Ausgabe 
4.8.1868
 
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a drankttic es und den Dichtern

nien Jaßt⸗ a Mobat⸗ u cinem Ge , als et in ktetttiführte, 40 un' ging Uechen. Als chin aut ein Ftuet z wulden,

Friedberg. Es ist eine bekannte That- sache, nicht die unbestrittene Möglichkeit, daß dieses oder jenes Unglück sich ereignen könne, allein reicht hin, uns anzutreiben, daß wir uns mit aller Vorsicht davor wahren; nein, die Gefahr muß sich in ihrer ganzen Größe zeigen, nicht von Ferne, sondern in unmittelbarer Nähe, sie muß uns so zu sagen einmal auf dem Nagel brennen. Wüthen an einem Orte Typhus oder Cholera, dann denkt man ernstlich an Desinfection. Werden einmal viele Menschen das Opfer der Tollwut, dann spricht man von Verschärfung der Polizei- bestimmurgen über das Halten der Hunde. Und die Matrosen auf einem Schiffe oder die Bedie nungsmannschaften eines Eisenbahnzuges sind sicherlich nie wachsamer und pünktlichec in der Er süllung ihrer Obliegenheiten als nach einem statt gehabten Unfall.

Aehnlich geht es uns mit der Feuersgefahr. Jahr aus, Jahr ein bringen uns die Tages blätter Berichte von schrecklichen Feuersbrünsten. Wir lesen sie. Brennt aber des Nachbars Haus, züngelt die gierige Flamme schon am eigenen Giebel, haben wir erleben müssen, daß wir und Viele mit uns nur um tines Haares Breite von dem Schicksal entfernt waren,an dem Grabe unserer Habe stehen zu müssen; dann gehen wir ernstlich an's Prüfen, ob denn auch wirklich Alles geschehen sei, was in unserer Macht liegt zur Verhütung von Unglück, und wo sich Mängel zeigen, da sind wir bereit abzuhelfen. Wer wollte auch einem solchen Zwecke gegenüber ein Opfer scheuen?

Eine solche Wirkung hat der neuliche Brand hier gehabt. Der Eifer und das Geschick der Helfenden wurde anerkannt, an den bestehenden Einrichtungen und bei den vorhandenen Lösch mitteln dagegen Manches vermißt. Insbesondere wurde auf die Nothwendigkeit der Anschaffung von Saugpumpen hingewiesen.

Es herrschte darüber nur Eine Stimme: Sie müssen herbei! Inzwischen ist in diesem Blatt zur Beschaffung der nöthigen Mittel dazu ein prakti- scher Vorschlag gemacht worden: die hier thätigen Feuerversicherungsgesellschaften sollen ein Drittel beitragen, der Stadtvorstand möge das zweite Drittel aus städtischen Mitteln bewilligen, und der Rest könnte durch cine Sammlung bei den Bürgern aufgebracht werden. Die betreffenden Versicherungsgesellschaften werden sich gern zu einem namhaften Beitrag herbeilassen, es liegt dies zu sehr in ihrem eigenen Interesse, und was eine bei der Bürgerschaft zu diesem Zwecke zu veran⸗ staltende Sammlung betrifft, so dürfte derselben tin günstiges Resultat gewiß in Aussicht gestellt werden können. Es ist freilich wahr, außer den täglich wachsenden Steuern treten im Laufe tines Jahres gar mancherlei Veranlassungen an uns

