Ausgabe 
3.12.1868
 
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Paris. DerMoniteur schreibt in seinem Bülletin: Die Nachrichten von einem angeblichen Aufstande in der spanischen Besitzung Porto Rico werden durch Berichte vom 8. November widerlegt. f

Wie verlautel, hat die Regierung der Familie Baudins mitgetheilt, sie werde nicht dulden, daß man demselben ein Denkmal in Paris setze; sie werde nur gestatten, daß man ihm ein solches in seinem Heimathsorte errichte. Dieser neue willkürliche Act der Behörden ist selbstverständlich nicht geeignet, die Gemüther ruhiger zu stimmen. Dieselben werden übrigens ohnedies durch die vielen Preßprozesse, welche täglich stattfinden, schon hinlänglich in der Er- regung erhalten.

Eine am 29. Nov. in Paris angekommene Depesche meldet, daß Berrier um 4 Uhr Morgens zu Angerville gestorben ist.

Künftigen 3. December wird die Revision des Prozesses Lesurgne, der bekanntlich wegen Betheiligung am Morde des Lyoner Kuriers 1796 guillotinirt ward, dessen Unschuld aber später er kannt wurde, vor dem Cassationshofe erfolgen. Dieser Revision soll die feierlich ausgesprochene Rehabilitation Lesurgue's folgen.

Paris Frankreich hat abermals einen großen Todten zu deklagen. Berrier, der berühmte Advokat und gewaltige Redner, die bedeutendste Stütze der legitimistischen Sache, der gefürchtete Gegner Napoleons ist gestorben. Erst kürzlich hat derselbe beim Beginn der Baudin-Affaire seine Stimme in wahrhaft vernichtender Weise gegen den Mann des 2. Dezember erhoben: jetzt schweigt dieser Mund für immer. Berrier war der Sohn des berühmten Advokaten gleichen Namens, der seiner Zeit im Verein mit Dupin die Vertheidi gung des unglücklichen Marschalls Ney übernom- men hatte. Trotz seiner Rednergröße man vergleicht ihn mit Mirabeau wurde er durch die politischen Thatsachen in den Hintergrund gedrängt. Berrier diente der verlornen Sache der Legitimität in Frankreich aus Ueberzeugung und mit seinem Herzen. Als er in den letzten Tagen von einer langen Ohnmacht erwachte, rief er:Ich bin also noch nicht todt, ich lebe noch? Nun denn, es lebe der König!(Der Graf v. Chambord.)

Schweden. In Stockholm hat am 28. Nov. ein arger Tumult stattgehabt, so daß Cavallerie gegen die Ruhestörer angewandt und das Empörungsgesetz vorgelesen werden mußte.

Spanien. Madrid. Am 29. Nov. hat eine republikanische Demonstration stattgefunden. Eire große Volksmenge zog in bester Ordnung durch die Hauptstraßen der Stadt vor den könig; lichen Palast. Dort angekommen forderte Castelar das Volk auf, einen Schwur zu leisten, daß nie ein König in diesen Palast zurückkehren werde. Außer Castelar sprachen Orense und noch zwei andere republikanische Redner. Unter dem Rufe: Es lebe die Republik! löste sich das Meeting in vollkommenster Ordnung auf. Es wird ange⸗ kündigt, daß am 13. Dezember eine neue repu- blikanische Manifestation statifinden werde, an welcher auch Deputationen aus den Provinzen Theil nehmen sollen.

Andere Nachrichten melden: Die republika nische Kundgebung ist in größter Ordnung ver laufen. Fünfzigtausend Neugierige waren an-

