Ausgabe 
19.3.1867
 
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während Stunden einen Rück- slick auf die letzten Eretgnisse und gelangt so zu sem letzten Kriege. Hier meint er, ein kühner Minister hat sich gefunden, um Preußen schnell kroß zu machen. Herr v. Bismarck hat letztes Fahr die Lage vollständig gut beurtheilt. Er sat vorausgesehen, daß Oesterreich nur die Hälfte feiner Streitkräfte frei habe, weil die andere in Italien beschäftigt gewesen sei. In keinem Falle sonnte der Ausgang ein glückliches Resultat für Frankreich haben, und es brauchte nur ein Wort zu sagen, um dies zu verhindern, denn wenn Oesterreich siegreich gewesen, so hätte es den Bund zu seinen Gunsten wieder her zestellt. Dies würde zwar nicht so schlimm ge pesen sein, wie die Herstellung Deutschlands durch preußen; aber wenn es siegreich gewesen, so sätte es versucht, die Italiener scharf zu züchtigen. Wir würden une alsdann am Kriege haben be⸗ heiligen müssen. Die Italiener sagten dies ganz laut. Wenn Oesterreich und Preußen gleiche Erfolge gehabt, so würde der deutsche Bund ver schwunden sein, und eine solche Theilung würde die schlimmste Consequenz gehabt haben. Da aun aber Preußen stegreich geweser und man sonnte dies kaum erwarten so habe es die deutsche Einheit fast zu drei Viertheilen hergestellt. Thiers wiederholt hier, daß, um solche Resultate zu verhindern, Frankreich nur ein einziges Wort zu sagen brauchte. Es mußte zu Italien sagen, daß es für den deutschen Bund eintrete, und Italien wäre ruhig geblieben. Was Oesterreich anbelangt, so hätte es dies angenommen, wie wenn es vom Himmel käme, denn es wäre sein Wohl gewesen. Was Preußen betrifft, so würde es keinen Krieg geführt haben, weil es allein ge danden. Herr Thiers meint, wenn die Regierung eine solche Sprache geführt, so würde die Kammer ihr alle Hülfsquellen zur Verfügung gestellt haben, um dieselbe zu bekräftigen. Wie ernst die Lage ist, beweist das neue Militärgesetz. Welche ist nun die jetzige Lage? Thiers wirst nun einen Blick auf den Zustand der Dinge in Deutschland und meint dann, daß Preußen mit seinen Ver⸗ bündeten heute 31 Millionen Einwohner besitze. Preußen habe prachtvolle Grenzen, besonders am Rheine und am Main. Es besitze Mainz, das Napoleon den Schlüssel von Europa genannt, und im Falle einer Niederlage könnne es sich auf Coblenz und Mainz zurückziehen. Durch die Gestaltung Süddeutschlande mache man die mili⸗ tärische Einheit vollständig, und Herr v. Bismarck verlange die schnelle Constituirung des Nordbundes, um seine militärische Allianz mit dem Süden zu machen, was eine Macht von 40 Millionen an den Grenzen Frankreichs herstelle. Nach Thiers hat Frankreich die Ereignisse in der Hand; es müsse sich an die Spitze der bedrohten Interessen stellen, um neue Unbill zu verhindern. Der Friede reiche hin, um dieses auszuführen. Es sei noth⸗

pirft hierauf

wendig, daß Frankreich und England Hand in

Hand gehen, damit kleine Staaten, wie Holland, Dänemark, Schweden, sich ihnen anschließen und Oesterreich ihrem Beispiele folgen kann. Auf diese Weise kann der Friede gesichert werden.

Im gesetzgebenden Körper vertheidigte am 15. März Ollivier das Nationalitätsprineip, in- dem er sich für die von der Regierung befolgte auswärtige Politik aussprach. Der Friede und das gute Einvernehmen zwischen Frankreich und Deutschland müßten erhalten werden; Rußland sei wegen Konstantinopel gefährlich, es müsse da⸗ her vermieden werden, daß zwischen Rußland und Deutschland ein Bündniß geschlossen werde. Die Majorität beglückwünschte Ollivier wegen seiner Rede.

