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Wöhrmann in Riga, und der preuß. General- Consul Ernst Mahs in Odessa;— zu Consuln: der preuß. und hamb. Consul Johannes Gernet in Archangel, der preuß. Consul Franz Johann Franzen in Uleaborg, die lübeck'schen Consuln Carl Grundfeldt in Ny-Karleby, Carl Gustav Wolff in Wasa, Carl Emil Carlström in Christine- stadt, Georg Wentzel in Björneborg, Christian Friedrich Voß in Abo, Carl Julius Harff in Helsingfors, der preußische Consul Frithiof Hultmann in Ekenäs, der lübeckische Consul Carl Eugene Aberg in Borgo, die preußischen Consuln Johann Friedrich Hackmann in Wiburg, Ed. Sutthoff in Narva, Andreas Christian Koch in Reval, Nikolai Michael Bremer in Pernau, Carl Ernst Mahler in Windau, Carl Friedrich Ulrich Schneider in Libau, Johann Hämmerlé in Berdjansk, der hamburgische Consul Jean Emanuel Scaramanga in Rostoff, und der preuß. Consul Walter Ferdinand Siemens in Tieflis;— zu Viceconsuln: der Fabrikbesitzer Dr. A. Hoher in Moskau, der preuß. mecklenb. oldenb. und hanseatische Viceconsul Wilhelm Lüders in Kronstadt, der preuß. Consular-Agent Theodor Hoffmann in Odessa, der mecklenburg. Viceconsul Jean Salatich in Kertsch, der mecklenburg. Viceconsul Mathias Kowacewicz in Marioupol und der preuß. und oldenb. Viceconsul Alex. Hämmerlé in Taganrog.
Hannover. Die in dem kürzlich verhan— delten hannover'schen Hochverrathsprozesse verur— theilten Hannoveraner haben sich, wie die„N.-Z.“ hört, um Begnadigung an den König gewendet und soll auch Aussicht auf Gewährung ihres Gnadengesuches sein.
Langensalza. Am Jahrestage des Treffens von Lalgensalza fand unter zahlreicher stiller Theilnahme der Bevölkerung die feierliche Ein⸗ weihung des Denkmales statt, welches viele Mit— glieder der ehemaligen hannover'schen Armee ihren gefallenen Kameraden auf dem hiesigen Kirchhofe setzten. Es ist ein geschmackvoller Obelisk, der die Inschrist trägt:„Gewidmet Hannover's tapferen Söhnen, gefallen am 27. Juni 1866 für ihres Landes Ehre,“ und ferner die Namen aller ge⸗ fallenen Offiziere und Soldaten.
Oesterreich. Wien. In der schon er⸗ wähnten Allocution des Papstes, die Verdammung der interconfessionellen Gesetze betreffend, lautet die betreffende Stelle:„Ihr seht mithin, ehrwürdige Brüder, wie verwerflich und verdammenswerth jene von der österreichischen Regierung erlassenen abscheulichen Gesetze sind, welche die Lehre der katholischen Kirche, ihre ehrwürdigen Rechte, ihre Autorität und göttliche Constitution, so wie die Gewalt unserer und dieses apostolischen Stuhles, unsere erwähnte Convention, ja das Naturrecht selöst auf's Höchste verletzen. Von der Sorge für alle Kirchen, die Christus der Herr uns übertrug, geleitet, erheben wir denn die apostolische Stimme in dieser Eurer erlauchten Versammlung und kraft unserer apostolischen Autorität verwerfen und verdammen wir die an- geführten Gesetze und im Allgemeinen wie im Besonderen Alles, was in diesen wie in anderen Dingen gegen die Rechte der Kirche von der österreichischen Regierung oder von untergeordneten Behörden verordnet, gethan oder wie immer verfügt worden ist; kraft derselben Autorität erklären wir diese Gesetze sammt ihren Folgerungen als durchaus nichtig und immerdar ungültig. Die Urheber der- selben aber, besonders die sich Katholiken zu sein rühmen, und Alle, die besagte Gesetze vorzuschlagen,
zu approbiren und auezuführen sich untersingen, er⸗ mahnen und beschwören wir, der Censuren und gerichtlichen Strafen zu gedenken, die nach den apostolischen Constitutionen und den Decreten der ökumenischen Concilien Diejenigen, welche die Rechte der Kirche verletzen, auf sich laden.“
— Von der jüngsten Kaiserreise in Böhmen werden nachträglich noch einige pikante Episoden mitgetheilt. Der Erzbischof von Prag und der Bischof von Leitmeritz hatten, um nicht vor dem Kaiser erscheinen zu müssen, eine größere Visitations- reise in ihrer Diöcese angetreten. Zu dem Grafen Clam⸗Martinitz, einem der Führer der verfassungs- feindlichen Adelspartei, sagte der Kaiser:„Sie versichern mich Ihrer Anhänglichkeit; ich will daran glauben, aber die Wege, auf denen Sie gehen, sind bedenklich. Ich warne Sie, weiter zu gehen, denn diese Wege führen zur Revolution. Sie und Ihre Standesgenossen würden die Folgen davon zuerst empfinden.“
Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper wurde am 29. Juni die Diskussion über das Budget geführt. Magnin sieht die Ursache des Deficits in den französischen Finanzen im Mangel an Controle. Zur dauernden Abhülfe könne nur eine Entwaffaung führen. Louvet sagt, die Finanz- Situation sei eine sehr schwierige. Nachdem durch die Commission für Umbildung der Bewaffnung Corcessionen gemacht worden seien, müßten Kammer und Regierung für eine friedliche Politik eintreten.
