wir jetzt vernehmen kommen die meisten dieser
Exekutionen nicht zur Ausführung, da die betr
Beklagten gewöhnlich durch eine kleine Abschlags⸗
zahlung oder durch sonstiges Arrangement Stun⸗
kutionen aus letzter Zeit kamen nur 27 wirklichen Austrag, d. h. die gepfändeten Gegen— stände wurden verkaufte
Die Correspondenz“ Oberbürgermeister
bringt folgende Notiz: der Stadt Frankfurt a
M.
wird nach der dortigen städtischen Verfassung
unter drei von der Stadt zu präsentirenden Can⸗ didaten vom Könige berusen oder, falls keiner der Candidaten geeignet erscheint, unmittelbar von Sr. Majestät ernannt. Die erste Berufung eines Oberbürgermeisters wird jetzt auf Grund der jüngst erfolgten Präsentation unverweilt erfolgen.“ Hierzu meldet der„Rhein. Kur.“ aus Berlin, daß von den Vorgeschlagenen Dr. Mumm als Oberbürgermeister Frankfurts bestätigt werden würde.
Bayern München. Die Wahlen fürs Zollparlament sind auf den 10. Februar anbe raumt; das Königreich ist für diese Wahlen in 48 Wahlkreise mit kleineren Wahlbezirken eingetheilt.
Baden. Karlsruhe. Zu Vertretern Badens im Bundesrath des Zollvereins wurden ernannt Finanzminister Mathy, Baron Türkheim, Gesandter am preußischen Hofe, und Finanz— ministerialrath Kilian.
Mannheim. Am 21. Dezember starb in Schwetzingen der in weitesten Kreisen rühmlichst bekannte Naturforscher Dr. K. F. Schimper. Durch einen Akt der brutalsten Rohheit schwer am Arm beschädigt, gesellte sich eine Wassersucht hinzu welche seinem, nur der Wissenschaft gewid— meten, vielfach verkannten Streben ein Ziel setzte.
Oesterreich. Wien. Die„Wiener Z.“ veröffentlicht zwei kaiserliche Handschreiben, das eine an Fihrn. v. Beust, das andere an Graf Andrassy. Das erstere enthebt den Baron von der weitern Führung des Präsidiume im Minister⸗ rath für die am Reichsrath vertretenen König— reiche und Länder. Unter Anerkennung seiner erfolgreichen Bemühungen und unter Begrüßung des Erreichten mit großer Befriedigung, weist das Handschreiben den Herrn v. Beust an, die erfor⸗ derlichen Einleitungen zu treffen, daß die Reichs- ministerien des Aeußern, des Krieges und der Finanzen in verfassungsmäßig⸗ Thätigkeit treten. Gleichzeitig ernennt das Handschreiben den Frhrn. v. Becke zum Reichsfinanzminister und beauftragt Herrn v. Beust und Feldmarschall⸗Lieutenant von John die beiden ihnen bisher anvertrauten Mini- sterien als Reichsminister fortzuführen.— Das kaiserliche Handschreiben an den Grafen Andrassy setzt denselben von diesen Verfügungen in Keunt⸗ niß und spricht ihm wohlverdiente Anerkennung aus für die erfolgreiche Mitwirkung zur Erzielung des Ausgleiches.
— Das„Tagblatt“ sagt: Das französische Cabinet habe in Florenz erklärt, Frankreich werde selbst Vorkehrungen zum ausreichenden Schutz des Kirchenstaats treffen, falls Italien nicht schleunigst den offenkundigen Vorbereitungen zu einem neuen Angriff auf den Kirchenstaat entgegentreten werde. Gleichzeitig seien weitere Expeditionen und Schiffs⸗ ausrüstungen in Toulon in Vorbereitung genom⸗ men worden. g
— Die„Wiener Correspondenz“ meldet: Ein Telegramm aus Cadix berichtet die Ankunft der Fregatte„Novara“ mit der Leiche des Kaisers von Mexiko.— Ein Extrazug brachte die Silber⸗ kammer, den Reliquienschatz und das Münzkabinet des Königs von Hannover nach Wien
— Ter Gemeinderath der Stadt Wien hat in Erwägung, daß Herr v. Beust dem Constitu⸗ tionalismys in Oesterreich die Thore geöffnet, daß er die parlamentarische Regierungsform geschaffen und daß dessen Regierungeprogramm, bei aller Liebe zur eigenen deutschen Natfonalität, das Ge⸗ präge gleichen Wohlwollens und gleicher Gerech⸗ tigkeit gegen alle österreichischen Völker an sich
den dung erkangen. Von etwa 900 fiscalischen Exe- spärlich langen die Frühlingsbestellungen an, und 7 zum sso schwer ist es, sich die zum Betriebe der Ge⸗ schöfte nöthigen Kapitalien zu verschaffen.
