Großbritannien. In Manchester fand ene große Versammlung der Vertreter von 126 zerschledenen Städten und Associationen, die mit er Reform-Union in Verbindungen stehen, statt. Die Resolutionen der Regierung über Reform purden einstimmig verurtbeilt und der Beschluß efaßt, einen Garantiefond zur Fortsetzung der letalen im Betrage von 50,000 L. zu gründen. Es wurde sofort eine Liste aufgelegt und 10,800 b. wurden im Laufe des Abends gezeichnet.
Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Regierung verhaftete mehrere Offiziere, Beamte und Private wegen des Verdachts einer Verschwö— tung. Gerüchte sprechen von einem Aufstand, der im 23. d. ausbrechen sollte.
Amerika. Newyork. Die im Congreß singebrachte Reconstructionsbill will zwar in den Südstaaten Militärregierungen einsetzen, aber je— den Staat wieder herstellen, sobald er unter dem Einflusse des freien Wahlrechts das neue con- titutionelle Amendement annehmen wird; bis da⸗ hin sollen alle Diejenigen, welche bei der Rebellion betheiligt gewesen, von den öffentlichen Aemtern tusgeschlossen und ihnen das Stimmrecht entzogen werden.— Auf dem Mississippi ist ein Dampfer erplodirt, wobei 65 Personen das Leben verloren.
Darmstadt. Nach der vom Vorstand des hiesigen Zorschußvereins veröffentlichten Statistik dieses Vereins »ro 1866 ist die Zahl der Mitglieder von 166 auf 200 zestiegen. Vorschüsse wurden gegeben 349 im Betrage on 78,976 fl., gegen das Vorjahr weniger 42 mit 3158 fl. Am meisten gesucht waren die mittleren Vor⸗ schüsse von 100— 500 fl. Im Laufe des Jahres wurden die Stammantheile von 50 fl. auf 100 fl. erhöht, welcher Zetrag durch monatliche Beiträge von je 1 fl. eingezahlt vird. Der Reingewinn pro 1866 beträgt 1125 fl. 35 kr. dievon soll nach den Vorschlägen des Vorstandes ½ in zen Reservefonds fließen und auf die eingezahlten Stamm⸗ zntheile 8% Dividende gegeben werden.
Hirschhorn. Bei der am 18. März b. J. dahier stattfindenden Lohrinden⸗Versteigerung kommen 27,754 Ctr. Rinde zum Ausgebot.
Mainz. Die Klagen über eine anhaltende Geschäfts lofigkeit sind noch immer groß. Eine bedeutende Anzahl
früher 10 und 12 Arbeiter beschäftigte, jetzt aber nur
2—3 Arbeiter ausweist. Von Neubauten hört man kaum sprechen, und es dürfte noch eine geraume Zeit hingehen, bis das vor Allem zu Bauunternehmungen nöͤthige Ver⸗ trauen wiedergekehrt ist. Wie verlautet, sollen nahezu 2000 Arbeiter weniger in hiesiger Stadt beschäftigt sein, als um diese Jahreszeit in den vergangenen Jahren.
Bingen. Das bei Sterbefällen übliche Geläute gab den Bewohnern von Büdesheim Kunde von dem Ableben eines Mädchens, das seit einigen Tagen über Unwohlsein klagte. Die Trauer der Anverwandten sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein, denn die Verblichene erwachte nach einigen Stunden wieder aus einem Krampfanfalle, den die Angehörigen für den Tod gehalten haben. Das Mädchen befindet sich auf dem Wege der Genesung.
Vom Neckar. Dieser Tage wurde im badischen Eisenbahnzuge auf der Fahrt von Heidelberg nach Würz— burg unweit Untereibenheim ein Reisender seiner Brief⸗ tasche und seines Geldes beraubt, und hatte der Dieb bereits die Riemen des Koffers aufgeschnitten, als der eingeschlafene Reisende erwachte. Man sperrte den Dieb unterwegs in ein Bahnwärterhäuschen, bis ein badischer Feldjäger denselden abholte, um ihn— wieder entwischen zu lassen.
