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mysteriösen Diebes zu ermitteln Sonderbarer Weise blieben Gegenstände von hohem melallischem Werthe, wie Kelche, Kruzifixe ꝛc. verschont, ein Beweis, daß nicht gemeine Habsucht das Motiv der verbrecherischen Einbrüche war. Die entwendeten Gegenstände blieben sämmtlich spurlos ver schwunden. Vor etwa Jahresfrist entdeckten jedoch spielende Kinder in der Scheuer eines sehr wohlhabenden Land— wirths in Büttelborn, Namens Peter Keller, eine Anzahl der abbanden gekommenen Kirchenutensilien; die eingeleitete gerichtliche Unlersuchung hatte kein Resultat, indem der Scheuerbesitzer jede Wissenschaft, wie die Sachen in den Versteck gekommen, beharrlich in Abrede stellte und man bei dem sonst unbescholsenen Charakter desselben und einem Vermögensstand von ewa 100,000 fl. doch Anstand nahm, ihn als den Urheber der seit Jahren systematisch fort— gesetzten diebischen Einbrüche anzusehen. In vergangener Woche war nun in Goddelau abermals ein Kirchendieb— stahl verübt worden. Der Küster hatte Abends vergessen, die Kirchenschlüssel abzuziehen. Des andern Tages fehlten sie nebst der Altarbibel und dem Gesangbuch. Den fol genden Tag wurde bei genanntem Peter Keller in Büttel— born gerichtliche Haussuchung vorgenommen, die fehlenden Kirchenutensilien daselbst entdeckt und der Besitzer in Haft genommen. Derselbe soll dann alsbald sich als den Thäter der meisten in hiesiger Gegend vorgekommenen Kirchen— diebstähle bekannt haben. Als nächste Veranlassung dieser unter ganz unbegreiflichen Umständen verübten Einbrüche
wird die Krankheit der Frau und Tochter Kellers be— zeichnet; mit den entwendeten Gegenständen sollte Sym⸗ pathie gettieben und so seinen leidenden Angehörigen ge— holfen werden. Die Tochter sollte z. B. gesuͤnden, wenn sie auf einer Allardecke schlummere. Leider schienen die angewendeten Mittel ihre geheimnißvolle Kraft nicht be— währt zu haben, denn die Tochter schlummert bereits in der kühlen Erde.— Auch ein Knecht des Peter Keller wurde dieser Tage noch in Haft gebracht.
In Mainz langten kürzlich nahe an 200 italienische Auswanderer an, größtentheils Männer mit rothen Hemden, einige leicht verwundet. Es sind gefangene Garibaldianer, die auf Kosten der päpstlichen Regierung nach Südamerika
emigriren. In der alten Krone verzehrten sie über 1 Ohm Wein und 120 nd Fleisch. Worms. e die Mainzer Volksbank, so hat auch
der hiesige Vorschuß- und Creditverein durch seinen Vor— stand an Großherzogliches Justizministerium das Ersuchen gerichtet, dem Beschlusse der 2. Kammer vom 3. Mai eine Gesetzesvorlage für Regelung der privatrechtlichen Stellung der Genossenschaften an die Stände gelangen zu lassen, Folge zu geben.
Ein gesandt.
Friedberg. Die rühmlichst bekannte Pianistin, Frau Ritter-Bondy, wird Donnerstag den 21. d. Mis. im
Saale des Hötel Trapp ein Concert veranstalten. Ueber Frau Ritter⸗Bondy berichtet die Augsburger Abendzeitung Fol⸗ gendes:„Frau Ritter-Bondy zählt unbedingt zu den eminentesten und bedeutendsten Clavierspielerinnen unserer Zeit. Wir wollen hier nicht von einer bewundernswerthen Technik sprechen, von einem spielenden Ueberwinden der größten Schwierigkeiten, wie sie sich bei einem Virtuosen der Gegenwart von selbst verstehen, als vielmehr von einer Eigenschaft ihres Spieles, die sich nicht allzuhäufig mit virtuosen Leistungen verbunden findet. Frau Ritter⸗ Bondy spielt mit Geist, mit jenem seltenen, genügenden Gefühlsaus druck, der das Ohr des Hörers angenehm zu fesseln weiß. Mit den Tönen, die sie dem Instrumente entlockt, eint sich jener poetische Zauber, der die echteste Bethätigung einer wahrhaft künstlerischen Begabung ist. Classische Compositionen wie moderne führt sie mit gleicher Vollendung aus, wie denn in ihr ein Wissen und Kennen sich vereinigt findet, das von solchem Umfang, von solcher Tiefe und Gründlichkeit bei Damen überhaupt, am seltensten aber bei Künstlerinnen getroffen werden bürfte. Gegenüber solchen Eigenschaften und Leistungen mag es ferner überflüssig erscheinen, die Aufmerksamkeit des musik⸗ liebenden Publikums auf das bevorstehende Concert der Frau Ritter-Bondy hinzulenken. Möge dasselbe bie ver diente Aufmerksamkeit und wünschenswerthe Theilnahme finden.“
Oeffentliche Aufforderung.
