Ausgabe 
1.10.1868
 
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1868.

Donnerstag den 1. October.

N 116.

Anzeiger für Oberhessen.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. U

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

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Betreffend: Die Feuervisitation des Jahres 1868.

Amtlicher Theil.

Friedberg am 26. September 1868.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Der Rücksendung der Feuervisitationsprotokolle, soweit solche noch nicht erfolgt ist, sehen wir unfehlbar binnen 8 Tagen entgegen.

Betreffend: Die Anlegung und Führung der Militär⸗Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu

erforderlichen Geburts- und Sterbelisten.

F Friedberg den 26. September 1868.

An die evangelischen und katholischen Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

In dem ich Sie, die Pfarrämter, darauf aufmerksam mache, daß die Frist zur Einreichung der Listen bei den betreffenden Großh. Bürgermeistereien über in den Jahren 1851, 1850 und 1849 Geborenen männlichen Geschlechts nach§. 6 des Reglements vom 20. Mai d. J. verstrichen ist, empfehle ich gleichzeitig den Großherzoglichen Bürgermeistereien die vorschriftsmäßige Anlegung und demnächstige Einsendung Der Civil⸗Vorsteher der Kreis-Ersatz-Commission

der Stammrollen.

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Hessen. Darmstadt. Prinz Alexander ist mit seinem ältesten Sohne, der in die englische Marine eintritt, nach London abgereist. Bei der neulichen Ankunft des russischen Kaisers fanden auch dießmal die größten Sicherheitsmaßregeln statt; der Bahnhof war für das Publikum total abgesperrt.

Von den Ministerien des Innern und des Krieges ist ein Reglement erlassen worden, wonach, conform mit den Einrichtungen in Preußen, für den Fall der Mobilmachung die Gestellung des erforderlichen Pferdebedarfs innerhalb fünf Tagen erfolgen kann, nachdem die Mobilmachungsordre erlassen. Die großh. Kreisämter, bzw. Bürger⸗ meistereien, haben sofort die nöthigen Vorbereitungen und Aufstellungen der Listen sämmtlicher dienst⸗ tauglichen Pferde vorzunebmen und dem Ministerium hierüber Bericht einzureichen.

Die am letzten Samstag dahier abgehaltene Landesversammlung der Fortschrittspartei hat die Gründung eines Vereins dieser Partei beschlossen, der sich über das ganze Großherzogthum erstrecken soll. Der Beitrag der Vereinsmitglieder ist auf 30 kr. festgesetzt.

DasFrankf. Journ. läßt sich aus dem Großherzogthum Hessen über Postverhältnisse Fol gendes schreiben: So lange die Post Thurn und Taxisch war, wurde von jedem auf der Post er⸗ hobenen Gulden eine Taxe von 3 Kreuzern, und wenn weniger als 20 Kreuzer erhoben worden, nichts berechnet. Dermalen werden von so geringen Postvorlagen 6, sage sechs Kreuzer und überdies 2 Kreuzer Bestellgeld erhoben. Eine Benachrich⸗ tigung des großberzoglichen Landgerichts Offenbach 3. B. an einen Einwohner Frankfurts kostete früher 4 Kreuzer Vorlage und 3 Kreuzer Porto, also 7 Kreuzer; jetzt kostet ein solches Schreiben 4 Kreuzer Vorlage, 6, Kreuzer Postgebühr, 3 Kreuzer Porto, 2 Kreuzer Bestellgeld, also 15 Kreuzer. Einfache Briefe kosten frankirt 3 Kreuzer, unfrankirt 7 Kreuzer. Die großh. Behörden sranliren natürlich ibre Briefe an die Parteien nicht, somit mußten für alle ihre Briefe 7 Kreuzer Porto auch bei der geringsten Entfernung bezahlt werden. Eine einfache Beschwerde genügte, diesen Uebelstand zu beseitigen: die Behörden schreiben auf ihre BriefePortopflichtige Dienstsache, und ts werden nur 3 Kreuzer Porto erhoben(früher kostete also ein Brief, wie oben angegeben, nicht 15, sondern sogar 19 Kreuzer). Es darf wohl als bestimmt angenommen werden, daß auch der oben hervorgehobene Mißstand beseitigt wird.

Von Berlin ist die Nachricht eingetroffen, daß der Großh. Geh. Rath Seitz am Mittag des 28. Sept. an einem heftigen Anfall von Cholerine

verschieden ist. Der Verstorbene weilte seit längerer Zeit in Berlin, um als hessisches Mitglied der Commission für Redaction einer allgemeinen deut⸗ schen Civilprozeßordnung thätig zu sein.

Gießen. Für das Studienjahr von Michaelis 1868 bis dahin 1869 ist Professor Leuckhard vom akademischen Senate zum Rector gewählt und regierungsseitig bestätigt worden.

Preußen. Wiesbaden. Die am 27. d. unter Vorsitz des Procurators v. Eck abgehaltene Landesversammlung zählte an 3000 Theilnehmer. Die bereits bekannten vier Anträge des liberalen Comites, betreffend die Landesbank, die Gemein de verwaltung, den Provinzialfonds und die Schul- frage, wurden mit an Einstimmigkeit gränzender Majorität angenommen. Die social⸗demolratischen Redner mußten unter großem Lärm die Tribüne verlaffen.

