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der Umstand angeführt, daß zahlreiche Eltern ihre Kinder im Auslande erziehen lassen, weicher Un- sitte zu steuern sei. ae Amerika. Aus Mexico kommen folgende Nachrichten: Aufstände sind an der Tagesordnung. Selbst die früberen treuesten Anhänger des Prä— sidenten Juarez, die gemeinschafelich mit ihm die Franzosen bekämpften, sind jetzt seine Gegner, da er sich eigenmächtig das Provisorium angemaßt habe. Der wahre Grund ict aber der, daß jeder an die Spitze und eine große Rolle spielen möchte. So kommt das arme Land nie zur Ruhe; die Beschäfte liegen darnieder, Fallissemente sind häufig und doch geschieht nichts, um den Verkehr zu beleben; selbst der so nothwendige Bau einer Eisenbahn wurde wieder bis Oktober vertagt.
O Friedberg. Das Feldbergfest am verflossenen Sonn tag war namentlich von Frankfurt aus sehr stark besucht. Auch der hiesi ze Turnverein war dort ziemlich zahlreich vertreten. Am Samstag⸗Nachmittag ging die Schaar rüstiger Fußwanderer von hier weg nach Wehrheim, wo in gasifreundlichster Weise für Nachtlager Sorge getragen war. Des mit Wolken bedeckten Himmels wegen konnte an Beobachtung des Sonnenaufgangs auf dem Feldberge nicht gedacht werden und kam man darum erst im Laufe des Vormittags dort an. Das Fest selbst verlief ganz hübsch, nur konnte man dessen nicht so recht froh werden: es war oben ganz bitter kalt. Bemerken müssen wir schließlich noch, daß unter den 36 preisgekrönten Turnern sich zwei Friedberger befinden, die HH. Melchior Boll zund Wilhelm Schmidt.
1 Friedberg. Das Gewerbeblalt für das Eroßherzoz⸗ uhum Hessen„Zeltschrift des Landesgewerbevereins“ enthält in seiner diesjährigen Nummer 9 kurze Mittheilungen über das deutsche Genossenschafiswesen, insbeson dere im Groß⸗ cherzogthum Hessen, welche Herr G. Bernhardt, Controleur des Vorschußvereins zu Darmstadt, auf Grund des Jihres⸗ berichts der Anwaltschaft, bez. der Aussätze darüber in diesem Blatte bearbeitet hat. Wir machen auf diese ver⸗ dienstliche Arbeit aufmerksam, weil eine solche Benutzung der Jahresberichte für die einzelnen deutschen Landestheile der Ausbreitung des Genossenschaftswesens nur förderlich ein kann. Die Jahresberichte bieten ein so reichhaltiges Aatistisches Material, daß der Lale leicht davon überwäl⸗ nigt wird, zumal ihm so viele Ortsnamen darin begegnen, die ex vielleicht noch nie in seinem Leben vorher gehört dat, und die daher auch sein Interesse nicht erregen. An⸗ ders ist es dagegen mit einer Genossenschaftsstatistik, die dich auf ein engeres Vaterland beschränkt, und nur Orte nufführt, welche ihm namentlich, zum Theil gewiß auch n ihren gewerblichen Verhälinissen bekannt sind. Eine Zusammenstellung der Leistungen der dortigen Vorschuß⸗ sereine wird ihm den Nutzen dieser Vereine und die Be⸗ veutung des Genossenschaftswesens daher besser veranschau⸗ lichen und ein größeres Interesse für die Sache abgewin⸗ nen.— Der Aufsatz des Herrn Bernhardt nun stellt die Dauptresultate der in die Tabelle des Jahresberichts auf⸗ llenommenen Abschlüsse aus dem Großherzogihum Hessen zusammen, welche ergeben, daß diese Vereine in Summa
327,090 Tylr. Vorschüsse gewährt und am Jahresschluß 4.215 Thlr. Mitgliedergeschäftsantbeile und 8862 Thlr. Neserven, dagegen an fremden Geldern 366,279 Thlr. Anlehen und 32 364 Thlr. Spareinlagen im Betrieb tatten. Der Aufsatz macht serner darauf als auf eine muffallende Erscheinung aufmer:sam, daß gecade in manchen mößeren indusniellen Siädien des Landes das Genossen⸗ chaftswesen noch unvertreten sei und legt es den dort auwa inzwischen enistandenen Vereinen dringend an's Herz, acht dald dem allgemeinen deulschen Genossenschaftsver⸗ nde beizutreten, als dessen schönster Ersolg schließlich das eußische Genossenschasisgesetz in seinen Grundzügen be⸗ vrochen wird!
t Butzbach. Zu dem am 16. und 17. Juli d. J. dahier staulfindenden landwirthschaftlichen Fesse ist das Programm soeben ausgegeben worden. Dasselbe ordnet die Festlichkeiten in folgender Weise an:
Erster Festtag.
