Ausgabe 
10.3.1868
 
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1868.

Dienstag den 10. März.

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Anzeiger für Ober

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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden:

sache gegen den Bierbrauereibesitzer K. Ritsert verschaffen.

wegen Beleidigung des Oberstallmeisters van der Capellen wurde am 6. ds. Appellhofes verkündigt. Der Gerichtshof nahm den Beweis der Wahrheit als theilweise erbracht an, insbesondere den Umstand, daß der Ankläger nicht aus Verwaltungs-, sondern aus persönlichen Gründen(wenn auch nicht gerade wegen der Dornheimer Jagd) die Scheuermiethe gekündigt habe. Dagegen sei der Vorwurf, daß hierdurch das Aerar um 100 fl. geschmälert wurde, nicht erwiesen. In Anbetracht der sonst noch vorlie genden Strasmilderungsgründe wird die von dem Bezirksgerichte ausgesprochene Strafe von 10 Tagen Gefängniß und 50 fl. Geldbuße auf 2 Tage Gefängniß und 15 fl. herabgesetzt.

Friedberg. Die angekündigte Bespre⸗ chung unsres Abgeordneten Herrn Landrichter Dr. Stockhausen mit den Wahlmännern und Gemeinderäthen der Stadt hatte gestern zur be stimmten Stunde unter dem Vorsitze und Leitung unsres neuen Bürgermeisters und vor einem den weiten Rathhaussaal füllenden Auditorium statt.

Nach einer einleitenden Ansprache des Herrn Vorsitzenden wurde die oberh ssische Eisenbahnfrage einer eingehenden Erörterung unterzogen, welche sich dahin gipfelte, mit allen Kräften, auch Seitens unseres Herrn Abgeordneten in der Kammer, dafür zu wirken, daß unsrer so lange zurück gesetzten Provinz Oberhessen endlich die Erbauung von Eisenbahnen gesichert werde und wurde noch besonders betont, daß zur Gleichstellung mit den jenseitigen Provinzen die für Oberhessen projek tirten Linien nicht als genügend zu erachten seien, vielmehr noch weitere gewährt werden müßten.

Hieran reihte sich ein Vortrag über Erweiterung unsrer Realschule und die Mittel und Wege, um dieselbe auf den Stand und die Höhe zu heben, daß sie den Anforderungen der Neuzeit an derartige Anstalten zu entsprechen vermöge und insbesondere ihren Zöglingen die für den Eintritt als einzährige Freiwillige, in den Postdienst ꝛc. nöthigen Abgangszeugnisse gültig auszustellen be⸗ sugt werde. Hierdurch veranlaßt kam auch die Frage wegen Erhebung der Darmstädter Gewerbe- schule zu einem Polytechnikum in den Bereich ber Diskussion und wurde von den verschiedensten Seiten sich übereinstimmend dahin ausgesprochen, daß eine solche Anstalt für das Land nicht einen, dem sehr bedeutenden Kostenpunkt entsprechenden Werth haben könne und die Gelder dafür zweck mäßiger und besser zur Hebung der Realschulen des Landes verwendet und so für weitere Kreise nützlicher angelegt würden.

Der Verlauf der Verhandlungen, die dem Herrn Abgeordneten Gelegenheit boten, auch seine Ansichten auszusprechen, war sehr belebt und geeignet, demselben ein Bild von den diesseitigen

das Urtheil des

R. Friedberg. Nichts konnte geeigneter sein, das Interesse für die Sache unserer ober- hessischen Eisenbahnen zu wecken, als die in den letzten zwei Wochen wiederholten öffentlichen Auf forderungenAn unsere Landesvertreter zur Ver werfung des über den Bau dieser Bahnen ab⸗ geschlossenen Staatsvertrags. Es ist allerdings nicht in Abrede zu stellen, daß die Bedingungen