Freiburg i. Br. Kürzlich ereignete sich im hiesigen Bahnhöfe ein beklagenswerthes Unglück Die Frau des Bahnhof-Restaurateurs, welche während der Abfahrt des Zuges sich in unmittelbarer Nähe desselben noch zu thun machte, wurde von einem Wagen erfaßt und überfahren, so daß sie augenblicklich eine Leiche war.
„ Parlamentstagebuch ist der Titel eines im Verlage von Quandt und Händel in Leipzig erscheinenden Unternehmens, dessen Aufgabe sein soll, in einer von der Dauer der Sitzungsperiode begränzten Reihe von Lie⸗ ferungen,„ein in der Darstellung gedrängtes, dem Wesen nach aber vollständiges Resumé der Verhandlungen des norddeutschen Reichstages“ zu bieten. Die einzelnen Hefte sollen mit Porträts hervorragender Redner aus⸗ gestattet sein. Die 1. Lieferung wird u. A. auch ein voll⸗ ständiges Namensverzeichniß der Mitglieder des Parlaments mit Angabe der Wahlkreise enthalten.
“ Auf der Weltausstellung zu Paris wird das Großherzogthum durch 205 Aussteller mit den verschteden⸗ artigsten Produkten der Industrie, Oekonomie und Kunst vertreten. Hiervon gehören 53 Aussteller dem landwirth⸗ schaftlichen Verein in Rheinhessen an, 17 dem der Provinz Starkenburg und 2 dem Vereine für Oberhessen. Von den bedeutenderen Städten kommen auf Mainz 59 Aus⸗ steller, Darmstadt 28, Offenbach 17, Worms 16, Bens⸗ heim 7, Erbach 6, Alzey 4, Gießen 3 und Friedberg 2. Oberhessen ist hiernach auffallend schwach vertreten; die
in Friebberg mit photographischen Papieren und Chemi⸗ kalen, Glück in Friebberg mit einem Pianino, Ge⸗ brüder Homberger in Gießen mit Baunwollengeweben, W. Bayrer in Gießen mit Kupferstichen, Keller in Gießen mit Druckwerken, Langheinrich in Schlitz mit Lelnenge⸗ weben, Keller in Ulrichstein mit Holzbraht, Bipp von der Haubenmühle bei Nidda und Kirchhof von Unter⸗ schmitten mit Aepfelwein. Besonders zahlreich ist der Wein vertreten durch 67 Aussteller, darunter 57 mit Rhein⸗ wein und 10 mit Bergsträßer Wein.— Es ist bie Ein⸗ richtung getreffen worden, daß bis zum 28. d. M. die Ausstellungsgegenstände von Mainz aus birekt auf die Eisenbahn gegeben werden können, von wo sie gemeinschaft⸗ lich in einen oder mehrere Waggons verpackt, abgehen, ohne daß sich die Aussteller um die Zollformalitäten zu kümmern haben werden. Nach diesem Tage können die Gegenstände nur für eigene Gefahr und Rechnung ber Aussteller nach Paris gesandt werden und müssen sie längstens am 10. März im Ausstellungsgebäude anlangen.
» Elnfuhr sranzösischer Weine in Deutsch⸗ land. Nach einer pfälzischen Aufstellung betrug die Ein⸗ fuhr französischer Weine in Fässern im deutschen Zollver⸗ ein, dem Werthe nach: im Jahre 1864: 3.282.349 Fr., 1805: 6,107,369 Fr.; in Bremen wurden eingeführt 1864: 10,696 Orhoft, 1865: 12,717 Oxboft; in Hamburg 1864: 1,033,331 Viertel, 1865: 1,528,476 Viertel. Der Werth der bremischen und hamburger Einfuhr wird auf 8,500,000 Fr. und der in Lübeck, Wiomar ꝛc. auf 1,500,000 Fr. geschätzt, so daß die gesammte deutsche Einfuhr an fran⸗ zösischen Weinen in Fässern sich im Jahre 1865 auf 16 Millionen Francs belaufen haben dürfte. Eine weitere Ermäßigung des Eingangszolls von 4 Thlr. pr. Ctr. auf
3 oder gar 2 Thlr. wür de voraussichtlich die Einfuhr der
französischen Weine bedeutend erleichtern, aber auch die Lage der deutschen Weinproducenten sehr erschweren. Es ist daher wohl begreiflich, daß man sich in den Weinge⸗ genden ernste Sorgen macht.
Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr Hecht, Spezialagent in Friedberg.
Das Hamburger Postdampfschiff Allemannia Capitain Meier, welches am 3. Februar von Hamburg abging, ist nach einer sehr stürmischen Reise von 14 Tagen 10 Stunden wohlbehalten in Newyork angekommen.
Das Bremer Postdampfschiff des Norddeutschen Lloyd Union Capt. v. Santen, welches am 9. Februar Newyork verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten⸗Post, sowie die für England und Frankreich bestimmien Passagiere gelandet, unver⸗ züglich die Reise nach Bremen fortgesetzt.
d Arbeiter ist brodlos und es gibt manche Werkstätte, welche l neuen Aussteller sind die Herren: Trapp und Münch Dasselbe bringt 148 Passagiere und volle Ladung.
b bh Garten- Verpachtung. 0 W 5 G
N b e i de.,„Der Vorstand des Wetterauer Zweigpereins der Gustab- Napa 1 in hi t se d ls Binder⸗ 2 2
e eee ee ee e,, Adolf-Stistung für das Großherzogthum Hessen
dr. Ban; Der in e neee Ab tbellungen anderweit auf richtet an alle Gemeinden seines Zweiges die freundliche Bitte, die Beiträge für 1867 bis
8 Jahre öffentlich meiftbietend verpachtet.
Friedberg am 20. Februar 1867. zum 15. März erheben und an den Rechner, Herrn Hofapotheker Wahl dahier, einsenden
Großberzogliche Bürgermeisterel Friedberg Ji. d. B.
Der Großberzogliche Beigeordnete o uc ar.
Holzversteigerung.
360 Aus den Freiherrl. v. Franckensteln'schen Wald- difteikten:„Kreuztannen⸗,„Tannenwlese“ und„Heide“, in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg, kommen zur offentlichen Verfleigerung:
1. Donnerstag den 28. Februar d. J., Vormittags
um 9 Ubr, 3% Stecken Nadel⸗Scheldholh, 8/ 6 17 Prügelbolz, 28„ Stockholz,
12797 Wellen„ Reioholz, 6089„ Eichen⸗ und Blrken⸗Ausjätreisholz, 331 Gebund Ginstern. 2. Freitag, den 1. und Samstag den 2. März d. J., Vormittags um 9½ Uhr. 68 Weißtannen Stämme] von 5½ bis 24½“ 3 ßichten⸗Stämme Durch. u. 30—80 Länge, 13 Klefern.„ 2676 Cbkfß. enthaltend,
15.— 5“ 1381 Weißtannen Stangen von 1½—5% Durchm. 7 Fichten⸗Stangen und 187 70“ Länge, 0 0 3753 Cbkf. enthaltend, 7900 Stück Weißtannen⸗Bohnenstangen. Sämtliches Reisholz eignet sich vorzugswelse zu Backholz, das Birken⸗Relsholz auch zu Besenreisig. Unter dem Stangenbolz befinden sich Gerüftstangen für Maurer und Weißbinder, sowie Leiterstangen und geringere Stangen zu Latten zc., unter dem Stammpolz sehr schöne Schneidklötze, unter Anderem ein Weißtannenklotz mit 283 Cbkfß.
zu wollen.— Friedberg den 17. Februar 1867.
Bekanntmachung.
462 Die am 14. Februac J. J. im Gräflichen Forst revier Wickstadt abgehaltene Holzverfleigerung ist ge— nehmigt und der erste Fahrtag auf Donnerstag den 28. Februar l. J. destimmt. Wickfäͤdt den 18. Februar 1867. Schallas, Oberförster.
Bekanntmachung.
