Neu eintretenden Abonnenten auf den„Anzeiger“ für 1869, welche jetzt schon ihre Bestellungen machen wollen, liefern wir das Blatt für den Monat Dezember d. J. gratis.
Dienstag den 8. Dezember. 145.
Anzeiger für Oberhessen.
Wündlern * mn 0 0. NA ö enthalt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 9 n. 1—— FTFF111111!!;ͤͤͥ ꝗ⅛5. xs. 1 cimpf 2* 2 9 9 1 Die auswärtigen Abonnenten 1 9830 des„Anzeigers“, welchen derselbe durch Vermittlung der Post zukommt, werden nicht sonderlich daron erbaut sein, zu vernehmen, daß mit Beginn 1 N des neuen Jahrts eine Preissteigerung im Abonnement für sie eintreten wird, weil von der Postverwaltung höhere Beförderungsgebühren für das* 8 Blatt in Anspruch genommen werden, als bis jetzt der Fall gewesen ist. Genannte Verwaltung hat nämlich einen bei Errichtung des Landpostboten— 2 1 wesens mit uns abgeschlossenen Vertrag wegen Debits unstes Blattes für das kommende Jahr gekündigt und wird von da ab die im Allgemeinen für 1 9 die Zeitungsbeförderung geltenden Vorschriften und Ansätze in Anwendung bringen, nach welchen 25 Prozent des jährlichen Abonnementspreises als 1 8 9 Provision und bei einem wöchentlich dreimal ausgegebenen Blatte, wie dem unsrigen, 36 kr. Bringerlohn per Jahr in Anrechnung kommen. Es wird 2 0 sich also mit dem Jahre 1869 der jährliche Abonnementspreis für den Anzeiger bei den durch die Post bezogenen Exemplaren um die 1 Art, oben bemerkten Beträge erhöhen, während der Preis bei der Verlagsezpedition der bisherige verbleibt. 4 J l Trotz dieser Preiserhöhung dürfen wir aber wohl hoffen, daß die von der erwähnten Maßregel der Post betroffenen auswärtigen Abonnenten, r 1 welche bis daher dem Blatte in stets wachsender Zahl ihr Wohlwollen zuwandten, sämmtlich uns um so treuere Abonnenten bleiben werden, je 1 * ien denselben bis jetzt schon gewesen ohne Beihülfe der Post und nun auch noch mit deren Beihülfe ganz wider unsern Willen a werden müssen. a ter 5 Wir unsrerseits wollen um so angelegentlicher bemüht sein, die uns entgegenkommende wohlwollende Anerkennung dem Blatte auch ferner f un setn zu sichern, indem wir, die Geschäfte der Redaction in der bisherigen Weise fortführend, den billigen Wünschen unsrer Abonnenten und Leser möglichst a em J zu genügen gedenken. Die Redaetion 1 ig der 5 5 eibaren 227 3 Amtlicher Theil. 1 1 Betreffend: Die Vertilgung der Maikäser und ihrer Larven. Friedberg den 3. December 1868. pe 1 8 2 1 129 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. * 7 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beienheim, Dorn⸗Assenheim, Friedberg, Ilbenstadt, Ockstadt, Hausen wegen Oes und Langenhain.* 9 Da Sie unsere Auflage vom 4. Mai l. J. in rubr. Betreff, wiewohl solche inzwischen zum Oefteren erinnert worden ist, bis heute* U, 9 noch nicht erledigt haben, so geben wir Ihnen hierdurch nochmals 8 Tage Zeit dazu, nach deren vergeblichem Ablauf unfthlbar mit Ordnungs— 1 144% 6 strafe gegen Sie wird vorgegangen werden. Trapp. ö 0
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Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung in Nr. 62 und 97 des Anzeigers für Oberhessen wird hiermit veröffentlicht, daß der Ausschuß des landwirthschaftlichen Bezirks Vereins des Kreises Friedberg in seiner gestrigen Sitzung:
1) dem Herrn Lehrer Lang in Friedberg, 3)
je 25 fl. zuerkannt hat. Friedberg den 3. December 1868.
