Ausgabe 
26.3.1867
 
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1867.

Dienstag den 26. März.

Anzeiger

für O

S 8 82 8 5 5 8

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg! 9

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Dennerstag und Samstag.

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Betreffend: Die Vornahme der Feuervisitation für das

Das Großherzogliche Kreis amt Fried ber;

Es sind noch viele von Ihnen mit der

betreffend: Die Ergänzung der Feldtruppen im Jahre

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Dorheim, Dornassenheim, 9 Abdruck theilen wir Ihnen ein Verzeichniß derjenigen, welche bei der

Im nachstehenden

Amtlicher Theil.

Jahr 1867.

Friedberg am 21. März 1867.

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Einsendung der Feuervisitationsprolokolle zurück, weshalb wir Sie hieran erinnern

1867.

a fe l be

gezogen haben, mit der Aufforderung mit, dieselben sofort davon in Kenntniß zu setzen unter

tinbeordert werden. Tage nicht erscheinen kennen, so ist hiervon, Zeugnisses von der betreffenden Bürgermeisterei

Contingentsliste des Kreises Friedberg über die

1 Karl Ludwig Ferdinand Ziegler, Nauheim, läßt sich vertreten.

2 Bernhard Schier, daselbst, desgleichen.

3 Heinrich Karl Meier, daselbst.

1 Johannes van Baßhuisen, daselbst, läßt sich vertreten.

5 Gustav Eimer, Reichelsheim, desgleichen.

6 Heinrich Klotz, daselbst.

Außer vorstehendem Contingent können als Er

1s Jobannes Frank von Schwalhein. 19

wurde ins Depot versetzt. ö vertreten.

Sollte einer oder der andere dieser

Moritz Rosenihal, Nauheim,

Rekruten aus irgend einem Grunde an dem

ur ane

Friedberg am 22. März 1867.

tauheim, Reichelsheim, Rödgen und Schwalheim.

Musterung am 14. d. M. eine Marschnummer dem Anfügen, daß sie auf den 1. April d. J. zum Eintritt in den Dienst bestimmten

unter Auführung des Grundes und unter Beischluß des etwa erforderlichen kreisarztlichen

dem Compagnie- oder Schwadrons, Chef alsbald Anzeige zu machen. Militärpflichtigen aus den zu diesem Kreise getheilten neuen Gebietstheilen.

7 Friedrich Wilhelm Kormann, daselbst, dient freiwillig in 3. Inf.⸗Reg., 2. Compagnie als Corporal.

8 Wilhelm Hermann Lenz, daselbst.

orheim.

9 Heinrich Eißner, 2

10 Konrad Ferdinand Samuel Sigmar Münch, Nauheim. 16

17

11 Friedrich Wilhelm Hofmann, Dornassenheim. 12 Konrad Schäfer, Dorheim.

15

satz etwaiger Abgaͤnge, Nachstehende zum läßt sich! 20 Wilhelm Jung Dornassenheim, 88361 21 Friedrich Langsdorf, Nauheim, desgl. ö

ra

13 Martin Bommersheim, daselbst, läßt sich vertreten 14 Heinrich Alletter, Nauheim, desgleichen. Heinrich Wörner von Nauheim wurde versetzt.

Heinrich Fleischhauer, Schwalheim. Johs. Wilhelm Reinhold Sprengel, Reichelsheim.

in Depot

Militärdienst abgegeben werden.

Hessen. Darmstadt. Der erste Präsident des Großh. Oberappellations⸗ und Cassations- Gerichts, Geheimerath Dr. Hahn, ist auf Nach- suchen in den Ruhestand versetzt. Der bisherige zweite Präsident Dr. v. Hesse wurde zum allei⸗ nigen Präsidenten des höchsten Gerichtshofes und zum wirklichen Geheimerath ernannt.

Der Abg. Edinger hat den Antrag ge⸗ stellt, die Gesetze vom 6. Juli 1847 und 19. Mai 1852, die Ehebeschränkungen in Betreff des Alters und Vermögensnachweises anlangend, außer Wirksamkeit zu setzen.

Die Großh Museumsdirection macht un- term 18. d. M. bekannt, daß vom Sonntag den 24. d. M. an die Sammlungen des Instituts: Sonntags von 10 bis 1 Uhr, Dienstags, Mitt- wochs, Donnerstags und Freitags aber von 11 bis 1 Uhr geöffnet sein werden.

Vom 1. April an wird das Militär eine bessere Sorte Brod erhalten; dasselbe wird nun⸗ mehr aus Waizen⸗ und Kornmehl in gleicher Mischung bestehen.

Es geht hier das Gerücht, die hessische Ludwigsbahn werde demnächst unter Betheiligung von Berliner Capitalisien den gesammten hessischen Antheil der Main⸗Neckarbahn er⸗ werben. Der ehemals frankfurtische jetzt preußische Antheil soll bereits für die Ludwigsbahn ange kauft sein.

