Ausgabe 
19.12.1867
 
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bei Tuputi an, 270 Offiziere und 3500 Soldaten der Alliirten wurden kampfunfähig. Die Paraguayten besetzten das Lager und nahmen 300 Feldge⸗ schütze und 1500 Gefangene mit sich.

* Friedberg. Soldat Gaul, der sich kürzlich in Rockenderg des Verbrechens des Raubes schuldig gemacht, ist mit Unrecht der Gemeinde Gau-Algesbeim als einer der Ihren zugeschrieben worden, derselbe ist, wie wir aufs Zuverlässigste erfahren, in Plan ig heimathsberechtigt.

Darmstadt. Am Sonntag Morgen wurden die Besucher der katholischen Kirche nicht wenig überrescht. Auf dem Vorplatz der Kirche war, wahrscheinlech des Morgens bei dem Oeffnen der Pforte, die Leiche eines neu geborenen männlichen Kindes niedergelegt worden, das, wie es scheint, durch verbrecherische Gewalt sein Leben

verlor. Eine Untersuchung wurde noch denselben Tag eingeleitet. Die Umhüllung dieser kleinen Leiche: eine braun und grau gestreifte mit schwarzseidenem Bande

eingefaßte, mit weißer Seide gefütterte Frauenkleidtaille, dürfte möglicherweise auf den Stand hinweisen, dem die Mutter angehört.

Bingen. In dem benachbarten Sarmsheim hat ein armer Mann, der mit Frau und Kindern dorten keine Wohnung mehr bekommen konnte, sich zum Aufenthalt ein Obdach in einen Acker gegraben, welcher ihm von einem in der Nähe wohnenden Müller dieserhalb bewilligt wurde. Das Loch hat die Größe eines Zimmers und ist mit Schindeln und Stroh gedeckt.

Das Elend in London. Das tbeilweise Elend in der englischen Metropole erhellt wiederum eine grelle Beleuchtung durch den nachstehenden Fall. Vor Kurzem wurde vom Coroner in Derons Noad, Bromlcy, die Leichenschau über George Henry Pritchard, 43 Jahr alt, abgehalten. Derselbe halte früher in guten Verhältnissen gelebt, war jedoch allmählich bitterster Noth anheimgcfallen, ebenso wie seine aus Frau und fünf Kindern bestehende Familie. Sie lebten eine Zeit lang nur von altem Brod. Am vergangenen Sonntag fiel der Vater plötzlich vorn über auf die Diele und blieb so 24 Stunden bis Montag liegen, da kein Mitglied seiner Familie aus völliger, durch Nahrungslosigkeit herbeigeführten Entkräftung im Stande war, den sterbenden Vater aufzuheben. In derselben Lage fand ihn noch am Montag ein Nachbar aber kalt und todt in der öden ungeheizten Stube, umgeben von seiner verschmachtenden Familie. Das älteste Kind ist 13, das jüngste- ein Säugling. Der Nachbar sah in der Mitte der Stubenoch ein Bündel liegen und ging näher, als der kleinste Knabe ausrief:Das ist Mutter! Sie hatte schon das Bewußtsein verloren. Nicht ein Stück Meubel, nicht ein Flämmchen im Kamin, kein Bissen Brod für die

[Das Flugblatt ist von ihm selbst als

ganze Familie vorhanden. Nur dem schleunigen Beistande des Nachbars ist es zuzuschreiben, daß die Mutter wieder in's Leben zurückgerufen wurde. Eines der kleinen Mädchen liegt im Hunger-Delirium und stößt nur von Zeit zu Zeit Jammerlauteüber das Elend aus.

Der bekannte Alban Stolz, Professor und Lehrer der Kirchengeschichte an der Universität Freiburg, hat wieder einmal ein Flugblatt erscheinen lassen, das alles bisher in diesem Genre von ihm Geleistete übertrifft. Wechselbalg be⸗ zeichnet und gegen die Civil⸗Ehe gerichtet. Als Pröbchen der Schreibweise diesesgeistlichen Herrn? geben wir den Schluß, welcher heißt:Kommt es in Oesterreich und Baden auch noch dazu(zur Civil-⸗Ehe), dann kann man mit allem Rechte sagen, daß diese Länder in sitllicher Beziehung das Local in Deutschland bilden, welches zwar in jedem Hause nothwendig ist, aber am wenigsten gut riecht, wegen zu starker Entwicklung von Schwefel- und Wasserstoffgas. Als weiteres Beispiel der stylistischen Anmuth, deren sich der Verfasser befleißigt, mag Folgendes dienen:Jetzt wuseln die Juden in Wien, wie die Maden in einem faulen Käs. Es scheint nicht mehr viel zu fehlen, daß der Judenwitz im Gemeinderathe und im Reichstage in Wien vollständig die Majorität bekommt.

