—
en
Kümmich
t Hinzenden
Donnerstag den 28. November.
141.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
8
Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog⸗ thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren..
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Betiräge der wohlstebenden kathollschen Kirchensonds zu dem allgemeinen katholischen
Kirchenfond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1868.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die katholischen Kirchenvorstände.
Zur Bestreitung der Bureaukosten der katholischen Decane und zu andern kirchlichen Zwecken, sowie zur Bezahlung des Gehalts des Stiftungsanwaltes bedarf der allgemeine katholische Kirchenfond im Jahr 1868 die Summe von 1696 fl., welche nach höchster Ver⸗ fügung auf die betreffenden katholischen Kirchen- und milden Stiftungs— fonds ausgeschlagen worden sind.— Indem wir Ihnen nachstehend einen Auszug aus der gefertigten Repartition mit dem Auftrag über—
senden für die Berichtigung zu sorgen, weisen
wir Sie zur Zahlung
Friedberg den 25. November 1867.
der den einzelnen Kirchen zur Last kommenden Beiträge an die Groß— herzoglichen Districtseinnehmereien an, und ertheilen den etwa fehlenden Credit zu Lasten des Reservefonds
Ter a
1) Kirche zu Ibenstadt 2 fl. 30 kr.— 2) Kirche zu Nieder⸗Mörlen 4 fl. 11 kr. — 3) Kirche zu Ober-Mörlen 3 fl. 55 kr.— 4) Kirche zu Ober⸗Wöͤllstadt 5 fl. 21 kr. — 5) Kirche zu Ockstadt 3 fl. 27 kr.— 6) Kirche zu Oppershofen 54 fl. 14 kr.— 7) Kirche zu Rockenberg 9 fl. 40 kr.— 8) Kirche zu Wickstadt 13 fl. 41 kr.
Juvaliden- Unterstützungs⸗Verein.
Aus dem Kreise Friedberg sind uns in
dem Jahre 1866 und
Außerdem ist uns von dem Mathildenstift ein gleicher Beitcag
in dem laufenden Jahre, meistens durch die gütige Vermittlung des für das Jahr 1868 in Aussicht gestellt worden.
Großh. Kreisamts daselbst, folgende Gaben
Vereinskasse zur statutenmäßigen Verwendung überwiesen worden:
zugekommen und der
Wir erfüllen hiermit die angenehme Pflicht, allen Bewohnern des Kreises, welche durch ihren in reichem Maße bethätigten Wohl—
1) Von dem Kirchenfond Wohnbach 40 fl.— kr. thätigkeitssinn zur Förderung des gemeinsamen patriotischen Unter⸗ 2) Von dem Unterstützungs-Comité für verwundete nehmens beigetragen haben oder noch beitragen, Namens des Vereins Krieger 100„—, den wärmsten Dank auszusprechen.
3) Von dem Kirchenfond Schwalheim 4% 30„
4) Von dem Mathildenstift zu Friedberg 100—„ Darmstadt den 21. November 1867.
5) Von den Vorst. d. einzelnen Gemeinden d. Kr. 3017 30 Der Vorstand des Invaliden-Unterstützungs-Vereins.
6) Von dem Kirchenfonds des Kreises 141,—„, Der Dorsitzende Der Schriftführer
Zusammen 687 fl.— kr. Hahn, Hofgerichtsrath. Weber, Stadtgerichts⸗Assessor.
Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche des. Es lag also für Hessen auch kein formeller tilation der großen Stallungen liegt, und steht
Regierungsblatt Nr. 45 enthält: Grund vor, sich durch einen andern deutschen zu hoffen, daß bei etwaigen Umbauten in dieser
I. Gesetz, die Erhebung einer Abgabe von Salz beir.
II. Verordnung, die Ausführung des Gesetzes über die Erhebung einer Abgabe von Salz betreffend.
III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die amtliche Benennung der Dienststellen der Kreis ⸗Velerinärärzte betressend. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst zu bestimmen geruht, daß die Dienststellen der Kreis⸗Veterinärärzte von nun an die amtliche Benennung„Kreis⸗Veterinärämter“ zu führen haben. ö
IV. Bekanntmachung Gr. Finanzministeriums, den Anschluß der Herzogthümer Holstein und Schleswig an den Zollverein betreffend.
V. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Heppenheim, die Erhebung einer weiteren Umlage zur Bestreitung der Flur⸗ und Parcellenvermessungs⸗ und sonstigen Kosten für 1866/68 in ber Gemeinde Seehof, Kreises Heppenheim, betreffend. 1 N
VI. Concurtenz für: die katholische Schulstelle zu Neu⸗ Bamberg, im Kreise Alzey, mit einem Gehalte vou 300 fl. mebst einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schulsaals.
