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Dienstag den 19. November.
M137.
nzeiger für Oberhessen.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog— thums mit 22 kr. und bei der Verlags- Expedition mit 20 kr. abonniren.
Amtlicher Theil.
Betr effend Die Ergänzung der Feldtruppen im Jabre 1868, hier die Prüfung und Annahme der Einsteher.
Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großh
Wenn sich Nichtexcapitulanten zum Einstehen melden wollen, muß dieses bis zum 25. d. M. bei uns geschehen.
Betreffend: Volkszählung im Großberzogtbum Hessen vom 3. December 1867.
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Wir machen Sie auf unser Ausschreiben vom 2. November d. J.
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ist, sofort die Zählungscommissionen gebildet werden.
Sie werden die Ihnen mit unserem Ausschreisen vou 5. bücher der Zählungsagenten den Zählungscommissionen zur
5. Januar d
dieselben nach gemachtem Gebrauch wieder sorgfaltig aufbewahrt werden.
Betreffend: Einführung von reinem Schafpieh.
An die selben.
Friebberg den 15. November 1867.
erzoglichen Bürgermeistereien.
Dem a p p.
Friedberg den 15. November 1867.
Neft.
aufmerksam und erwarten, daß, da wo es noch nicht geschehen
J., Anzeiger Nr. 17, mitgetheilten Zählungslisten und Notiz— sachdienlichen Benutzung zur Verfügung stellen, aber auch dafür sorgen, daß
Trapp.
Friedberg den 15. November 1867.
Geben Sie mir doch thunlichst bald Nachricht, od in Ihren Gemeinden reines Schasvieh oder s. g. Schmeervieh gehalten wird. Der Director des landw. Bezirks-Vereins des Kreises Friedberg
Tir a d p.
Hessen. Darmstadt. Die jährliche Generalversammlung des historischen Vereins für das Großherzogthum Hessen fand am 14. Nov. im Vereinslokale statt. Der Prä- ident des Vereins, Herr Hofgerichtsrath Draudt, eröffnete dieselbe mit einer Ansprache an die Mit- glieder, worin er sich über die Ausdehnung, die Sammlungen und die pecuniären Verhältnisse des Vereins verbreitete. Der Secretär, Herr Cabinets⸗ Hibliothekdirektor Dr. Walther erstattete Bericht über die literarischen Leistungen des Vereins im verflossenen Jahr, wobei er auf diejenigen Gegen- ände aus der vaterländischen Geschichte hinwies, welche gegenwärtig vorzugsweise einer Bearbeitung bedürftig seien. In der Versammlung kam zu⸗ gleich das dritte und letzte Heft des XI. Bandes des Vereinsarchivs zur Vertheilung an die an- wesenden Mitglieder; mit diesem Heft wird eine größere lithographirte Ansicht des hiesigen Residenz · schlosses ausgegeben in Bezug auf die darin dublizirte Abhandlung des Hofbauraths Dr. Weyland über die Geschichte des Schlosses.
— Die„M. ⸗Ztg.“ schreibt: Der Ausschuß des Nationalvereins hat den seitherigen Vorstand mit specieller Erledigung seiner Aufgabe Hetraut und sich nur für wichtigere Angelegenheiten die Entscheidung vorbehalten. Der Vorstand be schloß unter Anderem, eine Gabe von dreihundert Bulden für vas Nassauer Denkmal des Ministers 5. Stein, sowie eine Gabe von zweihundert Gulden für das Denkmal Friedrich Rückert in Neuses bei Coburg. Auch soll sofort nach der Generalver— sawmlung geglückt sein, eine Einigung des Em dener Rettungsvereins mit der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wenigstens anzubahnen.
— Der Fackelzug, durch welchen die Ein⸗ wohner Darmstadt's S. K. H. dem Großherzoge ihre Dankbarkeit für dessen in der Eisenbahnfrage erfolgte Entschließung kundzugeben beabsichtigen, wird künftigen Donnerstag, den 21. d., nunmehr zur Ausführung kommen. Man erwartet von Darmstadt 1200 Theilnehmer, 200 von Bessungen und 200 von Ober-⸗Ramstadt und Reinheim. Die Reinheimer Schützengesellschaft will sich, wie wir hören, in vollem Waffenschmucke an dem Zuge betheiligen.
— Es circuliren falsche hessische Fünf— gulden⸗(Grundrenten) Scheine vom 1. Sept. 1848, die höchst täuschend nachgemacht, und nur durch eine etwas grellere Farbe, hauptsächlich der Rückseite, von ächten zu unterscheiden sind.
