Schaglelr
d Em: e; N
igsten doden. itsin⸗ en zum aden u. icht 11 f 1d int eigen t Daret⸗ tin damit 1 teßt 3st Außer LI iet pr iu vn 1 Pesa
8
Regieren zu erleichtern.
1868.
Dienstag den 6. October.
M 118.
—
8
nzeiger für Oberhessen.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta⸗
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 53 sub 1. Reglement, die Musterung, Abschätzung und Aushebung der bei eintretender Mobilmachung für die Großherzogliche Division erforderlichen
Pferde betreffend. Friedberg am 4. Oktober 1868.
Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Tera pp.
Hessen. Darmstadt. Nach den„H. V.“ ist der Zusammentritt des 19. Landtages zum Zwecke der Verabschiedung desselben am 26. d. M. zu erwarten. Der 20. Landtag werde dann alsbald zusammenkommen.
— Die Großherzogliche Regierung, welche eine Einladung zur Betheiligung an dem Genfer internationalen Sanitätscongreß erhalten, soll ihre Zustimmung von der Entscheidung des norddeut— schen Bundes abhängig gemacht haben.
— Der Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins für Starkenburg hat beschlossen, denjenigen Lehrern der Provinz, welche im kommenden Winter landwirthschaftlichen Fortbildungs-Unterricht aus den Volksschulen entlassenen Bauernsöhnen ertheilen und durch öffentliche Prüfung der Schüler günstige Erfolge nachweisen, Prämien von mindestens 50 fl. zu gewähren.
— Die wegen Ausgleichung der Kriegekosten aus dem Jahre 1866 ernannte Commission hat den größeren Theil ihrer Aufgabe bereits definitiv erledigt. Auf die Stadt Darmstadt sind hiernach circa 55,000 fl. entfallen, deren Auszahlung an die Berechtigten, Quartierträger ꝛc. nunmehr er— folgen wird.
— Oberst v. Grolman, Commandant der Garde⸗Unteroffizier⸗Compagnie und Flügeladjutant des Großberzogs, soll um seine Pensionirung nach- gesucht haben. Ein Darmstädter Correspondent des„Fr. J.“ meint, es sei das eine weitere Pen— sionirung, wodurch der Bruch mit dem alten mili⸗ tärischen Regime vollzogen ist.
Heppenheim a. d. B. Für den verstor⸗ benen Geheimen Rath Seitz ist Staatsrath von Biegeleben zum Abgeordneten zur zweiten Kammer gewählt worden.
Preußen. Berlin. Graf Bismarck wird seine sämmtlichen Funktionen vor der Rückkehr des Königs von Preußen aus Baden-Baden, welche am 21. Oct. erfolgt, wieder übernehmen.
Weimar. Das neueste Gesetzblatt hebt den Bundesbeschluß über das Vereinswesen auf und stellt damit das freie Vereinsrecht wieder her.
In Altenburg hat eine große Feuersbrunst
einen Theil des Residenzschlosses zerstört. Zwei Feuerwehrleute sollen todt und mehrere ver— wundet sein.
Bayern. München. Die am 28. Sept.
begonnenen Verbandlungen der Techniker und Ver- waltungsbeamten des deutschen Eisenbahnverbandes sind am 30. Sept. bereits zu Ende geführt worden. Die Versammlung, welche aus nahe 200 Theil nehmern bestand, erledigte nicht weniger als 64 von den verschiedenen Verwaltungen eingegangene Anträge.
Oesterreich. Wien. Der Kaiser hat, wie die„Wiener Zeitung“ berichtet, dem bis- herigen Statthalter von Galizien, Grafen Golu— chowski, die erbetene Entlassung bewilligt.
Finanzminister auf die dem Consortium Simundt— Kirchmayer käuflich überlassenen Staatsdomänen bereits erhalten, und sofern eine uns zugehende Nachricht sich bestätigt, wird im Verlaufe von wenigen Wochen eine neue Rate im Betrage von einer Million an die Finanzverwaltung aus dem Staatsgütergeschäfte abgeführt werden.
— Das„Tageblatt“ meldet, daß der hiesige spanische Gesandte Torre-⸗Deyllon auf die Nachricht von der Flucht der Königin Isabella das Gesandt— schaftsbureau sofort schloß.
— Die„Presse“ erfährt, daß der englische Botschafter Lord Stanlei in Paris die vorläufige Aufrechthaltung des Status quo bei der diplomatischen Vertretung in Madrid vorgeschlagen und Frankreich sich einverstanden erklärt habe.
Prag. Dem„Tagesboten“ wird von an- geblich zuverlässiger Seite mitgetheilt, daß der Kurfürst von Hessen beabsichtige, in der Schweiz, und zwar in der Nähe von Genf, eine Villa an- zukaufen. Die Uebersiedlung solle schon im nächsten Frühjabr stattfinden.