dieses Vertrags Vieles zu wünschen übrig lassen,

Nr. I. e zu Berlin am 5. Februar 1868. Nr. 32. Bekannt⸗Bundesrath des Zollvereins an den Kanzler 0 ulschen Bun betreffend. machung, betreffend die Wahrnehmung der Centralkassengeschäfte des Norddeutschen Nr. 61. Verordnung, betreffend die Einbe rusung dee 5 ndesraths d eutschen Zoll⸗ Bundes vom 21. Januar 1868. Nr. 33 bis 46. Die Ernennung der Gesandtschaften[vereins vom 22. Februar 1868. Nr. 62. Die Ernennung des Gesandten vom und Consulate Namens des Norddeutschen Bundes. Norddeutschen Bunde beim König von Portugal.

Nr. II. Ausgegeben zu Berlin am 21. Februar 1868. Nr. 47. Bekannt⸗ Nr. IV. Ausgegeben zu Berlin am 29. Februar 1868 63. Bekannt⸗ machung, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundesrathe des machung, betreffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Nord Norddeutschen Bundes. Vom 15. Februar 1868. Nr. 48 und 59. Die Ernennung deutschen Bundes, vom 28. Februar 1868. Nr. 64. Bekanntmachung, betreffend von Gesandten Namens des Norddeutschen Bundes, sowie Beglaubigung auswärtiger[[die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrathe des deutschen Zollvereins, vom Gesandischaften beim Norddeutschen Bunde. 28. Februar 1863. Nr. 65 und 66. Die Ernennung des Gesandten des Nord⸗

Nr. III. Ausgegeben zu Berlin am 25. Februar 1868. Nr. 50. Aller- deutschen Bundes beim König vom Griechenland und die Beglaubigung des Amerika höchster Erlaß vom 16. November 1867, betreffend die Uebertragung des Vorsitzes im nischen Gesandten beim Nordoͤdeutschen Bunde.

Hessen. Darmstadt. In der Anklage- Anschauungen über die besprochenen Themata zufnur, daß dieserhalb bereits detaillirte Pläne c.

ausgearbeitet worden sind und beabsichtigt war, diese Linie als Abzweigung der Bebra-Hanauer⸗ Bahn zu erbauen. Hoffen wir, daß bei der dem- nächstigen Beschlußnahme über unsere oberhessischen Eisenbahn- Angelegenheiten die Hindernisse, welche der Ausführung dieses Planes bis jetzt entgegen gestanden haben mögen, ihre Beseitigung finden, denn es läßt sich nicht einsehen, weßhalb eine Gelegenheit zurückgewiesen werden sollte, durch welche einem, wenn auch nur kleinen Landestheile

und kann nur beklagt werden, daß die Ungunst der ein so wichtiges Verkehrsmittel geschaffen würde.

Geld- und wohl nicht ermöglicht haben, indeß es darf um deßwillen nicht der ganze Vertrag in Frage gestellt und die Erbauung der Bahnen abermals

und aufs Ungewisse hinausgeschoben werden.

Zeitverhältnisse ein besseres Abkommen

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Gießen. Der Rechner der hiesigen Crimi⸗ nalkasse ist seit Anfang voriger Woche verschwunden. Eine Kasserevision soll bis jetzt ein Deficit von fl. 8000 ergeben haben.

Preußen. Berlin. Der Prinz Napoleon

Oberhessen das viel zu lange verkürzt gebliebene hat der Königin Wittwe in Charlottendurg, so

