Ausgabe 
28.2.1867
 
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1867.

Dienstag den 26. Februar.

M26.

zeiger für O

berhessen.

Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

* Bestellungen auf dieses Blatt werden auswärts bei der betreffenden Poststelle, in Friedberg bei der Expedition entgegengenommen,

Betreffend: Gesuche um Bau⸗Exlaubniß.

Amtlicher Theil.

3 Friedberg den 23. Februar 1867.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß in den Fällen, wo unsere Erlaubniß zu Neubauten oder Hauptveränderungen an Ge bäuden von Ihnen einzuholen ist Küchlers Handbuch II. Auflage§. 1058 und 1060 Sie zu Ihren Berichten nur von den Formu⸗ larien, welche in der hiesigen Buchdruckerei von Bindernagel und Schimpff zu haben sind und keine andern(namentlich auch nicht die zus der Brühl'lchen Universitäts Buch- und Steindruckerei, Fr. Chr. Pietsch in Gießen) verwenden dürfen; die Berichte werden sonst

zurückgegeben werden.

Betreffend: Verein zur Unterstützung von Invallden und von Hinterbliebenen gefallener hefsischer

Soldaten vom Feldzuge 1866.

Dassel be

Trapp.

Friedberg den 25. Februar 1867.

aN Fi fh em

Wir erinnern Diejenigen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 31. v. Mis.(Nr. 15 des Intelligenzblattes) noch im Rückstande sind, solche alsbald eintreten zu lassen.

Betreffend: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstationen.

Dassel be

Zur Veröffentlichung setzen wir Sie hierdurch in Kenntniß, daß die Großherzoglichen Landbeschäler am 19. d. M.

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stationen Altenstadt und am 21. d. M. nach Berstadt und Grünberg abgegangen sind.

Betreffend: Darlehen auf Bürgschaft aus der Mathildenstiftskasse.

Dasselbe an die Großherzoglichen Ortsgerichts vorsteher.

Bei den Bescheinigungen der Ortsgerichte über die Verhältnisse der Bürgen bei Darlehen auf Bürgschaft, wird nur bemerkt, wie oft die Bürgen bereits bei der Kasse Bürgschaft geleistet haben.

Hieraus ist aber nicht zu ersehen, ob die Bürgen das hinreichende Vermögen für die neue Bürgschaft besitzen, da jetzt nicht mehr Bürgschaften für 50 oder 100 Gulden allein vorkommen, sondern auch dergleichen für 500 Gulden, weßhalb es nöthig erscheint, daß die Ortsgerichte sich darüber aussprechen, für welche Summe im Ganzen die Bürgen sich bereits früher verbürgt haben.

Sie wollen daher bei künftigen Fällen Sorge tragen, daß die Großherzoglichen Ortsgerichte die Bescheinigungen dahin ertheilen, für welche Summe im Einzelnen oder im Ganzen die Bürgen bereits Bürgschaft geleistet haben. f Der Präsident des Mathildenstiftes im Kreise Friedberg

Einladung.

Trapp.

Friedberg den 22. Februar 1867.

E N. nach den Gestüts⸗ Trapp.

Friedberg den 23. Februar 1867.

n

Nächsten Samstag den 2. März l. J, Nachmittags Uhr, findet eine Sitzung der landw. Section Friedberg auf dem Rathhause in Friedberg statt, wozu alle Mitglieder des Vereins und sonstige Freunde der Landwirthschaft hiermit höflichst eingeladen werden.

Gegenstände der Besprechung sind:

) Unter welchen Umständen empfiehlt sich die Gründüngung, welche Vor-

theile bereltet sie, und welche Pflanzen eignen sich am besten zu ihr? Eingeleitet durch Perrn Oekonomen Hermann Schallas in Wickstadt. 0 2) Wie lassen sich die Abfälle unserer Brennmateriallen, Klötz-, Torf⸗, Braun-, Holz⸗ und Stelnkohlenasche, sowie der Ruß aus Ofen und den Schorn⸗ fleinen am zweckmäßigsten in der Landwirthschaft verwenden? Eingelettet durch Herrn Oekonomen Eduard Berau von Eudorf.

