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Leichen unbegraben liegen blieben; am andern Tage wurde die Sache erledigt. Allein obwohl man den ganzen Tag arbeitete, waren am Abend doch noch über hundert Leichen nicht begraben. Ich versuche es nicht, die Größe des Elends und die theils rührenden, theils gräulichen Scenen zu schildern, welche jetzt täglich hier in großer Zahl beobachtet werden können. Die vermöglichen Einwohner suchen nach Kräften das Loos der Aermern zu mil⸗ dern; zu der eröffneten Subscription hat der preußische Genenalconsul Walch 100 Lire beigesteuert.— Nächst Sicilien wüthet die Seuche am stärksten in der Umgegend Roms, wo sie, wie zum Theil auch auf Sieilien, einen ganz von ihrem bisherigen Verlauf verschiedenen Character angenommen hat. Biele Leute werden ohne vorhergegangenes Un⸗ wohlsein so plötzlich von der Krankheit befallen, daß sie oft auf der Straße umfallen und kaum nach Hause gebracht werden können, wo sie nach wenigen Minuten ohne jeglichen Durchfall, ohne jegliches Erbrechen verenden, nachdem sie vorher bis zur Unerkenntlichkeit schwarz geworden sind, weßhalb der Volksmund die Krankheit mit dem Namen der„schwarzen Cholera“ oder des„schwar⸗ zen Todes“ belegt hat.
Venedig. Ein großer Brand ist in der St. Johannes- und St. Paulus Kirche aus⸗ gebrochen. Titian's Gemälde, das Martyrium St. Petri darstellend, und andere Meisterwerke wurden zerstört.
Bockenheim. Ein junger Mann aus Bockenheim und seine aus Oberursel stammende Braut haben sich zu Bonames durch Erschießen gemeinsam das Leben ge⸗ nommen, da religißse Vorurtheile ihrer Verbindung un⸗ üverwindliche Hindernisse entgegensetzten. Die Leichen der unglücklichen Opfer wurden heute morgen in der Nähe des Ortes gefunden. Die Braut war die im Glanze der Jugend und Schönheit strahlende Verwandte des Gast⸗ wirths im Schützenhofe, die allen dort Verkehrenden durch die Sanftmuth und Bescheidenheit ihres Wesens als eine angenehme Erscheinung in Erinnerung stehen wird. So berichtet das„Frkft. Journal“.
Frankfurt. Aus Frankfurter Blättern stellen wir weitere Einzelheiten über den stattgehabten Brand und dessen Folgen zusammen. Nach Versicherung von Sach⸗
verständigen war der Pfarrthurm der Retter der Stadt, denn das Feuermeer, welches auf dem Dache wogte, wurde in seiner Masse au den Thurm getrieben und dieser, gleich einem Schornstein, wirbelte die Hitze in die Höhe, sonst wäre die Höllgasse, der Markt und wer weiß was sonst noch mitverbraunt. Nach dem Urtheil der Männer, welche den Thurm und den Dom vor circa 10 Jahren reparirten, ist ersterer durch die Feuertaufe und trotz derselben gut erhalten und letzterer muß sofort mit einem Nothdache versehen werden. Man ist an der Brandstätte jetzt eifrig mit dem Abbruch der zerstörten Gebäude, und mit der Wegführung des Schutts beschäftigt.— An den Pfeilern des Thurms zeigen sich manche Ecken der Sandsteinquabern durch die Hitze der Flammen abgesplittert. Von competenter Seite spricht man indeß die Ansicht aus, daß der Bestand des Thurmes durch das Feuer nicht erschüttert worden sei. Man ist eben daran, den Schutt aus den oberen Gewölbresten zu entfernen. Die Zeiger des Zifferblattes, welche mit dem Mekallgerippe des Letztern erhalten blieben, deuten auf halb 5, um welche Zeit das Werk siehen blieb. Das Acußere des Thurms ist wenig geschwärzt. Vom Feuer der Schirnen ziemlich stark angegriffen ist das schöne südliche Portal, welches unter den Außenseiten des Doms am Meisten ge—⸗ litten hat. Hoffentlich wird sich die Baubehörde veranlaßt finden, diese Gelegenheit zu benutzen, den Dom und den Thurm frei zu legen. Die verbreitete Nachricht von der Auffindung der Leiche des Mechanikus Schneider, der bei dem Brande des Pfarrthurms ein so bejammerns⸗ werthes Ende gefunden hat, bestätigt sich nicht. Ebenso wird auch der Knecht des Thurmwärters noch vermißt.
