Ausgabe 
1.10.1868
 
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hochherziger Volkskampf den fremden Eroberer vertrieben hatte, da riefen neue Zwiste in dem entarteten Königshause neue Spaltungen und neue Kämpfe um den Thron hervor. Ferdinands Ge mahlin nämlich, die ränkesüchtige Christine, wußte ihn, der keinen Sohn hatte, zu bereden, daß er, den Bestimmungen des salischen Hausgesetzes ent- gegen, seine Tochter Isabella zur Nachfolge be- stimmt. Sein Bruder, Don Karlos, widersetzte sich dem als legitimer Thronerbe, und es kam rach Ferdinands Tode zum langjährigen Kampfe zwischen den Karlisten und den Christinos, den Anhängern der Königin Mutter, die während der Minderjährigkeit ihrer Tochter die Regentschaft führte. Der Kampf endete mit der Vertreibung der Karlisten und der Thronbesteigung Isabellens, die ihren dummen Vetter Franz zum Gemahl nahm. Seit 1844 herrscht Isabella. Wie? das ist den Lesern genugsam bekannt, die heutige Revolution gibt davon Zeugniß.

Für den Fall, daß Isabellaveranlaßt würde, das Scepter niederzulegen, kämen zum Ersatz für sie allenfalls in Betracht ihr Sohn, der Prinz von Asturien, Don Karlos, Neffe jenes Karlos, der Isabellen den Thron streitig machte und Erbe

seiner Ansprüche, und Maria Louise Ferdinande, die Schwester der Königin und Gemahlin des Herzogs von Montpensier. DieKölner Ztg. brachte dieser Tage eine Schilderung dieser Präten denten, der wir nachstehende Personalien entnehmen.

1. Prinz von Asturien, 11 Jahre alt, bleich und kränkelnd. Auch der Scharfsinn der Höflings schmeichelei ist nicht im Stande, einen Zug an dem Knaben aufzufinden, der zu der Prophezeihung berechtigte, er möchte ein tüchtiger König werden. Von der Art, wie er erzogen wird, weiß die gute Kölnerin Merkwürdiges zu erzählen.

2. Don Karlos, geboren in Oberösterreich, 20 Jahre alt, verheirathet mit Margaretha, Tochter des verstorbenen Herzogs von Parma, hat eine schmale Stirne, dichte, fast sich kreuzende Augenbrauen, herabhängende Wangen und trägt den Mund offen. Der berühmteste satyrisch⸗ Poet Spaniens, Quevedo, hat den Satz auf

gestellt:Dumm sind alle die, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

Es ist dem Leser anheimgegeben zu vergleichen, zu welcher und Korn.

vertriebene Familie lehrte ihn die Kunst, sich bei den Völkern beliebt zu machen. N 3. Die Infantin Marie Louise Ferdinande, 36 Jahre alt. Sie verdankt ihrem Gatten eine etwas bessere Erziehung, als die war, die sie von ihrer Mutter Christine erhielt. Trotzdem soll sie weit entfernt sein, sich die Sympathien des Volkes gewinnen zu können. Eine Geschichte davon: In Sevilla räumte ihr einst der Besitzer des schönsten Hauses bei einem Volksfest seinen Balkon ein. Auch ein reich besetztes Büffet läßt er aufstellen und bemüht sich auf alle Weise, ihr seine Ergeben- heit zu beweisen. Die Dame des Hauses empfängt die Fürstin und bestrebt sich, ein Gespräch anzu⸗ knüpfen, das ihr gefallen möge, erhält aber keine Antwort. Endlich thut die Gnädige der Mund auf und ertheilt die hohe Weisung:Es ist Hofssitte, eine Infantin nicht ohne Erlaubniß anzureden! Freilich ist sie die Gemahlin des Herzogs von Mentpensier, und die Prinzen des Hauses Orleans sind sonst von besserem Schrot Leider weiß dieKölnerin auch

Hälfte dieses Ausspruchs die Photographie des nichts sonderlich Schmeichelhaftes von dem Herzog

Don Karlos paßt. Seine Erziehung erhielt er übrigens von den Jesuiten, und die aus Parma

von Montpensier zu sagen. Die armen Spanier!