2) dem Herrn Lehrer Weinel in Friedberg,
dem Herrn Konrad Philippi in Wohnbach, nachdem deren Baumschulen untersucht und den gestellten Anforderungen und Bedingungen entsprechend befunden worden sind, Prämien von
Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg
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Hessen. Darmstadt. Von Seiten des Abgeordneten Metz wurde in der Zvoeiten Kammer folgender Antrag erneuert: Großherzog liche Regierung wiederholt und dringend aufzu— sordern, unverzüglich alle geeigneten Schritte zur Ausdehnung des Norddeutschen Bundes auf alle süddtuischen Staaten, jedenfalls aber zur baldig— sten Ermöglichung des Eintritts des ganzen Greßherzogthums in den Norddeutschen Bund zu thun.“
— Unter dem Vorsitze des Hofgerichtsadvo⸗ katen Buchner II. fand dabhier am 5. d. eine nicht sehr zahlreich besuchte Versammlung behufs Organisation der kirchlichen Mittelpartei statt. Nach kurzer Verhandlung, an welcher sich außer dem Vorsigenden noch Landrichter Königer von Seligenstadt und Proftssor Köhler von Friedberg betheiligten, wurde die Constituirung eines„evan- gelischen Vereins“ beschlessen, der im Anschluß an die Friedberger Conferenz und auf dem Boden rer Union eine Spnodal- und Presebyterial-Ver— fassung anstreben soll.
Aus Oberhessen. Nach Mittheilungen aus Nidda wurde am 1. Dez. in dortiger Ge⸗ markung mit den Erdarbeiten der Main-Lahn- Bahn an dem Beundeberg, zunächst der Stadt, begonnen.— Auch von Büdingen wird ge— meldet, daß am gleichen Tage auch kort begonnen
wurde, das Gelände in den Schafe gärten zwischen
hier und Salinenhof abzutragen, wo die Bahn ihren Weg hinausnimmt.
Aus Rheinhessen. Dieser Tage fand in Wörrstadt eine Versammlung evangel. Bürger, darunter mehrere Geistliche, statt, die den Be— schluß faßte, für Wörrstadt und Umgegend einen Zweigverein des allgemeinen deutschen Protestan- tenvereins zu gründen, welcher sich den inneren und äußeren Ausbau der evangelischen Kirche zum Ziel gesetzt hat. Man genehmigte einen Statuten-Entwurf und wählte einen Vorstand, dem zunächst die Aufgabe gestelt wurde, die Be⸗ wegung in weitere Kreise zu tragen.
Preußen. Berlin. Der Bundesrath des norddeutschen Bundes wurde am 30. Nov. durch den Präsidenten Delbrück eröffnet, welcher solgende Vorlagen einbrachte: 1) Den Entwurf eines Gesetzes über das Urheberrecht an Werken der Literatur und Kunst; 2) den Erlaß bundes— gesetzlicher Bestimmungen über Entschädigungs- ansprüche bei unvorhergeschenen Unglücksfällen; 3) die Ertheilung der Qualificationszeugnisse für die Berechtigung zum einjährigen Militärdienste; 4) die Aufstellung und Mittheilung von Ueber- sichten über die Ausrüstung und Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen; 5) die Feststellung einer Pauschal' vergütung für den aus dem Bundesgebiete nach Luxemburg übergehenden Branntwein; 6) den Abschluß einer Consulorconvention mit Brasilien;
7) die zur Verbreitung des Bundesgesetzblattes getroffenen Maßregeln, 8) den Postvertrag mit Italien, 9) die Militärtransporte auf den Staats- Eisenbahnen im Wechselverkehr zwischen dem vord— dtutschen Bundesgebiete und den süddeutschen Staaten; 10) die den Eisenbahnen im Intercsse der Bundes⸗Telegraphen⸗Verwaltung aufzuerlegen⸗ den Verpflichtungen; 11) die Bureau-Arbeiten in Zoll- und Steuerrechnungs- Angelegenheiten für den betreffenden Ausschuß des Bundesraths; 2) die Regelung des Verfahrens zur Deckung der Ausgaben des Bundes im Jahre 1869.
— Man meinte bis jetzt so ziemlich allgemein, die Erfolge von 1866 seien namentlich dem Zünd— nadelgewehr zu verdanken. Das sckeint aber, wie sich nachträglich herausstellt, auf einem Irr— thume zu beruhen. Nicht die Zündnadelgewehre, sondern gewisse„Kugelfestmachungezettel“ haben's gethan, die ein gewisser Geschästsvermittler Ubenauff zu Magdeburg an die Soldaten austheilte, und weil man ihm doch nicht zumuthen kann, daß er vollends auch noch pecuntäre Nachtheile für den von ihm der preußischen Sache geleisteten Beistand babe, so wendet er sich jetzt an das Haus der Abgeordneten um Entschädigung für Auslagen und Arbeit.
— Der König hat bein Empfange Besedetti's
die freunt schaftlichsten Versichtzungen für Frank- reich an den Tag gelegt.
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