Darmstadt. Die Hauptleute des Lehrbataillons werden von nun an bei verschiedenen militärischen Uebungen beritten zu erschreinen haben, und sind denselben zu diesem Zweck bereits Remontepferde verabfolgt worden.— Die kais, franz. Gesandtschaft dahier hat am Napoleonstage dem Bürgermeister der Residenzstadt die Summe von 60 fl. für die Armen überreichen lassen
Darmstadt. Zufolge Ministerialentschließung wird das„Frankf. Journal“ an Stelle der nun seit Jahresfrist eingegangenen Ober-Postamts⸗Zeitung als dasjenige Blatt bezeichnet, durch welches in geeigneten Fällen die gerichtlichen Bekanntmachungen zu veröffentlichen sind.
Darmstadt. An den Großherzoglichen Posigebäuden des Landes sind jetzt neben den preußischen Wappen gleichgroße hessische angebracht worden.
% Neueste Entdeckung. Es ist eine allbekannte Sache, daß man den„Apothekern“ das Prädikat„Neun⸗ undneunziger“ beilegt, und daß man die„Bierbrauer“, wenn sie, anstatt Bier aus Malz und Hopfen gebraut, ein beliebiges Dekokt kredenzen, ganz einfach und mit Recht„Apotheker“ nennt. Um zu beweisen, daß die „Apotheker“ wirklich 9Yr sind, darf man das Alphabet — jedoch wohlverstanden mit 26 Buchstaben, nämlich mit
1 aufzeichnen, und vom a an jeben Buchstaben fort⸗ laufend mit 1. 2. 3. ꝛc. überschreiben, so daß auf z die Zahl 26 fällt. Werden die betreffenden Zablen, welche auf die Buchstaben des Wortes„Apotheker“ fallen, ad dirt, so kommt die Summe 99 heraus und sind somit nach dieser Berechnung die„Apotheker“ in Zahlen ausgedrückt„99“. Verfährt man nun mit dem Worte„Bierbrauer“ auf gleiche Weise, so kommt ebenfalls die Zahl 99 heraus; demnach sind die Bierbrauer auch„991“, und weil die „Bierbrauer“ auch„9hr“ sind, so sind sie— wenn sie Dekokt statt Bier fabriziren— in Wahrheit nichts Anderes, als„Apotheker!!“
Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent.
Das Hamburger Posidampsschiff Teutonia, Capt. Bardua, welches am 27. Juli von Hamburg direct ab⸗ ging, ist nach einer glücklichen Reise von 18 Tagen wohl⸗ behalten in New-York angekommen.
Das Hamburger Postdampfschiff Hammonia, Capt. Ehlers, welches am 3. August von Hamburg direct ab⸗ ging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen und glücklichen Reise von 10 Tagen 14 Stunden wohlbehalten in New⸗ Hork angekommen.
Das Damburger Postdampfschiff Borussia, Capt. Franzen, welches von New⸗York am 3. August abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt.
Das Bremer Postdampfschiff Deuischland, Capt. Wessels, welches am 1. August New⸗Pork verließ, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohl⸗ behalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es da⸗ selbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt.
Für die Hinterlassenen der verun⸗
glückten Lugauer Bergleute
sind weiter folgende Gaben bei uns eingangen: von Pfarrer Baur 1 fl.— Mayer H ir sch 1 fl.— R. L. i fl.— Von den Beamten und der Knappschaft der Gräflichen Braunkohlenwerke bei Bauernheim und Ossen⸗ heim 11 fl. 19 kr., zusammen 14 fl. 19 kr.— In Summa bis jetzt eingegangen 105 fl. 43½ kr.
Weitere Gaben werden mit bestem Dank angenommen, jedoch binen wir solche dis zum 31. d. M. uns zugeben zu lassen, da wir mit diesem Tage die Sammlung zu schließen gedenken. Die Red.
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Materiallieferung
für das Großherzogliche Dorheimer Braunkohlenbergwerk.
1861 Donnerftag den 12. September d. J. soll die Lieferung nachstebend verzeichneter Materialen, nämlich:
1. 130 Böden 10. Stämme, II. 3. 50 Stück Zlattige Schreinerdiele, 4. 120„ schmale Dachdiele,
Ber
III.
I. Auer P e
2. 15 Böden 9. Stämme.
er. 50 Stück breite Doppeldiele,
5. 6. 100„ Latten.
Pfähle.
7. 14000 Stück Eichenschachtpfähle. Iv. Fettwaar nn.
8. 680 Maas Rübdl,
auf dem Summissions wege vergeben werden.
Die Summisfionen müssen bie portofrei der Summissionen findet
Die Lieferungsbedingungen können vom werden.
