Hildebrand aus Hungen für diese Stelle,— den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Birstein auf die evangelische Schulstelle zu Bindsachsen präsentirten Schulamts⸗Aspi⸗ ranten Corvinus aus Altenstadt für diese Stelle— und den von dem Herrn Grafen von Schlitz genannt von Görtz auf die evangelische Schulstelle zu Willofs präsen⸗ tirten Schulamts- Aspiranten Mergott aus Bottenhorn für diese Stelle zu bestätigen;— am 31. Mai dem evan⸗ gelischen Pfarrer zu Steinbach Perschbacher die evan⸗ gelische Pfarrstelle zu Merlau,— und dem Lehrer an der 4. katholischen Knabenschule zu Heppenheim Roos die 3. katholische Mädchenschulstelle daselbst zu übertragenz— desgleichen dem Pfarramts⸗Candidaten Gisser aus Bin⸗ genheim die evangelische Pfarrstelle zu Steinbach,— dem Lehrer an der 3. katholischen Mädchenschule zu Heppen— heim Nack die 2. katholische Knabenschulstelle daselbst,— dem Schulamts⸗Aspiranten Schmidt aus Friedberg die 4. katholische Knabenschulstelle zu Heppenheim— und dem Schulamts⸗- Aspiranten Blum aus Monzernheim die 4. katholische Mädchenschulstelle zu Heppenheim zu übertragen.
IX. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 23. Mai dem Salinen ⸗Inspector bei dem Salinenamt Nauheim Schreiber den Charakter als Bergratg— und am 25. Mai dem Ministerial⸗Secretär 1. Klasse bei dem Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeu⸗ ßern Dr. Neidhardt den Titel„Legationsrath“ zu ver— leihen.„„
X. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großheczog haben allergnädigst geruht: am 18. Mai den katholischen Schullehrer zu Appenheim Roth auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle— und am 25. den evangelischen Pfarrer zu Bensheim Simon auf sein Nach⸗ suchen von seiner Dienststelle zu entlassen.
XI. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Mai den evang. Schullehrer zu Steinheim, Conrad, auf sein Nachsuchen,— an demselben Tage den Mainzollamts⸗Rendanten Trupp unter Anerkennung seiner vieljährigen treuen Dienste,— am 14. den Secretär bei dem Ober⸗Consistorium Dr. Krach auf sein Nach⸗ suchen und unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste,— am 28. den Kreis⸗Assessor bei dem Kreisamte Friedberg, de Beauclair, auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit— und am 31. den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, Dr. Köhler, in den Ruhestand zu versetzen.
XII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die ev. Pfarrstelle zu Kriegsheim mit jährl. 582 fl 50 kr.,— die ev. Schul stelle zu Kirchbeerfurt mit jährl. 300 fl. und 22 fl. jährl. Vergütung für Heizung des Schullocals; (Präsentation des Herrn Grafen zu Erbach⸗Erbach.)
XIII. Gestorben. Am 5. April Schullehrer Zim⸗ mermann zu Frei⸗Laubersheim;— 14. der ordentliche Professor an der Landes⸗Universität und Director der Entbindungs⸗Anstalt Geheimerath Dr. v. Ritgen zu Gießen;— 21. Mai Obergerichtsrath Gredy zu Mainz; — 25. evangelischer Pfarrer Saalfeld zu Bischofshein; — 4. Juni evangel. Pfarrer Rappolt zu Bellersheim.
Darmstadt. Der hiesige Anwalt⸗Verein hat in seiner zahlreich besuchten Versammlung folgende Beschlüsse gefaßt: 1) es widerspricht der Ehren- haftigkeit des Anwalts sich gewerbsmäßig oder in gewinnsüchtiger Benutzung seiner anwalt⸗ lichen Stellung mit Wechselgeschäften, dem Erwerb von Forderungen, Debit⸗ und Concurs⸗ Massen, Güterschlächtereien und dergleichen zu befassen. Ferner hat er beschlossen: 2) sämmt⸗ liche Collegen aufzufordern, dieser Erklärung durch ihre Unterschrift beizutreten und 3) dieselben auf⸗ zufordern, alle für die Folge gegen jenen Beschluß
sich ergebenden Zuwiderhandlungen zur Kenntniß des Vereins zu bringen, damit derselbe über die⸗ sen Fall nöthigenfalls durch Ausschließung jenes Anwalts, welcher sich ihrer schulrig gemacht hat, aus dem Verein oder auf andere geeignete Weise im Interesse des Standes beschließe.
— Aus der neuesten Nummer der Mittheilungen der großherzoglichen Centralstelle für die Landes- statistik entnehmen wir folgende Angaben bezüglich der Ein- und Auswanderungs-Verhältnisse unseres Landes: Im Jahre 1864 wanderten in das Groͤß⸗ herzogthum Hessen ein 1071 Personen(361 in Starkenburg, 373 in Oberhessen, 337 in Rhein- hessen;) dagegen wanderten mit Aufgebung des Indigenats aus 1923 Personen(536 aus Star⸗ kenburg, 967 aus Oberhessen, 420 aus Rhein- hessen.) Im Jahre 1865 wanderten ein 1071 Personen(366 in Starkendurg, 306 in Ober— hessen und 399 in Aheinhessen;) es wanderten aus 2281 Personen(724 aus Starkenburg, 849 aus Oberhessen, 708 aus Rheinhessen.)
