Ausgabe 
24.12.1867
 
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1867. Dienstag den 24. Dezember. 152. * 2 1 3 2 2

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ielligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag

Abonnements Einladung.

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Mit dem 1. Januar beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich

dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, ersch

einen wird.

Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten

und wichtigsten Tagesbegebenbeiten, allgemein belehrende und unterhultende Aussätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours-⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen

Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen

und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel,

Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der

Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmuntecung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen.

Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnen

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Unterbrechung eintritt.

ten in hiesiger Stadt I fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthu

ms 1 fl. 6 kr.

Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine

den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich

Abbestellung erfolgt.

Die Redaktion.

Betreffend: Die Errichtung einer Landgeffütsstation

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Amtlicher Theil.

für die Kreise Friedberg und Vilbel.

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Friedberg den 21. Dezember 1867.

Bekanntmachung.

Groß herzogliches Ministerium des Innern hat die Anlage einer Gestütsstation für die Kreise Friedberg und Vilbel zu Nieder- Woöllstadt laut Verfügung vom 14. l. M., zu Nr. M. d. J. 13962, genehmigt, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg T. wen p p.

Hessen. Darmstadt. richtungen der preußischen Militärverwaltung werden in rascher Reihenfolge jetzt auch bei uns eingeführt. Nach einer von Kassel hierher gelangten Anordnung soll demnächst auch die Militär ⸗Proviantirung conform mit dem preußischen Reglement stattfinden.

In der Sitzung des Bezirksstrafgerichts vom 21. d. Hessischen Volksblätter verhandelt. Dieselben brachten im Herbst 1866 eine Correspondenz, wonach der frühere Landtagsabgeordnete Lenz von Erdhausen bei einem Festessen in Gladenbach einen Toast auf den König von Preußen ausgebracht und dafür durchgeprügelt worden sei. An der garzen Sache ist aber kein wahres Wort. Lenz, der heute als Zeuge erschien, trat gegen das genannte Blatt klagend auf. Der Verfasser ließ sich nicht ermitteln, und der Verleger Walther Groß übernahm die Verantwortlichkeit für den Artikel. Die Staatsbehörde beantragte eventuell gegen Groß 6 Tage Gesängniß und 12 fl. Geld⸗ buße; der Vertheidiger Emmerling II. Freisprechung, da der fragliche Artikel keinen Vorwurf verächt- licher Eigenschaften oder Gesinnungen enthalte, weil dem Lenz nur nachgeredet worden sei, daß er ein Unrecht erlitten habe. Nach längerer Be rathung trat der Gerichtshof dem Antrag der Vertheidigung bei.

Das Justizministerium läßt eben den von ihm seit längerer Zeit vorbereitetenEntwurf eiger Prozeßordnung in bürgerlichen Rechtsstreitig- keiten im Druck vervielfältigen. DieDarm städter Zeitung hat in ihrer letzten Nummer dit hauptsächlichen Bestimmungen dieses Entwurfs referirt. Da übrigens bereits am 3. Januar in Berlin die Berathungen der zum Entwurf einer Civilprozeßordnung für den norddeutschen Bund eingesetzten Commission beginnen sollen, so wird der hessische Entwurf nur schätzbares Material bleiben.

Friedberg. Nach einer Ankündigung der Expedhion des Anzeigeblattes für den Kreis Gießen wird dieses Blatt mit Beginn des neuen Jahres unter dem TitelGießener Anzeiger in bedeutend vergrößertem Formate wöchentlich drei mal erscheinen und seinen Lesern nun auch eine kurze Uebersicht der politischen Tageserkignisse 16. bringen.