heran zu Beisteuern für nähere oder ferner liegende Zwecke: hier aber handelt es sich um Sicherung von Haus und Hof und Leben vor gräßlicher Gefahr, und jede Ausgabe dafür erscheint ebenso dringend als die für das tägliche Brod. Man klopfe nur an, und man wird überall Hände finden, die bereit sind zum Geben, je nach Ver mögen. Doch soll man das Eine thun und das Andere nicht lassen. Unsere Aufmerksamkeit wurde bei dieser Gelegenheit wieder auf die Ver hältnisse der freiwillgen Feuerwehr hingelenkt. Dieses Institut, wie es sich in neuerer Zeit über all in Deutschland rein aus sich selbst heraus ent wickelt hat, nur getragen von dem Bewußtsein, ein edles Ziel zu verfolgen, hat gerechte Ansprüch: auf die Sympathie und die Dankbarkeit Aller. In seinen Annalen stehen bereits die herrlichsten Thaten verzeichnet, und auch die hiesige freiwillige Feuerwehr hat bei jeder Gelegenheit ihren Muth und ihre Tüchtigkeit bewährt. Es ist nicht möglich solches Thun zu vergüten, ja eine materielle Be- lohnung dafür würde demselben seinen Adel und seine Würde rauben. Eine andere Sache aber ist es um die Förderung und Unterstützung ihrer Zwecke, um die Verhütung, daß von Seiten der Mitglieder nicht vielleicht noch materielle Opfer gebracht werden müssen, um die Befriedigung, die darin liegt, bei Zeiten und allmählich Vorsorge zu treffen, daß dem Manne, dem in Ausübung seines menschenfreundlichen Berufes ein Unfall begegnen möchte, nöthigenfalls eine Unterstützung zugewendet werden könnte. Wem das zu viel gesagt däuchte, der bedenke doch: Wir seden mit Interesse den Feuerwehrübungen mit ihren Rettungs- Apparaten zu, wir freuen uns ihrer Bereitwillig- keit und Raschheit, Hülfe zu bringen, wo es Noth thut, wir bewundern die Kühnheit und katzenartige Gewandtheit im Ersteigen und Erkletiern von oberen Stockwerken und Dachfirsten. Wie, wenn solcher Muth und solche Gewandtheit einst dazu bestimmt sein sollten, uns oder eins der Unsrigen aus entsetzlicher Todesangst zu retten! Ueber- flüssig wäre es, nach dem Gesagten noch bemerken zu wollen, daß unser offiziell angeordnetes Lösch⸗ und Rettungswesen die Thätigkeit der freiwilligen Feuerwehr nicht unnöthig macht. Beide haben sich zu unterstützen, zu ergänzen, zu immer größerer Tüchtigkeit anzuspornen; die Rettung von Menschen⸗ leben, zumal in schwierigen Fällen, würde doch dem freiwilligen Institute, das dazu besonders vorbereitet und eingeübt ist, zufallen.

Wenn wir uns gedrungen fühlten, einer that⸗ sächlichen Theilnahme Seitens der Bewohner unserer Stadt an den humanen Mestrebungen der freiwilligen Feuerwehr das Wort zu reden, so dürfen wir vielleicht auch hoffen, daß ein im Intercsse der guten Soche ausgesprochener Wunsch bei den Mitgliedern derselben eine freundliche Auf⸗

nabme sinde. Es dürfte nur ersprießlich sein, wenn dieselbe von Zeit zu Zeit ihre Reihen durch tüchtige neue Kräfte verstärkte und damit einen Zuwachs an neuem Eifer und neuer Begeisterung erhielte. Nun ist aber durch die bisher gelten- den Bestimmungen Manchem, der sich für den Dienst eines freiwilligen Feuerwehrmannes trefflich eignet, ohne gerade Zeit oder Neigung zur Turnerei zu haben, die Möglichkeit benommen, jenem Institut seine Kräfte zu widmen. Möchte da nicht dem Grundsatz einigermaßen Nechnung getragen werden können, daß ein Verein, der dem öffentlichen Wohl einer Gemeinde sich weiht, so⸗ weit nicht besondere Gründe dagegen sprechen, auch Jedem zugänglich sein sollte, der sich dafür qua⸗ lificirt?

Doch Nichts für ungut. Der Verein wird das selbst am besten zu beurtheilen wissen. Wir wollten nur bezwecken, daß mehr noch, als die; bis jetzt geschehen, die öffentliche Aufmerksamkeit sich einem Streben zuwende, dessen Devise lautet: Hülfe in großer Noth! Möchte dieser Zweck erreicht werden, möchte unser gesammtes Feuer- wehrwesen immer größerer Vollendung entgegengehen.

Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.-Agent. a Das Hamburger Posidampfschiff Allemania, Capt. Bardua, welches am 15. Juli von Hamburg via Soul⸗ bampton abging, ist nach einer schucllen glücklichen Reise

von 11 Tagen 4 Stunden wohlbehalten in New Pork angekommen.

Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Capt. Hebi trat am 29. Juli wiederum 0 via SN nach New Pork an, und halte außer einer slarken Brief⸗ und Packet⸗Post 550 Tons Ladung, 133 Passagiere in der Cajüte und das Zwischendeck ganz mit Passagieren besetzt

Eingesandt.