2526 Die Besitzer der in Nr. 115 des Anzeigers, Inserat 2311, näher verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb
derselben nicht urkundlich ausweisen.
Es werden deßhalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche
an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen drei Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonjt die Veräußerungs⸗Urkunden ohne Rücksicht auf sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer
werden eingeschrieben werden. Friedberg am 16. September 1867.
Großherzogliches Landgericht Friedberg R. e i s.
Lieferung von verschiedenen Bedürfnissen.
2655 Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Bureau des unterzeichneten
Verwaltungsraths nachfolgende Bedürfnisse für die biesige Garnison, als: 1) Brod, 2) Oel, Petroleum, Stearin-⸗ Lichter, Fisch⸗ thran und
3) Gerste, Walzenkleie und Leinkuchen, auf das 1. Halbjahr 1868 durch Summission in Liefe⸗ rung vergeben.
Butz bach den 8. November 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade von Buseck, Major.
Vergebung von Schuh macherarbeiten.
2654 Donnerstag den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Bureau des unterzeichneten Berwaltungsraths die im Jabr 1868 für die biesige Sarnison erforderlich werdenden Schuhmacherarbeiten »urch Summission in Accord gegeben.
Butzbach am 8. November 1867.
Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten 8 Schwadronen der Relterbrigade
von Buseck, Major.
Bekanntmachung.
2623 Bei der stattgebabten Verloosung der Partial⸗ Obligationen der Gemeinde Arms heim wurden die Nummern 39, 53, 54, 62, 63 und 71 zur Abtragung pro 1867 gezogen, welches mit dem Anfügen bekanut gemacht wird, daß der Werth dafür vom 1. Januar 868 an, nur an der Gemeindekasse dahier in Empfang genommen werden kann und daß von diesem Tage an er Ztusfuß aufhört. Armsheim am 4. November 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Arms heim Zimlich.
Bersteigerung alter Bekleidungsstücke ꝛc ꝛc.
2683 Mittwoch den 20. d. Mts., Vormittags von 9 tis 12 und Nachmittags von 2 bis 4½ Uhr, werden in der Klostercaserne dahier getragene Helmbauben, Mäntel, Waffenröcke, Tuchbosen, Zwilchröcke, Mützen, paneschupe, Unterhosen, Pemden, Socken, Halbstiefel, Strohsäcke, Bettteppiche, Betttücher, Handtücher ꝛc. ꝛc., egen baare Zahlung verssetgert. 1
Die Großherzoglichen Bürgermeister in den um⸗ legenden Orten werden ersucht, diese Verstetgerung im Inieresse ihrer Gemeindeangehörtgen ortsüblich bekannt nachen zu lassen.
Friedberg den 13. November 1867. Hroßherzoglicher Verwaltungsratb des 2. Bataillons, 2. Infanterte⸗Regiments Hoffmann,
Major. ichtwalte,
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Lieferungen für das Militär- Hospital Friedberg.
2676 Freitag den 22. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Bureau des Militär-Hospitals dahier unter den daselbst zur Einficht bereit liegenden Bedin gungen durch Summission vergeben: 1) die Lieferung des Oels und der Talglichter auf das 1. Halbjahr 1868 und 2) die Lieferung des Ochsenfleisches auf das 1. Viertel- fahr 1868. Friedberg den 13. November 1867. Der Großherzogliche Hospitalcommandant Hoffmann, Major.
Oeffentliche Bekanntmachung. 2672 Schneidermeister J. C. Diehl II. in Friedberg hat seine Ueberschuldung angezeigt. Zur Einziehung seiner Ausstände und Quittirung der Zahlungen ist der Großberzogliche Hoftaxator Sch arz als bcestellter provisorischer Massecurator fortan allein berechtigt.
Friedberg am 12. November 1867.
Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor.
Lieferung verschiedener Gegenstände. 2703 Mittwoch den 7. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Verwaltungsbureau dabier folgende Lieferungen, als: Brod und Petroleum für das dahier garnisonirende Bataillon auf das 1. Halbjahr 1868, sodann 170 Stecken Buchen- und 8 Stecken Kiefern— Scheitholz 1. Sorte, für genanntes Bataillon und für das Militärhospital dahier auf das Jahr 1868 mittelst Summission vergeben. Die Lieferungsdedingungen liegen auf dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Friedberg den 18. November 1867. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Bataillons, 2. Infanterteregimento Hoffmann, Major.
Nachträgliche Bekanntmachung. 2706 Zu Gunsten der Obligations befitzer von der Ge⸗ meinde Arms heim kann der Betrag der auf den 1. Januar 1868 rückzahlbar erklärten Obligationen, Nr. 39, 53, 54, 62, 63 und 71, sowie der bis dah u fälligen Zinscoupons, schon von beute an bei der Gemeindekasse zu Armsheim obne Nachlaß oder besondere Kosten in Empfang genommen werden. Armsheim am 15. November 1867. Großherzogliche Bürgermetsterei Arms heim Zim lch.
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