1) Morgens 6 Uhr. Tagesreveille der Festmusil durch die Stadt. 2) Morgens 7 Uhr. Aufstellung des Fest⸗ zuges auf der Nieder-Weiseler Straße. 3) Morgens 8 Ubr. Festzug durch die Stadt auf den Festplatz. 4) Nach Ankunft und Aufstellung der zum Festzug gehörigen Wa— gen, Musterung der ausgestellien Thiere. Während der— selben Festmusik und Beginn der Volksbelustigungen. 5) Preisvertheilung an die Viehbesitzer. 6) Mittags 1½ Uhr. Festessen im Hessischen Hofe. 7) Nachmittags 4 Uhr. Zug der Reiter und der Rennpferde durch die Stadt nach dem Festplatze. 8) Pferderennen und zwar:. Eröffnungs- rennen, b. Zuchtrennen, o. Trabrennen und d. Schluß⸗ rennen. 9) Vertheilung der Rennpreise. 10) Während des Nachmittags Volksbelustigungen und Tanzvergnügen bis Nachts 12 Uhr. 11) Den ganzen Tag über Aus⸗ stellung und Thäligkeitsproben der landwirthschaftlichen Gerälhschaften und Maschinen in der dazu besonders er— bauten Halle, sowie der zur Verloosung bestimmten Ge— genstände und der Rennpreise. 12) Abends Festball im Gasthaus zum Hessischen Hof.
Zweiter Festtag.
1) Morgens 7 Uhr. Tagesreveille durch die Stadt. 2) Morgens 7¼ Uhr. Uebun; der freiwilligen Feuer⸗ wehr auf dem Markiplatz. 3) Morgens 9 Uhr. Zug der zur Ausspielung angekauften Thiere nach dem Festplatze. 4) Verloosung der angekauften Thiere und Gegenstände. 5) Ausstellung und Thäligkeitsproben der landwirthschaft⸗ lichen Geräihschaften und Maschinen in der Festhalle und
deren Umgebung. 6) Volksbelustigungen und Tanzmusik.
Frankfurt. Auf der Main⸗Neckarbahn sind seit den letzten Tagen neue Wagen dritter Classe im Verkehr, welche für die Reisenden große Bequemlichkeiten, nament⸗ lich dadurch bieten, daß Gestelle für die Aufbewahrung des Handgepäckes, sowie Haken für die Hüte angebracht sind. Gleichzeitig befinden sich in diesen Wagen auch Coupes für allein reisende Damen. Das reisende Publikum dritter Classe hofft nunmehr auch, daß die der Gesundheit so schäblichen Wagen besagter Classe, welche hüben und drü⸗ ben offen sind und nur mit mehrfach zerfetztem Segeltuch geschlossen werden können, beseitigt werden.— Der gestrige Sechskreuzertag des Zoologischen Gartens übte auf Nah und Fern eine große Anziehungskraft aus. 6663 Personen besuchten den Garten, wovon allein bei 3000 von Aus⸗ wäris kamen, namentlich war der Odenwald sehr stark vertreten. Die Einwirkung eines so starken Menschen⸗ Confluxes machte sich in den Straßen der Stadt sehr be⸗ merkbar und zogen die öffentlichen Locale einen nicht un⸗ erheblichen Voriheil daven. Der Katharinenthu⸗m, det so lange Jahre Niemand als den Thürmer auf seinem Altane zeigte, bot ein eigenthümlich velebtes Bild dar, indem der⸗ elbe von Früh bis zum späten Abend dicht besetzt mit Gruppen schaulustiger Landleute, welche das so sehr be⸗ neidete Frankfurt zu ihren Füßen sehen wollien, besetzt war.
Frankfurt. Der Fremdenverkehr in hiesiger Stadt ist zur Zeit ein nicht undede tender. Nach dem Frem⸗ denverzeichnig kamen am 5. und 6. Juli 744 Fremde hier an, welche in 27 Hotels abstiegen.
