholungs-

eise.

Frankfurt. Unter den dießjährigen Meßsehenswürdig⸗

(früher Mitglied der Renz'schen Gesellschaft) den ersten Rang ein. Was Pferdedressur und Geschicklichkeit der auftretenden Künstler betrifft, können wir versichern, daß die Leistungen der Gesellschaft des Herrn Wulff denjenigen der besten bekannten Gesellschaften nicht nur gleichkommen, sondern in vieler Beziehung sogar übertreffen. Die Dressur des SchulpferdesEmir z. B. ist ein wahres Meister⸗ stück in seiner Art; auch die drei anderen Schulpferde leisten Vorzügliches. Eine in hohem Grade schwierige und dabei durch schöne Abrundung sich auszeichnende Produktion

Straßburger ausgeführte große gymnastische Probuktion. Das Arrangement der Meßsehens würdigkeiten im großen Bleichgarten ist musterhaft. Die Buden sind folgender⸗ maßen aufgestell!: Agoston, Zauberkünstler, photographisches Atelier von Strohecker, Murphy, Riesendame und kleine Dame, Dipont, Theater mecanique, Schamberger's Kasperle⸗ theater, Schulze zwei Buden mit 3 Rieseudamen, Ziegel's Kasperletheater, Trawer's große Menagtrie, Zobel's zoopla

Schießhalle mit sechs Bolzenständen, Crombach anatomisches Cabinet, Steiner, Fußkünstlerin mit Geschenkevertheilungz Münstedt, Panorama mit Geschenkevertheilung; verschiedene Carousselle und Zucker⸗ und Waffelbuden.

Babenhausen. Nach denH. V. ist die hiesige, sehr wohlhabende Gemeinde um die Verlegung einer Garnison an den hiefigen Platz hoͤchsten Ortes eingekommen, und hat sich für diesen Fall zu namhaften Opfern bercit erklärt. Würde die Milisärstrafanstalt, die doch selten über 40 Festungsgefangene zählt, anderswohin verlegt, so könnte in dem Schloß und den zu überdeckenden Basteien leicht ein Bataillon Infanterie untergebracht werden. Die neuen Einrichtungsarten dürften den Betrag von 40 000 fl. kaum übersteigen und könnte damit der Bau einer neuen Kaserne mit dem dafür erforderlichen enormen Kosten⸗ aufwand von 3 bis 400 000 fl. erspart werden. Baben⸗ hausen liegt an der Eisenbahn und gibt demnächst ein Kreuzungspunkt, Wasser und Uebungsplätze sind in der Nähe und würde bei der Verlegung von Infanterie hier⸗ her der Mißfand beseitigt, daß die Stallungen von dem als Kaserne benützten Schlosse ¼ Stunde entfernt sind. Man gibt sich hier der Hoffnung hin, daß an maßgebender Stelle die für den hiesigen Platz sprechenden Momente in ernstliche Erwägung gezogen werden.

Hamburg. In der deutschen Seemannsschule auf Steinwärder wurde die von patriotischen Hanauern aus⸗ gesetzte Prämie, welche jedesmal am 5. April, als dem Jahrestage von Eckernförde, dem besten Schüler der Anstalt ertheilt werden soll, dem Seemannsschüler Wilh. Pfeiffer

Am Palmsonntag hat

keiten nimmt unstreitig der Circus des Herrn Lorenz Wulff,

sind diedrei fliegenden Trapeze, eine von den Gebrüdern

stischer Garten mit schönen Thiergruppen und Carricaturen, 5 5 5 ture a. M., die unter A. IV. genannten, sowohl bei

aus Mannheim, zuerkannt und demselben von den Directoren der Anstalt in Gegenwart sämmtlicher Zöglinge wie der Angestellten ein nautisches Werk als Prͤmiengeschenk überreicht.

Verloosung von Großherzoglich Hessischen Eisenbahn- und Prooinzial⸗ straßenbau Obligationen.

In Gemäßheit der vorliegenden gesetzlichen Bestimmungen sind bei der heute vorgenommenen Verloosung von Eisen⸗ bahn⸗ und Provinzialstraß e nbau⸗Obligationen die nach⸗ folgenden auf den 30. Juni 1868 zur Rückzahlung berufen worden, nämlich:

A. Eisenbahn Obligationen: I. Zu 4% verzinslich d. d. 1. Juli 1843;

Nr. 1 bis 5. 3776 bis 3780. 3931 bis 3935. 4171 bis 4175 à 1000 fl. Nr. 1261 bis 1270. 1431 bis 1440. 4931 bis 4940. 5711 bis 5720 6071 bis

6080 à 500 fl. Nr. 3251 bis 3350 à 100 fl.

II. Zu 4% verzinslich d. d. 1. Juli 1846:

Nr. 7581 bis 7585. 8296 bis 8300. 8471 bis 8475. 8726 bis 8730. 8771 bis 8775. 14551 bis 14555 à 1000 fl. Nr. 9486 bis 9495. 9626 bis 9635. 10196 bis 10205. 10356 bis 10365. 11776 bis 11785. 12116 bis 12125. 15096 bis 15105 à 500 fl. Nr. 15886 bis 15935 à 100 fl.

III. Zu 4%(früher%) verzins lich d. d. 1. November 1849:

Nr. 11 bis 15. 571 bis 575. 761 bis 765 à 1000 fl. Nr. 2351 bis 2400 à 100 fl.

IV. Zu 4%(früher%) verzinslich d. d.

1. September 1850:

Nr. 291 bis 295. 586 bis 590. 996 bis 1000 à 1000 fl. Nr. 1051 bis 1060. 2401 bis 2410 à 500 fl.

