Ausgabe 
19.2.1867
 
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Mikroscopen erfolgte, hat nach öffentlicher Erklärung der darefsenden Professoren ergeben, daß sich in keiner dieser Feischproben Trichinen auffinden ließen. e

Darmstadt. Hier soll ein Bureau für Abschreiberinnen grichtel werden, eine Einrichtung, die in allen Slädten nachgeahmt zu werden verdient. Fast jedes Geschäft hat Uorlich eine Anzahl Schreibereien, die es recht gut durch ii solches Bureau besorgen lassen kann, ja die sogar kliger durch dasselbe geliefert werden können, als durch de eigenen Leute. Eine Menge junger Mädchen die zu Kuse bleiben müssen oder keine andere Beschäftigung ben, würden auf diese Weise einen passenden Verdie ust sunden, wobei sie nicht genöthigt sind an die Oeffent⸗ lübkeit zu treten und auch das häusliche Leben nicht beinträchtigt wird. 1

Darmstadt. Die Hess. Landes-Zeitung berichtet über in Dlebstahl bei dem Rentnerin W., welcher ausgeführt purde während dieselbe der Aufführung der Afrikanerin liwohnte:Es ist gelungen, zu ermitteln, daß die echwester der Dienstmagd, auf welche der erste Verdacht gfallen und die daher auch vorübergehend verhaftet war, an Montag bei einem biesigen Geschäftsmann, wo sie üdeutende Einkäufe gemacht, die gestohlenen Coupons gisgegeben hat. Es wird kaum nöthig sein, zu bemerken, laß unter diesen Umständen die Verhaftung der bettessenden gerson, welche sich, so viel wir hören in Butzbach aufhält, (igewendet wurde.Man findet nun im Wett. Vozen geiter folgende Mittheilung: Gestern wurde dahier eine un Darmstadt gekommene Weibsperson geb. von Nidda gretirt, die im Verdacht stand, dem am 10. d. M. in Larmstadt verübten Diebstahl von Werthpapieren zund teld begangen zu haben. Sie hatte Bekanntschaft mit enem Wachtmeister der hiesigen Garnison, dem sie den Letrag der zu stellenden Heirathscaution in Papieren als ir gehöriges Eigenthum überbracht hatte und der als kabetheiligt an der Sache solche alsbald herausgab. Sie kt sich als die Thäterin bekannt und wurde gestern Norgen unter Bedeckung mit der Eisenbahn nach Darmstadt geführt.

Aus RMheinhessen. Am 7. Febr. ward am Be⸗ zeksgerichte zu Alzey ein Proceß verhandelt, der es werth täre, daß ein genauer stenographischer Bericht von ihm eschiene. Daniel Baum, Handelsmann zu Alzey, war Ischuldigt, ein ihm anvertrautes Planket, welches mit r Unterschrift August Römer in Alzey versehen war, gisgefüllt, in eine Schuldurkunde von 37,887 fl. ver⸗ kandelt und von dieser Urkunde Gebrauch gemacht zu eben. Die Verhandlungen boten ein großes Interesse kr und währten den ganzen Tag. Das Gericht erklärte un für überwiesen und verurtheilte den Daniel Baum in ene Zuchthausstrase von 4 Jahren mit Schärfung. Baum i erst vor etwa 18 Monaten aus dem Correctionshause nrückgekehrt. Er hat nun Appell eingelegt.

Sauer Schwabenheim. Ein ziemlich bejahtec kürger von hier war mit seinem Enkel, einem rüstigen zungen von 16 Jahren, beschäftigt, Steine zu brechen. da der Boden durch den Regen gelockert war, löͤste sich ene etwas überhängende Erdschicht los und verschüttete Großvater und Enkel. Der rasch herbeigeeilten Hilfe lang es, den Enkel fast unverletzt zu retien. Den alten Nann jedoch fand man leider todt. Der Verunglückte, en schlichter, aber sehr braver und rechtlicher Mann, bird allgemein bedauert.

