Ausgabe 
25.7.1867
 
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Fördern, wenn die Kohlen nicht geformt werden können. Hierzu sind dreierlei Dinge erforderlich: Arbeitskräfte, Raum und gutes Wetter.

Noch einmal sei es gesagt: In 1864 konnten im November und in 1865 schon im September (nur aus der jüngsten Zeit zu reden) auf keinem Bergwerk noch Kohlen verkauft werden. Warum? Weil alle Vorräthe bereits verkauft waren. Trotz aller dieser sehr bekannten Thatsachen will der Gegner der Kohlengewinnung in der Gemarkung Melbachder Angabe des Einsenders, als könn ten diese Werke(die Privatwerke) nicht ganz ge nügen, auf das Bestimmteste widerspre⸗ chen. Eine solche Sprache könnte nur dann Respect einflößen, wenn jene Erinnerungen, erst aus 64 und 65 stammend, nicht mehr in Aller Gedächtniß wären.

Auf eine genaue Schätzung der genannten Privat ⸗Kohlenlager können wir ans nicht ein- lassen; doch kann jeder denkende Nicht- Geologe, Folgendes begreifen: Die Kohlenlager in der Wetterau, aus untergegangenen und angeschwemm ten Vegetabilien entstanden, befinden sich auf, oder richtiger unter den Höhen, nicht in den Thälern, welche von Flüssen und Bächen durchschnitten werden. Doch wären auch in den Niederungen Kohlen, so würde es unmöglich sein, hier die Kohlen zu gewinnen, denn, wer könnte das viele Wasser bewältigen? Die gegenwärtigen Privat- bergwerke haben demnach bestimmte Grenzen.

Unser Gegner hat auch die Saline Nauheim in Betrachtung gezogen. Wir sind darüber er- freut. Ganz neue Gesichtspunkte werden dadurch gewonnen. In der letzten Entgegnung wird die Fortexistenz der Nachbar⸗Saline bezweifelt. Wir sind von ihrem Fortbestehen fest überzeugt. Die Ge⸗ winnung der Mutterlauge, für Bäder von größter Wichtigkeit, trägt zum Fortbestehen schon viel bei, da namentlich deren Verkauf auch eine leicht er⸗ höhbare, schöne Nebeneinnahme werden kann. Die Benutzung des Steinsalzes drängt wohl auch nicht zur Aufhebung. Auch vom Steinsalz müssen fl. Steuer bezahlt werden. Das macht für 1 Pfd.= 2,1 kr. aus. Rechnen wir dazu noch die Transport- und Verkaufs⸗Kosten,(die Kauf⸗ leute werden den Verkauf nicht umsonst betreiben wollen,) so werden wir auch für das Steinsalz 3 kr. bezahlen müssen. Das Steinsalz soll zudem für gewisse Zwecke manchee nicht Gute haben. So sst es wahrscheinlich, daß die Hausfrauen bald sagen werden:Das gesottene Salz ist viel besser und angenehmer; ich will wieder davon nehmen, mag das Pfd. auch 2 Heller mehr kosten. Das Gerücht, es werde das Pfd. Salz künftig 5 kr. kosten, mag durch solche Betrachtungen entstanden sein. So arg wird es zwar nicht werden. Wir wol⸗ len für den nächsten und näheren Umkreis, wegen der geringeren Transportkosten,

den geringsten Preis von 3 kr. festhalten. Seit her verkauften die Salinen das Salz an die Salz regie zu vertragsmäßigen Preisen, nicht zu 5 fl. den Centner, sondern viel billiger, so billig, wie möglich. Im Ganzen erhielten sie wohl nicht mehr als jetzt nach Abzug der Steuer übrig bleibt. Die Salinen mußten also auch seither sehen, wie sie zurecht kamen, insofern nicht das Inland die Gesammtfabricate verbrauchen konnte. Wir wollen aber zugeben, daß jetzt bei den Sa linen genauer gerechnet und speculirt werden muß. Man wird dieses auch in Nauheim thun müssen, man wird sparen müssen, wo es möglich ist. Vielleicht denkt man dort auch an Verminderung der Kosten für Brennmaterial. Wenn nun das Salzamt in Nauheim herausrechnen sollte, daß die Steinkohlen billiger seien, wie die Braun kohlen, so würde man höheren Orts sicher darauf Folgendes entgegnen: Bei dieser Berechnung darf der Ctr. Braunkohlen nicht zu dem Verkaufs-, sondern nur zu dem Selbstkosten-Preis angesetzt werden, zu soviel nur, als die Kosten für Heraus schaffung und Formung der Kohlen und das Ge lände ausmachen.