Die Nachricht, daß die Kammern behufs Erledigung einiger dringenden Vorlagen vor Ostern zusammentreten würden, ist unbegründet. Die zweite Kammer wird am 29. April ihre Berathungen wieder aufnehmen.

Nachdem die drei süddeutschen Staaten, Bayern Baden und Würtemberg, mit Veröffent⸗ lichung der zwischen denselben und Preußen ab⸗ geschlossenen Schutz- und Trutzbündnisse hervor-

getreten, bleibt nur noch das Großherzogthum

Hessen zurück, das ohne Zweifel Bündniß eingegangen sein wird. 1 Friedberg. Seit Jahren schon war

ein gleiches

häufig Nachfrage nach einem Separat- Abdruck

unserer Verfassungs-Urkunde, allein ein solcher nirgends zu haben, da der s. Z. veran- staltete Abdruck vollständig vergriffen. Die G Jong- baus'sche Hofbuchhandlung in Darmstadt hat nun kürzlich ein Werkchen erscheinen lassen unter dem Titel:Die Verfassungs-Urkunde und andere das öffentliche Recht betreffende Gesetze des Großber zogthums Hessen und dadurch dem oben erwähn⸗ ten Mangel abgeholfen. Man findet in dem Schriftchen zunächst den Wortlaut der Verfassungs⸗ Urkunde des Großherzogthums vom 17. Dezember 1820, dann die betreffenden Gesetze über Freiheit der Presse, über Petitions- und Versammlungs recht, über die religiöse Freiheit; ferner alle die Stände betreffenden Erlasse, sowie die auf die Gemeindeordnung bezüglichen Verfügungen u.. w. Wie oft ist man in der Lage, sich über die Fas sung des einen oder anderen Gesetzes vergewissern zu müssen. Hier kann es leicht geschehen. Der Preis des Werkchens beträgt nur 54 Kreuzer.

Worms. Der Großherzog hat geruht: 1) Die in der dritten Generalversammlung der Mitglieder der Ludwig- und Alicen⸗Stiftung be⸗ schlossenen Abänderungen der Statuten zu ge⸗ nehmigen, 2) der Ludwig- und Alicen- Stiftung Corporationsrechte zu verleihen.

Preußen. Berlin. Wie die Morgen- blätter versichern, herrscht in den hiesigen Regie- rungskreisen die Meinung vor, die luxembur- gische Frage werde schließlich zur Volksabstim- mung führen, welcher Preußen nicht widersprechen würde. Die Aussichten seien nicht ungünstig.

Es wird versichert, daß mit den Süd- staaten, Württemberg ausgenommen, bereits eine Einigung über die künftige Bundesacte erzielt

sei. Dieselbe soll gleich nach der Constituirung des Nordbundes sormulirt und proclamirt werden.

Zum Geburtstage des Königs sind Glück⸗ wunsch Telegramme von den meisten europäischen Höfen, darunter von Paris und Petersburg, ein- gelaufen.

Prinz Nicolaus von Nassau wurde zum Generalmajor à la suite ernannt.

21. März. Reichstag. Zunächst wurde ein Schreiben des Kriegsministers v. Roon ver- lesen, in welchem derselbe in Bezug auf das preu⸗ ßische Militärsystem umfangreiche Erläuterungen mit dem Anheimstellen gibt, dieselben zur Kennt- niß der einzelnen Mitglieder des Reichstags zu bringen. Das Haus tritt hierauf in die Tages- ordnung ein. Art. 4 des Verfassungs-Entwurss wurde gestern erledigt. Es handelt sich heute nun zunächst um die verschiedenen Zusatznummern, die zum Art. 4 beantragt sind. Hierber gehört in erster Linie der Antrag des Abg. Dr. Braun (Wiesbaden): Dem Art. 4 als Nr. 14 hinzuzu⸗ fügen:die Feststellung der Befugnisse, welche tein Bundesstaat in Bezug auf Preß-, Vereins- und Versammlungsrecht, so wie in Bezug auf die sonstigen persönlichen und staats bürgerlichen Rechte seinen Angehörigen vorenthalten darf. Abg.: Lasker: Vor einer Wiederholung reactionäxer Bestrebungen, wie wir sie vor der Periode der neuen Aera erlebt haben, muß das Volk bewahrt werden, wie denn auch die materiellen Interessen nur durch freiheitliche Grundsätze in der Verwal- tung wirklich gefördert werden können. Das Volk aber wird niemals zur Freiheit gelangen können, wenn man die betreffende Cempetenz den Einzel- regierungen überläßt. Herr v. Savignp: Soll das Volk für die Verfassung, die wir schaffen wollen, wirklich warm werden, so muß man ihm auch allgemein die Freiheit geben, auf welche es Anspruch machen kann. Abg. v. Bockum-Dolffs