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and:Zarat(für den Krieg). Fürst Michael habe sich nämlich zum Kriege für den nächsten Herbst gerüstet und dabe die Armee durch zwei Jabre aus seiner Privalkasse erhalten wollen.

Türkei. Aus Konstantinopel wird ge meldet:Prinz Napoleon hat dem Sultan einen Besuch gemacht und dabei den Medschidi-Orden in Diamanten erhalten. Sodann besuchte er den Vicekönig von Aegypten und empfing den Besuch Fuad Pascha's. Er hat übrigens nicht in dem ihm vom Sultan angebotenen Palaste Wohnung genommen, sondern ist an Bord seiner Yacht geblieben.

Offenbach. Wie dieMain⸗Z. schreibt, ist der Ver⸗ kauf des von dem Arbeiter A. Landzettel aus Darmstadt verfaßten Festgedichts zur Erinnerung an die Enthüllungs seier des Lulher-Denkmals, dessen Ertrag zum Besten des Gustav⸗Adolph⸗Vereins bestimmt ist, untersagt worden.

Steinbach bei Michelstadt. Hier ist ein öjähriger

nabe, der seinen zwei von Bienen überfallenen Ge

schwisterchen zu Hülse eilen wollte, von den gereizten

Thieren selbst so zerstochen worden, daß er sein hülfreiches

Beginnen mit dem Leben bezahlen mußte. Die beiden anderen Kinder sind außer Gefahr.

Worms. Während der Festtage setzten die Agenten berBritischen und Ausländischen Vibelgesellschaft hier circa 900 Exemplare ab und vertheilten zugleich höchst interessante Proben einiger Sprachen und Dialekte, in welcher die genannte Gesellschaft die h. Schrift gedruckt und verbreitet hat. Bemerken wollen wir dabei, daß diese Gesellschaft bereits die Verbreitung, den Druck oder die Uebersetzung der ganzen Bibel oder ihrer einzelnen Theile in 182 Sprachen entweder bewirkt oder befördert hat.

Aus Herrieden, 29. Juni, wird derFr. Ztg. berichtet:Nachdem uns von Süd⸗ und Nordwesten, zuerst mit und dann ohne electrische Erscheinungen, Wol- kenzüge erreicht hatten, heiterte sich der Himmel über Central⸗Europa wieder auf und zog sich das schlechte Wetter nach Süden und Nordosten zurück. Indessen bat bas europäische Luftmeer nicht jene vollkommene Ruhe, welche, wie im vorhergehenden Monate, dem schönen Welter mit Sicherheit längere Dauer verspricht.

München. Nach bayerischen Gesetzen sollte Gustav Graf Chorinsky auch des Adels für verlustig erklärt wer den. Da es aber eine Streitfrage ist, ob ein bayerisches Gericht einen ausländischen Adel, der vorher nach den destehenden Gesetzen nicht anerkannt worden, absprechen lönne, schwieg der Gerichtshof über diesen Punct vollständig und machte daraus eine vollendete Thatsache, indem er in einem Urtheil den Grafen bloß mehr mitGustav Cho⸗ tinsky anredete. Ob damit aber die Sache ein für alle Nal abgethan ist, dürfte zweifelhaft sein. Wie verlautet, bird sogar ein eigener Gerichtsbeschluß hierüber provocirt verden. Rach Schluß der Verhandlungen stürzten beim Herausgeyen Chorinsky's seine früheren Geliebten, Frau Hottowie und Gräfin Stomm ihm laut schluchzend um en Hals, wovon er sehr gerührt schien. Die Frauen irsuchten den Präsidenten um die Erlaubniß, anderen Ta⸗ zes Chorinsky besuchen zu dürfen, was bewilligt ward. Shorinsky's Vertheidiger, Dr. v. Schauß, hat von dem⸗ elben einen Brief erhalten, worin er für die unendliche Mühe und Sorgfalt der Vertheidigung seinen Dank ab rattet. Der Graf schreibt, er bedaure jetzt mehr als je, er nicht mit Glücksgütern gesegnet sei, es bleibe ihm onach nur noch ein Mittel, seine Dankgefühle zu bezeigen end zwar dadurch, daß er der Vertheidiger hiemit die ZrüderschaftSchmollis anbiete.

