Ausgabe 
10.12.1868
 
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Vom Mhein kommen Nachrichten, daß auch dort der Sturm mancherlei Schaden angerichtet. Bei Weinheim versank ein Kohlenschiss, man börte die auf demselben

befindlichen Personen um Hülse jammern. Auch in Elt⸗

ville ist ein Schiff gesunken. DerMittelrh. Zig. telegraphirt man aus Niederlahnstein, 7. Dec.:Heute stüd heftiger Brand in der Emser Straße ausgebroche 10 Häuser abgebrannt. 30 Familien obdachlos. Eigenshümer des Hauses, wo das Feuer ausbrach, ist als verdächtig eingezogen. f

Bem Rhein. Wenn wirklich, wie prophezeit, der Kölner Dom und die deutsche Einheit zugleich fertig werden, dann wird in 89 Jahren der Ansbau fertig sein Den Kölner Dom wenigsiens verspricht der Bau⸗ meisier Voigtel in dieser Zeit zu vollenden. Vom nächten Frübjahre an wird man weithin eine weiße Dampfwolke über den beiden je 160 Fuß hohen Thürmen sehen:; eine Danpfmaschine von 8 Pferdekräften wird Steinmassen bis zu 90 Ceninern in 4 Minuten in die Höhe führen, wo sie dann an einem Schienengeleise über die beiden Thürme an ihre Stelle befördert werden. Im Mittelalter brauchte man, um einen Stein von 4050 Ceniner hinaufzubringen, mindestens einen Tag. Am

schwierigsten ist die Aufslellung der Kreuzesblume auf die Spitze der Thürme. Da sie aus dem festesten Gestein hergestells werden muß und 90 Centner schwer sein wirb, as Gerüst die Höhe von mehr als 525 Fuß erhalten.

us dem Kanton Thurgau wird folgendes Pfaffenstückchen gemeldet: In dem zu diesem Kantone gehörenden Orte Gagnagg kamen Zwillinge zur Welt. Eins von den Kindern slarb bald nach der Geburt, das andere erhielt die sogenannteNothtauje, starb aber auch bald darauf. Der Vater wollte die beiden Leichen in Einen Sarg legen und so auch in Einem Grabe bestatten lassen. Was aber that der Ortsgeistliche? Er verbot dies und verlangte, daß die kleinen Leichen in zwei Särge kämen, denn das getaufte Kind dürfe nicht mit dem ungetauften in Ein Grab kommen! Ersteres kam in geweihte Erde, letzteres in einen abgelegenen ungeweihten Winkel!!!

Königsberg. Der heftige Nordosisturm brachte in der vorigen Woche den Bewohnern der samländischen Küste einen so reichen Gewinn an Bernstein, daß manche Be sitzer einen Erlös von sast 1000 Tbalern daraus erzielten. Namentlich zwischen Cranz und Neukuhren soll eine über⸗ aus große Menge desselben gefunden worden sein.

Ein alter lieber Freund

3022 jovialen Sinnes und kernhaft dentschen Herzens wirb der Lahrer Hinkende Bote von ber Nationalzeitung genannt.

Bitte. Da wir beabsichtigen auch in diesem Jahre eine Christbescheerung für die Kinder, die die

hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt, uns

dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unter⸗

zeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Friedberg den 21. November 1868. Lina Baur. Emilie Trapp.

Julie Sebastiany. Christiane Werner. Th. Dieffenbach. Wilh. Wickenhöfer.

Bekanntmachung.

3008 Die Postanstalten find beauftragt worden, Post⸗ anweisungen mit der Franko Marke von 2 Gr. resp. 7 Kr. bereit zu halten, um solche bel der Abforderung von Formularen den Correspondenten für den Betrag des gedachten Werthzeichens zu verkaufen. Es werden auch dergleichen Formulare mit der Franko⸗Marke von 1 Gr. resp. 3 Kr. beklebt zum Verkaufe bereit gehalten werden, auf welche im Gedrauchsfalle die weiter erforder- lichen Marken binzugeklebt werden können. Wenn ein beklebtes Postanwelsungs⸗ Formular in den pänden des Correspendenten unbrauchbar wird, so kann die Rückgabe an die Poßdanstalt erfolgen, welche ein entsprechend be⸗ kledtes neues Formular dafür verabsolgt. Mit Rück- sicht da rauf, daß erfahrungsmäßig und sortdauernd viel mehr Formulare zu Postenwelsungen abgesordert als demnächst eingeliefert werden, soll im Laufe der Zeit es als Kegel angefiredt werden, daß für den porto pflichtigen Verkehr nur dekledte Formulare zu Post⸗ Anweisungen verabsolgt werden. Sosern indeß Geschäfts⸗ bäuser größere Partien von Postanwelsungen als Vorrath zu eninsbmen wüänschen, z. B. um die Formulare aus⸗ gesaüt ihren Waarensendungen u. s. w. zur Rückde nutzung für die Geld ⸗Abwickelung deizufügen, odet sofern üder⸗ daupt Sorrespondenten fur ähnliche Zwecke größere Bestände von Poft⸗Anweisungen zu verwenden wünschen, werden die Poftanslalten Partien von wenigstens 100 Stück zu dem durchschnittlichen Selbflkostenpreise von 5 Sgr. unbeklebt überlassen. Berlin den 27. November 1868. General- Post⸗ Amt von Pbiltpsdorn.

Bekanntmachung.