* Friedberg, 21. Juni. Königl. Hoheit traf gestern Abend, von Konrads- dorf kommend, in dem hiesigen Schlosse ein, unter- nahm heute um die Mittagsstunde eine Fahrt nach Nauheim, um die dortigen Badeetablissements zu besichtigen, und kehrte des Nachmittags um 4 Uhr mittelst Extrazugs nach Darmstadt zurück.
* Friedberg. Wie wir vernehmen, trafen am 15. d. drei Mitglieder des Finanzausschusses II. Kammer, die Abgg. v. Goldmann, Heß und Wernher auf dem Dorheimer Bergwerk ein, um Einsicht der ganzen Anlage zu nehmen und sich über einzelne Fragen und Zustände den für die Berichterstattung nöthigen Aufschluß an Ort und Stelle zu verschaffen. Hoffen wir, daß sich die erwähnten Abgg. von der großen Wich- tigkeit der Braunkohlenaufbereitung für unsere Gegend überzeugt haben und demgemäß bei der in der Kürze stattfindenden Budgetberathung den für ferneren ergiebigen Betrieb unabweisbaren Anforderungen und Bedürfnissen aufs Wärmste das Wort reden werden und daß die Kammer die nothwendigen Bewilligungen beschließen wird. Den billigen Wünschen der dortigen Beamten in Bezug auf den Zustand ihrer Dienstwohnungen wird dann wohl auch die verdiente Berücksichtigung zu Theil werden.
Gießen. Dieser Tage wurde hier dem Bezirksrath von der Regierung ein eigenthümlicher Fall zur Begutachtung vorgelegt. Ein, wohl ein Menschenalter an der hiesigen höheren Töchter⸗ schule thätiger, fleißiger und gewissenhafter Lehrer, ist penstonirt worden und zwar mit dem vollen Gehalt von 800 fl.— Die Stadt ist gerne bereit, einem Manne, der im Dienst der Menschen⸗ bildung ergraute, diesen Betrag auszuzahlen, auch noch einen Vicar zu honoriren; weigert sich da- gegen ganz entschieden, die erwähnten 800 fl. als Pension zu zahlen, will vielmehr dieselben
Des Großherzogs
unter irgend einem andern Namen, etwa Sub- vention unter die Reihe ihrer Ausgabeposteu gestellt haben. Wer die hiestgen Verhältnisse kennt, für den ist die Sache kein Räthsel, gespannt sind wir aber, welche Erklärung der Bezirksrath darüber abgeben wird.
Preußen. Berlin. Die„Börsenzeitung“
will von zuverlässiger Seite erfahren haben, daß,
Kaiser Napoleon die Einladung nach Berlin an— genommen habe, allein seinen Besuch erst im Oe— tober ausführen werde.
— Nach einer Vorlage, welche, wie die „Voss. Ztg.“ meldet, Finanzminister v. d. Heydt entworfen haben soll, wird 1) der Zoll erhöht werden a. vom rohen Tabak von 4 Thaler auf 10 Thaler, b. vom bearbeiteten Tabak von 11 auf 15 Thaler, o. von Cigarren von 20 auf 25 Thaler; 2) soll außerdem eine Fabrikations- und Consumtions⸗Steuer erhoben werden von 15 Sgr. von je 1000 Cigarren und von 1 Sgr. von jedem Pfund Rauch- und Schnupf⸗Tabak; 3) soll
der Tabaksbau mit 20 Thalern der Morgen be⸗
steuert werden. Auch das Monopol mit all seinen Plackereien, welche es für den Landwirth im Ge— folge hat, soll bereits in Aussicht genommen sein, und hat man in Berlin bereits ausgerechnet, daß vermittelst desselben die Regierung in Frankreich vom Kopfe 29½ Silbergroschen aufbringe, wäh⸗ rend dasselbe im Zollverband nur 2 Sgr. vom Kopfe erträgt.
— Herr v. Bennigsen und Graf Mün⸗ ster sind aus Hannover hier eingetroffen und vom Grafen Bismarck empfangen worden. Sie sollen Betreffs der Organisation Hannovers ge— hört werden.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Graf Tauffkirchen hat gestern den Beitritt Bayerns zur Zollübereinkunft unterzeichnet. Die am 26. Juni zusammentretende Zolleonferenz wird von Tariffragen nur einen andern Modus der Tabaks⸗ steuer, im Uebrigen aber nur das allgemeine neue Verhältniß des Zollvereins auf Grund der Ueber- einkunft vom 4. Juni berathen.
