Ausgabe 
10.3.1868
 
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3 für drei Jahre fl. 1,140,000, om zweiten für zwei Jahre fl. 760,000, nd vom dritten für ein Jahre, fl. 380,000, zusammen also fl. 2,280,000 zu Prozent 1,995,000 fl.) Zinsen zu be⸗ ahlen. Hierzu die Verwaltungskosten und wir Fürfen wohl auch hier die Frage erheben, wo leckt der ungeheure Verdienst? Daß die Gesellschaft etwas verdient und ver

muß von den Unternehmern, als Sicherheit für wirkliche Vollendung, vor Beginn der Arbeiten, ja selbst vor Ausgabe der Aktien an die Staats- kasse eingezahlt werden und sie geht den Unter nehmern(I) verloren, wenn sie ihre Verbindlich keiten nicht erfüllen. Es müssen sogar von den an der Spitze stehenden Bankhäusern erst sehr bedeutende Summen baar eingezahlt sein, bevor nur Aktien auf den Markt gebracht werden können.

Erlanger abgeschlossenen Vertrag und für Staats- bau zu agitiren, als ein den Interessen der Provinz feindliches angesehen und bekämpft werden, Gilt es etwa eine Spaltung unter den Stände mitgliedern hervorzurufen, um auf diesem Wege die Sache zu vereiteln? Der Satz: divide et impera ist alt und hat sich schon oft bewährt, aber er ist auch bekannt!

Der anonyme Verfasser der fraglichen, auf

fallenderweise von Gießen datirten Annonce möge aus seiner Anonymität hervortreten, damit man sehe, ob es wirklich ein Kind Oberhessens ist, das so im eignen Fleische wühlt! Hoffen wir, daß alle derartigen Machinationen am festen und entschiedenen Willen unserer Ab geordneten abprallen und daß der seither so sehr zurückgesetzten Provinz Oberhessen ihr Recht un 5 verkürzt zu Theil werde! Nidda am 24. Februar 1868.

Reuning, Bürgermeister.

die eg* sienen muß, wird Jeder gerne zugeben, der nicht Wie soll es sich nun zusammenreimen, daß der on der Idee beherrscht wird, es könne ein solches Staat jene 500,000 fl. zahle? Das geht über Geschäft blos der Ehre wegen übernommen werden! den gewöhnlichen Menschenverstand! Würde aber etwa der Staat keine Zinsen zu Wäre der Staat in der Lage, leicht Geld zu ehr ablen haben? Würden die von ihm anzuneh-beschaffen, so würden wir auch dem Bau durch nenden Beamten keinen Gehalt beanspruchen? den Staat, aber aus anderen Gründen, nicht , die die 5) Das Auffallendste in der fraglichen Annonee wegen größerer Billigkeit, den Vorzug geben. daft st aber gewiß die Behauptung, daß der Staat, Es steht aber nicht zu erwarten, daß die Staats- peil er nach Vollendung der Bahn Zinsen garantirt, Regierung sich auf Selbstbau einläßt und darum die 500,000 fl. Caution, die dann wieder zurück. muß das Bestreben, mit den hier in Anwendung Drozenn egeben werden, sich selbst stelle! Die Caution] gekommenen Mitteln gegen den mit Herrn von

Holz⸗Versteigerung. see gan. Oberhessische Eisenpahnen.

wird auf biefigem Rathhaus ein zur Nachzucht über

74 Donnerstag den 12. März l. J., Morgens 9 Uhr mfangend, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Zaldungen zu Hof Hasselbeck

6 Stecken Kiefern⸗Scheitbolz,

8 Bilken⸗Prügelbolz, 28½ Kiefern⸗ 2 Birken⸗Stockholz, 19½ Kiefern⸗ 150 Wellen Buchen⸗Reisholz, 2442 Birken⸗ 1 5938 ein

17 Cubikfuß Eichen⸗Stammbolz,

18 Klefern⸗Stangenholz,

4400 Stück Bobnenftangen, neistbietend verkauft.

Die Zusammenkunft ist auf dem Hofe Hasselheck id wird mit dem Verkauf der daselbst befindlichen dohnenstangen der Anfang gemacht.

Friedberg den 27. Februar 1868.

In Auftrag: * Freiherrlich von Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim Heidt.

Bekanntmachung.