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent.

Das Hamburger PostdampfschiffBorussia, Capt. Franzen, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packelfahrt⸗Actien⸗Gesellschaft, welches am 23. November von Hamburg via Southampton abging, ist nach einer glücklichen Reise von 14 Tagen wohlbehalten in New Vork angekommen.

Das Hamburger PostdampfschiffSaxonia, Capt. Haack, welches von New-Yock am 30. November abging, ist nach einer sehr schnellen, glücklichen Reise von 10 Tagen 23 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be⸗ slimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 100 Passagiere, 1500 Tons Ladung und 50 Briessäcke.

Das Hamburger PostdampfschiffBavaria, Capt. Meyer, welches von New-Orleans am 25. Nov. abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen, glücklichen Reise von 16 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt.

Das Bremer PostbampfschiffNewyork, Capt. Ernst, welches am 23. November von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen.

Das Bremer PostdampfschiffBremen, Capt. Ney⸗ naber, welches am 28. November New-York verließ, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst diz für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fort⸗ gesetzt. Dasselbe bringt 68 Passagiere und volle Labung.

Für Johanngeorgenstadt

gingen nachträglich noch bei uns ein von: N. N. 35 kr., Pfarrer Henkelmann von Münzenberg 1 fl. 45 kr., zu⸗ sammen 2 fl. 20 kr. In Summa eingegangen 55 fl. 24 kr.

Diesen Betrag haben wir nebst den uns zugekommenen Kleidungs lücken dem Königl. Sächs. Generalconsul Herrn Gerson in Frankfurt eingehändigt und von demselben nachstehende Empfangsbescheinigung erhalten.

Die Expedition.

Von der verehrlichen Expedition des Anzeigers für Oberhessen erhielt ich 2 Kisten mit Kleidern und bei dem geehrten Besuche des Herrn Schimpff, durch ihn selbst 55 fl. 24 kr. und 3 Päck Kleider für Johanngeorgenstadt. Da die Sammlungen für die unglücklichen Abgebrannten in Johanngeorgenstabt mit dem heutgen Datum geschlossen sind, so danke ich im Namen der Königlich Sächsischen Regierung in Dresden allen den edlen Gebern, welche die so schwer Heimgesuchten mit Geldspenden und Kleidungs⸗ stücken unterstützten, auf das herzlichste für ihre Menschen⸗ freundlichkeit und ebenso der verehrlichen Expedition des Anzeigers für Oberhessen für ihre Güte und Bereit⸗ willigkeit, sämmtliche Insertion unentgeldlich in ihr ge⸗ schätztes Blatt aufgenommen zu haben. Der Wohlthätig⸗ keitssinn der Stadt Friedberg hat sich bei diesem Unglücke wiederum auf das Erfreulichste bewährt.

Frankfurt a. M. den 15. Dezember 1867.

Hochachtungsvoll Generalconsul Gerson.

Bitte.

Da wir auch in diesem Jahre beabsichtigen, für die Kinder, welche die hiesige Klein'inderschule besuchen, eine Christbescheerung zu veranstalten, so erlauben wir uns im Vertrauen auf den wohlthätigen Sinn der Bewohner unserer Stadt an alle bie Bitte zu richten, uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen.

Friedberg den 3. Dezember 1867.

ö Lina Baur. Th. Dieffenbach. Chr. Werner. W. Sebastiani.

E. Tra pp. Wickenhöfer. Julie

Arbeits⸗Versteigerung. 2969 Samstag den 21. Dezember 1867, Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem biesigen Ratbbause nachsebende Arbetlen an die Wenigstnebmenden in Accord gedeben werden

1) die an der Wasserleitung, Maschine, Lauf und Pumpbrunnen im Jahr 1868 entstebenden Schlosser⸗ arbeiten.

2) die sämmtlichen allgemeinen im Jahr 1868 vor⸗ kommenden Fuhren von Grund, Bauschutt, Steinen, Sand, Baumstützen u, dgl. mehr,

3) das Aufsetzen der Steine und Messen des Sandes im Jahr 1868.

4) Maurerarbeit au Kanal tin kleinen Wartseld,

5) Schreiner-, Schlesser- und Weißbinderarbett am großen Brunnen in der Vorstadt zum Garten.

Sodann soll um 11 Uhr vas Einkommen der Stadt

und Buttetwaage für 1868 metstbtetend verfselgert und die Lieferung des erforderlichen Oels für den Thürmer, die Wasserleitung und Faselstall, sowle Tinte, Kreide und Schwämme für die flädtischen Schulen auf das Jahr 1868 an den Wenigstfordernden in Accord ge⸗ geben werden.