Ordnung nicht gestört werden würde, keine Vor sichtsmaßregeln getroffen. Die Kundgebung soll, wie behauptet wird, den Hoffnungen der repu blikanischen Parteichefs nicht entsprochen haben; die monarchische Gesinnung sei in Spanien zu tief eingewurzelt. Die Mitglieder der provisorischen Regie rung, wie auch die Hauptführer der politischen Parteien, haben sich wiederholt für die Noth wendigkeit der Cultusfreiheit einstimmig und un umwunden ausgesprochen, und viele spontane Kundgebungen der Bevölkerungen bedeutender Städte(wie, außer Madrid selbst, Sevilla, Ma laga, Cadix, Gerona und Barcelona) haben die Cultusfreiheit als eine ihrer Hauptforderungen laut betont. Solche Gesinnungen, in Spanien übrigens schon seit längerer Zeit heimisch, konn ten nur, durch äußere Umstände zurückgehalten, nicht in der Art und Weise und in dem Grade, wie jetzt, zum offenen Ausdruck gelangen. Wie die Comite's von Sevilla und Sa lamanca, so hat jetzt auch eines der Wahlcomite's von Valencia die Initiative ergriffen, den Mar schall Espartero als Candidaten zum spanischen Thron auszurufen. Eine Correspondenz aus Lissabon theilt mit, daß man von der Candidatur Don Fernando's zum spanischen Thron kaum noch spricht. Der König selbst ist von der äußersten Zurückhaltung in dieser Angelegenheit. Italien. Römischen Briefen zufolge wurde das Ministerium des Kirchenstaates folgendermaßen modifizirt: Antonelli, Auswärtiges und Krieg; Ferrari, Finanzen; Berardi, Inneres und Handel. Donaufürstenthümer. Nachdem das Cabinet seine Entlassung eingereicht, hat der Fürst Demeter Ghika mit der Neubildung des Cabinets beauftragt und dieser hat dasselbe aus verschie denen Parteien zusammengesetzt. Demeter Ghika hat das Präsidium und Aeußeres, Cogolnitscheano Inneres, Boresco Justiz, Alexander Golesco Finanzen, Papadopulo Calimachi Cultus und Unterricht, Oberst Duda Nemri Krieg. Türkei. Wie berichtet wird, hat die Pforte ihren Gesandten, Photiades-Bey, in Athen ange wiesen, von der griechischen Regierung die Ver- hinderung fernerer Freiwilligenzuzüge nach Creta zu verlangen und im Weigerungsfalle die Abbe; rufung ihres Gesandten in sichere Aussicht zu stellen. Rußland. Petersburg. Die inter- nationale Conferenz zur Abschaffung des Gebrauchs der Sprenggeschosse entschied, daß die Mächte bei See- und Landkriegen die Anwendung von Sprenggeschossen aufgeben, deren Gewicht weniger als 400 Gramme beträgt und die mit Brennstoffen gefüllt sind. Die Verpflichtung hört auf, sobald Staaten am Kriege betheiligt sind, die den Tractat nicht unterschrieben haben. Das Protokoll unter- zeichneten dit Vertreter von Oesterreich, Frankreich, Bayern, Großbritannien, Württemberg, Holland, Griechenland, Dänemark, Italien, Preußen, Por- tugal, Persien, Rußland, Türkei und Schweden.

F. Aus dem Kreise Friedberg. Am 28. v. M. hielt der Friedberger landwirthschaftliche Bildungs⸗ und Versuchs⸗Verein seine Jahresversammlung ab. Außer den Mitgliedern dieses Kränzchens hatten sich auch mehrere Lebrer des Kreises eingesundeu, der Einladung des Vor⸗ sitzenden folgend. Nach Erledigung des geschäftlichen Tyeils leitele Herr Dr. Henkelmann das auf der Tagesordnung siehende Thema über landwirthschastliches Fortbildungs⸗Schulwesen mit kurzen, recht kräftigen Worten ein. Er hob die Wichtigkeit der Fortbildungsschulen in

wesend, darunter jedoch nur 12,000 Republikaner.

Die Regierung hatte, in der Gewißheit, daß die hervor, gedachte der Lehrmittel und der besonderen

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Schwierigkeiten, welche sich benselben enigegenfsemmten und gab schließlich noch eine Uebersicht der in der Provinz Oberhessen, sowie in Nachbarländern, besonbers in Rhein⸗ preußen beßßsehenden Fortbildungsschulen und deren darin erzielten Resultaten. Die Discussion drehte sich haupk⸗ sächlich um die Frage: Wäre es wünschenswerth, daß die Fortbildungsschusen vom Staate gesetzlich eingeführ! würden, oder soll deren Besuch freie Wahl der jungen Leute sein. Die Versammlung schien sich zu Letzterem hinzuneigen. Herr Dr. Henkelmann sprach sich ent⸗ schieden für freie Wahl aus. Ebenso Lehrer Rückert von Rodheim, der schon seit langen Jahren Erfahrungen im Fortbildungsschulwesen gesammelt, während die Lehrer Pabst von Bönstadt und Loos von Södel lebhaft der gesetzlichen Einführung das Wort redeten. Gewiß ist, daß die Jahresversammlung bes Friedberger landwirth⸗ schaftlichen Kränzchens unter der trefflichen Leitung des Herrn Dr. Henkelmann sehr anregend für alle Theil⸗ nehmer war und daß es für den Fortschritt der Land⸗ wirthschaft in unserer Wetterau nur erwünscht sein könnte, wenn sich dasselbe immer mehr ausdehnte und Mitglieder aus allen Orten unsres Kreises bekäme.

Frankfurt. Der hiesigen Polizei ist es gelungen, wieder einige Bauernsänger zu ertappen und dieselben zu verhaften; das letzte Opfer derselben war ein junger Gerberssohn aus Gelnhausen.