Vom Nhein. Die Pariser Weltausstellung bird aus dem Großherzogthum Hessen von circa 40 Wein⸗ sroducenten mit nahe an 300 verschiedenen Proben be hickt; von jeder einzelnen Probe sind 2 Flaschen wohl⸗ zetsiegelt einzusenden und besorgt Herr Dr. Krämer im gamen des Comites für Hessen die Beschickung.

Bremer Vertreter 2000 Thlr. und 7 Bremer(Senater Iken[Erben], C. F. Lahnsen sen., H. H. Meier Frau, Senator W. A. Fritze, C. H. Wäljen, Consul C. F. Watermayer, L. Knoop und ein Ungenannter) je 1000 Thlr. Gold für die Gesellschaft gezeichnet haben, ein schönes Zeugniß für die Opferwilligkeit der Bremer.

Newyork. Die Legung eines dritten Geleises auf der großen Westbahn in Canada hat eben den Schluß⸗ stein zu einem System von gleichförmiger Spurweite zwischen Chicago, Newyork und Boston gefügt. Der Er öffnungszug führte einige luxuriöse Novitäten für die Bequemlichkeit der Passagiere in den Eisenbahnverkehr ein. es befand sich darunter ein Hotelwaggon mit einer kleinen Küche. Bei jedem Sitze finden sich Zurichtungen, um sofort einen Tisch herzuxrichten. Der Passagier zieht die Klingelschnur und ein Aufwärter erscheint alsbald mit der Spe sekarte und servirt ihm in kürzester Zeit nach Wunsch ein sein zubereitetes Diner, während der Zug in einer Geschwindigkeit von 40 Meilen in der Stunde dahin rast. Mit demselben Zuge gingen zwei Schlafwaggons. Jeder enthält Sophas und 26 Sitze. Die prachtvollsten Teppiche bedecken den Bodenz das Holzwerk ist schwarzes Nußbaumholz, geschnitzt und mit Geld eingelegt, und Fenster und Decke im maurischen Styl decorirt, Spiegel vor allen Sitzen, Eß⸗, Schreib- und Spieltische und Vorhänge vor den Fenstern machen den Wagen während des Tages zum eleganten Salon. Bei Anbruch der Nacht wechselt die Scene, und 64 Personen finden in einigen Augenblicken bequeme, angenehme und reine Betten. Morgens findet der Reisende in zwei besonderen Wasch zimmern Alles, was er zu seiner Toilette braucht und genießt bei wohl geheizter, vortrefflich ventilirter Luft allen Comfort, den er sich nur zu Hause zwischen seinen vier Wänden bereiten kann.

Eine Schenkung an das Germanische Museum. Professor v. Scheurl in Erlangen hat dem Germanischen Museum in Nürnberg nicht nur das gesammte Archiv seiner Familie, sondern auch eine große Anzahl seltener Bücher zum Geschenk gemacht resp. unter Vorbehalt des Eigenthums zu freier und allgemeiner Be⸗ nutzung dort niedergelegt. Von göchstem Interesse ist unter den Büchern die völlig unversehrt gebliebene Biblio thek des berühmten Nürnberger Rechtsgelehrten und Staate⸗ manns Dr. Christoph Scheurl aud der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die nicht blos sehr viele Incunabeln enthält, sondern auch noch ganz die alte, von der heute üblichen sich unterscheidende Aufstellungsweise einer Bücher⸗ sammlung zeigt. Natürlich wird diese Art der Ausstellung auch im Germanischen Museum verbleiben. Unter den Urkunden des Archivs befindet sich eine Anzahl älterer Kaiserurkunden; unter den Akten aber sind die Corre⸗ spondenzen hervorzuheben, z. B. eigenhändige Briefe von Luther, Melanchthon, Hitronymus, Paumgärtner u. A. dann der Briefwechsel Dr. Christoph Scheurl's mit Herzog Georg von Sachsen und Bischof Johann don Trient, sowie eine Reihe von Schreiben anderer fürstlicher Personen, der Städte Weißenburg, Passau ꝛc. an den⸗ selben Rechtsgelehrten.(Eur.)

