de Million Soldaten verwendet werden, wozu
Schließlich sagt die Thronrede: Nicht ein gehei—
könnten; dae Dankenswertheste und Volksthüm—
8 Fkären sie sonst da? Weßbalb reorganisirte mer Gedanke der Wiedervergeltung ist es, derflichste, was ein Herrscher heut zu Tage thun
darin Preußen seit 1860 2 Für den Krieg von 1866 unsere Schritte leitet, sondern das Bestreben, durch könnte, wäre, ein Zeitalter der Entwaffnung ein—
9 jatürlich. Weßhalb reformirt Bonaparte seine unser Schaffen die Ungunst und Feindschaft in zuleiten. Der Erste, der dazu Anregung gäbe, Pre
Armee? Doch wahrlich nicht für den ewigen frieden. Hüben wie drüben saugt man das Folk aus, nimmt ihm die arbeitsfähige Jugend, immt ihm das erarbeitete Geld, hetzt es in krie⸗ zerische Empfindungen hinein, demoralisirt es bis zur Gleichgültigkeit, macht ihm endlich den Krieg rwünscht, damit„dae Ding doch endlich ein inde nehme“, weil„es ja doch so auf die Dauer zicht fortgehen kann.“
Oesterreich. Wien. Die Eröffnung ses Reichsraths hat stattgefunden. Im Her— senhause warf der Präsident Rückblicke auf die üngsten schwerwiegenden Exeignisse, indem er be onte: es müsse für Oesterreich nun eine staats- 'echtliche Grundlage geschaffen und ein ungestörtes Zerfassungsrecht erreicht werden.— Der Präsi- deut des Unterhauses bezeichnete die Gleichberech- igung der Nationalitäten und Confessionen als Nittel zur Durchführung eines ehrlichen Consti⸗ utionalismus, sowie den Ausgleich mit Ungarn n einer den beiden Reichshälften gerecht werden— den Form als die schwierigste Aufgabe des Hauses.
— Aus Siebenbürgen wird der üppigste
Stand der Winter- und Sommer Früchte berichtet. Nan sieht deßhalb einer Ernte entgegen, wie seit Menschengedenken keine bessere war. Am üppigsten drangen Roggen und Waizen.
— Die bei Eröffnung des Reichsraths ge— galtene Thronrede sagt, daß der Kaiser die Perstellung constitutioneller Einrichtungen unverrückt im Auge behalten habe. Die Thronrede geht dann auf das befriedigende Abkommen mit den ungarischen Kronländern über, welches deren Zu— sammengehörigkeit mit der Gesammtmonarchie, den Reichsfrieden im Innern und die Machtstellung des Reiches nach Außen sicher stellt. Der Kaiser hofft, der Reichsrath werde dieser Vereinbarung seine Zustimmung nicht versagen, und die Vor— theile nicht unterschätzen, welche auf der vom Kaiser eingeschlagenen Bahn für die Stellung Oesterreichs im Staatenverband Europa's bereits fühlbar geworden sind; ferner betont er, daß die neue Verbürgung der Rechte und Freiheiten der ungarischen Kronländer die gleiche Sicherheit für die übrigen Länder nothwendig im Gefolge haben
Achtung und Zuneigung zu verwandeln.— Die Rede wurde öfters durch Beifallssturm unterbrochen. Die Journale vom 23. ds. sprechen sich durchgehends in günstiger Weise über die Thron— rede aus.
Frankreich. Paris. Die Ankunft des Marschalls Mae Mahon aus Algier soll den Zweck haben, mit dem Kriegsminister einen Mo— dus zu vereinbaren, demzufolge es möglich wäre, den Bestand der Armee ohne Gefahr für die Sicherheit der Colonie, zu vermindern. Man würde auf das System der Zonen zurückgreifen. Die erste Zone, das Küstenlaͤnd, soll nur durch städtische Milizen geschützt sein; die zweite Zone, unterworfene Striche mehr im Innern, soll unter den Schutz einheimischer Gendarmerie gestellt wer— den und nur die dritte, von den Aufständen der Araber noch bedrohte Zone, von regulären fran— zösischen Truppen besetzt bleiben. Dieser Plan werde gestatten, zwei Dritttheile der algerischen Armee nach Frankreich zurückzuziehen.
— Der„Temps“ theilt einige neue Beiträge zu seiner Friedensliga aus Deutschland mit: ein sehr warmes und gut motivirtes Schreiben des Tübinger Professors v. Fichte, Sohn des gro— ßen Philosophen, sowie Zuschriften von Dr. Var⸗ rentrap aus Frankfurt a. M. und Bürgermeister Grothe aus Schwelm in Westphalen, beide an Jean Dollfus gerichtet, die sämmtlich der Friedens- liebe des deutschen Volkes Ausdruck verleihen.