Zur Erhebung der obrigkeitlich genehmigten Collecte für das Mathuden⸗Landkrankenhaus in Darmstadt ist gegenwärtig ein Beauftragter dieser Anstalt in unserer Stadt. In dem Matihilden-Landkrankenhaus finden Kranke ohne Unterschied der Confession Aufnahme, ärzt⸗ liche Behandlung und heilsame Pflege, weßhalb die Un⸗ lerstützung dieser Anstalt jedem Menschenfreunde em⸗ pfohlen zu werden verdient. Ein Freund der Anstalt.

Die Liederverträge des Sänger ⸗Komponisten Herrn Vincent erfreuten sich vorgestern der besonderen Theilnahme und des ungeiheiliesten Beisalls des zahlreich versammelten Publikums. Es ist Gelegenheit geboten, diesem Sänger, der mit schöner Stimme, sowie mit Ausdruck und Gefühl die verschiedenartigsten Komposinonen vorzutragen weiß mit enisprechender Begleitung zur Guitarre, diesem sonst eiwas minder ak'reditirten Instrument, noch einmal zu bören, und wollen wir nicht verabjäumen, ein kunstlieben⸗ des Publikum Friedbergs abermals darauf aufmerksam 1

machen, da die Empfehlungen von Bußda glänzend bewährt vaben. 8 ddach sich se

Oeffentliche Afforderung.

1321 Pe int ich Romp von Rodenbach, geboren am 13. December 1792; Anna Barbara, Ehefrau des Ehristian Erk, geb. Rotb von Staden, geboren am 28. October 1786 und Marie, Ehefrau des Erust Ulrich, geb. Ziegler von Lans enbergheim, geboren 1798, oder deren Erden, werden aufgefordert das für jene seit⸗ ber curatorisch verwaltete Vermögen binnen 3 Monaten in Empfang zu nebmen, resp. die Erbschaft anzutreten, widrigenfalls dieselbe den sich melrenden Erben aus gehändigt erer dem Fiekus Überwleseu wirr. Altenstadt am 25. Mat 1868. Gtoßherzogliches Landgericht Altenstadt Stammler.

Mobiliar-Versteigerung. 1835 Donnerstag den 6. August d. J., Vormittage 9 Uhr, sollen in der Bebausung des verstorbenen Adam Stemmler dahier auf freiwillisren Antrag dessen Erben verschledene Mobilien, Hausgerätbschaften sowie dos vorhandene Wagnerwerkzeug öffentlich meistdietend gegen Baaczablung versteigert werden.

Friedberg den 31. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Frledberg Zouc ar.

Faselochs⸗Versteigerung. 1844 Donnerstag den 6. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger Faselochs auf dem Rath hause daselbst meislbletend versteigert werden.

Afssendeim den 1. August 1868.

Großherzogliche e Assenheim e ft.

* Materiallieferung

für das Grosherzogliche Dorheimer VBraunkohlenbergwerk.

1639 Donnerslag ben 27. August d. J., 4 5 1 nachstehend verzeichneter Matertalien, nämlich; Floß bolz. 1) 120 Böden 10. See, 2) 12 Böden 9. Stämme.

II. Bretter. Y 50 Stück Slattige Schreinerdlele, 3) 40 Stück breite Doppeldiele, 5) 100 Stück Latten.

fäble.

6) 16000 Stück Aba ette

IV.

Fettwaaren.

7) 660 Maaß RNüböl,

8) 50 Pfund Talg

auf dem Summissienswege vergeben werden.

Die Summissionen müssen bis zum 27. August d. J., Vormlitags 10 Uhr an die

portofret und mit der Bezeichnung»die Lieferung von

unterfertigte Stelle

1 betreffend abgegeben werden. Die Eröffnung

der Summission sindet in Gegenwart dec erschienenen Summittenten kurz nach 10 Uhr flatt. Die Lieferungsbedinguntzen können vom 12. NLuguft d. J. an bel uns eingesehen werden.

Dorheimer Bergwerk am 30. Juli 1808.

Großherzogliches Bergamt Dorbeim. Storch.

Einen Faselochsen,

Als Setzerlehrling

1840 Gelbschäck, Berner Nate, Jahr alt, bat zu kann ein mit den erforderlichen Schulkenntnissen ver⸗ 1 Wittwe Jacob Moscherosch zu Burg sebener sunger Mensch in unsere Buchdruckeret eintreten. gräfenrode.

Bindernagel& Schimpff.