Im gesetzgebenden Körper hielt am 16. März der Minister Rouher eine Rede, in welcher er erklärte: die Regierung habe keine Fehler ge macht; Frankreich stehe mit allen Mächten im besten Einvernehmen, lebe mit allen in Freund- schaft und sei einzig damit beschäftigt gewesen, die Prosperität und den Reichthum des Landes zu entwickeln.

Großbritannien. London. Im Ober⸗ hause theilte Lord Derby kürzlich mit, daß die Türken bereits die Festung Belgrad räumen,

welche eine serbische Garnison erhält, wogegen

serbischerseits die Suveränetät der Türkei anerkannt wird. Die Türkei führt unverzüglich betreffs der Verhältnisse der Christen Reformen ein; im Staats- conseil befinden sich bereits drei Christen, wovon einer Finanzminister ist.

Donaufürstenthümer. Fürst Karl hat ein neues Ministerium angenommen. Die Linke hat in demselben das Uebergewicht, nachdem die Rechte den Beitritt verweigerte. Das Cabinet ist wie folgt gebildet: Cretzulesco, Präsidium und Justiz; Johann Bratiano, Inneres; Demeter Bratiano, öffentliche Arbeiten; Golesco, Aeußeres; Varesco, Finanzen; Rosetti, Cultus; Ghirgel (Gherget?), Krieg.

Gießen. Durch den Akademischen Gesangverein zu Gießen kommt unter Mitwirkung von Frau Peschka⸗ Leutner und Frl. Mathilde Schneider von Darm⸗ siadt, sowie der Herren Rudolf Otto von Berlin und Karl Hill von Frankfurt und unter Direction des Herrn Musikdirectors W. Mickler nächten Dieustag den 19. März 1867, Nachmittags 3 Uhr, Bach's große Passionsmusik in der Stadtkirche zur Aufführung. Billets hierzu sind in den Buchhandlungen von J. Ricker und W. Ferber zu haben.

Frankfurt. Ueber den Brand im Holländischen Hof dahier werden folgende Einzelnheiten berichtet; Bekanntlich gab in dem Saale die preußische Capelle ein Concert; das unmittelbar über dem Saal stehende Dach brannte schon, als die Leute noch im Saal waren. In wirrer Angst stürzten nun Männer und Frauen heraus; die Fremden, die im Haus übernachteten mit Frauen und Kindern, die rasch aus dem Bett gerissen wurden, dazwischen die Musi⸗ kanten mit ihren Instrumenten, Alles drängte zum Thor hinaus. Von draußen kamen die Spritzen herein gefahren. das Volk drängte sich mit herein, die im Hause Befind⸗ lichen hatten die größte Noth hinaus zu kommen. Kaum zehn Minuten hatten die Letzten den Saal verlassen, so

stürzte ein großer bronzener Kronleuchter herab, bald nach⸗ her fielen bie Dachsparren ein. Aus den oberen Stock⸗ werken wird nun Alles herabgeworfen, was nicht nagelfest war, Betten, Kleider, Stiefel, Stühle ꝛc.; die unten stehen⸗ den expedirten die Sachen durch das Gastzimmer weiter; um einen Schuh zu retten, warf Einer ein Fenster ein, stieß einen Tisch mit Gläsern um. Zwischen dem Rufen der Feuerleute, die Wasser verlangten, gellte das Angst⸗ geschrei der Frauen, die ihre Angehkrigen im Haus ver⸗ mutheten es war eine grauenhafte Scene der Vexwir⸗ rung. Nach einer halben Stunde stand schon das ganze Dach des Hauptbau's in Flammen; die Lohe erfaßte das Thürmchen ein Lug⸗ins⸗Land mit schaurigem Ge⸗ zingel wirbelten die Flammen aus dessen Feustern. Eine halbe Stunde hielt das massive Gebälk die Wuth der Flammen aus z mit einem mal stürzte der Thurm ein. Zum Glück brach er in sich zusammen, ohne weiteren Schaden zu stiften. Um 11 Uhr, als wir die Brandstätte verließen, war der ganze Dachstuhl im Einsturz.

