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1867. Donnerstag den 28. März. 38. 7 9 f e Anz Hefen. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fricdberger Jutelligenzblatl— siag, Donnerstag und Samsiag.
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ö 5 Für das II. Quartal l. J. eröffnen wir ein neues Abonnement auf den„Anzeiger für Oberhessen“. Bestellungen werden auswärts von den Poststellen des Großherzogthums zu 33 kr., in Friedberg bei der Expedition zu 30 kr. ausgeführt. Neu eintretende Abonnenten April erscheinenden Nummern gratis geliefert..
erbalten die von jetzt bis 1.
5 97* Amtlicher Theil. d Die Verrechnung der Kriegskosten. Friedberg den 25. März 1867.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Auf den Antrag der Commission für Ausgleichung der Kriegskosten hat Großh. Ministerium des Innern unterm 8. d. M. zur Nr. M. d. J. 3000 verfügt, daß die Kriegskosten, für welche bis zum Bucherschlusse für 1866 ein Ersatz noch nicht stattgefunden hat, erst Hiervon setzen wir Sie in Kenntniß. Ter a p v.
in den Rechnungen für 1867 verrechnet werden sollen.
Hessen. Darmstadt. Die Redaction der „Darmst. Ztg.“ soll, wie man vernimmt, dem Großh. Gerichtsaccessisten Dr. jur. A. Wolf über— tragen worden sein.
— Wenngleich es den Anschein hat, daß die Militär⸗Convention zwischen dem Großherzogthum Hessen und Preußen in allen ihren Einzelnheiten noch nicht definitiv festgestellt ist, so wird doch der Eintritt der hessischen Gesammtdivision in den Norddeutschen Armeeverband als gesichert betrachtet werden können, da es in den von dem Kriegs— minister v. Roon dem Reichstage mitgetheilten „Erläuterungen“ heißt:„Das auf Oberhessen fallende Contingent bleibt im Verbande der groß— herzoglich hessischen Diviston.“
Trotz vieler widersprechender Zeitungs— nachrichten ist sicher, daß die allgemeine Aus— stellung zu Paris am 1. April d. J., wie von der kaiserlich französischen Ausstellungscommission von vorn herein bestimmt war, eröffnet wird, wenn
auch die Arrangements bis zu diesem Zeitpunkt.
noch nicht alle vollendet sein sollten.
Friedberg. Die Untersuchung gegen die bei den neulichen Excessen in Ober-Rosbach Betheiligten nimmt ihren ungestörten Fortgang und wurden, wie verlautet, bereits mehrere Per— sonen gefänglich eingezogen und in das hiesige Amtsgefängniß verbracht.
Preußen. Berlin. Wie die„Berliner Börsenzeitung“ meldet, wäre die Königin Victoria von England fest entschlossen, eine morganatische Ehe einzugehen, voraussichtlich unter Verzicht auf den englischen Thron.
— Die Dotation von 1,500,000 Thalern dement Zachariä sei inhaltlos und zeitraubend, Dazu kommt das Budgetrecht.
und man sollte das Haus nicht mit dergleichen aufhalten. Der Präsident der Bundes commissarien Graf Bismarck tritt dem bei, worauf das Amen— dement abgelehnt und der Artikel 5 in der Fassung des Entwurfs mit dem schon früher zu Artikel 4 erwähnten Zusatze Abg. Twesten:„Bei
ist folgendermaßen vertheilt worden: Graf Bis— marck 400,000 Thlr., Kriegsminister v. Roon 300,000 Thlr., General v. Moltke 200,000 Thlr., General v. Steinmetz 200,000 Thlr., General Vogel v» Falkenstein 200,000 Thlr. und General Herwarth v. Bittenfeld 200,000 Thlr. 4 Die„Berliner Börsenzeitung“ bestätigt] Gesetzesvorschlägen über das Militärwesen und die heute die früher gebrachte Nachricht, wonach Frank- Kriegsmarine gibt, wenn im Bundesrathe eine furt a. M. der Sitz einer Oberpostdirection] Meinungsverschiedenheit stattfindet, die Stimme bleiben soll, welche auch das ehemalige Herzog- bes Präsidiums den Ausschlag, wenn sie sich für thum Nassau umfassen wird. die Aufrechthaltung der bestehenden Einrichtung 23. März. Reichstag. Der Präsident Dr. ausspricht,“ angenommen wird. Man geht über Simson theilt zunächst mit, daß das Präsidium des zu Abschnitt III. Bundesrat h. Art. 6. Zu⸗ Hauses gestern Namens des Reichstags dem Könige sammensetzung des Bundes rathes und Stimmen— die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zum Geburtstage vertheilung. Abg. v. Sybel geht auf den dargebracht habe. Das Haus tritt hierauf in die Charakter des Verfassungsentwurfs näher ein. Tagesordnung ein. Man steht an Artikel 5 des Bun- Die Competenz des Präsidiums sei am weitesten desverfassungsentwurfs:„Die Bundesgesetzgebung bedacht, der Reiche zag am schlechtesten, aber immer- wird ausgeübt durch den Bundesrath und den Reichs- hin sei auch hier schon eine recht nahrhafte Kost, tag. Die Uebereinstimmung der Mehrheitsbeschlüsse die alle constitutionelle Entwicklung ermögliche. beider Versammlungen ist zu einem Bundesgesetze[ Man spricht von Bundesregierung und Minister— erforderlich und ausreichend.