Italien. Florenz. Die„Gazetta uffiziale“, indem sie die Gerüchte erwähnt, welche über An— werbungen von Freiwilligen zu einem unbekannten Zwecke im Umlauf seien, erklärt es als durchaus unwahr, daß die Regierung solche Versuche er— laubt oder gar begünstigt habe. Die Regierung sti entschlosseg, alle Diejenigen, welche die Ruhe des Landes zu gefährden oder die freundlichen Beziehungen zum Auslande in Frage zu stellen drohten, energisch zu verfolgen.
Rom. Eine soeben veröffentlichte päpstliche Bulle beruft ein allgemeines Concil der katholischen Kirche auf den 8. December 1869 zusammen.
Serbien. Aus Belgrad wird gemeldet, daß die Verkündigung des Urtheils in dem Atten- tatsprozesse wegen neuerer Entdeckungen und Ge— ständnisse des Angeklagten Marie verschoben worden ist; die Untersuchung wird fortgesetzt, und neue Verhaftungen erfolgen. Der Hauptmann Mirzailovic, welcher mit seiner Truppenabtheilung das Polizei gebäude hätte besetzen sollen, ist am 29. Juni im Beisein einer ungeheueren Volksmenge er— schossen worden.
Türkei. Prinz Napoleon ist am 27. Juni in Konstantinopel eingetroffen.
Friedberg. Mit Anfang der laufenden Woche wurde in den Gemarkungen Friedberg und Nauheim mit dem Schneiden des Kornes begonnen.
Frankfurt. Die Ehrengaben der verschiedenen hicsigen Vereine für das Wiener Schützensest waren am 1. Juli im Neuen Bürgerverein ausgestellt. Der Bürger⸗ preis besteht aus 200 neuen Ducaten in einer geschmack⸗ und werthvollen Cristallschaale mit ciselirtem silbernem Fuß. Von Privaten wurden folgende Gaben eingesandt: Von der Weinhandlung P. A. Mumm feine Weine, von
von der Buchhandlung H. Keller ein Album vom Frank⸗ furter Schützenfest.
Darmstadt. Wie die„M. Ztg.“ vernimmt, wird Anfangs Seplember ein größeres Musiksest in Darmstadt abgehalten und dazu die Benutzung des Zeughauses ge⸗ staltet werden. Die zu diesem Zweck nöthigen baulichen Veränderungen wurden bereits in Angriff genommen.
der Weinhandlung J. H. Brucker zwei Kisten mit Wein, F
Darmstadt. Auch unsere Residenz hat nun ein Schillerhaus, indem veirflossenen Samstag an bem Gasthaus„zue Sonne? in der großen Ochsengasse eine Tafel angeschlagen wurde, welche besagt, daß Schiller im Jahre 1778 einige Tage daselbst logirte. In den oberen Räumen des Hauses hatten sich verschiedene hiesige Ver⸗ ehrer des Dichters zu einem Abendessen vereinigt, welche in Rede und Gesang den Liebling des deutschen Volkes feierten.
Worms. Am 28. Juni sand dahier die General⸗ versammlung des Verbandes der mittelcheinischen Feuer⸗ corps statt. Es waren wenizstens 1000 Feuerwehrmänner in Uniform erschienen. Gegen 12 Uhr stellte sich det Zug auf dem Paradeplatz auf und zog unter den Klängen von 4 Musikcorps durch die noch prächtig geschmückte Siladt nach dem Knabenschulgebäude. Voran zog die Wormser Feuerwehr mit 8 Spritzen und sonstigen Lösch⸗ gecächschasten; dann kamen die Corps, resp. deren Ver— treter, aus Alzey, Baden-Baden, Vockenhüm, Butzbach, Castel, Darmstadt, Dürkheim, Frankfurt, Gau-Algesgeim, Gernsheim, Gießen, Han zu, Heidelberg, Homburg v. d. H., Kaiserslautern, Källstadt, Ladenburg, Landau, Ludwigs⸗ bafen, Mainz, Mannheim, Mosbach, Neustadt a. d. H., Oberingelheim, Obecursel, Offenbach, Osthosen, Speyer, Weinheim, Wiesbaden, Wöllstein, Zügelhausen c. Am Knabenschulgebände wurden unter ungeheurem Zuschauer⸗ andrang allerlei Uebungen vorgenommen, worauf gemein⸗ sames Mahl in der Festhalle folgie. Nachmittags 3 Uhr fand im Saale des Stadthauses der dritte mittelrheinische Feuerwehrtag statt und erklärten noch viele Feuerwehren ihren Beitritt zu dem Verbande. Nach Erledigung der eingebrachten Anträge und Besprechung von zweckmäßigen Feuerwehr⸗Requisiten wurde zum Vorort für nächstes Jahr Gießen erwäblt.
