Donnerstag den 16. Mai.
zeiger
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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* Zetreffend: Fliegenwedelhandel nach England ꝛc. und
Reisen zu diesem Zweck. N
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zahme zu decretiren und controliren zu lassen.
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Bönstadt 1 fl. 22½ kr. Nieder- Wöllstadt 14 kr. RNieder-Weisel 1 fl. 3 kr. Hausen 48 kr. Kirch⸗Göns E fl. 19 kr. Mark Kirch⸗Göns 36 kr. Münster 39 kr. Fauerbach v. d. H. 1 fl. 15 kr.
Assenheim 5 kr.
Klrch⸗Güns 1 fl. 1½ kr.
Bönstadt 56 kr. Bußbach 6 fl. 42 kr.
Ober⸗Florstadt 4 fl. 18½ kr.
Langenhain 1 fl. 59 kr. 2) Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen.
Pohl⸗Göns 2 fl. 25½ kr.
Fauerbach v. d. H. 2 fl. 53½ kr. Ostheim 51 kr.
Amtlicher Theil.
das Mitnehmen von Kindern und Frauenspersonen auf
Zetreffend: Forststrafen vom 3. Quartal 1866 und Feldstrafen von der 3. und 4. Periode 1866.
an di ee lb e n. Die nachstehend aufgeführten Beträge haben Sie den betreffenden Gemeinde-Einnehmern, welchen Auszüge zuzufertigen sind, in Ein—
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r n t e 86 6. Nieder ⸗Florstadt 1 fl. 17½ kr. 50 kr. Butzbach 4 fl. 12 kr. berg 37 fl. 41% kr. 2 fl. 2 kr. Pohl Göns Vodenrod 2 fl. 20 kr. Ostheim 34 kr. Nauheim 57 kr.
Maibach
F Staden 3 fl. 53½ kr.
Don„. ode. 6 kr.
A.
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Matbach 22 ½ kr. Rockenberg Fauerbach b. Fr.
17½ kr.
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rr een Oriedel 2 kr. Hoch⸗Weisel 1 fl. /, kr. Langenhain 1 fl 47¼ kr. * eee Rieder ⸗Wetsel 40 kr. Oppershofen 4 fl. 37½ kr. 0 0 12 fl. 9s kr. Assenheim 2 fl. 4 kr. Bruchenbrücken 15½ kr. 1 N 9 e 0 Betreffend: Den Fahrplan der Main⸗Weser⸗Bahn, hier Abfertigung der Landpostbolen. 1 rmttthen echte Witwe. Bi den
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Mark Trais⸗Münzenberg 2 fl. 55 kr. Södel 3 fl. 41 kr.
Friedberg 11 fl. 57 kr. Nieder-Mörlen 4 fl. 51% kr. Ober⸗Florstadt 52½ kr. 30% kr. Ober⸗Wöllstadt 6 fl. 11½ kr. Kirch⸗Göns 56½ kr. Pohl⸗Göns 4 fl. 11½ kr.
2 Für Mai und Juni nehmen Bestellungen auf den Anzeiger auswärts die Postexpeditionen, in Friedberg die Verlagsexpedition an.
Friedberg den 13. Mai 1867.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Sie haben binnen 8 Tagen ein Verzeichniß Derjenigen aufzustellen und einzusenden, welche in 1865 und 1866 im Alter von 14 is 20 Jahren sich ohne ihre Eltern und ohne kreisamtliche Erlaubniß aus ihren Gemeinden entfernt haben, um sich im Dienste von sog. kandgängern oder auf eigne Rechnung im Ausland als Fliegenwedelhändler, Wachsblumenhändler, oder einen andern Handel dieser Art, oder als Musikanten oder durch sonstige, gewöhnlich im Umherziehen betrieben werdende Gewerbe ꝛc. des bestehenden Verbots ungeachtet, Verdienst zu suchen.
Friedberg den 13. Mai 1867.
Trapp.
1) Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen.
Gambach 7 fl. 34 kr. Wobnbach 13 kr.
Mark Rocken⸗ Wölfersheim 1 fl.
15 kr. Ober⸗Mörlen 3 fl. 48 kr. Ober⸗Rosbach 2 fl. 4 kr. Nieder⸗Rosbach 3 kr.
Melbach 18 fl. 6 kr. Nieder- Florstadt 1 fl. 558% kr. Nieder-Rosbach 7 fl. 59 kr. Nieder ⸗Wölistadt Ober-Mörlen 7 fl. 23½ kr. Ober⸗Rosbach 3 fl.
Friedberg den 14. Mai 1867.
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Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß in Folge des am 1. d. M. ins Leben getretenen veränderten Fahrplans der Main-Weser—
expedition Butzbach bei sämmtlichen Touren schon um 7½ anstatt um 8½ Uhr Morgens abzufertigen.
Bahn und des dadurch theilweise geänderten Gangs der Anschlußposten es für zweckmäßig erkannt worden ist, die Landpostboten der Post—
Großb. Kreisamt Friedberg Trapp.