“ Abg. Dr. Zachariͤverantwortlichkeit, übersieht aber, daß das eine beantragt, den Ar!. 5 so zu fassen:„Die Bundes- wie das andere nicht möglich, es wäre denn, daß gewalt wird durch die verfassungsmäßigen Organe der König von Preußen der Inhaber der gesetz— desselben ausgeübt; die Bundesgesetzgebung ins-[gebenden Gewalt des Bundes wäre. In den besondere, nach Maßgabe des Inhaltes dieser betreffenden Anträgen handelt es sich um ein Messer Verfassung, durch die übereinstimmende Beschluß- ohne Klinge, ohne Heft und ohne Scheide. Uebrigens fassung des Bundesraths und des Reichstags.“ besteht auch die wirkliche Ministerverantwortlichkeit Abg. Herbig(Sachsen) hält das Amendement nicht in einer eriminalistischen Verfolgung, sondern für empfehlenswerth. Abg. v. Erxleben meint, in der jährlich wiederkehrenden Discussion, in der das Amendement müsse deshalb angenommen werden, öffentlichen Meinußg, jener sechsten Großmacht, weil sonst die Bildung eines Oberhauses erschwerts vor der man sich beugen muß, und wenn auch werden könnte. Abg. v. Vincke: Das Amen- alle anderen Großmächte wirkungslos waren. Der Entwurf
des
Schwindeleien und Schlechtigkeiten für befugter als die Landleute. Letztere
labil — de n Warum ist das Gelände in einzelnen Gemeinden um die ere ae Hälfte billiger als in Nachbar⸗ Gemarkungen? e den 5 Es ist dieses eine äußerst wichtige Frage für das volkswirthschaftliche Leben. Jeder Landmann sollte darüber nachdenken, und jede Gemeinde eathelder, sollte darüber aufgeklärt werden. 14 Bürger An einen Bauersmann, der wenige Gelehrsamkeit, aber vicle Er— r, alt fahrung besaß, richteten wir obige Frage. Wie manche Leute es lieben, , bei wurde die Antwort in Sprüchwörtern ertheilt, nämlich: 6, zut⸗„Bet' und arbeit“, dann hilft Gott alle Zeit!“ und
Sale,!„Müßiggang ist aller Laster Anfang!“ 8 0
So ohne Weiteres kommt man zwar mit diesen Sprüchwörtern über dat ene unsere Frage nicht hinweg; aber bei ernster Ueberlegung doch wohl. Wir de 00 wurden zu folgendem Gedankengange veranlaßt.
1 den Eine schöne praktische Moral liegt in den angefübrien beiden — Sprüchwörtern. Dieselben zu hören ist eine wahre Herzensfreude. Und gottlob, man hört sie noch, und, was besser ist, man besolgt sie auch
eilt loch vielfach bei uns. Aber wenn ihre Befolgung jetzt nothwendiger, en. aber dennoch geringer wäre als früher?! In der That drängen die neuen
1. Verhältnisse mehr als die alten zu einem lebhaften Regen und Schassen.
Noch nie ist die Arbeit lohnender gewesen als jetzt. Um so gefährlicher ist der Müßiggang; er führt zu entsetzlichem Zerfall. Daher der Schwindel beim Müßiggang, der wie der leibliche eine Folge von Schwäche und Zerrüttung ißt. Es gab eine Zeit, da hielt man die Städter zu
dachten wenigstens so, und das war sehr gut für sie. Der Leichtsinn hat wirklich bei den Landleuten noch viel schlimmere Folgen als bei Städtern. Wenn ein Landwirth ein„schlechter Kerl“ ist, dann versäumt er nicht nur seine eigene Arbeit, sondern auch alle seine Knechte und Arbeiter schädigen sein Interesse. Wie der Herr, so seine Diener! Wenn nur die Hälfte der Taglöhne(die Ausgabe) den Schaden ausmachte! Das wäre eine Kleinigkeit, kaum der Rede werth, allein es geht die Hälfte der Arbeits-Resultate verloren. Ein Acker mit Weizen bätte 100 fl. Reinertrag liefern müssen; aber die Ausstellung war schlecht besorgt worden, das Unkraut erstickte den Weizen, daß kaum die Hälfte, 50 fl, erzielt wurden. Wenn es bei allen Aeckern so gegangen wäre, dann verlöre der Mann in einem Jahr ein Kapftal. In mehreren Jahren ruinkrt ihn dieses Eine. An die Pflichtvergessenheit einer bäuerlichen Hausfrau dürfen wir gar nicht denken, so entsetzlich ist das. Wenn die Hausgeister frech und frevelhaft werden, daun zieht das Glück von dannen, und ein Haus, welches vom Glück verlassen ist, zerfällt innerlich, und die weinenden Kinder sehen balo auch die letzten Trümmer besserer Zeiten verschwinden. Gott erbarme sich der Kinder, die solche Thränen den Eltern nachzu— weinen haben!
Es ist etwas Schauerlichee, so ein sinkendes Dorf mit ruinenhaften, an Dach und Fach zerfallenden Häusern, denen man außen ansieht, wie 2s drinnen aussieht. Wenn 4 bis 6 Hausstände in einem Dorse sich so auflösen nach langem Ringen, wobei wir nur die Willigkeit des Fleisches