Frankreich. Paris. Bezüglich einer französischen Intervention in Spanien sagt der „Temps“: Abgesehen von der Frage des Rechts und vom bloßen politischen Gesichtspunkte aus, reicht die Situation unserer eigenen Angelegen— heiten hin, um Zurückhaltung anzuempfehlen. Man bat bereits die Hand Preußens in den spanischen Ereignissen sehen wollen. Wir glauben, daß man sich täuscht. Die spanische Bewegung erklärt sich zu natürlich, als daß es nöthig wäre, zur Supposition ausländischer Aufreizung seine Zuflucht zu nehmen. Eine Sache jedoch ist klar. Diese spanische Bewegung dient Preußen, weil sie die Aufmerksamkeit Frankreichs ablenkt und weil nicht mehr von dem famosen Projekt, Spanier nach Italien zu werfen, die Rede sein kann. Wenn wir Preußen noch nützlicher sein wollten, so brauchten wir uns nur in eine neue spanische Verwicklung einzulassen. Wir schreiben Preußen keine offensiven Absichten gegen Frankreich zu, wir glauben nicht einmal, daß es sehr eilig ist, die deutsche Einheit zu vollenden, aber unsere Inter— vention in Spanien würde ihm jedenfalls ganz freie Hand geben. Dieß reicht, scheint uns, hin, um Spanien, Europa und Frankreich vollständig über diesen Punkt zu beruhigen.“
— Der„Moniteur“ meldet:„Ein Telegramm, datirt Madrid 1. Oct. Nachmittags, bringt folgende Nachrichten: Die erwarteten Generäle sind nicht eingetroffen. Serrano ließ eröffnen, daß er sich den Wünschen der Junta fügen würde, aber daß er Unordnungen befürchte, wenn er die Truppen verließe. Prim wird nach Catalonien gehen, wo General Cheste den Oberbefehl beibehalten habe. Der Palast der Königin blieb unangetastet. Im Laufe des Tags sollen die Wahlen zur Junta durch allgemeine Abstimmung stattfinden.
s Das österreichische Finanzschiff fährt jetzt im besten Fahrwasser, sagt die alte„Peesse“; die
— Die„Presse“ sagt, die iberische Union!
Steuern fließen reichlich ein und auch die soeben oder die Föderativrepublik seien die Grundlagen
zum Abschluß gebrachten beiden Domänengeschäfte tragen wesentlich dazu bei, Herrn Dr. Brestel das Zwei Millionen hat der
des Programms von Prim. Der König von Portugal habe für sich und seinen Bruder das
— Die Königin von Spanien ist am 30. Sept. Abends um 5 Uhr in Pau angekommen., Der Präfect hat sie auf Befehl des Kaisers bis zum Schloß geleitet. Sicheren Nachrichten zufolge soll Isabella sich nur einige Tage daselbst ausruhen wollen und würde sich dann nach Rom zum Papste begeben. Die vertriebenen Bourbonen wären dann so ziemlich alle beisammen.
— Die„Opinion nationale“ erhält aufrecht, daß die Königin Isabella nur einige Tage in Frankreich verweilen und sich dann nach Rom be— geben wolle. Dasselbe behauptet auch die„Epoque“. — Miranda, welcher Prim bekanntlich seit längerer Zeit nahe steht, sagt im„Gaulois“: Die Frage der Succession könne nur zwischen dem Herzog von Montpensier und dem König von Portugal schwanken; der Erstere habe die meisten Aussich— ten. Zwei Dinge würden von der neuen Regie- rung erwartet, nämlich die Durchführung des Princips der Freiheit der Bekenntnisse und die Errichtung eines aufrichtig constitutionellen Regi— ments. Der„Gaulois“ schreibt ferner:„Man sagt, daß Isabella von Bourbon die Kronjuwelen, welche Staatseigenthum sind, mit sich genommen habe und daß es einer der ersten Aete der pro- visorischen Regierung sein werde, die Wiederer— langung dieser Werthgegenstände auf allen diplo— matischen und gerichtlichen Wegen zu verfolgen. Außer den Kronjuwelen soll Isabella 23 Millio- nen Realen, welche sie sich von dem Staatsschatze hatte vorschießen lassen, mit sich genommen haben; diese Summe würde in die Reclamationen der provisorischen Regierung einbegriffen werden.“ Der„Etendard“ dagegen widerspricht dem Gerücht, daß die Königin die Krondiamanten mitgenommen habe Dieselben befinden sich sämmtlich im Escu— rial, wo sie unter Siegel gelegt worden sind.
— Die in Paris erscheinende„Finanze“ will aus einer besonderen und ausgezeichnet gut unter— richteten Quelle wissen, daß ein diplomatischer Vertrag zwischen Frankreich und Holland soeben abgeschlossen worden sei und hält es für nützlich, dieß Factum festzustellen, dessen Wichtigkeit Nie- manden entgehen werde.
— Der„Etendard“ sagt: Nachdem die pro- visorische Junta die Meinungsverschiedenheiten, welche in ihrer Mitte herrschten, dargelegt hatte, wurden die Wahlen zur Regierungs-Junta auf den 2. d. vertagt. Es ist dies die Ursache, weß⸗ halb die siegreichen Generale ihre Ankunft in Madrid verzögerten.
— Die„Agence Havas“ meldet aus Madrid vom 2. October: Ganz Spanien ist dem Auf— stande beigetreten. Das Resultat der Wahlen ist noch nicht bekannt.
Dänemark. Ee taucht das Gerücht mit größerem Nachdruck auf, daß unter französischem Einflusse eine schwedisch-dänische Offensiv- und Defensivallianz wirklich ihrem Abschluß nahe steht, wie es denn ja auch längst kein Geheimniß ist, daß die französischen Gesandten in Kopenhagen und Stockholm, die Herren de Dotezae und Four— nier, resp. auf den König Christian von Däne— mark und auf den König Karl von Schweden—
Anerbieten Prims abgelehnt.
Norwegen seltsam hohen Einfluß ausüben.— Auf