halbofsizielle Berliner„Provinzial sicherst gestellten, am meisten zittern macht, ist die „Der Thatsache, daß von dem Handelsgerichte der Seine
trägt, den Herrn v. Beust einstimmig zum Ehren⸗ bürger der Stadt Wien ernannt. ö
Frankreich. vierteln der Seinestadt herrscht mehr als Verstim⸗ mung, es herrscht Schrecken, so schlimm ergeht es
Paris. In den Handels—
verschiedenen Handels-Unternehmungen, so
Was die Geschäftsleute, selbst die wohlhabendsten, die
in der ersten Hälfte des Dezember nicht weniger als 62 Fallite ausgesprochen wurden.
—(Debatte über das Militärgesetz.) Rouher bekämpft das Amendement von Louvet, welches
der Marinereserve 24,000 Mann und dem Heere 60,000 Mann durch die den zwei letzten Jahr⸗ gängen der Reserve gewährte Heirathserlaubniß
entziehen würde. Diese Einschränkungen würden einen nicht höheren wirklichen Heeresbestand als den jetzigen von 639,000 Mann ergeben, das Land brauche aber 800,000 Mann. Eine Ver⸗ gleichung der Streitkräfte Italiens, Oesterreichs, Rußlands und des Nordd. Bundes mit denen Frankreichs lasse die gebieterische Nothwendigkeit der Reorganisation erkennen. Rouher auf die Einzelheiten des Amendement Louvet eingehend sagt, ein Jahr mehr in der Reserve sei für die Bevölkerung weniger lästig als die Hinzufügung von 10,000 Mann zu dem Contingente, was die Folge des Amendements sein würde. Er schließt mit der Aufforderung an die Kammer, das Amen⸗
dement nicht in Erwägung zu ziehen. Buffet unterstützt das Amendement Louvet und sagt,
Frankreich wolle sich nicht gegen seinen Willen in einen Krieg verwickelt finden. Calvet-Rogniat zieht sein Amendement zurück. Das Amendement
Louvet, das achtjährige statt neunjährige Dienst⸗
zeit beantragt, wird mit 177 gegen 81 Stimmen verworfen.
Großbritannien. Vor einigen Nächten wurde guf den in der Nähe des Hafens von Queenstown stehenden Mertellothurm ein Angriff von mehreren mit bewaffneten Männern bemannten Schiffen ausgeführt. Die Zahl der Angreifer ist unbekannt. Einem Gerüchte zufolge hatten ame— rikanische Fenier den Angriff geleitet. Sie waren mit Revolvern bewaffnet und nabmen die Degen und Carabiner der Batteriemannschaft und 300 Pfund Patronen mit.
Rußland. Aus Sibirien ist die Nach⸗ richt eingegangen, daß in einem Bergwerksschacht, in welchem eine Anzahl wegen Betheiligung an dem letzten polnischen Aufstande verbannter Polen arbeitete, die Wölbung eingestürzt ist und sämmt⸗ liche darin beschäftigte Arbeiter lebendig begraben hat.
* Friedberg. Am frühen Morgen des 29. d. M. verschied dahier nach kurzem Krankenlager Herr Schloß⸗ hauptmann Freiherr Karl Löw von und zu Steinfurth. Die Leiche des Verstorbenen wird am 31. d. Vormittags nach Steinfurth verbracht, um dort in der Gruft der freiherrl. Löw'schen Familie beigesetzt zu werden.
Södel. Der Lehrer der zweiten Schule dahier, Herr Hahn, wurde am Weihnachtsfeste freudig überrascht. In Anerkennung seiner Leistungen erhielt derselbe eine Gratification von W Gulden für 1867 aus der Eemeindekasse. 7
Lauterbach. Mit dem 1. Jan. k. J. wird dahier eine Telegraphenstation mit beschränklem Tagesdienste eröffnet.