— Die„D. Zig.“ vom 25. Nov. sagt an bevorzugter Stelle: Die Einladung Frankreichs zur Theilnahme an einer Conferenz behufs defi⸗ nitiver Ordnung der Römischen Frage ist auch an die Großherzoglich Hessische Regierung gelangt, und von dieser unbedingt angenommen worden. Gegenüber den Urtheilen gewisser Blätter freuen wir uns aufrichtig dieses Entschlusses. Eine Re- gierung, wie die Großherzoglich Hessische, auf deren Gebiet 250,000 Katholiken wohnen, würde, unseres Erachtens, ihre Pflicht verkannt, haben, wenn sie die ihr dargebotene Möglichkeit, ihre Summe für das polilische und religiöse Recht selbstständig zu erheben, zurückgewiesen hätte. Das Großherzogthum Hessen befindet sich in einer andern Lage, als Sachsen. Seine südlich des Maines liegenden Provinzen, welchen die katholische Be⸗ völkerung des Landes vorzugsweise angehört, bilden keine Bestandtheile des Norddeutschen Bun-
Staat auf den bevorstehenden Conferenzen ver- treten zu lassen. Bedingungen zu stellen, wie sie aus der politischen Situation anderer Regierungen sich erklären, dazu hatte Hessen wohl nicht die mindeste Veranlassung.— Wir wünschen, daß die Conferenz, deren schöne Aufgabe es sein wird, neue Garantien für die Erhaltung des Europäischen Friedens, auf der Grundlage des Rechtes, zu schaffen, selbst dann zu Stande komme, wenn die zunächst interessirten beiden Staaten sich nicht be⸗ theiligen wollten. Die Forderung einer vorherigen Aufstellung eines Programmes halten wir nicht blos für überflüssig, sondern geradezu für schädlich. Der freie, mündliche Austausch der Meinungen in der versammelten Conferenz wird besser zum Ziele führen, als eine vorhergehende schriftliche Verständigung, die im günstigsten Falle der Con- ferenz selbst kaum mehr als den Wereh einer diplomatischen Form lassen würde. g
— Der Fackelzug zu Ehren Seiner König⸗ lichen Hoheit des Großherzogs wurde am Samstag Abend, wie es das Programm angab, zur Aus- führung gebracht. Der Großherzog ließ eine aus Herrn Oberbürgermeister Fuchs von hier, Bürgermeister Demmel von Bessungen und Geometer Dieter von Reinheim bestehende De— putation zu sich bescheiden und bezeugte denselben von Neuem seine Sympathien für das Bahnpro-⸗ jekt. Nach Beendigung der Feierlichkeit versam⸗ melten sich die Theilnehmer bei Ritsert, sowie in verschiedenen anderen Bierlokalen.
— Nach dem„Fr. J.“ wäre, wie beinahe jedes Jahr, so auch jetzt wieder, die sogenannte Influenza bei den Pferden der Reiterei hier und in Butzbach ausgebrochen. Es wird unter- stellt, daß die Ursache in der mangelhaften Ven⸗
Beziehung nöthige Vorsorge getroffen wird.
— Am Vormittag des 25. d. starb im nahezu vollendeten 70. Lebensjahre, nach langen Leiden, der Gr. General⸗Staats-Prokurator a. D. August Emmerling.
Friedberg. Wie wir vernehmen, wird die Ergänzungswahl des Gemeinderaths hiesiger Stadt in nächster Woche, und zwar Donnerstag, Freitag und Samstag, vorgenommen werden. Es darf wohl eine recht zahlreiche Betheiligung von Seiten der Wähler erwartet werden.
— Der hies. Kreisarzt Dr. Müller wurde auf Nachsuchen nach Schotten versetzt und Dr. Lorenz von Vilbel zu dessen Nachfolger bestimmt.
Preußen. Berlin. Aus den dem Abge- ordnetenhaus von Seiten des Finanzministeriums ge⸗ machten Vorlagen dürfte interessant sein zu erfahren, daß im vorjährigen Kriege für gebeime politische Zwecke 729,000 Thlr.(1,270,075 fl.) veraus- gabt worden sind.(Wer gut schmiert, der gut fährt.)
— Nach dem Etat pro 1868 belaufen sich gegenwärtig die Staatsschulden Preußens für die alten Landestheite auf 306,143,000 Thlr. einschließlich 102,000,000 Thlr. für Eisenbahn⸗ schulden; für Hannover 41,160,000 Thlr., ein- schließlich 25,250,000 Thlr. für Eisenbahnschulden; für Kurhessen 16,535,000 Tolr., einschließlich 16,000,000 Thlr. für Babnen; für Nassau 20,516,000 Thlr., einschließlich 16,589 Thlr. für Bahnen; für Hessen-Homburg 161,000 Thlr., für Schleswig ⸗-Holstein 22,140,000 Thlr., in Summa 406,658,000 Thlr., einschl. 160,112,000 Thlr. für Eisenbahnschulden. Mit Hinzurechnung von 15,842,000 Tyolr. unverzinslicher Schulden (Kasse nanweisungen beläuft sich die gesammte Staatsschuld auf 422,501,000 Tülr. In dem