Aus der Schweiz. Von dem großen Nath des Cantons Waadt werden für die Wasserbeschädigten 10,000 Fr. neuerdings dem Bundesrath zur Verfügung gestellt, wobei die vom Staatsrath bewilligte Summe nicht inbegriffen ist. Vom Ausland sind an Liebes⸗ gaven u. A. neuerdings eingelaufen: Aus Philadelphia (zweite Sendung) 2500 Fr.; aus Karlsruhe 1800 Fr.; aus Donaueschingen 250 Fr.; aus Emmendingen 325 Fr.; aus Hamburg(zweite Sendung) 8144 Fr.; aus Berlin (dritte Sendung) 2000 Fr.; aus Pest(zweite Sendung) 1622 Fr. Aus Posen und Galizien stehen 3269 Fr. in Aussicht.

Genf. Ein höchst merkwürdiger Criminalfall be⸗ schäftigie während der letzten Tage das hiesige Schwur⸗ gericht. Eine Frauensperson, Nemens Icanneret, gebürtig aus Locle, ist des neunsachen Giftmordes angeklagt. Sechs ihrer Opfer sind ihrem teuflischen Thun erlegen, drei konnten noch gerettet werden. Was die schwarzen Thaten als psychologisches Räthsel erscheinen läßt, ist der Umstand, daß deuselben keines der Motive zu Grunde liegt, die man dabei zunächst vermuthen möchte: nicht Rachsucht, Eifersucht oder Habsucht hat die Mörderin ge⸗ leitet. Nur einmal ist es konstatirt, daß sie von einer Gemordeten einen Ring an sich nahm. Die Angeklagte, der es weder an einiger Bildung noch an zu ihrem Lebensunterhalt hinreichendem Vermögen sehlt, hatte sich Geschick und Kenntnisse in ber Krankenpflege erworben und sich in Spitälern und Privathäusern als Kranken⸗ pflegerin einzuführen und sich Vertrauen zu erwerben gewußt. Hier war das Feld ihrer Wirksamkeit: den ihrer Pflege An vertrauten brachte sie Atropin bei, das aus den verschiedensten Apotheken zu erhalten ihr gelungen war. War es dämonische Lust am Morden, oder handelte die entsetzliche Person unter dem Einfluß von Krankheits⸗ anfällen, die ihr das Bewußtsein ihrer Handlungen raubten? Diese Fragen traten an den Gerichtshof heran. Die Ge⸗ schwornen haben entschieden. Ihr Verdikt lautet auf Schuldig mit mildernden Umständen, worauf der Gerichts⸗ hof sie zu 20 Jahren Zwangsarbeit und 10,000 Fr. Schadenersatz an die Civilparieien verurtheilte.

VBerlossungen.

Karlsruhe, 30. Nov. In der heutigen Serien⸗ ziehung der badischen fl. 35 Loose wurden folgende 20 Serien à 50 Stück Loose gezogen: Serie 4240, 1777, 3038, 62, 2694, 7425, 2324, 2300, 7817, 5303, 6612, 5934, 2513, 799, 7866, 2211, 2601, 1817, 4333, 5718.

Kassel, 1. Dez. Bei der heute statigehabten Serien⸗ ziehung der kurhessischen 40⸗Thaler⸗Loose wurden solgende Serien gezogen: 8, 132, 320, 389, 511, 534, 584, 672, 779, 881, 1131, 1146, 1325, 1468, 1479, 1495, 1562, 1754, 1755, 2219, 2435, 2633, 2867, 3085, 3100, 3272, 3281, 3531, 3561, 3607, 3625, 3639, 3813, 3897, 3974, 4273, 4332, 4436, 4523, 4550, 4718, 4745, 4917, 5319, 5415, 5457, 5552, 5860, 6021, 6330.

Noch ein Urthtil über den Lahrer Hinzenden Voten. Potsdam, 26. Sept. 1868.

Auswahl und Ton Jorer kleinen Geschichten sind

wirklich mustergültig und schlagen bei Großen wie bei

Kleinen, bei Gebildeten und Ungebildeten an. Dasselbe

Bezug auf allgemeine und landwirthschastliche Bildung

gilt von den Holzschnitten. 2932 Schulze(Delitzsch).

Brod lieferung.

2926 Donnerstag den 10. December er., Vormlttags 11 Ube, wird die Lieserung des Brodbedarfs für die Garn'son Friedberg für das 1. Quartal 1869 auf dem Bedingungen liegen apf dem Büreau des Zahlmeisters, woselbst auch

Soumissionswege in Accord gegeben. die Soumissionsverbandlung stattfinden wird, zur Ein sicht der Interessenten offen.

zrledberg den 30. November 1868.

Großherzogliches Commando des 1. Jägerbataillon.

Ann ssch ü tz, Major und Batatllons-Commandeur.

Ein Laufmädchen

2936 wird gesucht.

Ansekunft durch die Exped. d. Bl.

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