So gibt es eine ganz andere Rechnung und die ist ganz richtig; der beste Rechenmeister muß sie anerkennen. Wir erinnern uns aus früheren Kammerverhandlungen nicht genau mehr der Höhe der Selbstkosten für Kohlen hiesiger Gegend, aber so viel wissen wir noch, daß so gerechnet, die Steinkohlen viel theurer sind, als Braunkohlen, und daß die Anlehnung der Saline an das fis calische Braunkohlenbergwerk die Existenz beider Werke besonders vortheilhaft macht, daß ge rade dadurch eine große Summe gewonnen wird. Es könnte hier entgegnet werden:Aber das wäre ja nur ein eingebildeter Gewinn, die Koh len könnten theurer verkauft werden, als sie die Saline in Rechnung nimmt. Dieser Einwurf wäre ganz richtig, wenn das Kohlenlager ein dürftiges wäre, das Sparsamkeit in der Benutzung erheischte; das ist aber nicht der Fall, der Staat hat bereits die Reichhaltigkeit des Kohlenlagers in Melbach mit vielen Kosten feststellen lassen.

Es werde nochmals bemerkt: die Saline spart durch die Braunkohlen eine ansehnliche Summe, Tausende. Der Staat verliert diese Summe in Wirklichkeit, neben einem Bergwerks ⸗Reinertrag:

1) wenn Steinkohlen bei der Saline gebrannt werden,) wenn die Melbacher Kohlen liegen blei- ben, und 3) wenn Private dieses Lager ausbeuten.

Hoffentlich wird das Erste nicht geschehen, weil weder das Zweite noch das Dritte geschieht.

Wir sagen daher jetzt:

I. Bade- Anstalt, Saline und das Bergwerk ergänzen sich gegenseitig; das Ineinandergreifen erhöht ihre Reinerträge bedeutend.

II. Weil diese Anstalten Reinerträge gewähren und vielseitigen, weit verbreiteten, fast allgemeinen Bedürfnissen entsprechen, so müssen sie alle drei in der Hand des Staates vereinigt bleiben.

Doch zurück zum Melbacher Bergwerk.

Wären bei einem besonderen Bergwerk in Melbach nur 10000 fl. Reinertrag zu erwarten, der an Aktionäre vertheilt werden könnte, so wür⸗ den Private das Bergwerk mit Vergnügen be⸗ treiben; denn die 10 000 fl. bildeten 10% für eine Einzahlung von 100 000 fl. Für so ein Geschäft fänden sich Actionäre genug und mit so einer Summe ließe sich schon viel ausrichten, wohl auch Wege herstellen. Uebrigens halten wir un sere frühere Zahl fest.

Unser Gegner sagt:

Man sucht zwar die Inbaunahme des Mel⸗ bacher Bergwerks durch allerlei scheinbare Gründe zu befürworten.

Immer wieder das Interesse. Wir meinten, wir hätten uns über Bedürfniß und Interesse zur Genüge ausgesprochen. Wie kann nur ein ver⸗ nünftiger Mann annehmen, daß ein vernünftiger Mann glauben könnte, der Staat werde ihm zu Gefallen ein Bergwerk betreiben. Das wäre ja gerade so unsinnig, als wenn ein Einzelner sagte: Lieber, guter Staat, laß doch die Braunkohlen unter meinen Aeckern liegen, ich brenne ja Stein- kohlen und die Andern mögen das auch thun oder sehen, wo sie anderes Brennmaterial und es billiger herbekommen. U. s. w.

Das wäre doch absurd.

Die Kammer wird allerdings die Sache prü fen, aber gewiß nicht vom Standpunkt Einzelner aus, sondern sie wird die Interessen der vielen betheiligten Staatsangehörigen und der staatlichen Gesammtheit würdigen.

Und nun noch Eins: den intensiven Land⸗ wirthschaftsbetrieb betreffend.