3010 Cisazrungemäßig tritt während der Weihnachts zeit eine sehr bedeutende Steigerung des Pof Päckerel⸗ Verkehrs ein. Zwar werden Seitens der Pofldehörden die umfassendfteen Maßregeln getroffen, um die orduungs mäßige Eiyrditien der außtrortentlich zahlreichen Packet sendangen sicher zu stellien. Das Publikum if indeß im Stande, auch seinerseits dazu beizutragen, daß sener ungewobulich sieigende Verkehr pünktlich bewältigt werde, sobald nicht der überwiegend größte Thell jener Sen dungen erst in den letzten Tagen bei den Poffen zu semmentrifft. Es ergebt desbalb an die Versender das Ersachen, die Aufgabe der päckereten mit Weihnachts lendusgen nicht anf die letzten Tage und rie äußersten Zrislen binauszurüden, vielmehr im eigenen Interesse und zur Jörverung des Gesammtverkrbrs auf eine an. gemessen frähzeitigere Absendung jener Päckereien Bedacht zn nehmen.

Zugleich wird empfehlen, daß die Signatur und der Nemt des Seimwungsortes auf den Packcten recht deutlich und un zweideutig angegeben und etwaige, ältere Sienalnren, welche ch noch auf der Emballage beflndta sollten, von derselben entfernt, oder wenigflens unkenmlich gemacht werden.

Darmfadt den 4. December 1868.

Oer Ober ⸗Post. Olrector. In Bertretung Cala m e.

Holz- Versteigerung. 3017 Die auf beute anberaumt gewesene Holz · Bersßßelgerung konnte wegen ungünßsigen Weiters nicht abgebalten werden, dleselbe wird anderwett anberaumt auf Freitag den 11. d M., es kommen zur Versteigerung Stecken Kiefern- Prugelbolg, 15 4 Stockhonz, 33234 Slück Eichen Backholzwellen, 218 KRiesernwellen, 2967 Gebund Ginstern. Ober ⸗Mörlen am 8. Dezember 1888. Oroßherzogliche N Ober-Mörlen edel

Ein Lehrling

3015 wird gesucht von Adam Schweitzer,

Oeffentliche Aufforderung.

3009 Nachbenannte Personen oder ihre Erben wollen die bei ihren Namen angegebenen und auf solche in den Flur oder Grundbüchern eingetragenen Immobilien veräußern, ohne ihr Eigenthum daran urkundlich nach weisen zu können.

Auf Anftehen derselben werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Eigenthums- oder sonstige An; sprüche an diese Immobilien bilden zu können glauben, andurch aufgefordert, diese so gewiß binnen sechs Wochen, von beute an, bel unterzeichneter Gerichtssielle geltend zu wachen, als sonst ohne Rücksicht darauf den Ver · äußerungs Urkunden die gerichtliche Bestätigung ertheilt und der Eintrag der Erwerbtitel in das Mutations⸗ Verzeichniß verfügt werden wird:

IJ. Gemarkung Ober Mörlen.

1) Nicolaus Wagner III. von Ober⸗ Mörlen: Fl. XXIX. Nr. 877.(XI, 439. 9.) 2) Peter König IL von Nieder Mörlen: a) auf dem Namen des Nicolaue Möbe daselbst stehend: Fl. XVI. Nr. 50,(VI, 124. 3.) XIV. 571.(VII, 463. 28.) IX. 685.(XIII. 40. 43.) XLII. 82.(XIII 784. 38.) JI, 308. (V., 183. 3.) f f b) auf den Namen des Philipp König J. in Oder⸗Mörlen stedend: XXXI. 343. (XIII, 266. 220.) II. Gemarkung Steinfurth. 3) gebannes Alt II. von Steinfurth: gl. 1. Nr. 144. 629. II. 76. 216. III. 41. 94. IV. 43. 160. v. 62. 84 6. 193. VI. 135. VII. 160. VIII. 82. 156. 179. IX. 4. 201. 202. 302,3. 363,3. X. 51. 57. 63. 73. 75. 88. 251. 259. 360. XI. 71 93. 115. 296. XII. 136. XIII. 65. 82. XV. 16. XVI. 67. 131. 135 XVII. 22. 54. 94. 205. 208. 216. 346. 387. 401. 462. XVIII. 77. 150. 209. Naubeim am 27. November 1868. a ee Nauheim r i ch.

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Holz-Versteigerung. 3011 Freitag den 11. December l. J., Vormittags 10 Ubr ansangend, soll im Gemeindewald Nieder⸗ Rosbach nachverzeichnetes Gebölz, als: 2317 Buken- und Eichen Wellen, 132 Aspen- und Nadel⸗ 341 Ginstern⸗Wellen, meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Hüßhnerpfad an der Rodheimer Grenze. Nieder Rosdach am 7. December 1868. Großherzogliche e Niedei⸗Nos bach o fl.

1400 fl.

2983 konnen aus der Kirchenkasse zu Nieder⸗Florstadt im Gonzen oder auch getrennt aus geliehen werden. Näberee bei dem Kirchenvorfande daseldfl.

Matzenkuchen.

2929 Dem verebrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß, wie schor längere Jabte, auch wleder auf bevor⸗ fliehende Ostern meine Matzenlieferung fortgesetzt wird; unter Zuficherung billiger und reeller Bedienung werden Be slellungen ven jetzt dis 1. Januar k. J. ftets entgegen⸗ genommen.

Bisses, im December 1868.

Zadick Naumann.

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