— Der Prinz von Wales und sein Bru— der, der Prinz Arthur, die Paris am Sonntag Abeud verlassen sollten, haben ihre Abreise auf Dienstag, den 21., verschoben. Sie beabsichtigten vem Rennen in Chantilly beizuwohnen. Da nun aber in England die Religion derartige Sonn— tagsvergnügen verbietet, so hatte der Prinz von Wales telegraphisch die Königin, seine Mutter, um außerordentliche Erlaubniß, das Rennen dieses Mal besuchen zu dürfen, gebeten Diese Erlaub— niß wurde ihm aber nicht bewilligt.
In wohlunterrichteten Kreisen wird die Verzögerung der Hierherkunft des Königs von Preußen damit motivirt, daß Kaiser Napoleon den Wunsch ausgesprochen habe, daß der Kaiser
würde gerechte Ansprüche auf die Liebe und Ach- tung seiner eigenen Unterthanen und einen Einfluß im Rathe Europas erweßben, wie er in solchem Maße auf anderen Wegen nimmer zu erreichen wäre. Gleichviel, ob erfolgreich oder erfolglos, würde er dadurch an die Spitze der edelsten Ge— fühle und Bestrebungen unserer Zeit treten und für die Stabilität seiner Dynastie mehr gethan haben, als hätte er jeden Winkel Europas mit Feuer und Schwert heimgesucht und als wäre er als Sieger in zwanzig blutigen, aber nutzlosen Schlachten in seine Hauptstadt eingezogen.“
Rußland. Wie aus Moskau vom 12. ds. gemeldet wird, herrscht dort eine„wahrhaft entsetzliche Witterung.“ Auf den Dächern und in den Straßen lag der Schnee uad in den Näch— ten herrschte anhaltender Frost.
* Friedberg. Der Bischof von Mainz wird zur Vornahme der Firmung in den benachbarten kalholischen Gemeinden erwartet. Wie man vernimmt, soll diese kirchliche Feier für die biesige und Ockstädter Gemeinde am Himmel⸗ sahrtstage und zwar zu Ockstadt staltfinden und der Bischof schon nächsten Dienstag Abend dort eintreffen.
* Fri dberg Ein schweizerischer Seminarlehrer aus Küßnacht verweilte kürzlich längere Zeit in unserer Stadt, um in hiesigem Schullehrer Seminare den Lehrstunden in verschiedenen, ihn besonders interessirenden Fächern beizu—⸗ wohnen. Die Ehre des Besuchs ausländischer Schalmäuner ist unserem Seminare schon öfters zu Theil geworden, namentlich waren in den letzten Jahren mehrere Lehrer aus Rußland längere Zeit hier anwesend. Diese Besuche sind eine erfreuliche, die Anstalt und Lehrer ehrende An— erkennung, welche erwähnt zu werden verdient
H. Friedberg. Die am 22. d. Mis. dabier von Seiten des landw. Provinzialvereins abgehaltene Ver⸗ steigerung englischer Schweine ist ganz glänzend ausge⸗ fallen. Es hatten sich Kauflustige in großer Anzahl und aus den entferntesten Theilen unserer Provinz eingefunden und reichte die Menge der angekauften Schweine(28 Stück) bei weitem nicht aus um alle Nachfragen befriedigen zu können. Da aber der Preis, nach einem ganz einfachen national⸗ökonomischen Gesetze durch das Verhältniß von Ausgebot und Nachfrage bestimmt wird, so wurde der⸗ selbe unter den angeführten Verhältnissen ein hoher. Für eine ¼ Jahr alte Yorkshire⸗Sau wurden 100 fl., für ein 12 Wochen altes Horkshire⸗Eberferkel 80 fl., für eine Berksoire⸗Sau 93 fl., für einen Berkshire⸗Eber(11 Monate alt) 63 fl. bezahlt; der niedrigste Preis fiel auf ein Mutterferkel der Suffolk-Race von März d. J. mit 18 fl. In Ganzen wurden 1288 fl. erlöst, so daß der landw. Verein nicht allein den Ankauf sondern auch die Trans⸗
8 5 1 g; 3 von Oesterrei u derselben Zeit anwesend stin port, Wart- und Fütterungskosten damit reichlich decken ber müsse. Die Thronrede spricht die Absicht des f cb ö 3 0 tann. Hoffentlich wird im nächsten Jahre der Import
Kaisers aus, den einzelnen Kronländern im Wege der Vereinbarung mit dem Reichsrathe jede Au⸗ tonomie⸗Erweiterung zu gewähren, die ihren Wün⸗ schen entspricht und ohne Gefährdung der Ge— sammtmonarchie zugestanden werden kann. Als Gesetzes vorlagen werden verheißen: Ministerver⸗
möge, dieser aber vor der Krönungsfeier in Pest nicht hierherreisen könne.