Hessen. Darmstadt, 13. Mai. In ge⸗ heimer Sitzung genehmigt die 2. Kammer nach längerer Debatte, worin Metz, Volhard, Edinger gegen und Wernher, Seitz, Zentgraf, Hallwachs, sowie v. Dalwigk für die Bewilligung sprachen, mit 24 gegen 19 Stimmen eine Apanage des Prinzen Wil-
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1867 helm von zwölftausend Gulden, auf wel⸗ bert chen Betrag die Regierungsvorlage ermäßigt wor— % Deen den war.
6 Darmstadt, 13. Mai. II. Kammer. 20. 0* Sitzung. Unter den neuen Einläufen, welche + in der heutigen Sitzung der 2. Kammer vorlagen,
1* befanden sich Antworten des Ministeriums des
1 Inneren und desjenigen des Aeußeren auf die
65 den Eisenbahnbau betreffenden Interpellationen der 2 Abgeordneten Möllinger und J. Hoffmann, aus 11 nge welchen hervorgeht, daß die Regierung wegen An⸗ 14 74 schlusses der rheinhessischen Bahnen an das rhein-
— bagerische Netz mit der bayerischen, wegen Baues igt. einer Bahn zwischen Hanau und Offenbach mit 153 der preußischen Regierung und der Ludwigs-Eisen⸗ Aude bahn-Gesellschaft, welche der Regierung Offerten
ven, wegen des Baues gemacht habe, verhandlez Hun—
ee ge finger interpellirt das Ministerium, ob, nachdem n die Weltlage sich wieder geklärt habe, die Regie- Aude rung bereit sei, den Ständen noch auf diesem Fegenses Landtag, Vorlage über den Ausbau des Eisen⸗
i bahnnetzes überhaupt zu machen. Metz glaubt, daß sich der Ausschuß und die Regierung in der
— Eisenbahnfrage nicht übermäßig beeilten. v. Dal
wigk: Dem Ministerium lägen eine große An— zahl von Anträgen Seitens der Taunus-, der Ludwigsbahn ⸗-Gesellschaft vor, über die Main— Weser Bahn schwebten Verhandlungen u. s. w. Die Regierung nähme an der Angelegenheit das lebhafteste Interesse, brauche aber Zeit, das massen⸗ hafte Material zu bewältigen. Die Kammer setzte sodann die Berathung über den Hauptvoranschlag der Staatsausgaben fort.
— 14. Mai. II. Kammer. 21. Sitzung. Der Abg. K. J. Hoffmann richtet an das Kriegsministerium die Frage, ob dasselbe die Um— wandlung unserer Gewehre in Zündnadelgewehre nicht an hessische Industrielle vergeben wolle.— Hierauf wird zur Berathung der Kosten für die Gesandtschaften geschritten. Statt der frü— heren 60,000 fl. werden jetzt nur 46,000 fl. ge- fordert. Der Ausschuß beantragt für die Gesandt— schaft zu Berlin 12,000 fl. zu verwilligen, sodann für nichtständige Gesandtschaften 20,000 fl. aus- zuwerfen; ebenso für Konsulate 2000 fl. und weiter die Regierung zu ersuchen, die Vertretung des Großherzogthums den Vertretern des nord— deutschen Bundes zu übertragen. Nach längerer Verhandlung wird der Musschußantrag mit 31 gegen 12 Stimmen angenommen.
Friedberg. Wie das„Frankf. Journ.“ in einer Correspondenz„Von der Bergstraße“ meldet, babe der evangelische Superintendent der Provinz Rheinhessen sich veranlaßt gefühlt, gegen den letzten Hirtenbrief des Bischofs Ket-
teler bei der großherzoglichen Regierung Protest einzulegen. Der Hirtenbrief handelt von den ge— mischten Ehen, und indem der Bischof im Ein⸗ gange den Wunsch ausspricht, daß sein Hirten schreiben auch unter Nichtkatholiken Verbreitung finden möge, wagt er es, der evangelischen Kirche vorzuwerfen, daß sie es sei, die in gemischten Ehen den Frieden störe; ein Vorwurf, dem gegen⸗ über der evangelische Superintendent sehr treffend an das Märchen von dem Lamme und Wolfe er— innert. Herr Superintendent Schmidt soll seine Beschwerdeschrift schon vor einigen Monaten ein⸗ gegeben haben, ohne daß bis jetzt etwas darauf erfolgt ist.
S. Gießen. Die für das laufende Seme⸗ ster angekündigten akademischen Vorlesungen haben nunmehr größtentheils ihren Anfang genommen, aber leider mit noch schwächer besetzten Auditorien, als es im vorigen Halbjahr der Fall war. Die Zahl der Studirenden wird nämlich, insoweit sich dieselbe schon jetzt bestimmen läßt, die 300 nicht erreichen, während sie im Sommerhalbjahr 1866 gerade 400 betrug, so daß es uns bald schwer halten wird, dem benachbarten Marburg noch fer— ner die Spitze zu bieten, da sich diese Stadt als Universität für die preußische Provinz Hessen nun mit Macht zu erheben scheint. Neben den politi- schen Gründen mag zu dieser auffallenden Er- scheinung doch auch der Umstand viel beitragen, daß dahier, wie schon früher berichtet, nicht weniger als neun Professuren auch für dieses Semester unbesetzt