Main⸗Weserbahn. Dem soeben zur Ver⸗ ffentlichung gekommenenJahresbericht über die Belriebs⸗ zerwaltung der Main⸗Weserbahn pro 1867 entnehmen vir die folgenden Angaben von mehr allgemeinerem Interesse. Die Erwartungen, welche man in Beziehung ruf eine günstige Entwickelung des Eisenbahnverkehrs für as Jahr 1867 nach Eintritt ruhiger Verhälinisse und tach Beseitigung der einer solchen Entwickelung in den vorhergehenden Jahren entgegengetretenen Hinder nisse zu hegen berechtigt war, haben sich im vollen Maße erfüllt. Gleich wie in den letzten Monaten des Jahres 1866 nach Seenbigung des Kriegs, zeigte der Verkehr auch im Jahre 867 fortgesetzt eine solche Steigerung, daß dessen Ge⸗ ammtergebniß die der ftüheren Jahre weit übertraf. Der Zersonenverkehr erreichte eine Hoͤhe von 1,002,365 Per⸗ onen mit einer Einnahme von 815,163 Thlr. 7 Sgr. ber gegen 1866 mehr 62,334 Personen S 6,63 Procent und 100,895 Thlr. 7 Sgr.= 14,12 Procent. Personen⸗ frequenz wie Einnahmen für Personenbeförderung waren ro 1867 höher, als ße bis jetzt auf der Main⸗Weserbahn vorgekommen sind, und hat die in den Retourbilletten egende Herabsetzung der Fahrpreise wiederum auf die Frequenz der Bahn günstig eingewirkt. An Passagierge⸗ äck und Auswanderergut wurden 99,506 Ctr. befördert und dafür eingenommen 54,699 Thlr. 12 Sgr., für 83 Squipagen 1075 Thlr., für 208 Pferde 8420 Thlr. 22 Sgr. und für 3359 Hunde 819 Thlr. 5 Sgr.; an extra⸗ rdinären Einnahmen wurden erzielt 746 Thlr. 29 Sgr., zusammen 880,924 Thlr. 19 Sgr. Im Jahr 1866 be⸗ srugen die Einnahmen aus bem Personenverkehr 764,125 Thlr. 3 Sgr., sie waren daher in 1867 höher um