Bingen. Eine eigenthümliche Wette ward kürzlich in einer fidelen Gesellschaft hier geschlossen, worin sich einer der Auwesenden zur Zahlung von 5 Thalern verpflichtele, falls ein anderer in den nächsten acht Tagen keinen Wein zu sich nähme. Handelie Letzterer jedoch gegen die Wette, so war er verpflichtet, einen Thaler zu zah en. Die Sache ist nun entschieden und zwar zu Gunsten desjenigen, dem eine so schwere Buße auferlegt war. Als Preis seiner achttägigen Siandhastigkeit hat er die fünf Thaler einge⸗ shichen und hat der verlierende Theil zur weiteren Beloh⸗ nung noch seinen circa 100 Stück Wein zählenden Keller Gewinner und Zeugen öffnen und aus einem der besten Rieslinge das Versäumte nachholen lassen.
Ems. Großes Aufsehen und Beunruhigung macht ein dahier verübtes, bis jetzt unaufg⸗kärtes Verbrechen. Wie nämlich allgemein erzählt wird, sand man eines
Morgens 5 Uhr den russischen Courter auf der Treppe des zweiten oder dritten Stockwerkes mit zerschlagenem Oirnschädel in seinem Blute schwimmen; derselbe wurbe sosort von Leuten des Hauses auf sein Zimmer gebracht, man holte ärztliche Hülse und brachte den Verwundeten Mittags in einem Wagen nach dem Hospitale, in welchem derselbe nach Verlauf weniger Tage starb. Mittheilungen über den Vorfall soll der Gestorbene im Hospitale nicht mehr habe machen können. Der Hausknecht des Logier⸗ hauses, in welchem der Courier mit seiner Herrschaft wohnte, will dem Courier gegen 12 Uhr Nachts die Haus⸗ thüre geöffnet, jedoch— da die Lampe nur schwaches Licht warf, oder bereits erloschen war,— weder Verwun⸗ dungen noch Blutspuren entdeckt haben. Blutspuren sollen auch weder auf der Treppe des Hauses, noch auf der Treppe vor dem Hause, sowie überhaupt gefunden sein. Dieser Umstand ist nun gerade der auffallendste, und man nimmt deshalb um so mehr an, daß dte Verwundung im Hause vorgefallen, da diejenigen Aerzte, welche später die Section vorgenommen, erklärt haben sollen, die Wunde auf dem Kopfe sei so heftig, daß ein so Verwundeter nur noch wenige Schritte habe gehen können.
Bremen, 5. Juli. Es dürften sich von hier zwischen 40 und 50 Schützen nach Wien begeben, unter ihnen die Mitglieder des Bundes vorstandes, welche die bisher hier auf dem Rathhause verwahrte Bundessahne und die sonstigen Fesfahnen von NewYork, San Francisco und Wien mit nach dem neuen Festorte überführen und dort übergeben werden.
München. Der„Post“ wird von hier in der Affaire Chorinsky geschrieben, daß der Vertheidiger des Verurlheil⸗ ten, Dr. v. Schauß, auf mehrfache briefliche Aufforderungen
des Chorinsly sich endtich zu cinem Besuche desselben ent⸗ schlossen habe und nicht wenig erfreut gewesen sei, als ihm Gustav Chorinsky erklärte, er sei nunmehr vollkommen überzeugt, diß Julie v. Ebergenyi eine sciner unwürdige Person sei, in der Sitzung sei es ihm klar geworden, daß er nur die als Zeugin erschienene Marie Haitovicz liebe und er habe auch bereits an seine Eltern die Bitte ge⸗ richtet, sie möchten einwilligen, daß er diese ehelichen dürfe, wenn seine zwanzigjährige Strafzeit verflossen sei. Er hatte durchgesetzt, Marie Hattovicz in Begleitung seiner Tante Gräfin Stohm sehen und sprechen zu dürfen. Gegen Schauß sowohl als gegen die Gefängnißwärter äußerte er auch in Ausdrücken der lebhastesten Freude, es erschienen täglich früh Morgens Schaaren von Mädchen vor seinem Fenster, die alle in ihn verltebt seien ꝛc. Es scheint sast als wenn derartige Albernheiten und Verrücktheiten nicht ohne Absicht ausgesprengt würden.