Bayern. München. Die aus Wien als einin diplomatischen Kreisen circulirendes Gerücht von einigen Blättern mitgetheilte, vom 25. Sept. datirte Nachricht, daß die in München tagende Militärconferenz auch eine authentische Interpre⸗ tation der mit Preußen abgeschlossenen Schutz- und Trutzbündnisse seststellen soll, ist, wie aus zuverlässiger Quelle versichert wird, völlig un⸗ begründet.

Oesterreich. Wien. nicht nach Galizien gehen. deßwegen einige Aufregung.

Die Organe des Cardinals Rauscher und Grafen Leo Thun fassen den Rücktritt des Fürsten Auersperg als eine Niederlage des Parlamentaris- mus auf. Der Premier⸗-Minister geht und die andern werden ihm folgen! sagen sir. Alle unab- hängigen Blätter sprechen sich über die Situation in besorgnißvoller Weise aus. Wenn auch die Acußerung, daß das Ministerium Giskra durch den Austritt des Fürsten Auerspergein masten⸗ loses Wrack geworden sei, eine Uebertreibung enthält, so sind andererseits die ofsiziösen Behauptun⸗ gen, daß das Ministerium Giskra und die Ver⸗ fassung gerade jetzt fester als je stehen, nur Symptome der bekannten Vertuschungssucht.

Der oberösterreichische Landtag hat beschlossen, daß das Stimmrecht der Geistlichen in den Oris, Bezirks- und Landesschulräthen auf die Gegen- stände des Religionsunterrichts beschränkt werde. Der schlesische Landtag hat beschlossen, daß in die Bezirksschulräthe gar keine Geistlichen eintreten dürfen. Im mährischen Landtage erklärte der Berichterstatter der Minorität, Dr. Fux, es handle sich bei dem Schulrathsgesetz um eine hochwichtige und heilige Sache des Volkes; wenn man die Vorlage des Cultus- und Unterrichtsministers

Der Kaiser wird In Krakau herrscht

v. Hasner annehme, so werde der Lehrerstand, dessen Unabhängigkeit so heiß ersehnt worden, wieder in Fesseln geschlagen und die Autonomie der Gemeinden würde in ihrem wertbvollsten Theile vernichtet werden. Der Landtag nahm hierauf den Minoritätsantrag an.

Der galizische Landtag zeigt sich schwi-ri⸗ ger, als man hier erwarten zu dürfen glaubte. Statt die den Grundprineipien der Dezember- verfassung widersprechenden Anträge abzulehnen, nimmt die Majoritä: desselben trotz der Warnungen des Statthalters eine Resolution nach der andern an. Es mag nachgerade in den maßgebenden Kreisen sich die Ansicht feststellen, daß es mehr taugt, auftretenden Schwierigkeiten mit Energie zu begegnen, als zu beschwichtigen und zu ver⸗ tuschen. Bezeichnend für die Situation ist der Umstand, daß ein notorisch mit dem Preßministe⸗ rium in Verbindung stehendes Blatt in gesperrter Schrist die Worte des Wanderers utirt:Der deutsche nationale Einhtitestaat mit der Haupt⸗ stadt Berlin ist eine unwiderrufliche Thatsache von dem Augenblick an, wo Wien abermals zu einem Brutneste der Reaction und unsere Ministerial⸗ gebäude wieder zu Filialen des Jesuitenordens würden.

Schweiz. Bern. Der Friedenscongreß hat nachstebendes Manifest beschlossen:Das französische und deutsche Volk ist von seinen Re⸗ gierungen mit einem Kriege bedroht. Dieser Krieg würde ein Bürger- und Bruderkrieg sein. Die Völker weisen diesen Krieg mit Abscheu zurück. Weder die deutsche noch die französische Demokratie wollen eine Veränderung der disher bestandenen Landesgrenzen; nur ein Wettstreit kann zwischen diesen beiden Nationen bestehen, nämlich der Kampf für die Freiheit, die Bildung und den Wohlstand. Der Bund zwischen der deutschen und französischen Demokratie ist eine Demokratie des Friedens! Die Communisten haben ihren Austritt aus dem Congreß erklärt, weil derselbe sich nur als einWerkzeug für die Interessen der Bourgeoisie erwiesen habe. Der Congreß ist nunmehr geschlossen.

Frankreich. Paris. DerMoniteur schweigt am 27. gänzlich über die spanischen Er⸗ eignisse. DerConstitutionnel seinerseits enthält über denselben Gegenstand nur folgende Zeilen: Wir haben beute kein Telegramm aus Spanien erhalten und sind mithin auf die Nachrichten der spanischen Blätter beschränkt, die älter sind als die gestern von uns gegebenen Neuigkeiten. Wir fügen nur hinzu, daß die Anwesenheit des General Prim in Cadix bis jetzt nicht in authentischer Weise bestätigt ist.

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