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116,799 Thlr. 16 Sgr.= 15,29 Procent. Der Güter⸗ verkehr bezifferte sich auf 11,407,128 Ctr. Frachtgüter mit einer Einnahme von 1,243,648 Thlr. oder gegen 1866 mehr 2.562.736 Cir. 28,98 Procent und 256,788 Thlr. 20 Sgr.= 26,02 Procent. Diese sehr erhebliche Steigerung hat im Allgemeinen zunächst ihren Grund in den im Jahre 1866 bestandenen, dem Güterverkehre un günstigen Zeitverhältnissen, durch welche veranlaßt das Gesammtergebniß der Einnahmen des Jahres 1866 trotz einer wesentlichen, namentlich in den letzten Monaten eingetretenen Steigerung der Transportmassen bei ver⸗ schiedenen, geringer tarifirten Gütern, als Steinkohlen, Erzen ꝛc. noch hinter dem Verkehr des Jahres 1865 zurückgeblieben war. Neben den Tarifermäßigungen trugen die in den letzten Monaten des Jahres 1867 stattgefun denen augergewöhnlichen Getreidetransporte aus Ungarn nach Frankreich, welche große Strecken der Bahn transt⸗ ürten, zur Steigerung des Verkehrs bei. An Rohproduc⸗ ten, wie Erzen, Eisen, Kohlen wurden 37,29 Procent mehr befördert und 54,04 Proc. Fracht mebr eingenommen als 1866, woraus erhellt, daß durch die Ermäßigung der Tarifsätze sowohl im directen als im Localverkehr für Rohproducte ein weiteres Absatzgebiet gewonnen worden ist. An größerem und kleinerem Vieh wurden 3121 Achsen, 1381 Stück und 1847 Ctr., an sonstigen Gegen⸗ ständen 749,000 Ctr. und 1739 Achsen Eisenbahn-Waggons befördert. Die Gesammteinnahme aus dem Güterverkehr belief sich auf 1,324,728 Thlr. 15 Sgr., und betrug, ein schließlich verschiedener Einnahmen mit 47,023 Thlr. 5 Sgr., die Summe der Einnahme 2,252,685 Thlr. 8 Sgr. oder gegen 1866 mit 1,942,167 Thlr. 27 Sgr. mehr 310,517 Thlr. 11 Sgr.- 15,99 Procent. Der Rech⸗ nungs-⸗Abschluß weist eine Gesammteinnahme von 2,270,787 Thlr. 29 Sgr. und eine Ausgabe von 1,263,191 Thlr. 9 Sgr. auf, und verbleibt daher ein Ueberschuß von 1,007,626 Thlr. 20 Sgr., gegen 658,867 Thlr. 29 Sgr. im Jahre 1866. Das Baucapital der Bahn hat sich mithin pro 1867 mit 6,26 Procent verzinst, gegen 4,10 Procent im Jahre 1866. Nach Maßgabe der verwendeten Baucapitale kamen von dem Ueberschuß auf die unter königl. preuß. Verwaltung stehenden Bahnstrecken 690,459 Thlr. 26 Sgr., auf die großh. hessischen 317,166 Thlr. 24 Sgr. Das Personal der Bahn bestand in 794 etatsmäßigen Beamten und 792 Hülfsarbeitern, für welche 400,761 Thlr. 4 Sgr. ausgegeben wurden. Durch die Unglücksfälle wurden 5 Bedienstete der Bahn getödtet und 1 Bediensteter und 2 Passagiere mehr oder weniger erbeblich verletzt.

Dreimal gehenkt und doch noch lebendig. DieDarmst. Ztg. berichtet unterm 2. ds.: Bei dem Schuldiener H. von hier ist der Selbstmord wirklich zum Laster geworden. Bereits vor länger als zehn Jahren erhängte sich derselbe auf dem Speicher eines hiesigen Schulhauses; es gelang, nachdem er abgeschnitten, ihn wieder ins Leben zurückzurufen, wenige Jahre später folgte ein zweiter, gleichfalls mißglückter Versuch, und vorgestern setzte derselbe abermals 4 kr. zum Ankaufe eines Stricks in Ausgabe, ohne darum seinen Zweck erreichen zu können. In der Nähe des Bahnhofes wurde H. abgeschnitten, in das Spital verbracht, und den Bemühungen der Aerzte gelang es, ihn auch diesesmal seinen Mitbürgern zu erhalten.