Friedberg am 17. December 1867.

Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg J. V. d. B. Der Großherzogliche Beigeordnete Fonuc ar.

Holz ⸗Deltseig(tung. 2961 Montag den 30. d. Mis, Morgens 9 Ubr an⸗ fangend, soll im hiesigen Stadtwald nachverzeichnetes Polz meistbistend verstesgert werden:

3% Stecken Buchen-, Elchen und Aepen-Scheidholz,

257% Buchen-, Eichen, Aspen und Nadel- Prügelholz, 2% Buchen, Eichen, Aspen⸗ und Nadel-

Stockholz und 1035 Wellen Buchen Eichen, Aspen, und Nadel- Retsbolz, sowle 2 Stämme Eichen⸗Baubolz, 15 Cbkfß. enth., und 1 Stück Fichten Stangenholz, 5 Die Zusammenkunft iff in der Espaerstraße an der Dunfuschneise. Bußbach den 16. December 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Butzbach K ü che l.

Das oster verlangte Plakat

Hier wird nicht gepumpt

ist fetzt à 6 kr. vorräthig bei Bindernagel& Schimpff.

Musikalien

in großer

Auswahl:

Sonaten, Salon-Stüche, Operumusih, Gesaͤnge, Tänze, Clavierschulen ꝛc.,

empfehlen zu Weihnachten

Bindernagel& Schimpff.

Fiische Obergähthefe

2974 in der Brauerei zur goldenen Reichskrone von F. Walz. 2968 Die Pächter der den Erben der Fran Kalb.

Haustein gebörenden Güterstücke, werden aufgefordert, die fälligen Pachtgelder an den seitherigen Erheber Herrn Heintich Bechstein dabter bianen 8 Tagen zu bezahlen.

500 fl. Vormundschaftsgeld

2972 liegen gegen gerichtliche Sicherung zum Aus- leihen bereit bei Wilhelm Knöpp.

Reichels beim. 3000 fl.

2964 Kapitalien liegen im Ganzen oder auch getrennt, zum Ausleihen bereit. Nieder ⸗Rosbach am 16. Dezember 1867.

Friedrich Schneider

2967 Unterzeichneter ist gesonnen seine Hofraltbe, in der seit 30 Jahren eine weittzin renommirte Wirthschaft betrieben wurde, Freitag den 27. Dezember e. auf 9 Jahre zu verpachten. Ebensd können auch eirca 40 Morgen Land, welche sich im beften Zustande be finden, mit in Pacht gegeben werden. Groß Karben den 16. Dezember 1807. Philipp Philipp,

zum weissen Schwanen.

unterhosen

112 fl. 21 kr.; Gerste F fl.

Geschichten die großen Werth haben 2895 enthält dieser Kalender(Labrer Hinkender Bote) so:Das flädlerne Herz.Diese Erzählung zeigt, wie in unserer Zeit der Maschinen die Poesie nicht aus dem täglichen Treiben geschwunden ist. Der Tag aus vem Leden eines Lokomotofübrers, der bier geschildert wird, ist voll spannenden Interesses und schließt mit einer so erschütteruden Tragik, wie sie die meisten fünfaktigen Trauerspiele nicht besitzen. Populär geschrieben ist übrigens Alles in diesem Kalender. (Oder Zeitung vom 4. Dez. Morgen- Ausgabe.) Der Lahrer Hinkende Bote ist bei allen Buch bändlern und Buchdindern zu haben.

Halsbinden

1487 und Shlipo ꝛc. in schöner Auswahl, sowte Fousards, seldene Umknüpftücher und schwarze seldene Halstücher det

K. Friedrich neben der Poff.

Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 18. Dezember. Waizen 16 fl. 5 k.; Korn 12 fl. 30 kr.; Gerste 9 fl. 5 kr.; Hafer 9 fl. 20 kr. Frankfurt, 11. Dezember. Watzen 17 fl. kr. Koen 14 fl. kr.; Gerite fl. kr. 3 Hafer 9 fl. 45 br. Grünberg, 14. Dezember. Waizen 16 fl. 37 kr. Korn 8 kr.; Hafer 5 fl. 28 k.; Molter 11 fl. 5 kr.; Erbsen 11 fl. 13 kr.; Linsen f. kr.; Wicken 8 fl. 15 kr.; Saamen 14 fl. 50 kr; Kartoffeln 3 fl. 30 kr Mainz, 16. Dezember.

12 fl. 28 fr.; Gerste fl. Kartoffern 8 fl. 48 kr.; Roggenstrob

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Waizen t6 fl. 16 kr. Korn kr.; Hafer 5 fl. 57 kr.; por 100 Fevund

2525 K. Friedrich neben der post

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