Aus Rheinhessen. Kürzlich hat ein 19jähriger Diensiknecht aus Huxbeim ein Mädchen von Dalsheim, mit der er ein Liedesverhältniß hatte und die er für untreu hielt, in der Gemarkung Molsheim in einem Weinberg mit einer Hacke ergordet. Die Unglückliche war in wenigen Minuten eine Leiche. Der Mörder befindet sich in Haft.
Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.-Agent.
Tas Hamburger Post-Dampfschiff„Borussia“, Capitän Franzen, ging, expedirt von Hrn. August Bolten, William Miller's Nachfolger, am 27. Juni von Hamburg nach New York ab. Außer einer starken Brief- und Packelpost halte dasselbe 16 Passagiere in der Cajüte und war auch das Zwischendeck mit Passagieren voll besetzt.
Das Harnburg⸗New Porker Post-Dampfschiff„Bwaria“, Capilän Meyer, welches am 9. d. M. von hier direct nach New⸗ Vork abgegangen, ist am 23. d. M., 8 Uhr Abends, wohlbehalten dort angekommen.
Zahlungswerth der vom 1. Juli 1868 an fälligen Coupons österreichischer
Staatspapiere. a. Zahlbar in Papiergeld: I. fl. 10 Conv.⸗W. fl. 8. 40 östr. W. 2. 0 5=„ s „20.— 5 r 20 5„ * 25. 5*— 21. N 7 II. fl 12. 50 östr. W.= fl. 9. 79½ östr. W. „ 25.—„
Matalliques von 1866(steuerfreie). östr. W.— fl. 21. 52½ östr. W. d. Zahlbar in Silber: I. National. fl. 12. 30 C.⸗M. fl. 10. 50 östr. W.— fl. 12. 15 füdd. W. 5.—„ 2 21.-„„. 30„„ II. Englische Metalliques von 1852 und 1859. L. 2. 10== fl. 24. 15 östr. W.= fl. 28. 10½ südd. W. III. Silberanlehen von 1864. L. 2. 10= fl. 23. 10 östr. W.= fl. 20. 37 südd. IV. Französiiches Anlehen von 1865.
r. 12. 50= fl. 4. 83 östr. W. fl. 5. 38 füdd. W. 62. 50=„. 15„„% e. fl. 250. Loose von 1854. fl. 10. Conv.⸗M.= fl. 8. 40 östr. W.
fl. 500. Loose von 1860. fl. 2. 50 östr. W. fl. 2. Isir. W. e 9 „ 20.—.
Bekanntmachung. 1589 Oer Ackermana Adam Bausch von Kilian⸗ stadten hat glaubhaft angezeigt, daß sein Vermögen überschuldet sel. Es wüud deßhalb zur summarischen Anmeldung der Forderungen und zum Güteversuch Termin
auf den 21. Jult, Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle— Schloßstraße Nr. 26— anberaumt.
Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlͤssen der Mehrheit beltretend betrachtet. Etwaiger Vergleichsbescheid wird lediglich durch Anschlag im Ge⸗ richtslocal vereffentlicht.
Hanau am 22. Juni 1868.
Königliches Amtsgericht Abtheilung II. C ste er.
Bekanntmachung. Holzversteigerung in der Oberférsterci Ober⸗Rosbach. 1590 Montag den 6. Juli d. J. kommen im Domantalwald Burgwald, Schlag Nr. XXIV., zur öffentlichen Versteigerung an die Meistbietenden:
4 Stecken Scheitholz,
49„ Prügelbolz,] geschälte Eichen, 16517 Wellen Reiserholz, I. 1 Kiefern,
2* 0 3 Wagen 18 Läste Späne, 3 geschälte Eichen⸗Nutzstücke.
Anfang der Versteigerung Morgens 8½ Ubr in dem dlesseits des Forsihauses Winterstein, nahe am Ockftädter Weg gelegenen Schlag. 0
Ober⸗Rosbach den 29. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ober⸗Rosbach
„dt. Calaminus.
Bingmann.
. 8 ˖ 1 U Holz⸗Versteigerung in den Domanialwaldungen der Ober- försterei Feldkrücken. 1585 Freitag den 10. Juli 1868 kommen 283 Schichten, zu Baumstützen, Zaun und Baumpfählen, Latten ꝛc. ꝛc. taugliches Fichten⸗Stangenbolz, welches an der mit der UlrichsteinerNiddaer- Provinzialstraße zu⸗ sammenhängenden, versteinten Oberwalsstraße lagert, zur Versteigerung. Zablungsfrist gegen Bürgschaft bis 15. Nov. J. J. Zusammenkunft Vormittags 8 Uhr auf der Oder⸗ waldstraße beim Steinbruch im Oistriet Zwirnberg. Schotten am 29. Jun 1868.
Großherzogliche Oberförsterei Feldkrücken Kallend ach.