Frankfurt. Die von dem Finanzministerium zur Annahme vorgelegte Auseinandersetzung bezüglich des Stadt- und Staats⸗Vermögens hat sowohl der Senat als das Einundfünfziger⸗Colleg einstimmig abgelehnt. Die hierzu zwingenden Gründe sind in einer an das Gesammtministerium gerichteten Denkschrift niedergelegt, welche, wie berichtet wird, bereits nach Berlin abgegangen ist.
Bayern. Würzburg. Am 16. d. M. fand auf dem Friedhofe zu Helmstadt die Ein⸗ weihung des den im Kampfe vom 25. Juli 1866 gefallenen und auf dem genannten Friedhofe be⸗ erdigten preußischen Kriegern errichteten Denk- mals statt. Auf den an den beiden Seiten des Denkmals angebrachten Metalltafeln sind die Na⸗ men all Derer verzeichnet, welche unter demselben ruhen, und zwar sind es 36 Offiziere und Soldaten.
() Mexiko und der Kaiser Maximilian.
Da wo der mexikanische Continent in der Mitte sich zu einem ver— hältnißmäßig schmalen Streifen Landes verengt, gleich einem riesigen Zwerchsack, der vom hohen Norden, wo die Eskimo's Thran saufen und Wallroßspeck essen, bis zu den Feuerlandsinseln tief im Süden, wo die Pescheräh's als Begegnungsgruß, anstatt wie hier zu Lande den Hut ab⸗ zuziehen und„guten Tag“ zu sagen, die Nasen aneinander reiben, nur die Kleinigkeit von 2000 Meilen lang ist, also daß, wollte ihn Einer aufhocken, er ein gewaltiger Packträger sein müßte,— liegt das jetzt vielgenannte Mexiko, das Land, wo der habsburgische Prinz Erzherzog Maximilian einen neuen Kaiserthron aufzurichten gedachte. Es ist ein in jeder Beziehung merkwürdiges Land, dieses Mexiko: groß, mehr als doppelt so groß als Deutschland, und doch nur von 8 Millionen Menschen be— wohnt; reich an Fruchtbarkeit und Schätzen im Innern der Erde—„von 1521 bis 1856 hat Mexiko edle Metalle an Werth von 2636 Millionen Piastern= über 5000 Millionen Gulden geliefert“— und doch arm und zumal der Staat mit Schulden beladen; im Besitz einer ausgedehnten Seeküste— es grenzt im Westen an den stillen Ocean, im Osten an den Golf von Mexiko— und doch hat es nur wenig Häfen, keine Seemacht, keinen nennenswerthen Handel; weit nach Süden, fast zur Hälfte in der heißen Zone gelegen und doch, mit Ausnahme der niedrigen, feuchtheißen Küste, wo das gelbe Fieber wüthet, in dem rasch bis zu der Höhe von mehreren tausend Fuß ansteigenden Land— die ausgedehnte Hochebene im Innern hat eine Höhe von 7000 Fuß— ein mildes, ein wahres
Frühlingsklima; die Bevölkerung aus Creolen(Abkömmlingen von euro⸗ päischen, hier vorherrschend spanischen Einwanderern), Mestizen(Nach⸗ kommen von Weißen und Rothhäuten) und Indianern, Negern und Mulatten zusammengesetzt(die etwa 30,000 Deutsche, Franzosen und Eng⸗ länder kommen dabei nicht in Betracht), sittlich verkommen, an spanischen Despotismus Jahrhunderte lang gewöhnt, und doch wie zäh an der republikanischen Staatsform festhaltend, wie energisch im Kampfe gegen das ihr aufgedrungene Kaiserthum.
So könnte man mit Aufzählung von Gegensätzen noch lange fort⸗ fahren, fürchteten wir nicht den Leser zu ermüden. Werfen wir darum lieber einen kurzen Blick auf die Geschichte Mexiko's.— Als der große Genuese, Christ. Columbus, vor nunmehr bald 400 Jahren uns den Weg nach Amerika gewiesen, da waren es zuerst die weslindischen Inseln, die von spanischen Abenteurern überfluthet wurden. Aber die Geldgier, die einzige Leidenschaft dieser ruhmreichen(7) Helden, trieb sie weiter. Schon nach kurzer Zeit hatte man das Festland von Südamerika betreten, im Jahr 1519— bei uns in Deutschland hatte dazumal gerade die Reformation begonnen und der Reichstag zu Worms war nicht fern— landete der Spanier Ferdinand Cortez mit einem Hausen verwegener Gesellen an der mexikanischen Küste, in der Gegend der(von den Spaniern erbauten) Stadt Vera-CEruz. Aber das waren keine Wilden, die man da fand, nein man stand einem zahlreichen Volk gegenüber, das trotz des Mangels aller Zugthiere— die Reiter mit den Pferden waren den Indianern ein Ehrfurcht erweckender Anblick, man glaubte sie mit den Pferden zusammengewachsen, Wesen höherer Art— und der Unbekannt⸗
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