Markt- Verlegung.

2351 Der diesjährige hiesige Herbstmarkt ist

eingetragen, welches aber auf einem Versehen beruht. der Weise auf den richtigen Datum verlegt werden, daß Montag den 19 Oetober der Krämermarkt und Dienstag den 20. October der Viehmarkt abgehalten werden wird.

Indem die unterzeichnete Stelle solches

dandelnde und gewerbtreibende Publikum zugleich zu recht zahlreichem Besuche eingeladen.

Altenstadt den 27. September 1868.

Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt

in dem Landkalender auf den 23. u. 24. Oct. Statt dessen soll nun dieser Markt in

zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird das

Kreuder.

Oeffentliche Aufforderung.

2249 Forderungen und Ansprüche jeder Art an die überschuldete und unter der Rechtswohlthat des Inven⸗ tars angetretene Erbschaft des Jobannes Konrad Noth von Nieder⸗Florstadt find bei Meidung der Nicht⸗ derücksichtigung Donnerstag den 8. October,

Morgens 9 Uhr,

dahier anzumelden, Friedberg den 12. September 1868. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.

Bekanntmachung 2321 Bei der diesjährigen Verloosung der Framers. heimer Partial⸗ Obligationen wurde die Nummer 12 zur Zurückzahlung gezogen.

Dem Inhaber derselben wird der Betrag bis 1. Jan. 1869, von wo die Verzinsung aufhört, gegen Einsendung der Original ⸗Obligalton durch das Handlungshaus J. Lindheimer in Frankfurt a. M. bezahlt werden.

Jramersheim am 22. September 1868.

SDroß herzogliche R Framers heim rug.

Mobilien⸗Versteigerung.

2343 Die zu der Concursmasse des pirsch Maper Sohn dahier gehörigen, zu 14,000 fl. taxirten Mobilien sollen einer öffentlichen Versteigerung gegen Baarzahlung im Laufe des nächsten Monats ausgesetzt und MNontag und Dienstag den 14. u. 18. October, Vormittags 8 Uhr, der Anfang mit den in dem Laden befindlichen Gegen⸗ Händen gemacht werden. Zur Versteigerung kommen: Montag den 12. October, Specereiwaaren ver⸗ schiedener Art, Tabak, Cigarren, Lichter, Seife, Farb waaren, Lacke, 2 Faͤsser Oel ꝛc. ꝛc. Dienstag den 13. Oktober, Eisen⸗, Messing⸗, Stahl⸗ und Blechwaaren aller Art. Butzbach den 25. September 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küche l.

Haus Verkauf.

2348 Ich beabfichtige mein Haus gegen günstige Be⸗ dingungen Abzugs halber zu verkaufen. Dreiftoͤckigee Wohnhaus neren der Post, beste Lage und in gutem Zuftande. Eignet sich zu jedem Geschästsbetrieb.

Wilhelm Bieler, C Metzger. Ein guter Schreinergeselle 2340 findet dauernde Beschaͤftigung bet Heinrich Wagner, Schrelnermelfler.

Mobiliar- Versteigerung 2356 Montag den 5. October d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Chrtstian Philipp Keller dahier die zu dessen Concursmasse geboͤrigen Mobilien, als: 2 Kühe, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Fruchtfege⸗ mühle, 1 Küchenschrank, 1 Klelderschrank und eine Wanduhr

meistbietend gegen baare Zahlung versleigert werden.

Beienheim am 26. September 1868.

In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg wum deen Belenheim

u t h.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Verloosung Stadt Alzeper Odligatlonen.

2255 Bet der diesjährigen Berloosung zur Rückzahlung Stadt Alzeper Obligatlonen wurden folgende Nummern der dritten Serie gezogen: 99, 110, 113, 138, 140, 182, 185, 191 und 214. Den Inbabern dieser Obli⸗ gatlonen wird vom 1. anuar 1869 an gegen Aus- bändigung der Original- Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons der Nennwerth durch die Gemeinde⸗ kasse zu Alzey oder durch das Handlungshaus S. Lind⸗ beimer in Friedberg, sogleich dei Anmeldung aus bezahlt.