Dorbeimer Bergwerk den 5. August 1867.
in Gegenwart der erschienenen
und mit der Bezeichnung»die Lieferung von. Summittenten kurz nach 10 Uhr statt. 1. September d. J. ab bei der unterfertigten Stelle eingeseden
0. 50 Pfund Talg,
zum 12. September d. J., Vormittage 10 Uhr, an die unterfertigte Stelle
.. betreffend“ adgegeben sein. Die Eröffnung
Großberzogliches Bergamt Dorheim Storch.
Oeffentliche Aufforderung. 1333 Eva Katharine Becker, Tochter des Johann Georg Becker von Ober⸗Rosdach und dessen zweiten Ehefrau Eva Elisabetha, einer geb. Rahn, ist seit vielen Jahren unbekannt wo? abwesend.
Auf Antrag ergeht an die Eva Katharine Becker, deren Testaments oder Leibeserben die Aufforderung, so gewiß innerhalb 3 Monaten, vom ersten Erscheinen diefer Edictalladung in den öffentlichen Blättern ge⸗ rechnet, das seither curaterisch verwaltete Vermögen im Betrage von 304 fl. 21 kr. dahier in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dasselbe den sich legitimirenden nächsten Sellenverwandten, vorerst gegen Caufion, nach zurüdgelegtem 90. Lebensjahre der am 13. November 1787 geborenen Eva Katharine Becker aber ohne solche überantwortet werden wird.
Friedberg den 23. Mat 1867. i
Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Lanprichter. Landgerichte Assessor.
Ein Kapital von 7000 fl.
1945 wird als erste Pppotbek zu leihen gesucht, auf Gebäude und Güterstlücke, in der Nähe Frledoergs, taxirt zu 22500 fl. Etwaige Offerten nimmt die Exped. d. B. unter Nr. 1945 an.
Jaselochs ⸗Versteigerung. 1933 Nächsten Dienstag den 20. d. Mis., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein gemeinbeit⸗ 1157 Faselochs öffentlich an den Meistbtetenden ver eigert.
Nauheim am 15. Auguft 1867.
Großherzogliche Bürgermetsterei Nauheim J. A. d. B. Der Beigeordnete ee »dt. Schutt.
Arbeits-Versteigerung. 1941 Dienstag den 27. August, Nachmtttags 2 ÜUbr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürgermeisters zu Weckesheim nachstehende Arbeiten einer öffent⸗ lichen Versteigerung auegesetzt werden:.
Maurerarbeit lt. Kostenüberschlag 20— Liefern von Mauersteinen aus den Leld⸗
hecker Steinbrüchen 20— Liefern von Sand aus der Assenheimer
Sandgrube 15— Liefern von Kalk 12 30 Aufsetzen von Steluen 8
Gambach am 16. August 1867. Schneider,
Oeffentliche Aufforderung.
14414 Nachdem von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhbessen über das mit 10,123 fl. 32 ke. überschuldete Vermögen des als Pachter in Ober⸗Mörlen wohnhaften Ortsbürgers Jakod Rau von Hahn be! Pfungstadt der förmliche Concursprozeß erkannt worden ist, werden dessen sämmtliche, bekannte und undekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, idre Forderungen und Ansprüche jeder Art an das bezeschnete concursfällige Vermögen, bel Meidung des slillschweigend; erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termin Freitag den 30. August d. J., Vormittags präcls 9 Uhr,
dahier anzumelden und zu begründen.
Zugleich soll in diesem Termine die Güte versucht, in deren Entstehung aber ein Gläudiger-Ausschuß gewählt und ein Massecurator bestellt, und sollen Be⸗ stimmungen über die Liquidität und Priorität der an⸗ gemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verwallung oder Veräußerung und Vertgellung der Masse getroffen und sollen die in den angezogenen Richtungen von der Mehrheit der gehörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die ausbleibenden oder nicht genügend legitimirten Gläubiger als bindend angesehen werden.
Nauhetm am 6. Jun 1867. Großberzogliches Landgoricht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor.
Kapital⸗Gesuch.
1935 Die Gemeinde Steinfurth wünscht 2000 fl. zu 4 Procent aufzunehmen. Anmeldungen sieht entgegen Steinfurth den 15. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinfurt Schultbeis.
Brod- Lieferung. 1937(Butzbach,) Dienstag den 27. d. M., Vormtt⸗ tags 10 Uhr, wird die Brod Lieferung für die biesige Garnison auf das 4. Vierteljabr 1867 im Summissione⸗ wege vergeben. Die Lieserungsbedingungen liegen auf dem Büreau des unterzeichneten Verwaltungsraths zur Einsicht bereit.
Butzbach den 17. August 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der veretnigten Schwadronen der Retterbrigade. In Verhinderung des Präsidenten; Frbr. v. d. Poop,
Bezirks Bauagufseher.
Rittmeister.