Preußen. Berlin. Der König eröffnete am 15. d. den Landtag mit folgender Thronrede:
„Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Zum ersten Male begrüße ich heute an dieser Stelle die Vertreter der neuen Landestheile, welche durch die Ereignisse einer großen Zeit mir meinem Staate vereint worden sind. Mit Zuversicht erneuere den Ausdruck des Vertrauens, daß die Bewohner dieser Ades⸗ theile, so wie ich dieselben von ganzem Herzen zu meinem Volke aufgenommen habe, mir und dem erweiterten Vater— lande auch ihrerseits redliche Treue widmen werden. Die
Vollmach“, welche die Landesvertrelung meiner Regierung⸗
ertheilt batte, um den Eintritt der neuen Provinzen in die verfassungsmäßigen Zustände Preußens vorzubereiten, ist in der Richtung benußt worden, um eine vorläufige Ausgleichung auf denjenigen Gebieten herzustellen, auf welchen eine solche durch das gemeinsame Staalsinteresse unbedingt geboten erschien. Im möglichst engen Anschlusse an die vorgefundenen den Bevölkerungen lieb gewordenen Einrichtungen, sind in den neuen Landestheilen nach An— hörung von Vertrauensmännern Kreis- und Provinzial⸗ verfassungen ins Leben gerufen worden, deren Ausführung und weitere Entwicklung geeignet sein wird, die Theil— nahme der Eingesessenen an der Regelung ihrer wirth⸗ schaftlichen Interessen zu beleben und die wünschenswerthe Selbstverwaltung auch der größeren communalen Kötper— schaften anzubahnen. Während die Heereseinrichtungen des norddeulschen Bundes durch die Verfassung desselben und durch das Gesetz über die Wehrpflicht auf den bewährten Grundlagen der preußischen Einrichtungen sest gestellt worden sind', ist die Organisation der Wehrkräfte des gesammten Vaterlandes in den Grundzügen vollendet worden. Nachdem jo der Boden für eine gemeinsame Thätigkeit der Vertretung meiner gesammten Monarchie bereitet ist, wird es unserer vereinten und, wie ich zu Gott hofse, einmüthigen Thätigkeit gelingen, diesen Boden frucht— bringend zu machen. Der Entwurf zu dem Staatshaug⸗ hallsetat für das Jahr 1868, welcher Ihnen unverzüglich vorgelegt werden wird, unterscheidet sich wesentlich von den früheren Etats. Während derselbe einerseits die der Monarchie neu hinzugetretenen Landestheile mit umfaßt, sind andererseits wichtige Kategorien von Einnahmen und Ausgaben ausgeschieden und auf den Etat des norddeutschen Bundes übergegangen. Aus den Vorlagen über den Staatshaushalt werden Sie ersehen, daß die mit Vorsicht veranschlagten Einnahmen nicht nur die Mittel darbieten, um die laufenden Bedürsnisse der Verwaltung zu decken, sondern daß es auch möglich geworden ist, auf vielen Ge— bieten der Staatsverwaltung neuen und gesteigerten An— forderungen Genüge zu leisten. Indem ich voraussetze,
daß die Lage des Staatshaushalts Ihnen zur Genugthuung gereichen wird, vertraue ich zugleich auf Ihre bereitwillige Zustimmung zu dem Mehraufwande, welchen ich zur Aufrechthaltung der Würde der Krone unter den verän⸗ derten Verhältnissen sür geboten drachte. Es werden Ihnen verschiedene Gesetzesvorlagen zugehen, welche bestimmt sind, das Staatsschuldenwesen der neuerworbenen Lande zu regeln, ferner die für dieselben festgestellten Finanz⸗ Etats auf das Jahr 1867 durch die für das 4. Quartal vorbehaltene nachträgliche Zustimmung zu ergänzen und für die Behandlung der danach zu legenden Rechnungen Normen zu geben. Nachdem als oberster Gerichtshof für die neuen Landestheile das Oberappellationsgericht errichtet worden ist, wird Ihnen ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, um die Vereinigung dieses Gerichtshofes mit dem Ober⸗ tribunal herbeizuführen. Meine Regierung wendet der Foribildung der Kreis- und Provinzialversassungen ihre besondere Aufmerksamkeit zu und wird, sobald die erfor— derlichen Vorbereitungen beendet sind, Ihnen darauf bezüg⸗ liche Gesetzentwürfe zugehen lassen. Leider hat die Ernte dieses Jahr in einem Theile des Stagtes dem Bedürfnisse nicht entsprochen, so daß in einigen besonders schwer heim⸗ gesuchten Bezirken außerordentliche Maßregeln haben ge— lroffen werden müssen oder noch zu treffen sein werden. Einstweilen hat sich die Staatsregierung veranlaßt gesehen, durch Herabsetzung der Tarise auf den Eisenbahnen die Zufuhren zu erleichtern und durch Beförderung von Straßenbauten und Meliorationen Arbeit und Verdienst zu schaffen. Der Druck der Unsicherheit, welcher als Wirkung verschiedener großentheils beseitigter Ursachen auf dem Verkehre lastete, wird, wie ich zuversichtlich hoffe, in Folge friedlicher Gestaltung der Lage Europas einem leb⸗ haften Aufschwung weichen, umsomehr als durch die Er- neuerung der Zolleinigung mit den süddeutschen Staaten unter zweckmäßiger Veränderung der inneren Organisation des Zollvereins durch den heute erfolgenden Eintritt der Provinz Schleswig⸗Holftein in den letzteren durch erbeb⸗ liche Herabsetzung von Hafengeldern und sonstigen auf der Schifffahrt lastenden Abgaben der Gewerbethäligkeit und dem Handel wesentliche Erleichterungen zugewendet worden sind. Geehrte Herren! Das Werk nationaler Einigung, welchem die preußische Landesvertretung durch ihre Zu— stimmung den Abschluß zu geben berufen war, ist seitdem ins Leben getreten. Wenn Sie eingewilligt haben, einen Theil Ihrer Besugnisse auf den norddeutschen Reichstag zu übertragen, so verkündet schon jetzt das Zeusniß der Ge- schichte, daß Sie damit das Rechke zu rechter Zeit gethan haben. Das preußische Volk hat in der Gestaltung des norddeutschen Bundes vermehrte Bürgschaften der Sicher⸗ heit und ein erweitertes Feld organischer Entwickelung gewonnen. Gleichzeitig ist mit den suͤddeutschen Stamm⸗ genossen die Gemeinschaft der wirthschaftlichen Inkeressen und der thatkräftigen Vertheidigung aller höchsten Güter des nationalen Lebens gesichert. Die Verträge, auf welchen diese Gemeinschaft beruht, baßen in jüngster Zeit eine erhohte Bedeutung dadurch gewonnen, daß auch bei
ihrer Berathung in den Volksvertretungen das nationale