* Frankfurt. Die von dem Königl. Sächsischen General⸗Consul Gerson dahier veranstaltete Sammlung für die Abgebrannten in Johanngeorgenstadt hat das schöne Ergebniß gehabt, daß über 4100 fl. an Gold und 30 Kisien Fässer und Ballen an Kleidungsstücken aller Art an die Hülfsbedürftigen abgesendet werden konnten.
Frankfurt. Im Laufe des Monats Januar wird Hr. Or. L. Büchner aus Darmstabt im Kaufmännischen Vereine dahier zwei Vorlesungen über die„Darwin'sche Theorie“, sowie über„Urzeugung und Zellenlehre“ halten. — Verflossenen Dienstag wurde im Unterwald von einem Sachsenhäuser Jäger ein Steinadler geschossen. Derselbe mißt von einer Flügelspitze bis zur anderen 7 Fuß.— Diese! Tage trat dahier eine junge katholische Dame aus Oesterreich zum Judenthum über. Dieselbe beabsichtigt einen Arzt, welcher Jude ist, zu heirathen.
In Oberrad kam es am zweiten Weihnachtefeiertage zwischen hessen⸗-darmstädtischen und preußischen Soldaten zu Conflicten, wobei die Excedenten von dem Seitengewehr mehrfach Gebrauch machten. Patkouillen von Jufanterie
Darmstadt. Die Herren Gebrüder Mer c gahier haben am Weihnachtsfeste der hiesigen Turnergenleinde als
zustellen lassen und außerdem 15 Stück im Vesitze genaunter Herren befindliche Turnhalle-Aktien, im Betrage von 150 Gulden, dem Vorstande der Gemeinde gratis zurückgefandt.
Heinrich Becker, wird mit Beginn des nächsten Jahres den„Kunsifreund erscheinen lassen, der sich vorzugsweise mit Dicht- und Tonkunst beschäfttgen, aber auch die andern Künste nicht aus dem Bereiche seiner Besprechungen aus⸗ schließen wird. l
Nieder Flörsheim, Kreis Worms. Aus der hie⸗ sigen Gemarkung wurden im laufenden Jahre 110,679 Mäuse und 1595 Hamster eingeliefert und dafür aus der Gemeindekasse bezahlt 793 fl. 11 kr.
Postalisches.
Vom 1. Januar 1868 an kreten innerhalb des Nord— deutschen Bundesgebietes,— für unsere Provinzen Starkenburg und Rheinhessen, sowie für den Post⸗ verkehr dieser Gebiete mit Baden, Bayern, Würte m⸗ berg, Oesterreich und das Großherzogthum Luxe m⸗ burg— folgende Portobestimmungen ein: f
Das Porto für den frankirten bis 1 Loth schweren Brief beträgt zwischen allen Orten der vorgenannten
den in der Guldenwährung rechnenden Postanstalten,(also im ganzen Großherzogthum) 3 Kreuzer. Für einen Brief von mehr als 1 Loth im Gewicht 2 Sgr. oder 7 Kw euzer. 5 0
Bei unfrankirten Briefen tritt ein Zuschlagporto von 1 Sgr. ohne Unterschied des Gewichtes des Briefes hinzu. Bei unzureichend frankirten Briefen wird neben dem fehlenden Porto ebenfalls das Zuschlagporto von 1 Sgr. in Ansatz gebracht.
Das Porto für die den regelmäßigen Bestimmungen entsprechenden Drucksachen,(Kreuzbänder) und Waaren⸗ proben,(Waarenmuster) beträgt ohne Unterschied der Entfernung für je 2½ Loth ¼ Sgr., bei den in der Guldenwährung rechnenden Postanstalten 1 Kreuzer.
Für gedruckte Mittheilungen aller Art, welche mittelst offener Karten expedirt werden, wird pro Stück ¼ Sgr. beziehungsweise 1 Kreuzer erhoben.