Wie verlautet liegt der Plan vor, von det ge⸗ sammten preußischen Monarchie einen topographischen Atlas anzufertigen. Der bekannte Kartograph Kaupert ist dazu ausersehen, an die Spitze der deßfallsigen Arbeiten zu treien, die alsbald mit Nassau beginnen sollen und deren Beendigung in der ganzen Monarchie, trotzdem über 100 von Geomeiern dabei thätig sein werden, eine Zeit von etwa 20 Jahren erfordern dürfte. Voraussichtlich wird es das großartigste Kartenwerk werden, welches existirt.

% Als ein vorzügliches Heilmittel bei entzünd⸗ lichen Halsübeln, als Bräune c., hat sich sowohl bei

zwei Stunden den Leidenden einen kleinen Theelöffel voll in der Art einnehmen, daß die Flüssigkeit möglichst lange auf ber hinleren Zunge und im Schlunde erhalten wird, unt eben eine möglichst lange Berührung mit den ent⸗ zündeten Schleimhäuten zu erwirken, woburch dieselben beruhigt werden. Eine weitere Wirkung des Mittels ist noch, daß sich die Inclination zu Halsentzündungen verliert.

Lotterie für die Gründung eines

Krankenhauses für deutsche Arme in Paris.

Das Comité ersucht die Inhaber der Loose,

welche Gewinne bei der,

Ziehung gefallen find,

au im Juli 1866 1 l dleselben spätestens bis zum 1. März d. 3. zue Grenelle, St. Germain 101, oder bei dem Secretäx Rue de la Victoire 40, in Emfpang nehmen zu lassen.

Alle, bis zu diesem Zeitpunkt nicht zurückgezogenen Gewinne werden alsdann zum Besten des Fonds verkauft werden.

Ziehungslisten liegen zur Elnsicht bereit bei Herrn Bank⸗Otrector Wendelstadt und Herrn Otto Wolfs- kehl in Darmstadt.

Paris den 15. Januar 1867.

Die Mäsidentin: Zürstin von Metternich, Der Sectetar: Maurice Elfissen.

Aus vorstehender Lotterie wurden die Nummern 37000 bis 38000 vorzugsweise in Darmstadt, Friedberg, Wiesbaden und Umgegend abgesetzt und folgt das Ver⸗ zeichniß der unter dlesen Ziffern vorkommenden Treffer hlerunten:

Nr. d. Loose Nr. d. Gewinne

37001 2936 2 Vasen,

3005 1 8 Damentasche,

37105 1426 ortemon

37200 328 ane.

37227 1877 1 Paar goldene Ringe,

37232 2531 Handleuchter.

37442 1682 Kamm,

37451 563 2 Bände Bücher,

37488 2201 1 Paptermesser und Federhalter,

37554 2262 Damengürtel,

37585 2945 2 Flaschen Odeur,

37627 306 Cigarrentasche und Port monnaie,

37708 1599 Portemonnaie,

37760 4 Eierbecher,

37825⁵ 1762 Fächer,

37839 1779 desgleichen,

37937 1059 Nadelbalter,

37984 5 Kappelle,

37995 2212 Kästchen mit Briespapter ꝛc.

Verloos ungen. Darmstadt, 16. Febr. Bei der gestern stattge⸗

babten Zlehung der Großberzoglichen fl. 25⸗Loose kamen nachfolgende Nummern mit den Hauptpreisen beraus: Nr. 1213 15,000 fl., Nr. 33064 4000 fl., Nr. 2013 2000 fl., Nr. 9112 1000 fl., Nr. 64520, 47919 je 400 fl., Nr. 53332, 40429 je 200 fl., Nr. 10789, 43372 je 100 fl.