V. Zu 4%(früher%) verzins lich d. d. 1. Januar 1853:

Lit. A. Nr. 139. 140. 141. 142. 143. 298. 300. 301. 302. 303 à 1000 fl. Lit. B. Nr. 1525. 1526, 1527. 1529. 1533. 1540. 1542. 1544. 1545. 1546 à 500 fl. B. Provinzialstraßenbau⸗ Obligationen, % verzinslich, d. d. 1. Juli 1838: Lit. B. Nr. 326 bis 330 3 1000 fl. Die Nominalbeträge der verloosten zwischen dem 24. und 30. Juni 1868 gegen Rückgabe der Obligationen selbst und der dazu gehörigen, noch nicht verfallenen Zinscoupons nebst Talons bei der Großherzogl. Staatsschulden⸗Tilgungskasse dahier, oder für deren Rech⸗ nung bei dem Banquterhause M. A. v. Rothschild und Söhne zu Frankfurt a. M., die unter A. III. genannten bei der Staaisschulden-Tilgungskasse dahier und dem Banquierhause Ph. Nik. Schmidt zu Frank⸗

zu

Obligationen sind

der Staalsschulden⸗Tilgungskasse dahier, als auch bei den Banquierhäusern M. A. v. Rothschild und Söhne ind Philipp Nikolaus Schmidt zu Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben in Ge⸗ mäßheit des Gesetzes vom 16. Juli 1833, Art. 3, dom 1. Juli 1868 an nicht mehr verzinst werden.

Für die Nothleidenden in Ostpreußen gingen weiter folgende Gaden ein:

Bei Herrn W. Ferisch durch Wallenstein, von K. S. 1 fl., durch Herrn Pfarrer Weber in Oberrosbach, aus Oberrosbach 6 fl. 18 kr., zusammen 7 fl. 18 kr.

Indem wir den Empfang mit herzlichem Dank de⸗ scheinigen, erklären wir uns zur Entgegennahme weiterer Beiträge bereit. Die Red.

864 Die Prioritäten der Ludwigsbahn sollen demnächst ausgegeben werden; sie tragen 5% Zinsen und der Preis soll 100 sein. Der Capitalist macht also 50%, kann aber nach 10 Jahren abgelegt oder reduzirt werden. Endlich ist am Cours von 100 kein Gewinn möglich. Die Ober⸗ hessischen Eisenbahn⸗Actien haben Staatsgarantie, tragen zum Cours von 75 42 3% auf 99 Jahre, sie haben die Aussicht einer höheren Dividende und eines großen Gewinuts auf den niedrigen Cours von 75. Diese Parallele für Solche, die zwischen diesen zwei Papieren wählen wollen.

Bekanntmachung.

2 Vom 10. d. Mts. ab werden die nachbezeichneien

osten wie folgt abgefertigt: e Personenpoß von Gießen nach Nuppertenrod Abgang aus Gießen um 3˙5 Uhr Nachm.,

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* 2 von Grünberg nach Homberg a. d. O..

Abgang aus Grünberg 61 Uhr Abds.,

von Ruppertenrod nach Alsfeld

Abgang aus Ruppertenrod 70 Ul. Abds., von Nuppertenrod nach Herbstein

5 7 Abgang aus Ruppertenrod um 728 Uhr Abends, * von Butzbach nach Grünberg

Abgang aus Grünberg 2% Uhr Nachm. Darmfadt den 3. April 1868. Der Ober⸗Poft⸗ Director Vah l.

Ein Zimmer mit Cabinet,

59 unmöblirt, wird bis längstens Ende Mat zu miethen

Industrie⸗Schule.

872 Die Stelle der zwelten Lehrerin an der hiesigen Indufstrieschule ist erledigt. Bewerbertunen, welche Unterricht in weiblichen Handarbeiten, als Stricken, Nähen, Straminnäben, Häkeln u. dgl. zu ertbeilen be; sähigt find, wollen sich binnen 14 Tagen schriftlich det dem evang. Schulvorstande melden.

Friedberg am 8. April 1868.

Für den evang. Schulvorstand Baur. Foucar.

Füße Orungen!

599 Citronen, Vanille, Chinefischer Thee, Krachmandeln nud Tafelrosi nen bei W. Fertsch.

Flaschen⸗Etiquette

pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 be., det

Zwei Schneidergesellen 854 können Arbeit bekommen bei peter Stroh, Schneidermeister, in Nieder ⸗Wöllstadt.

857 Ich hatte mir bei einer Beschäftigung in der Küche sehr stark in den Finger geschnitten und erlut dadurch einen se heftigen brennenden Schmerz, daß ich nicht wußte, was ich anfangen sollte. Das hörte meine Hausgenossin und rieth mir den D. Nephuth'schen Universal⸗Balsam; sie gab mir auch, da sie davon vorräthig hatte, eine Klei⸗ nigkeit davon, der mir merkwürdigerweise augenblicklich den Schmerz stillte. Ich holte mir bei meinem Nachbar sogleich ein Büchschen und es dauerte gar nicht lange, so war die Wunde wieder geheilt. Ich wiederhole noch ein⸗ mal, daß dieser Balsam eine große Heileigenschaft besitzen muß, da er mir, wie gesagt, augenblicklich den Schmerz stillte. Seitdem balte ich mir den Balsam vorräthig. Eutin. Katharine Pahl, Köchin.

Der Universal⸗Balsam ist stets vorräthig à Büchs⸗ chen 18 kr. bei Jean Huber in Friedberg und dei Ph.

sesucht. Anmeldungen bel der Exped, d. B

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Bindernagel& Schimpff.

J. Weis in Bad Nauheim.