Ausgabe 
22.10.1867
 
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Boden gewachsenen vorzuziehen sein. Ausgelesene s. g.! goldgelbe Kartoffeln wurden indeß in Groß Gerau an⸗ gekauft und stellte sich der Preis hierher geliefert franco Bahnhof Friedberg auf 3 fl. 15 kr. Es sollen in dortiger Gegend massenhafte Einkäufe namentlich für den Bedarf der rheinischen Garnisonen und Festungen staltfinden und dadurch die Preise in der Höhe gehalten werden. Gerduer Weißkraut wurde, 2400 Stück, im durchschnittlichen Ge wicht von 12 Pfund, zu 5 fl. per Hundert verlauft.

Rodheim v. d. H. Dem Fr. J. entnehmen wir Bericht: Seit langer Zeit hatte die hiesige Ge meinde keine Obsternte, wie in diesem Jahre Aepfel, Birnen und Zwetischen sind sowohl in quantitativer als auch in qualikativer Hinsicht ausgezeichnet gerathen. Viele Tausend Malter Aepfel sind bereits nach Frankfurt ge bracht worden, und immer noch ist ein bedeutendes Quan⸗ tum zu verkaufen. Die Obstbäume waren, resp. sind mit Segen wahrhaft überschültet, und trotzdem ist, wie bemerkt, die Qualität eine vorzügliche, was hauptsächlich dem Um⸗ stande zuzuschreiben sein dürfte, daß auf Anordnung des Kreisamtes Vilbel und des Ortsvorstandes das Abnehmen der Aepfel, mit Ausnahme der früher reifen Sorten, erst mit dem 9. d. beginnen durfte. Das biesige Obst wird darum auch von Käufern sehr gesucht, und dürfte dasselbe in diesem Jahre einen trefflichen Wein liefern. f 5

Frankfurt. Der Preis der Kartoffeln stellie sich auf dem Markte am 18. d. auf 2 fl. 30 kr. pr. 200 Zoll⸗ pfund das Malter, Aepfel am Thor pr. Malter 2 fl. 40 kr.

Frankfurt. Die Klagen des kleinen Mannes über übermäßige Theuerung werden hier immer lauter. Der Winter steht vor der Thür, die Verdienstlosigkeit nimmt mehr zu, der Preis des Brodes hat fast die Höhe wie 1847 erreicht, die Fleischpreise sind längst für den geringen Mann unerschwinglich, die Kartoffeln nicht minder theuer; kein Wunder, wenn deßhalb überall Besorgnisse laut wer⸗ den und die Sicherheit des Eigenthums Gefahr läuft, mehr denn sonst mißachtet zu werden. Wie man ver⸗ nimmt, wird mit Ende dieses Monats der Gottesdienst in der Domkirche wieder beginnen.

Darmstadt. Zwischen hier und Bensheim wurden dieser Tage einem Schäfer einige 30 Schafe gestohlen. Die bis jetzt noch nicht ermittelten Thäter verkausten die⸗ selben hier und in Bessungen. Die Schafe mußten übrigens

ihrem rechtmäßigen Eigenthümer wieder überliefert werden.

Darmstadt. Bei dem hiesigen Gemeinderathe ist von einem Nichtmitgliede desselben ein Antrag auf eine Hundesteuer zu Gunsten der Stadtkasse neben der Staats- abgabe eingegangen, wie dieß im Großherzogthum Baden der Fall sein soll. In der Residenz werden eilfhundert Luxushunde gehalten.

Darmstadt. Ein Jägerlieutenant, der vor Kurzem durch einen unglücklichen Zufall einen Soldaten erschossen hatte, wurde wegen fahrlässiger Tödtung in eine Festungs strafe von vier Monaten verurtheilt und hat seine Strafe bereits angetreten.

Darmstadt. Im Odenwalde werden Hafereinkäufe durch fremde Händler gemacht.

Darmstadt. DerM. 3. entnehmen wir die Mittheilung, aus welcher Veranlassung der türkische Sultan der Prinzessin Alice von Hessen einen prächtigen Araber zum Geschenk gemacht habe. Genauntes Blatt sagt nämlich, daß Prinz Ludwig und Prinzessin Alice zum Besuche der Ausstellung in Paris sich befanden, als der Sultan zu gleichem Zwecke dort eintraf. Als dann der Sultan von dorten nach London sich begab, war Prinzessin Alice be rufen, an der Stelle ihrer königlichen Mutter, die allen Festlichkeiten abgeneigt ist, und da auch die Prinzessin von Wales erkrankt war, die Honneurs des brittischen Hofes dem ottomanischen Gaste gegenüber zu machen. Uebrigens hat der Sultan allen Fürstlichkeiten, die ihm bei seinem Aufenthalt im Occident Gastfreundschaft er wiesen, arabische Pferde verschenkt, was auf eine kürkische Hof- und Nationalsitte zurückzuführen ist.