Vom 1. Januar 1869 an hört der Zinsenlauf der gezogenen obigen Nummern auf.

Alzey am 15. September 1868.

Großherzogliche Bürgermelsserei Alzey Per pennt.

Gefunden.

2362 Eine schwarzseidene Mantille ist in der Sand⸗ gasse zu Friedberg gefunden worden. Der Eigentbümer kann sie gegen Erstattung der Inseratgebühren auf hits. Bürgermeisterei in Empfang nehmen. Schwalheim am 28. September 1868. Großberzogliche ne Schwalheim en sel.

Ein Bäckerbursche

2360 kann sogleich eintreten bei a Muͤller Bopp, in Reichelsheim.

Eine Wohnung,

2365 bestehend in 6 Zimmern, Küche und Kammer, ist von October an zu vermiethen in der Hofapotbeke.

Wilh. Sturmfels.

eee Neueste Erfindung:!

1747 Die von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich 51 ö 1802⁴ lau! Reskript Nr. 1908

ausschl. privo.

Politur- Composition

ist äußerst beachtenswertb für Tischler, Drechsler und Holzarbeiter zum Fertigpoliren von neuen Möbeln, und für Private ꝛc. zum Aufpoliren von alten und abgestandenen, ober solchen Möbeln, wo das Oel hervortritt. Dutch diese Composition wird das zeitraubende und kostspielige Fertigpoliren von neuen Möbeln durch Spiritus gänzlich beseitigt, da durch Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten ein Tisch oder Kasten fertig polirt ist, und kann dei einem mit dieser Composilion polirten Gegenstand das Oel nie hervortreten.= Die Anwendung ist höchst einfach, das Resultat überraschend 2 Ate und abgestandene Möbel können durch ein- faches Reiben minelst eines befeuchteten Leinwand⸗ lappens überpolirt werden und erhalten einen Hoch- Zlanz, welcher durch das Poliren mit Spiritus nie erzielt werden kann. Mit einem Fläschchen dieser Composition kann man ohne Beihilfe des Tischlers in einigen Stunden eine complete Zimmereinrichtung renoviren. Haupt- Versendungs- Depöt en- gros et en- détail dei Friedrieh Müller, k. k. Privilegtums⸗Inhaber, in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8, wohin die schriftlichen Aufträge erbeten, und gegen Zinsendung des Betrages(da bei Versendungen nach dem Auslande Postnachnahme nicht möglich ist) ningehend effestuirt werden. Preis: 1 Flacon(mit Belehrung) 15 Sgr. 1 Dutz. Flacons Thlr. 2

Weniger wie 2 Flacons können nicht ver⸗ sendet werden.

Aviso 11! Man bittet diese Annonce nicht un⸗ berücksichtigt zu lassen. Da bei richtiger Anwendung dieser Composition solche Vortheile erzielt werden, daß die bis jetzt übliche Art des Polireus bald ganz dieser neuen praktischen und billigen Erfindung weichen muß, so ersucht man das P. T. Publikum sich durch einen Probeversuch davon zu überzeugen, und weisen wir auf das veröffentlichte Zeugniß eines der ersten wissenschaftlichen Kapacitäten Deuischlands, sowie auf die Resultate, welche in Oesterreich durch die Politur⸗ Composition erzielt wurden, hin.

Eleichzeitig wird auf die neu ermäßigten Fracht⸗ Tarife ausmerksam gewacht, durch welche die Fracht⸗ spesen bedeutend reduzirt wurden. Es wird ersucht, bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzu senden, da Versendungen nach dem Auslande pr. Postnachnahme oder Postvorschuß hier nicht angenom men werden.

Zeugniss: Sehr geehrter Herr! Vor einigen Tagen wurde mir eine Probe Ihrer Politur-Composition übergeben mit dem Ersuchen, selbe einer chemischen Analyse ihrer Bestandtheile zu unterziehen. Ich babe

mit einem Patent bevorzugte

diese Probe einer genauen sowohl qualitativen als quantitativen Analyse unterworfen und deren zweck mägige Zusammensetzung völlig für gut befunden zc. ze. Ihr ergebenster Dr. Werner, Olrektor des polytechnischen Institutes in Breslau.

Glace-Handschuhe. e