477 In Folge amilicher Verfügung vom 20. J. Mts., werven Freitag den 1. März l. J., Mittags 12 Uhr anfangend und Samstag den 2. März, Morgens 9 Uhr anfangend, in der Wohnung des Chrtstoph Rupp zu Pfaffenwlesbach folgende zur Concuromasse der Chriffoph Rupps Eheleute von da gehörige Mobilien nämlich: 2 Strumpsweberftühle, circa 50 Dutzend Strumpfformen, 2 Vierohmfässer, elrca 30 Centner Grummet, 4 Fuder Korn⸗ und Gerstenstrob, circa 12 Cir. Waizenftrob, 1 großes und 1 kleines Mutterschwein, 5 Ferkel, 1 schwecer und 1 Kuhwagen, 3 Pflüge, 1 Karren, 68 Malter Kartoffeln und 70 Centner Heu, sowie sonstige Daus, Oeconomte-, Bäckerei- und Färberelgeräthschaften gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Ufingen den 21. Februar 1867. Der Gerichts vollzieher Usinger.
Bekanntmach un Donnerstag den 28. d. Mis., des Vormittags 10 Ubr, werden die bei der Chaussirung eines Weges
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Holz ⸗Versteigerun 478 Im Licher Stadtwald. Dlürikt Grosehäuserderg, kommen den 4. und 5. März d. J. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Montag den 4. Marz. 76 Eichen Bau- und Weikbolzstämme von 6—29“ Durchm. und 1040“ Länge, 36 Fichten ⸗ Stämme von 6—12“ Durchmesser und bis zu 707 Länge, 3 Kirschen Stämme von 11—14“ Durchm. und * bis zu 45“ Länge, 11 Hainbuchen⸗Werkholzstämme, 500 Eichen, Buchen- und Fichten Stangen, darunter 200 Langwiden. Dilenustag den 5. März. 220 Stecken Buchen und Eichen⸗Scheld⸗ und Prügelbolz. 100 3 desgleichen Stockholz, 9200 desgleichen Wellen, Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Däuser⸗Hericht. Lich den 21. Februar 1867. Großberzogliche Bürgermeisterel Lich Helm.
Frucht⸗Versteigerung.
441 Dienssag den 26. Februar d. J., Nachmittags 2
Uhr, solten in biesigem Rathhause 26 Malter Gerste von
den Fruchtvorräthen der milden Stiftungen öffentlich
meistbietend versteigert werden.
Friedberg am 20. Februar 1867.
Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg
ai MN
gier a Bemerkt wird, daß am Freitag sämmtlich e vorkommenden Arbelten und Lieferungen, als: Der Großberzogliche Beigeordnete wünt ge Bohnenftangen und geringeren Stangen, am Samstag fl. kr. goucar. entitben, sämmtliche Schneidklötze, im Uebrigen aber Stämme 1) Das Llesern von 8 Klstr. Steinen aus g g geben;* Stangen an beiden Tagen zu ungefähr gleichen dem Assenheimer Bruche, veranschl. zu 120— B e k anntm a ch ung. der hellen zum Ausgebot kommen. 2) Das Anfahren dieser Steine 160— 482 Das am 6. d. M. im biesigen Gemeindewalde, Heil Die Zusammenkunft findet sedesmal auf dem„Pasel— 3) Das Aufsetzen dieser Steine 16— Osfrstt Wasserdöll, verstesgerte Holz bat die Genehmigung 1271 ber becker Weg“, zwischen dem Distrikt Kreuztannen und 4) Das Chaufsiren des Weges 173 18 erbalten und ist der erste Fabrtag auf den 1. Maͤrz l. J. Wr Wald statt. 5 auf blesigem Ratbhause veraccordirt. festgesetzt worden. 1 K. tte bab! am 21. Februar 1867. Nieder⸗Wöllstadt den 21. Februar 1867. Ober-Mörlen am 23. Zebruar 1867. n Die Freiherrl, v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt Großherzogliche Bürgermelsterel Nleder-Wöllsiadt Großberzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen
Frey. S to ll. Jeckel.