und stiefmütterlich behandelte Oberhessen erf erwarten, daß die abgeschlossenen Verträge mit den zulässigen und nothwendigen Modificationen genehmigt und der Bau der darin proponirten Eisenbahnen nicht länger mehr verzögert werden. Erst nach erfolgter Gewährung und Erbauung der beiden, in den vorliegenden Verträgen ihm pro ponirten Linien Gießen-Fulda und Gießen Gelnhausen wird Oberhessen mit Demjenigen, was die jenseitigen Provinzen seit Jahrzehnten bereits besitzen, einigermaßen als gleichgestellt an gesehen werden können. Es darf deshalb erwarten, daß ihm außerdem für die den beiden jenseitigen Provinzen mit den jüngsten Projekten in Aussicht gestellten und theilweise schon in Angriff genommenen neuen Bahnbauten durch Gewährung noch weiterer Bahnen, außer den bereits vertragsmäßig pro- ponirten Linien, die ihm gebührende Gleichstellung mit den jenseitigen Landestheilen nicht vorenthalten werde. Hierher würde, namentlich im Interesse des vorderen Vogelsberges und der Wetterau, der Bau einer Verbindungsbahn von der Main- Weser⸗Bahn das Niddathal hinauf zum Anschluß an die projektirte Linie Gießen-Gelnhausen gehören; der vorliegende Vertrag über Erbauung der sber hessischen Eisenbahnen müßte diesem entsprechend erweitert und dem Uebernehmer auferlegt werden, diese Verbindungsbahn gleichzeitig mit den Haupt- bahnen zu erbauen; nur durch diese Verbindungs bahn kann die Linie Gießen-Gelnhausen für den lokalen Verkehr von wirklichem Nutzen werden, und würde die Erbauung derselben für die Provinz Oberhessen das sein, was die pro jektirte Odenwaldbahn für Starkenburg werden soll, eine Bahn zur Beförderung des Binnen verkehrs und zur Hebung der Frequenz auf den betreffenden Hauptbahnen. Ueber das Projekt einer Bahn von Friedberg nach Hanau ist seit den durch auswärtige Ingenieure vorgenom- menen Messungen und Terrain-Aufnahmen nichts Greifbares mehr zu Tage getreten, und weiß man

wie dem Kronprinzen und den Prinzen Karl, Albrecht und Adalbert seinen Besuch abgestattet. Deßgleichen den Herzog August von Württemberg

und dem Grafen Bismarck, worauf er die Gegen

besuche derselben empfing.

Gutem Vernehmen nach steht jetzt die Berufung des Reichstages zum 23. März fest,

während das Zollparlament erst nach der Been vigung der Reichstagssession zusammentreten wird.

DerStaatsanzeiger bringt einen Bericht des Grafen Bismarck an den König, in welchem sich derselbe, in Erwägung, daß die Wahlen zum Zollparlament in Hessen und Württemberg so spät angesetzt worden seien, gegen die beabsichtigte Eröffnung des Parlaments in der zweiten Hälfte des März ausspricht und die Berufung des Bun- desrathes des Nordbundes auf den 7. März und des Reichstages auf den 23. März beantragt. Es folgt diesem Bericht eine königl. Verordnung, welche den fraglichen Antrag genehmigt

In der am 7. d. stattgehabten Eröffnungs- sitzung des norddeutschen Bundesrathes wurden die vorjährigen Ausschußmitglieder wiedergewählt und Braunschweig und Gotha als Stellvertreter in den fünften und sechsten Ausschuß ernannt. An die Ausschüsse gingen sodann folgende Prä sidialvorlagen: Vertrag mit Nordamerika über die Staatsangehörigkeit; Gesetzentwurf betreffend die Unterstützung der Familien einberufener Ersatz Reservisten; Gesetzentwurf betreffend die Trans portvergütung für die Beförderung von Truppen auf den Eisenbahnen; Gesetzentwurf, betreffend die Bewilligung von Pensionen an die vormals schleswig holsteinischen Offiziere; Antrag auf Unterstützung des germanischen Museums ze.

Oesterreich. Wien. Wie dieNeue freie Presse meldet, sind die Grundzüge der neuen Steuervorschläge folgende: Die Coupon steuer soll von 7 auf 17 Prozent erhöht werden. Auf die bisher steuerfreien Anlehen wird eine Steuer von 10 Prozent gelegt. Die Coupons-