6 Wegen Umbauung des Vieinalwegs von Assen⸗ deim nach Bruchenbrücken kann dieser Weg vom März 1868 an dis auf weitere Bekanntmachung ncht befahren werden, was biermit zur öffentlichen lenntniß gebracht wird. Irtedberg den 29. Februar 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider.

bofraithe- und Güterversteigerung.

7 Montag den 30. März d. J., Vormittags 11 Uhr, len in hiesigem Rathbause die zum Nachlasse des wrstorbenen hiesigen Bürgers Nudolpb Weis ge⸗ b renden Immobilien:

Gemarkung Friedberg. Tut. Nr. Klftr

3. 188. 19,9. Hofralthe in der Burg, 1. 189. 10,9. Grabgarten daselbst, 1. 207. 90. desgl. in der Kehl,

F öffentlich meistbietend versteigert nerden. Friedberg den 12. März 1868. men, e Friedberg U 5

Der dienstältefte Gerichtsmann Foucar.

Bekanntmachung. % Für die biesige Saline find 200 Achtel Korn 3 0 Pfund und 100 Achtel Gerste à 160 Pfund Zoll⸗ auf dem Submtssionswege anzukaufen und eferungsanerbietungen verflegelt und mit der Auf⸗ riftFruchilleferung betreffend bis zum 12. d. M., Vorgens 10 Uhr, einzureichen. Die Bedingungen find i den gewöhnlichen Wochentagen dahler einzuschen. 4 Nauheim am 6. März 1868. Großberzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreiber. Weiß.

ö Bekanntmachung.

35 Die Genehmigung der Holzverfleigerung von fern im Domantalwald Frauenwald wird hierdurch kannt gemacht, mit dem Anfügen, daß die Abfuhr⸗ beine vom 12. d. Mie. au, bel Groß berzoglichem en Frledberg in Empfang genommen werden

bönnen; die erster Fahrtage mit der Holzüberwelsung

sulen:

im Schlag Nr. XVII., auf den 13., rr. Ober⸗Rosbach den 7. März 1868. Großherzogliche Oberforsterel Ober Rosbach Bingmann.

flüssig gewordenes großes gemeinheitliches Faselschwein meistbietend verfteigert. Nauheim am 6. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim Rieß. ĩ»dt. Schutt.

Arbeits- Versteigerung.

557 Samstag den 14. März, Vormittogs 10½ Uhr, sollen auf dem Ratbbhause zu Reichelsheim die bei der Erbauung eines Vizinalwegs von Reichelsheim nach Weckes heim und nach Heuchelheim hin vor⸗ kommenden Arbeiten an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden und find veranschlagt wie folgt:

A. Weg nach Weckeshelm:

1) Plantracbeiten zu 60 fl. kt., 2) Chbauffirarbeiten zu 290619 3) Steinbrechen, 23 Cub.⸗Kl. 230 4) Steinfahren, 23 Cub.-Kl. 345 5) Steinaufsetzen, 23 Cub. Kl. 1 6) Pflöcklieferung, 100 St. 9 B. Weg nach Heuchelbeim.

1) Planirarbeiten 270 fl. kr., 2) Chaufsirarbeiten 1 3) Steinbrechen, 37,1 Cub.⸗Kl. N 4) Steinfaßhren, 37,1 Cub.⸗Kl. 5030 5) Steinaufsetzen, 37,1 Cud.⸗Kl. 1 6) Pflöcklieserung, 200 St. 6 40

* Die Accorvsbedingungen und der Kostenüberschlag, sowie die Längen- und Querprofile liegen bei dem Unter⸗ zeichneten zur Einsicht offen und werden vor Anfang der Versteigerung den Uedernehmern vorgelesen. Friedberg den 6. März 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider.

An Magenkrampf, perdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden

321 wird das rühmlichst dekannte Deilmittel des Dr med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen.

Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barn dorf (Hannover) veradfolgt.

Zeugniß.

Aus Pflicht und Dankbarkeit kann ich es nicht unter⸗ lassen, folgendes Zeugniß auszustellen. Volle acht Jahrt litt ich an beftigem Magenkrampf, brauchte viele Aerzte, aber ohne Erfolg. Seitdem ich nun das Dr. med. Doecks' sche Mittel gebraucht, bin ich wleder ganz gesund und hat sich dasselde in derselben Krankbelt auch bei zweien meiner Freunde auf das Beste bewährt, weshalb ich keine Gelegenheit versäume, auf die Dr. med. Doeds' sche Cur aufmerksam zu machen.