Darmstidt. Bei dem Ausräumen des Zeughauses und der Kasernen im vorigen Sommer durch preußische Soldaten vom 39. Regiment wurde auch aus, der Wohnung eines verheiratheten Artillerie ⸗Unteroffiziers, trotz Einsprache der Frau, eine Meerschaumpfeifse in preußische Dienste genommen. In Felge der späler durch die hiesigen Militärbehörden erlassenen Requisitionen ist es kürzlich gelungen, den Meerschaumpfeifen⸗Schwärmer in der Person eines Unteroffiziers in Trier zu ermitteln und raf die Entführte dieser Tage bier wieder ein. Der preußische Unteroffizier indessen soll eine sehr empfindliche Strafe zu erwarten haben.

Darmstadt. Der Viehstand im Großherzogthum während des Jahres 1865 war 245,000 Stück Großvieh und 605,000 Stück Kleinvieh.

Mainz. Wie sich das Gerücht dahier verbreitet hat, sollen auf dem hiesigen Pfandhaus nicht weniger als für 16,000 fl. Pfänder fehlen. Es findet zur Ermittlung des Sachverhaltes soeben eine Pfänderreviston statt, welche Näheres und Bestimmtes ergeben muß.

Aus dem Großherzogthum. Der Jahres⸗ bericht von Schulze⸗Delitzsch für 1865 über die auf Selbst⸗ hülfe gegründeten deutscheen Erwerbs- und Wirihschafts⸗ genossenschaften(welcher erfreulicherweise den Bestand von 961 Vorschuß⸗ und Creditvereinen in Deutschland meldet,) gibt an, daß 1865 im Großherzogthum Hessen 27 solcher Ver⸗ eine existirten, und zwar in Alsfeld, Alzey, Bensheim, Biedenkopf, Butzbach, Darmstadt, Dodenau, Eberstadt, Friedberg, Gernsheim, Gießen, Grünberg, Heuchelheim, Kelsterbach, Langgöns, Laubach, Mainz, Niederwölluadt, Offenbach, Osthofen, Petterweil, Pfungstadt, Rödelheim, Rilsselsheim, Westhofen, Wieseck und Worms. Weiter bestehen in Hessen riehrere Rohstoff⸗GEenossenschaften und ziemlich viele Consum- Vereine. Dermalen besiehen in unserem Lande 30 gewerbliche Vorschuß⸗ und Creditvercine mit nahezu 6000 Mitgliedern, einem durch Spareinlagen und Geschäftsantheile entstandenen eigenen Vermögen von eirca 200,000 fl., mit einem Reservefonds von 10,000 fl., einem Bettiebscapital von 1 Million und mit cinem Um⸗ satze von über 3 Milltonen Gulden jährlich. Das Rech⸗ nungsjahr 1865 ergab nach jenem Jahresberichte allein für die in Deutschland bestehenden Vorschuß⸗ und Credit⸗ vereine, welche Abschlüsse an Schulze⸗Delitzsch absandten, 498 an der Zahl wonach also die Abschlüsse von meh⸗ reren Hundert Vereinen fehlen, und darunter manche der Bedeutendsten, eine Mitgliederzahl von 169,595, an gewährten Vorschüssen und Prolongationen die Gesammt⸗ summe von 67,569,903 Tolr., an eigenen Fonds 4,852,558 Thlr., an auf Credit entnommenen Geldern 17,656,776 Thlr., und an durchschnittlichem Procentsatz des eigenen zum fremden Fonds die hohe Zahl von 27/0/.

Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 16. März. Butter pr. 8 2830 kr.] Eier 7 Stuck 8 kr.

Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl. 10 kr. bis 7 fl. 20 kr.

Holz⸗Versteigerung.

676 3 den 22. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr, kommen aus dem Frelbl. v. Franckenstein'schen WalddlstrictRiemen zur öffentlichen Verfleigerung: 7½¼ Sieden aepen Scheid⸗ und Prügelhon, 2/ buchen Prügelbolz, 11½eichen und birken Prügelholz, 3180 Wellen buchen Durchforftungs⸗Reispolz,

1752 etchen und birken Durchforstungs⸗ Reisbolz, 362 Wellen aspen Durchsorstungs⸗Rels holz,

22 Stück eichen und birken Wagnerstangen. Die Zusammenkunft findet auf dem Grenzweg ischen dem genannten Distrikt und denStraßheimer

eden statt. Odftadt am 16. März 1867. Die Freiherrl. v. Franckesleln'sche Frey.

Bekanntmachung. 670 ßür die hlesige Saline soll ein Buchenstamm, 10 20 Fuß lan, 2 Fuß 4 Zoll im Durchmesser (Frankfurter Maß), angekauft werden. Lieferungs- anerbietungen werden bis zum 31. d. M. entgegen. genommen.

Nauheim den 14. März 1867.

Oberförsterrt Ockstadt

Der Großberzogliche Salineninspector J. Schreiber.

Holz ⸗Verstei gerung. 655 Donnerflag den 21. März l. J., werden im Ge⸗ meindewald Ockstadt in verschiedenen Schlägen nach⸗ flehende Holzsortimente an die Meifibtetenden verstelgert:

/ Stecken Prügelbolz(Kiefern), Stockholz desgleichen, Stück Birken⸗, Eichen, Ausjät⸗ und Durchforstungswellen,

950 Stück Kiefern⸗Wellen,

475 Gebund Ginstern⸗Wellen.

Der Anfang ist Morgens ½10 Ubr. Die Zu⸗ sammenkunft ist am Kubtranksbrunnen.

Gegen vorschristsmäßige Bürgscheine wird das

Holz bis 1. September J. J. verborgt. Ockstadt den 24. März 1867. Großherzogliche Bürgermelsteret Ockstadt röninget.

Holz-Versteigerung. 672 Die am 27. und 28. Februar l. J. im biesigen Gemelndewalde, Distritt Kunzbach, abgehaltene Holz versteigerung hat die Genehmigung erhalten und ist der erste Abfahrtag auf Mittwoch den 20. d. M. festgesetzt worden.

Abfahrtage sind: Montag, Dienstag, Mittwoch und Samstag bis 27. April l. J.

Ober⸗ Mörlen am 13. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Mörlen

681 Jobannes Sauer v. d. H. beabsichtigt mit

anzuzeigen und geltend zu machen, Entlassungsurkunde ertbellt werden wird.

an

Holz ⸗Versteigerung.

682 Freitag den 22. März, Vormittags um 2 Uhr, sollen im Burg⸗Gräfenröder Gemeindewald, Distrikt Diebseiche

4 Stecken Buchen⸗Scheitbolz,

77 Prügelbolz, 15* Buchen- und Fichten⸗Stockholz, 1500 Stück Buchenwellen,

2075 Eichenwellen, 2200 Bukenwellen, 1000 Aspenwellen,

1800 Fichtenwellen,

383 Stämme und Stangen Fichten⸗Baubolz, 2500 Cubikfuß, melstbietend verkauft werden. Burg ⸗Gräfenrode am 16. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisteret Burg Gräfenrode Moscherosch.

Edictalladung.

1. Wittwe von Fauerbach Familie nacd Amerika aus-

zuwandern. Forderungen an dieselde find binnen dler Wochen dei Großberzoglichem Landgericht Butzbach

widrigenfalls die

Frledberg den 15. März 1867. Großberzogliches Kreigamt Friedberg Tra p v