Darmstadt. Durch Großherzogliche Entschließung ist ter Marktflecken Langen zur Stadt erhoben worden.

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2% Ungarisches Getreide. Noch nie sind solche Massen ungarischen Getreides an den Rhein gebracht worden, wie in diesem Jahr. Mit Frachtbriesen von Pest und weiter ostwärts von Temeswar und Seegedin ꝛc. kommen ganze Züge Weizen, Korn und anderer Früchte, theils um auf Rheinschiffe verladen zu werden, theils um weiter nach Frankreich zu gehen. Man rechnet, daß Ungarn 13 Millionen Sack Getreide geerntet hat und davon etwa 45 Millionen selbst consumirt, das Uebrige aber an's Ausland, größtentheils an die Rheinlande, Frankreich, die Schweiz abgibt. Der alte Plan, den osteuropäischen Korn⸗ kammern den Markt nach dem Rhein zu eröffnen, hat sich

so verwirklicht und zwar durch einzelne rheinische, ins besondere Mannheimer Häuser, welche es verstanden, die Vechältnisse eben so kühn, wie klug zu benutzen und auf eigene Hand einen der großartigsten Handelszweige zu einer früher nie gekannten Klüthe zu bringen.

Schwurgericht der Provinz Oberhessen. IV. Quartal 1867. Urtheileꝛ

Den 7. October wurde Johann Heinrich Jost III. aus Freienseen, wegen Unzucht, in eine Zuchthausstraf von 8 Jahren condemnirt. Den 8. October wurde Maria Le istner von Orleshausen von der gegen sie wegen Diebstahls erhobenen Anklage, nachdem die Ge schworenen einNichtschuldig erkannt hatten, freige⸗ sprochen. Den 9. October wurde Peter Albach von Hattenrod, wegen Körperverletzung resp. Mordversuchs, in ein Zuchthausstrafe von 3 Jahren verurtheilt. Den 10. October wurde Elias Meier aus Gießen auf das ven den Geschworenen ergangeneNichtschuldig von der gegen ihn wegen Meineids erhobenen Anklage freige sprochen. An demselben Tage wurde Andreas Lippert von Butzbach, wegen Versuchs der Nothsucht, in eine Correktionshausstrafe von 2 Jahren 6 Monat verurtheilt. Den 11. October wurde Jacob Brückmann von Kaichen, wegen mehrerer ausgezeichneten Diebstähle, in eine geschärfte Zuchthausstrafe von 3 Jahren verurtheilt, an welcher jedoch 2 Monate unverschuldete Untersuchuugshaft in Abzug zu bringen sind. Den 12. October wurde Eliasabethe Kaspar von Wettsaasen, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine geschärfte Correktionshausstrafe von 1 Jahr verurtheilt. An demselben Tage wurde gegen Heinrich Weller von Fried⸗ berg, wegen Wechselfälschung, eine geschärfte Correklions⸗ hausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten erkannt. Den 17. October wurde wegen Meineids bez. Anstiftung und Beihülfe: Johannes Neun XII. von Wenings in eine Correktionshausstrafe von 2 Jahren, Georg Krumm III. von da, in eine Correktonshausstrafe von 1 Jahr 9 Monaten, Jonas Stern von da, in eine Correktionshaus⸗ strafe von 2 Jahren 6 Monaten verurtheilt; Lehrer Frei⸗ mann von Stammheim wurde, nachdem die Geschworenen erklärt hatten,nein der Angekagte ist nicht schuldig von der gegen ihn erhobenen Anklage freigesprochen.

Bekanntmachung.

2427 Bei der diaßjäbrigen Verloosung der Framers- beimer Partial Obligationen wurde die Nr. 24 zur Zurückbezablung gezogen.

Dem Inbaber derselben wird der Betrag dis 1. Januar 1868, von wo an die Verzinsung aufhört, gegen Einsendung der Original⸗ Obligation, durch das Handlungsbaua J. Lind beimer in Franksurt a. M. bezahlt werden.

Framersbeim am 7. October 1867.

Groß herzogliche 1 Framersheim ru g.

Kapital⸗Gesuch.

2490 Die Gemeinde Staden beabsichtigt ein Capital von

9000 fl im Ganzen oder Einzelnen aufzunebmen. Capitalisten wollen sich bei biefiger Bürgermetsterel melt en.

Staden den 17. Octeber 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Staden Dau ch.

Oeffentliche Aufforderung.