Vorschuß-X Creditverein.

Vorläufiger Geschäftsbericht des Jahres 1866.

Bremen. Ein Bremer Kaufmann hatte die Ver⸗ Kindern als Erwachsenen, gleich beim Enistehen des]) Vorschusse auf Bürgschaft und dis⸗ Flichtung übernommen, ein Geschenk von 1000 Thlr. der] Uebels angewendet, Salzsäure bewährt. In einem halben contirte Wechsel inel. Prolongationen fl. 172,672. Fulschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu] Tassenkopfe voll Himbeer⸗, Kirsch⸗ oder gewöhnlichem d) Borschüsse auf Wertbpapiere 12,113. nachen, sofern neun andere Personen in Bremen oder] Zuckersyrup werden 15 bis 20 Tropfen oder mehr Salz.) Umsatz auf Conto⸗Corrent 286,87. teunzehn andere Personen außerhalb Bremens das Gleiche säure eingerührt, so viel, big der Syrup einen salzigen ff. 211, 17f. bun würden. Das ist nun geschehen, indem die Aachen⸗JGeschmack zeigt, und von dieser Mischung läßt man die Irtedderg im Januar 1867. Münchener Feuerversicherungs⸗Gesellschaft durch ihren ersten sechs Stunden allhalbstündlich, später alle ein bis Der Aus s chu ß. Ofttüste die meisten Schifsbrüche vorkamen, an der Westküste die meisten Napoleon III. wurde Kaiser: Menschenleben verloren gingen. In den letzten sieben Jahren sind in den 1852 1852 1852 irischen Gewässern mehr als doppelt so viel Menschen verunglückt, als an Dazu: 8 8 2 8 2 2 irgend einem anderen Theile der Küste. Von 832 Unfällen des vorigen 5 2 2 8 S 2 Jahres, in welchen keine Collistonen mit einbegrfffen sind, enistanden 137 52 8 8 88 us Fahrlässigkeit und 48 aus mangelhafter Aus rüstung oder Beschaffen⸗ 807 8 88 15 der Schiffe. Der Verlust an Menschenleben belief sich für 1865 in 2 85 164 Schiffen auf die Zahl 698. Anderseits wurden 4612 Menschen aus Gibt: 1869 1869 1869

berunglückten Schiffen gerettet; darunter 396 durch Rettungsboote, 409 Gegen Ende 1865 gab es an den

üsten des Vereinigten Königreiches 234 Rettungsboote, 294 Stationen wit Tauen und sonstigen Rettungs- Apparaten und 553 Stationen der

urch Seile und andere Apparate.

innewohnt, wollen wir a Der König von

Küstenwache. Dazu 3. ., Ein müßiger Kopf hat folgende merkwürdige Zusammenstellung 8 2 gemacht: 9 Louis Philipp, der letzte französische König, bestieg den Thron:* 1830 1830 1830 2 2 2 S* Dazu: 5 2 r 32 S Gibt: 1870 2 8. 2* 84 85 25 2 3 r 38 2 0 8 tet 3 28. 18 wissentschaftliche Zeitschrift ber

1848 mußte Sous Philipp den französischen Thron verlassen.

worden ist.

Ob aber diesen Zahlen wirklich eine geheime

prophetische Gabe n einem andern uns naheliegenden Beispiel sehen:

Hannover bestieg den Thron:

1851 1851 0 2. 9 733 11* 38 25 8 5* 1869 1867

Müßte aber bekanntlich geben: 18661

fDer Mond nähert sich der Erde und zwar in jeden Jahre einen Zoll, dies haben verschtedene Astronomen durth Berechnung gefunden, wie eine englische

ichtet. Es ist von den Astronomen auch gefunden worden,

daß der Tag selt zwei Tausend Jahren um ein Hunderttheil Sccunde länger ge⸗