3) Welches find die Ursachen, daß sich vom Gypsen oft keine Wirkung zeigt und wie überzeugt man sich beim Ankaufe des Gypses, ob er nicht verfälscht ift!

4) Gegen das Aufblähen der Thiere wird die Javelische Lauge empfohlen, ist dieselbe in hiesiger Gegend schon angewandt worden, und woraus besteht sie?

5) Es soll vorgekommen sein, daß frisch geschorene Schaafe vom Schmier⸗ vieh durch Waschen mit einer besonders dazu präparirten Flussigkelt in Reinvleh umgewandelt worden find. Ist dieses begründet, wie war die Behandlungsweise und wie der Erfolg?

6) Worin bestehen die Vortheile einer guten Viehwage und auf welche Weise läßt sich dieselbe auch unter kleineren Landwirten einführen? Eingeleitet durch Herrn Dr. Penkelmann in Friedberg.

Eingeleitet durch Herrn Oekonomen Edu ard Breidenbach von Groß Zimmern.

Nleder⸗-Wöllstadt den 19. Februar 1867.

Sto ll.

Hessen. Darmstadt. Die verschiedenen Andeutungen über die zukünftige Gestaltung unserer militärischen Verhältnisse, welche durch die Zeitungen die Runde machen, entbehren, wie es scheint, alle der Begründung, denn sie tauchen nur auf, um alsbald wieder in Abrede gestellt zu werden. Es ist bis jetzt überhaupt noch nicht entschieden, ob unsere Division in zwei Theile getrennt wird, und viel weniger festgesetzt, welche Truppentheile künftig der norddeutschen Armee ae bett werden. Daß im Falle der Ausscheidung des oberhessischen Contingents dieses etwa aus einer Brigade beslehen wird, ist wohl richtig, da diese Leistung nach preußischen Einrichtungen der Bevölkerungszahl Oberhessens entspricht. Sicherem Vernehmen nach wird der Großherzog sich in der Kürze nach München begeben.

Die Darmst. Ztg. macht ihren Lesern die Mittheilung von dem am 24. d. im 71. Lebens-

jahre erfolgten Ableben ihres Redacteurs, Geh. Hofrath Pabst, welcher eine lange Reihe von Jahren der Leitung des genannten Blattes vor gestanden.

Aus Oberhessen. Der Abgeordnete des ersten oberhessischen Wahlkreises, Frhr. Adalbert v. Rabenau, wird der Eröffnung des Reichs- tages nicht beiwohnen können, da er leider in diesen Tagen seine Gattin durch den Tod ver loren hat.

Preußen. Berlin. Graf Bismarck muß seit einigen Tagen wegen Unwohlsein das Zimmer hüten. In Folge einer Ueberhäufung mit Staats- geschäften hat sich sein rheumatisch-nervöses Leiden wieder eingestellt.

Sämmtliche Bevollmächtigte der nord- deutschen Regierungen, welche bei den Conferenzen fungirten, werden am 22. d. dahier wieder ein- treffen, um der Eröffnung des auf Sonntag den 24. einberufenen Parlaments beizuwohnen. Die Er-

öffnung wird in der feierlichsten Weise im weißen Saale des k. Schlosses und wahrscheinlich vom Könige in Person vollzogen werden; der gemein- schaftliche Gottesdienst findet in der Schloß kapelle statt.

Nach einer Verfügung des königl. Handels- Ministeriums ist den Präsidenten und den Mit⸗ gliedern des Reichstages des norddeutschen Bundes Portofreiheit gewährt unter Beachtung verschledener näherer Bestimmungen.

Graf Bismarck wird die auf ihn gefallene Wahl zum Parlament im Jerichower Kreise und nicht die in Elberfeld annehmen. Prinz Nicolaus von Nassau erhielt das Großkreuz des rothen Adlerordens.

Bei der Eröffnung der Sitzungen des Landes Oeconomiecollegiums am 18. Februar durch den Minister v. Selchow erklärte derselbe namentlich den Mitgliedern aus den neuen Provinzen gegenüber, daß die Staatsregierung