Sämmtliche Ein⸗

wurde ein Preßprozeß gegen die

Indem wir auf die in dem Inseratentheil unseres heutigen Blattes enthaltene Ankündigung verweisen, gereicht es uns zu einiger Genugthuung, daß der Verleger ie eßener Anzeiger mit der Er- weiterung seines Blattes dem von uns gegebenen Beispiele zu folgen sich entschlossen hat. Wir wünschen und sind dessen im Voraus überzeugt, daß das Vorgehen unseres Collegen in Gießen ebenso freudig von dem dortigen Publicum be grüßt werden wird, wie wür in der täglich wachsen den Zahl unserer Abonnenten die erfreulichste Auf⸗ munterung finden müssen, mit der Haltung unseres Blattes in der seitherigen Weise fortzufahren, unbekümmert um die zarten Aufmerksamkeiten, mit denen wir uns bald durch die schier vernichtende Wucht geflügelter Worte, bald durch zwar unge mein billige aber dennoch äußerst witzige Spötteleien von Zeit zu Zeit zu unserer Erheiterung beehrt sehen. Auf ähnliche Angriffe darf sich auch der Gießener College gefaßt machen, doch werden diese seine Gemüthsruhe hoffentlich ebenso wenig stören, als sie uns zu alteriren vermögen. Wenn wir indeß auf die erwähnten Ausmerksamkeiten nicht antworten, so möge dieß ein Beweis sein, daß wir weder die Zeit noch den Willen haben, uns mit einzelnen gewissen verbissenen Persönlichkeiten herumzustreiten.

Gießen. Der ordentliche Professor in der hiesigen theologischen Fakultät Dr. Gaß hat einen Ruf nach Heidelberg erhalten und angenommen.

Preußen. Berlin. Die Abgg. Runge, v. Hoverbeck und Genossen haben eine Anfrage an die Budgetcommission gerichtet, in welcher sie Auskunft darüber verlangen, welche Abgeordnete, die zugleich Staatsbeamte sind, während ihrer Anwesenheit im Abgeordnetenhause Stellvertretungskosten haben zahlen müssen, welche dagegen von dieser Zahlung befreit geblieben sind, und welche Stellvertretungs kosten die Staatsregierung seit 1863 für Abgeord nete, Mitglieder des Herrenhauses und Mitglieder des Reichstages, aus der Staatskasse gezahlt hat. Grund dieser Nachfrage ist die bekannte Thatsache, daß sämmtliche Verwaltungsbeamte von den Stell⸗ vertretungskosten, wenn sie Abgeordnete sind, befreit zu bleiben pflegen, und daß dasselbe auch bei einer Anzahl Justizbeamten der Fall zu sein pflegt.

Frankfurt. Hiesige Blätter melden: Die

Zwangsversteigerungen von Mobilien nehmen von Woche zu Woche größere Dimensionen an. Die- selben betrugen in den letzten Wochen im Durch- schnitt 45 per Woche. Die in der Versteigerung erzielten Preise erreichten auch nicht annähernd den Werth, welchen die unter den Hammer ge kommenen Objekte verdienen.

DieD. A. Z. schreibt:Man spricht hier neuerdings davon, daß Frankfurt eine eigene Regierung oder eine sonst von Wiesbaden unabhängige Stellung unter dem Oberpräsidium in Cassel erhalten solle.

Bayern. München. Die Beschlüsse der Kammer der Reichsräthe, daß zum Handel mit Erzeugnissen der Presse eine Coneesslon nothwendig sein solle, und daß diese unter Umständen wieder zu rückgezogen werden könne, wurden von der Kammer der Abgeordneten mit großer Majorität abgelehnt.

DieSüddeutsche Presse bezeichnet die Zeitungsnachrichten, welche berichteten, daß die Beschlüsse der Münchener Militärconferenz bean standet worden wären, als unbegründet. Die Ratification von Seiten Badens sei bereits ein getroffen und die Württembergs mit Bestimmiheit zu erwarten.

Baden Karlsruhe. Nach sechstägigen Verhandlungen hat die Abgeordnetenkammer das Schulgesetz im Wesentlichen nach den Anträgen

der Commission mit allen gegen 3 Stimmen angenommen. Oesterreich. Wien. Wie dieCorre-

spondenz Schweizer meldet, ist der sächsische Oberberghauptmann Beust berufen, die Leitung des österreichischen Bergwesens zu übernehmen. Es verlautet offiziös, daß die Neubildung des cisleithanischen Ministeriums bis jetzt nicht weiter vorgerückt ist. Sicher ist nur, daß der Reichs-

kanzler v. Beust die Ernennungen Giekra's, Taafe's und Auersperg's als unumgänglich be zeichnet. In der Sitzung der confessionellen

Commission des Herrenhauses bekämpfte Cardinal Rauscher den Entwurf des Abgeordnetenhauses, betreffend die Wiederherstellung des bürgerlichen Gesetzes über das Eherecht. Lichtenfels vertheidigte die Prineipien des Entwurss. Ter Cultusminister wiederholte seine Erklärung, daß er durch Abgabe