Stetlen bei Nürnberg.

Paul Murr, Oecconom.

513 Bel Unterzeichnetem wird eine

Ziegelei nebst Kalkbreunerei, welche mit bestem Erfolg betrieben wurde, käuflich, so⸗ wle auch auf den Abbruch oder Pacht unter günstigen Bedingungen abgegeben. Dainchen den 1. März 1868. Jacob Dillemuth II.

Hausener Mehl& Prodfabrik.

549 Von beute an werden in unserem Etablissement Mehl, Kleten und Brod abgegeben. Hausen den 1. März 1868. May& Comp.

An die Landesvertreter!

569 Der Herr Gemeinderath Ferber hat eine Er⸗

klärung erlassen, in welcher uns Unkenntniß und Vor⸗ eingenommbeit vorgeworfen wird.

Eine Widerlegung unserer Angaben aber finden wir nicht, vielmehr gesteht Herr Gemeinderath Ferder selbst zu, daß der Vertrag Erlanger reotd irt werden müsse. Wir haben mit Personen gar nichts zu thun, also gegen Niemanden eine Voreingenommenheit.

Wir halten uns nur an die Sache. Wir wollen den Bau der Etsendahnen unsrer Provinz sichern und rasch ans Werk gegangen sehen, deßhalb find wir für Staatsban.

Wir wollen nicht durch allerdings kolossale Opfer unsere Steuern erböht wissen, deßhalb find wir für Staatsbau. Wir wollen nicht ein Drittel des Nutzens nehmen, wenn wir den ganzen Nutzen genteßen können.

Nun aber noch einiges zur sachlichen Widerlegung.

Die Schaffung des Kapttals durch den Staat ist unverhältnißmäßig billiger, denn wenn man genöthigt ist, die% garantirten Eisenbahnactien an der Börse schon vorber zu 70% auszubieten, wie das an der Beruner Börse der Fall war, wäbrend unsere% Obligationen obne Hoffnung auf Extradividende 84% steben, so ist dies der schlagendste Beweis. Hat Herr Ferber dies nicht gewußt? Wir baben es verschwiegen, um selbst nicht den Schein zu haben, daß wir gegen Personen eingenommen find.

Herr Ferber sagt ferner, die Behauptung sei kühn, daß die Bahn nur 20 Willtenen koste. Wo ist die Widerlegung? Herr Ferber behauptet naiv, die Herren Erlanger seien nicht befugt Prioritäts⸗Obli⸗ gationen in unbeschränkter Anzahl zu emittiren und zwar zu Lasten der Bruttoeinnahmen, d. h. zu Lasten des Staats, er sagt aber offenherzig genug nur wann das Geld nicht ausreicht ll!

Wo ist da der Anfang und das Ende? Da wird dann sehr leicht aus der Staats garantie eine Staats- subventton, welche allerdings wäbrend 99 Jahren eine jährliche Zuduße von 1 Million Gulden, zusammen also 99 Millionen kostet. Wo aber dleidt bei dem ge⸗ priesenen Vertrag Erlanger überhaupt eine Garantie der Ausführung.

Eine Gesellschaft bilden, die Actien zu 70% zu offeriren, dadurch den Staatocredit schädigen, ist leicht gethan; repräsentirt aber noch lange keine fertig gestellte Eisendahn Warum stellt die Gesellschaft eine Garantie von nur winzigen 500,000 fl. bet einem Unternehmen von 20 Millionen Gulden Geld! If dies eine Garantie für die Ausfüdrung wenn in einem Jahr der Bahndau etwa ins Stocken gerathen ist; wo in dann die Verontwort⸗ lichkeit dei Bankiers und wo die Sicherstellung des Ausbaues. Bet einem solchen Unternedmen muß der ursprüngliche Unternebmer baftbar bleiben, der Staat aber, der so enorme Vorthelle einem Bankier zugesteßt, muß mindestens durch 10% wirklicher Caution ge⸗ deckt sein, damit alle Theile des Vertrags sicher erfüllt werden.

0 Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 45 Der berübmte Bruch⸗Balsam, dessen beber Werth selbst in Paris anerkannt, und welcher don vielen medi⸗ einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen bervorbrachte, kaun jederzeit direet brieflich vom Unterzeichneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für elnen nicht so alten Schaden ist eine Schachtel binrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz).

Für Bienenzüchter.

526 Aechten Landhbonig zum Füttern der Bienen det A. Stahl Witwe.