Wien. Wie man hört, ist die Ebergenyi in Neudorf in der That avancirt, nämlich zur Oberwäscherin der An⸗ stalt, womit allerdings ein Aussichterecht über die übrigen weiblichen Sträflinge verbunden ist.
„ Trunkenbolde. Der New Porker Abendzeitung entnehmen wir die nachstehenden Notizen. Zur Aufnahme in das Asyl fär Trunkenbode des Staales New⸗Dork wurden nach officiellen Berichten der Anstalt angemeldet: Geist iche 49, Richter 8, Kaufleute 340, Aerzte 228, Gentlemen 240. Töchter von reichen Männern 1300, zusam⸗ men 2153! Das Blatt macht zu dieser Stalistik folgende Bemerkungen: Es ist sehr leicht möglich, daß das New⸗ Norker Institut für Trunkenbolde nicht alle Klassen von Säufern und Säuferinnen repräsenzirt. Aber unwider⸗ leglich geht aus obiger Statistik hervor, daß die Unmäßig⸗ keit bei uns weit mehr unter den vornehmen Klassen grassirt, als unter den eigenilichen Volksklassen, weit mehr unter denen, die zu Hause in üppig ausgestatteten Palästen speculiren, als unter den sogenannten mittleren und. un⸗ teren Klassen, welche zu Hause keine geistigen Getränke halten, sondern im Wirthshause solche zu sich nehmen. Am auff zllendsten ist dic Ueberhandnahme des sich dis zur förmlichen Krankheit steigernden unmäßigen Trinkens un⸗ ter unseren vornehmen Damen. Man denke an die in obiger Tabelle fi urirenden 1300 reichen Frauenspersonen aus dem Slaate New⸗Pork, die den Trunk so weit treiben, daß ihre Versetzung in eine Heilanstalt für Trunkenbolde unvermeidlich wird.
Bekanut machung.
1843 Die am 6. Juli in der Oberförsterel Ober⸗ Kosbach, Distriet Burgwald, abgehaltene Schäl solzverstrigerung ist gerebmigt und konnen die beireffen · den Abfuhrscheine vom 14. d. M. an bei Großherzogl. Tentamt Friedberg in Empfang genommen werden. Per erste Fahrtag ist Mittwoch den 15. d. M. Ober⸗Nos bach am 7. Juli 1868. Großherzogliche Oderförsteret Ober⸗Rosbach Bin gman n.
Verstei gerung. 1845 Fre tag den 10. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, kürd in hitfi sem Rathbause eine fast neue Nähmaschine Mentlich meinbietend versseigert. Friedberg den 7. Juli 1808. Greßherzoßliches Orisgericht Friedberg o uc ar.
Bekanntmachung.
42 Freltag den 10. p. M., des Vormittags 10 Uhr, eu in biesigem Ralhbause ein der Gemeinde zuflehender zuselochs verßeigert werden. Derbeim den 7. Jali 1868. Großherzogliche 8 Dorheim e u ß.
1040 Nachdem der Stadtvorstand zu Vilbel
ickanntmachung.
beschlossen und Großherzogl. Kreisamt Vilbel
genehmigt hat, daß der bisher den Dienstag und Mittwoch vor Ludwigstag dabier abgehaltene Jahrmarkt, verbunden mit einem Volksfeste, auf Sonntag und Montag vor Ludwigstag,
und wenn dieser auf den Sonntag fällt, auf diesen, verlegt werde, mit zur öffentlichen Kenutniß und fügen hinzu, den Montag dagegen Vieh- und Krämermarkt abgehalten werden gleichzeitig zu recht zahlreichem Besuche mit dem Bemerken
das Volksfest demnach in diesem Jahre
Sontag den 23.
so bringen wir dieß hier⸗ daß den Sonntag ein sogenanntes Volksfest, wird und erlauben wir uns ganz ergebenst einzuladen, daß
und der Markt
Montag den 24. August
stattfinden wird. Pilbel am 4. Juli 1868.
Großherzoglich Hess. Buͤrgermeisterei Vilbel Simon.
Besten Weißenrübsamen,
lauge grünköpfige,
1583 empfiehlt K. J. Leineweber.
1000 fl.
1649 Vormundschaftsgelder liegen, zusammen oder ge⸗ trennt, gegen Eude dieses Monats zum Ausleihen dereit
dei Schreiner, Postsecretär,