Es gibt allerdings Oekonomen, die auf 1 Morgen nicht etwa nur ebensoviel, sondern sogar noch mehr erzielen, als andere auf 2 Morgen. Dazu kann gar Mancherlei beitragen: Einsicht, Fleiß, Tiefackern, Düngung und nicht unwesenklich der Umstand, daß man allezeit auf seine Aecker kommen kann, Regulirung der Gewannwege u. s. w.

Mit der Zusammenlegung der Grundstücke wird in einer großen Gemarkung allein mehr Ge⸗ lände gewonnen, als zu einem großen Bergwerk gebraucht wird.

Eine Gemeinde suche also solche Zielpunkte) ihres Strebens und man wird vor ihr den Hut abziehen und sie zum Muster nehmen!.

e) Wir möchten die Besprechung des fraglichen Gegen⸗ standes für unser Blatt schließen, da dieselbe wohl er⸗ schöpfend stattgefunden haben dürfte. Den vorstehenden Artikel nahmen wir nur darum noch auf, weil er neue, interessante Gesichtspunkte hinsichtlich der Nachbar⸗Saline darbot. D. Red.

Marktverlegung X Einführung eines Viehmarktes.

1777 Durch Verfügung Großh. Ministeriums

Jahrmarkt von dem ersten Dienstag und Mittwoch nach Egidi auf den ersten Dienstag und

Mittwoch nach Bartholomäi zu verlegen, und wird daher der diesjährige Markt nicht wie in

dem Landkalender angezeigt den 3 und 4. September, sondern den 27. und 28. August ab⸗

gehalten. Indem man dieses zur Kenntniß des Publikums bringt, wird noch bemerkt, daß an

dem ersten Markttag, sowohl dieses Jahr als fernerhin, ein Viehmarkt abgehalten werden soll. Zu recht zahlreicher Betheiligung wird hiermit auf das freundschaftlichste eingeladen.

Großberzogliche Bürgermeisterei Duͤdelsheim

Koch.

Düdelsheim am 22. Juli 1867.

des Innern ist es gestattet worden den hiesigen

Versteigerung einer englischen Scheuer auf den Abbruch.

1783 Montag den 29. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Garten des Kaspar Volz dahier eine noch in gutem Zustande befindliche englische Scheuer auf den Abbruch versteigert werden. Södel am 23. Juli 1867. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichte Großherzogliches ae Södel Relßz.

tigung. In der öffentlichen Ladung Großberzoglichen Land gerichts Naubesm, Inserat 1737 in Nr. 84 ist zu be⸗ richtigen Heinrich Pung III. in Heinrich Jung III.

Hofraithe⸗Versteigerung. 1779 Donnerstag den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Valentin Scheuermanns Wittwe dahier deren Hofraithe in der Kirchgasse nochmals öffentlich meistbtetend ver steigert werden.

Friedberg am 24. Juli 1867.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. n

Der dtenftälteste Gerichtsmann Foucar.

Jagd verpachtung. 1774 ODonnerstag den 1. August, Mittags 2 Uhr, wird die Jagd hiesiger Gemarkung auf hiesigem Rathhause auf 9 Jahre meistbletend verpachtet.

Pfaffenwlesbach den 21. Juli 1867.

Bürgermeister G. Rupp.

Schaafpferch ⸗Versteigerung. 1780 Samstag den 27. d. Mits., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiefigem Rathhause 5 bis 10 Schaafpferche, welche am 29. d. Mts. ihren Anfang nehmen, öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden.

Friedberg am 11. Juli 1867.

Großherzogliche Bürgermetsterei Friedberg. J. V. d. B.

Der Groß herzogliche Beigeordnele Fouc ar.

Verstei gerung. 1776 Freitag den 26. l. M., Vormittags 11 Ubr, wird ein der Gemeinde Assenheim gehöͤrender Fasesochse in hlesigem Nathbause öffentlich meistdietend versteigert. Assenhelm den 23. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim Schmidt.

Mobiliar Versteigerung.

1775 Montag den 29. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr,

läßt Wittwe Lack von Schwaldeim in ibrer Behausung folgende Gegenflände versteigern: 3

1 elnspännigen Wagen mit Zubebör, 1 Schwab;

und Schaufelpflug mit neuem Vorderpflug und noch

sonstige Haus- und Oeconomte-Gerätbschaften.

Flaschen⸗Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 ke, det Bindernagel& Schimpff.

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