Eine freche Gaunerei. Ein elegant gekleideter junger Mann fuhr dieser Tage bei einem Goldarbeiter des Faubourg St. Germain in Paris vor, um einige Geburts- tags geschenke zu kaufen. Der Goldarbeiter breitete Schmuck gegenstände aller Art aus, und der junge Mann traf seine Wahl. Auf sein Verlangen wurde die Rechnung geschrie⸗ ben, die sich auf 3500 Fr. belief.Quittiren Sie dieselbe, sagte er,und schicken Sie sie mir mit den Sachen. Er bezeichnete seine Wohnung und wollte fortgehen, doch, sich besinnend, bemerkte er:Ich brauche noch eine Stutz⸗ uhr für meine Mutter! Nachdem er eine solche gewählt hatte, verließ er das Local mit der Bemerkung:Ich er⸗ warte Sie in einer Stunde. Der Goldarbeiter, von seinem Kommis begleitet, begibt sich nach der bezeichneten Wohnung; sie ist im ersten Stock eines vornehmen Hauses. Sie treten ein und finden den jungen Mann im Vor- zimmer; derselbe bat den Goldarbeiter, einen Augenblick zu warten, während er seine Ankunft der Mutter melden werde, welcher er zuerst die Uhr zeigen wollte. Er nahm dieselbe und trat in den Salon ein, dessen Thür er halb aufließ, wie auch die einer zweiten Stube. Der Gold⸗ arbeiter und dessen Gehülfe hören nur folgende Unter⸗ rebung:Hier ist deine Uhr liebe Mutter, einfach, wie du sie verlangt hast.Die ist noch viel zu schön, hast du nichts für deine Schwestern gekauft?Ja wohl, Mutter, du magst dein Urtheil da cüber sagen, ich werde es dir mit der Rechnung zeigen.Sehr gern, ich sehe wohl, du Schelm, daß ich einen guten Theil derselben zahlen soll. Der junge Mann kam mit der Uhr zum Goldarbeiter zurück.Meine Mutter ist sehr gut gestimmt. sagte er,ich will, daß sie meine Wahl genehmigt, und besonders, daß sie selber bezahlt. Es werden ihm die Schmucksachen übergeben und er geht zur Mutter zurück, die Thüren immer halb geöffnet lassend. Die Unterhaltung war also zu hören. Die Mutter fand Alles sehr schön. Indessen, bemerkte sie,wollen wir den Geschmack deiner Schwestern höten; rufe sie.Aber, liebe Mutter, ich wollte ihnen eine Ueberraschung machen.Nein, nein! Rufe sie nur! verlangte die Frauenstimme. Ein zweites Mal herauskommend, sagte der junge Mann zum Goldarbeiter:Das ist die Laune einer alten Frau, ich muß meine Schwestern rufen. Er ging durch das Vor⸗ zimmer hinaus. Eine halbe Stunde verging, die beiden Harrenden, ungeduldig geworden, machten etwas Geräusch, um die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich zu ziehenz es

war Alles still. Sie öffnen die Thür zum Salon und sehen denselben ohne Möbel; sie gehen durch die anderen Zimmer und gewinnen die Ueberzeugung, daß Niemand sich dort befindet, und doch ist kein Ausgang vorhanden, aus dem die Mutter hätte fortgehen können. Sie stiegen zum Portier hinunter, der auf ihre Frage antwertet: Dieser Herr ist soeben fortgegangen, er hat die Wohaung nur bedingungsweise gemiethet; er hat als Entschäbigung für alle Fälle 20 Fres. als Geschenk gegeben, unb seit zwei Tagen beschäftigt er sich damit, Alles zu vermessen, weil er nicht früher fest miethen wollte, als bis er sich überzeugt, daß er alle seine Möbel nach Wunsch werbe unterbringen können; ich habe Sie für Tapezierer gehalten, die er angeblich erwartete. Der Streich war gespielt, der Goldarbeiter um seine Schmucksachen betrogen. Aber was war aus der Person geworden, welche die Rolle der Mutter gespielt hatte? Der Dieb muß wohl ein Bauchredner gewesen sein und vortrefflich die Stimme der alten Frau nachgeahmt haben.

Für die Uothleidenden in Ostpreußen

empfingen wir nachträglich laut der bereits veröffentlichten

speziellen Empfangsbescheinigungen noch 84 fl. 20 kr.

Wir haben diesen Betrag kürzlich an das Hülfs-Comité

in Berlin eingesandt und Quittung darüber erhalten,

welche zur Einsicht der Interessenten bei uns offen liegt. Die Expedition des Anzeigers.

Verloosungen.

Karlsruhe, 30. Junf. Ziehung der 35⸗fl.⸗Loose. Folgende Nummern erhielten Haupttreffer zu 1000 fl.: 126608, 186351, 317651, 320166, 305923, 126643, 6000, 320152, 320175, 397132.