2520 Auf Antrag des biesigen Bürgers und Gast wirthes Karl Henkel, dessen Vermögen nach der von ihm bei Gericht gemachten Anzeige und inhaltlich des aufgestellten Bermögens⸗ und Schulden Verzeichnisses überschuldet ist, werden hiermit dessen sdmmtliche, be⸗ kannte und unbekannte Gläubiger dazu aufgefordert, ihre Zorderungen und Ansprücht jeder Art an das Ber- mögen des gedachten Schuldners im Termin Freitag den 8. November d. J., Morgens price 9 Uhr,

dahier anzumelden und zu begründen

Gleichzeitig soll im nämlichen Termin auf Anstehen des Schuldners zur Abwendung des förmlichen Concurses, die Eingebung elnes Nachlaß⸗ over Stunduugs Vertrags versucht, und sollen die von der Mehrhelt der erscheinen · den oder gehörig vertretenen Gläubiger wegen Auer⸗ kennung der angemeldet werdenden Fordecungen und Ansprüche, sowie wegen Abschließung eines Arrangements, gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die Minderheit der auftretenden, oder die ausbleibenden oder ungenügend legttimirten Gläubiger als biadend angesehen werden.

Nauheim am 17. October 1867.

Großberzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.

See fisch.

2498 Die ersten Sendungen frische Schellfische und Bücklinge werden dleser Tage bei der holländischen Agentur in Frankfurt a. M. eintreffen. Bestellungen auf einzelne Körbe over wöchentliche Lieferungen wolle man daber bald möglichst richten an den Agent für

Süddeutschland. Wilhelm Honders in Frankfurt a. M.

Für die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung

aller im Buchhandel erscheinenden

illustrirten, belletristischen& wissenschastlichen Zeitschristen,

sowie auch aller Modezeitungen u. s. w. u. s. w.

Friedberg.

Bestellungen für uns nehmen

Bindernagel& Schimpff.

an für Nidda F. Trebes in Nidda. für Hungen L. Schneider in Hungen.

8 Oeffentliche Aufforderung.

2311

Die Besitzer der in Nr. 115 des Anzeigers, Inserat 2311, näher verzeichneten Immobilien wollen dieselben

theils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb

derselben nicht urkundlich ausweisen.

Es werden deßhalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche

an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen drei Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sons die Veräußerungs-Urkunden ohne Rücksicht auf sie destätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1832 als vermuthete Eigenthümer

werden eingeschrieben werden. Friedberg am 16. September 1867.

Großberzogliches Landgericht Friedberg R 1.

Bekanntmachung.

2515 Da der hiesige Markt am 7. d. M. wegen eingetretenen Regenwetters nicht abgehalten

werden konnte, so soll derselbe Montag den 28. d. Mts. nochmals abgehalten werden, welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird.

Echzell am 18. October 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell Sto ll.

Bekanntmachung.

2518 Montag den 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird auf biesigem Rathhause das zur Debltmasse des Maurermeisters Heinrich Wolff 1. dabier gehörige, im schönsten Theil hiefiger Stadt an der Parkstraße und Eck der Friedrichsstraße nächst dem neuen Kurhause ge⸗ legene, vor zwel Jahren neu erbaute Haus:

P. M. B. 172= 31%0 Ruthen neben Bernhard Reich, welches außer Souterrain, großen Kellern, Brunnen und Waschküche,

2 Salons mit Balkons,

20 Zimmer und

8 Dachkammern enthält, und sich somit seiner Bauart nach vollkommen zu einer Herrschastswohnung eignet, unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen öffentlich zwangswelse versteigert, was mit dem Anfügen bierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird, daß Kauflieb⸗ haber, welche das Haus einsehen wollen, sich an den Massecurator, Herrn Stadtschreiber Schult dahier zu wenden haben.

Bad Nauheim am 19. October 1867.

Großherzogliches Ortsgericht Naubelm Rieß.

1 Weinfaͤsser

2171 in allen Größen billigst bei

Ph. Dan. Kümmich.

Ein ordentliches Mädchen

2487 wird zum sofortigen Eintritt in Otenst gesucht Eduard Hiesch.

Immer noch zur Beachtung!

2523 Wenn es auffallend erschien, daß in dem so⸗ genannten Aschenloch am Usaberg Aepfeltrester abgeladen werden, so ift noch viel auffallender, daß dieser Unfag, trotz der öffentlichen Rüge, noch immer fortbestedt und sopar innerhalb der Stadt, z. B. in der Näde der großen Pofischeuer, solche die luftverpeßende Niederlagen geduldet werden! Ist die Polizei nicht im Stand solches zu verhindern e

1521 Unterzeichneter bal gestern auf den Promenade⸗ wegen ein seidenes Halstüchelchen gefunden. Frtedberg den 21. October 1867. A. Deiß, Seminarist.