Großbritannien. London. Der fromme Wunsch, daß auf die vorläufig glücklich erledigte Luxemburger Frage eine allgemeine Abrü⸗ stung folgen möge, findet auch in der„Times“
dieser Thiere fortgesetzt, ist ja die Einfuhr fremder edler Thiere nichts Neues und was längst anerkannt Nützliches. So führte schon im Alterthum Polykrates milesische und attische Schafe auf Samos ein, Philipp I. von Macedonien 20.000 styihische Stuten und Eumenes zahlte schon vor 1000 Jabren für einen Zuchteber 4000 Drachmen.
r Nauheim. Unter den zahlreichen Fremden von
3 antwortlichkeit, Modification des§ 13 der Ver- eine warme Befürwortung, an deten Schluß es naß und fern, welche Bad Nauheim desuchen, sind ge⸗ n fassung. Für die Ausgaben des laufenden Jahres heißt:„Die Zeiten sind offenbar vorbei, wo Na- Rabe ae e i dn gat en— f* sei vorgesorgt, so daß der Reichsrath sich der tionen durch Aufstachelung ibrer Vorurtheile oder quemen Besieigen mit einer Treppe versehen—— if. 900 000 Lösung dauernder Finanzaufgaben hingeben kann. Leidenschaften in kriegerische Wuth versetzt werden] Einsender mochte mit noch mehreren Freunden am letzten 3 Wiese jenseits der Stadt ein Lager bezieben zu lassen. Zugleich bat er,[nach. Mit Blitzesschnelle war das Thor von den Franzosen besetzt. Nun —„man möge dem Könige mit seiner gewöhnlichen Garde Quartier gewähren, kamen noch 2000 französische Reiter hinzu. Montmorency sagte:„Meine den be. damit dieser seine Anordnungen über die Vertheilung der Lebensmittel[Herrn! Sie können diese Leute recht wohl mit uns eintreten lassen; ich ra treffen könne. Der größte Theil der Bürgerschaft widersetzte sich einem werde Sorge tragen, daß sie sich augenblicklich wieder entfernen, um dem nnn solchen Begehren, bei welchem auch ein Blinder sehen konnte, worauf es König über den Stand Ihrer Magazine Nachricht zu geben.“ Die ganze 10. eigentlich abgesehen war. Man suchte Zeit zu gewinnen, um Truppen] Armee drang alsbald in die Stadt und quartierte sich daselbst so wie in m. herbeiziehen und die Stadt in besseren Vertheidigungszustand setzen zu den umliegenden Dörfern ein. Also war eine der stärksten Grenzfestungen da N können, bis der Kaiser Hülfe sende. Die französische Partei, den Bischof] Deatschlands, wo mehrere Reichstage waren gehalten, und wo das 101 an der Spitze, war anderer Ansicht, sie schickte, ohne Auftrag und Wisser Reichswahlgesetz, die goldene Bulle, war abgefaßt worden, ohne Schwert⸗ des: der übrigen Bürgerschaft, Abgeordnete an den französischen General, streich in seindliche Hände gefallen. Was ein Schelmenstreich glücklich a igtt weitere Verabredungen mit demselben zu treffen. Es wurde ihm gestattet, begonnen hatte, sollte ein Schurkenstreich vollenden. Der französische 17 1 selbt nach Metz zu kommen, und da er behauptete, er könne unmöglich[General, nun unumschränkter Gebieter der Stadt, wollte die deutsch- — allein seinen Einzug halten, sich von einem Fähnlein der Garde begleiten[gesinnten Glieder des Stadtrathes entfernen. Er legte sich auf das 1 Ole zu lassen. Montmorency erlaubte sich nun einen Schelmenstreich, welcher Krankenbett, indem er das bedenklichste Gichileiden vorgab, das ihn nöthige Nich de den Bewohnern von Metz, so wie allen, die noch auf Redlichkeit hielten, an sein Testament zu denken. Er berief dazu als Zeugen die Magistrats⸗ 19 Abschtu vor der französischen Hinterlist einflößen mußte. Er machte aus personen, welche man ihm als seindselig bezeichnet hatte. Sobald sie Bench fünf Fähnlein eins, und siellte dasselbe so auf, daß man die Menge der Be- versammelt waren, sprarg er aus dem Bette und durchbohrte den einen 1 1* waffneten nicht übersehen konnte. Selbst den verrätherischen Abgeordneten[der Anwesenden. Zugleich stürzten die Garden über die anderen her und 2 dünkte dieses Versahren der Art, daß sie nicht glaubten, dazu schweigen ermordeten dieselben. Jetzt war an keinen Widerspruch mehr zu denken. b eien ae zu pürsen; sie beslanden darauf, daß sie vorher in Metz seinen Einzug[Die Soldaten, welche der Magistrat zur Vertheidigung der Stadt ge- ische u. anzeigen müßten. Der französische General wußte sie durch schöne Redens⸗ sammelt hatte, mußten entlassen werden. Der König hielt am 18. April ain 90 arten hinzuhalten, bis sie zusammen an die Thore gelangten. Hier stellte 1552 seinen Einzug und antwortete dem Stadtrath, der ihn dringend f* er sich, als ob er unwillig wäre, daß ihm so viele Soldaten nachgefolgt[um Erhaltung der alten Freiheiten und Privilegien bat:„Ich werde Euch dene seien. Während darüber hin- und hergeredet wurde, schlichen sich einige wie die Meinigen behandeln.“ Der König hat, wie wir leider wissen, A Offiziere durch die halboffene Pforte; die kräftigsten Gardisten folgten sein Versprechen buchstäblich gehalten.—