Die Gebühr für Zahlungen mittelst Postanweisungen beträgt:
a) bei einer Zahlung bis 25 Thlr.(438/ fl.) einschließ⸗ lich 2 Sgr. oder 7 Kreuzer,
b) bei einer Zahlung über 25 Thlr.(433¾ fl.) bis 50 Thlr.(87½ fl.) einschließlich 4 Sgr. oder 14 Kreuzer, ohne Unterschied der Entfernung und können die Post⸗ Anweisungen auf dem Coupon mit brieflichen Notizen, unter Wegfall der bisherigen Beschränkungen versehen werden.
Im Stadtpostverkehr wird für Post⸗Anweisungen, welche auf Beträge bis 50 Thlr.(87½ fl.) lauten können, der gleichmäßige Satz von 2 Sgr. oder 7 kr. exhoben. 1
Für Postvorschußbeträge wird außer dem Porto für die Sendung an Postvorschußgebühr erhoben: für jeden Thaler oder Theil eines Thalers ½ Sgr., im Minimum aber 1 Sgr., für jeden Gulden oder Theil eines Guldens Kreuzer, im Minimum aber 3 Kreuzer.
Für Oesterreich findet jedoch der Post⸗Anweisungs⸗ und Postvorschußveckehr vorerst keine Anwendung und sind Postvorschuß⸗Sendungen nach dem Großherzogthum Luxem⸗ burg von der Beförderung ausgeschlossen.
In Betreff der Pocto- ꝛc. Sätze für Packete ohne und
für Sendungen mit Werth-Declaration wird auf das in Nr. 8 des Bundesgesetzblattes abgedruckte Gesetz über das Posttaxwesen(in der Expedition dieses Blattes zu 11 kr. zu haben) Bezug genommen. Die betreffenden Sätze finden im Verkehr der Postanstalten aller im Eingang genannten Staaten Anwendung, ausgenommen Luxemburg, dessen Staalsposten keinen Austausch von Packet⸗ und Werthsendungen unterhält. 5 Der Verkauf norddeutscher Poßst⸗Freimarken für die verschiedenen Nennwerthe des Stempels, sowie Franco⸗ Couverts mit dem Werthstempel von 1 Sgr., und zwar — inel. der Herstellungskosten der Couverts— für den Absatzpreis von 1 Sgr. 1 Pfg. beginnt mit dem 31. De⸗ zember d. J. Die bisher im Geviete des norddeutschen Bundes gangbaren Freimarken und Frankocouverts, welche vom 1. Januar 1868 außer Anwendung kommen, können vom 31. Dezember d. J. ab bei den Postanstalten gegen nord⸗ deutsche Postfreimarken umgetauscht oder gegen baare Bezahlung zurückgegeben werden.
scheerung für die Kinder unserer Stadt, die die Klein⸗ kinderschule besuchen, reichliche Gaben erhalten und waren dadurch in den Stand gesetzt, dieselbe auch in dlesem
Jahre mit Geschenken zu erfreuen. Wir fühlen uns darum
verpflichtet, öffentlich allen Gebern unsern herzlichsten
Dank auszusprechen.
Friedberg den 26. Dezember 1867. Der Vorstand.
Brief kasten. J Herrn G. B. in B. Ihr Biief eingetroffen. Dle Einlage werden wir möglichst bald zum Abdruck bringen. Herrn N. N. dahier. Besten Dank für ihre Zu?
und Cavallerie dezaben sich nach Oberrad und ssellten die Ruhe wieder her,
sendung. Erfreuen Sie uns mit weiteren Beiträgen, welche uns stets willlommen sein werben Die Red.
Anerkennung der Leistungen der Feuerwehr 150 Gulden?
Staaten, ohne Unierschied der Entfernung 1 Sgr., bei
Darmstadt. Der frühere Redacteur der Musikzeitung, 1
Auf unsere Bitte hin haben wir bei der letzten Be⸗
*
eee de
,
. 3010 15
17
—
Hier 3039 Außer inttressante 2
Rechs Histor. Novell Abe. Von Skizzen aus Our ali. ft SUT d. Don Rud. der Waribue Adolph un Marketender Deser. Mil
Alle 9
——
Oeff: Küler, Bert des förmlich bekannten G Vertrag abt Aldubiger d besetzt wert don 14 Ta Arangemen Einsicht ber überzeugen g teten dürft gedachte Ar werden wür
Naube