Wien, 1. Juli, Serienziehung der 1854er Loose. Gezogen wurden heute nachfolgende Serien: 8, 63, 159, 566, 781, 792, 814, 943, 1006, 1259, 1636, 1775, 1871, 2166, 2368, 2449, 2589, 2613, 2809, 3029, 3793, 3822.

Ziehung der österreichischen 100 fl. Loose vom Jahre 1858. Serie 2734 Nr. 47 250,000 fl., Serie 3906 Nr. 19 40,000 fl., Serie 1596 Nr. 97 20,000 fl., Serie 4027 Nr. 15 und Serie 2129 Nr. 9 je 5000 fl., Serie 716 Nr. 32 und Serie 2734 Nr. 31 je 2500 fl., Serie 1596 Nr. 16, Serie 3222 Nr. 18 und Serie 3459 Nr. 8 je 1500 fl. Außerdem wurden folgende Serien mit kleineren Treffern gezogen: Serie 3429, 2325, 3470, 3016, 846 und 824.

Rettungsruf!!

Die Hungersnoth unter den jüdischen Glaubens- brüdern in West⸗Rußland hat ihren Höhepunkt erreicht. Tagtäglich kommen die Rabbinen aus den jüdischen Städten zu uns und bitten, selbst vor Hunger nicht geschützt, für die hungernde Gemeinde. Ihre Schil⸗ derungen des Elende find entsetzlich. Tagtäglich sterben Menschen Hungers und gewöhnlich sind es die Familien⸗ väter, welche den Ueberentbehrungen und Ueberan⸗ strengungen erliegen und ihre Wittwen und Waisen zur höchsten Steigerung des Unglücks zurücklassen. Mit entsiellten Gesichtern wandeln viele gleich Schatten ein⸗ her und suchen sich die elendesten Nahrungemiitel auf, um die Wuth des Hungers zu stillen. Selbsthülje ist nicht möglich der allgemeinen Verarmung wegen; die sonst vermögenden Männer, jetzt betteln sie selbn um Bred. Wir haben uns nunmehr dier zum Central⸗ Unterflützungs⸗Comité constituirt und Herrn Julius Hirsch, Firma: J. Hirsch& Comp, zum Schatz⸗ meister gewählt und bitten, an dieses Haus die Gaben zu adressiren.

Unsere Mittel find erschöpft! Filet mit euren Gaben! Jeder Tag fordert neue Opfer!

Memel den 22. Junt 1868.

Das Central-Unterslützungs-Comitt für die noth⸗ leidenden Jsratliten in West-Rußland. Dr. Nülf, Schriftsübrer. Julius Hirsch, Schatzmeister. S. A. Wohlgemuth, Rabbit. Rubin Schleß. Leiser Levy. Elias Behr. S. B. Bernstein.

Wir bitten wiederholt einen Jeden, der es vermag, Samm ungen zu diesem Zwecke zu veranstalten und diesem Notbrufe auf jede Weise, desonders aber durch die Zeitungen, die weiteste Verbreitung zu geben.

1608 Nach dem Jahresbericht des Specialarztes Dr. Müller zu Coburg behandelte derselbe vom 1. Oktober 1866 bis 1. Okiober 1867 2734 Gicht⸗, Hämorrhoidal⸗ und Bleichsuchtkranke.

Hiervon kommen 1462 Kranke auf die Gicht, 971 auf die Hämorrhoiden und 301 auf die Bleichsucht.

Nach dessen Beobachtungen hängen diese Krankheiten meist von tellurischen Einflüssen ab; namentlich beherrschen die sumpfigten Gegenden die Gicht. Schlesien und West⸗ phalen lieferten das stärkste Contingent zur Gicht.

Die Temperaturschwankungen, die seit 2 Jahren fast stabil sind, lassen Gichtkranke gar nicht zur Ruhe kommenz dagegen machten dieselben auf Hämorrhoidalkranke einen sehr wohlthuenden Eindruck. Die Bleichsucht erklärt Dr. Müller als ein Product der sauerstoffarmen Stubenluft, die den Spessebrei des Magens chemisch zersetzt.