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Friedberg. In der am 14. d. M. abgehaltenen Generalversammlung des biesigen Vorschuß⸗ und Eredtt⸗ vereins wurde der Rechenschaftsbericht für das Jahr 1866 erstattet, welcher folgende Resultate verkündigte:
Gesammt⸗Umschlag fl. 222 570.
Bewilligte Vorschüsse und Prolongationen„ 188,449.
Conto-Correntgeschäft 3 8 7 15 26,254. Stammantheile der Mitglieder bis Ende 1866, 10,88l. Gesammt-Betriebskapital 35000
Es wurde ein Reingewinn von fl. 1510. erzielt, wo- von 10% der Stammantheile als Dividende vertheilt und dem Reservesonds 639 fl. zugethellt werden sollen. Wir dürfen wohl demnächst die Veröffentlichung einer aus— ührl ichen Rechenschaftsablage von Seiten des Ausschufses rwarten. f 5 g 5 f
H. Friedberg. Mit Bezug auf den in voriger Nummer des Anzeigers enthaltenen, die Trichinen und die mikros⸗ kopische Untersuchung der Schweine betreffenden Arlikel muß bemerkt werden, daß A. Vogt's Erben dahier im Besitze eines Mikroscopes sind und die von denseiben ge— chlachteten Schweine einer Untersuchung unterzogen werden. Das verdient Anerkennung und Nachahmung!
Bürstadt. Ein Gewehr, das früher einmal einem Wilderer abgenommen worden, fanden zwei Knaben, die Holz auf den Rathhausspeicher daselbst trugen, dort liegen. Der ältere Bruder, 11. Jahre alt, zielte auf den üngern(9 jährigen), um ihm Fuccht einzujagen,— das Sewehr entlud sich und die Ladung zerschmetterte dem knaben den Oberarm, welcher sofort abgenommen werden nußte; möglich daß auch Schrote in die Brust gedrungen, odaß der Knabe selbst das Leben einhüßt.
Bonn. Der hiesige Studirende der Medicin, Andreas Weber aus Grav⸗Rheindorf bei Bonn, welcher am 12. Närz d. J. den Studirenden der Jucisprudenz, Karl Röder aus Mainz, im Pistolenduell so verwundete, daß r nach vier Tagen starb, ist vor dem hiesigen Schwur⸗ sericht der Tödtung in einen Duell für schuldig erklärt ind zu zweijähriger Einschließung(Festungshaft) von dem Assisenhof verurtheilt worden. Die Geschwornen haben ich veranlaßt gefunden, ihn der Gnade des Königs zu mpfehlen.
2% Für die Weltausstellung wird bei Meyer in dildburghausen ein Reisehand buch für Paris von
Serlepsch, der sich zu dem Zweck seit vorigem Herbst
ort aufhält, erscheinen. In seiner Ausstattung soll es linter dessen bereits in vielen Vuflagen erschienenen „Schweizer Führer“ nicht zurückstehen. Namentlich die in sehr großem Maßstabe und reichlicher Anzahl beigege⸗ jenen Specialpläne der Stadt werden die wichtigsten und s ollständigsten sein, die irgend ein Reisehandbuch enthält
„ Das Osterfest bis zum Jahre 1900. Bis zum Jabre 1900 fällt Ostern noch zwei Mal wie in diüssem Jahre auf den 21. April: vämlich 1878 und 1889 Somit haben diese drei Jahre auch Himmelfahrt am 30. Mai und Pfingsten am 9. Juni gemeinsam; Himmel— fahrt, die sieis in den Mai fällt, macht im Jahre 1886 die einzige Ausnahme, wo sie erst am 3. Juni gefeiert wird, da Ostern alsdann sehr spät, erst am 25. April, eintritt. 1883 und 1894 fallen diese drei beweglichen Feste gerade volle 4 Wochen früher. Ebenso stimmen die Jahre 1869, 1875 und 1880 überein, wo Ostern auf den 28. März fällt. Frühe Ostern,“ im Monat März schon, haben wir bis 1900 nur 7 Mal— all' bie anderen Jahre ist der April der Ostermonat 1888 fällt Ostern sopar auf deu 1. April. Daß Pfingsten gerade am 1. Juni gefeiert wird, wiederholt sich bis zu dem neuen Jahr hundert gleichfalls 3 Mal: 1873, 1879 und 1884. Das Jahr 1900 feiert aber Pfingsten schon dann, wo das Jahr 1886 erst Himmelfahrt hatte: nämlich am 3. Juni.
„„ In Wien setzte sich eine Färbersfamilie acht Mann hoch zu Tisch und verzehrte eine Einbrenn⸗ suppe. Sie bekam ihnen schlecht; nach einer Viertel— stunde lagen alle acht vergiftet danieder; denn was ein— gebrannt worden, war kein Mehl, sondern Arseuik. Vier Personen starben noch selbigen Tages.
Eingesandt.
Es wird eben sehr viel Politik gemacht und will ich auch einen kleinen Beitrag zu derselben einteichen, mit der Bitte solchen in Ihr Blatt aufnehmen zu wollen.
W. FN
p. O.
„Wenn dem Bürger eines Staates alles, was zum erlaubten Genusse des Lebens und zur Entwickelung seiner Kräfte gehört, offensteht; wenn er, gegen die Angriffe auswärlger Feinde geschützt, sein frei gewähltles Gewerbe in ungestörter Ruhe betreiben kann; wenn ihm eine strenge, unpartheiische, durch keinen Eingriff der Willkühr gehemmie Rechlsverwaltung die Garantie seines Eigen⸗ wums und die beruhigende Aussicht gewährt, daß nie einer seiner Mitbürger mächtiger werden wird, als die Gesetze; wenn billige, gleichförmige, nach einfachen Grund— sätzen geordnete, ohne Druck und Cbikane erhobene Abgaben ihm nur so viel von seinen Einkünften entziehen, als zur Erhaltung des Staates erforderlich ist, und eine weise und gewissenhafte Administration die zweckmäßige Ver— wendung seiner Beiträge verbürgt; wenn keine ungerechten oder üdel verstandenen Einschränkungen ihn hindern, seine
[wegen Meineids erhobenen
Fähigkeiten, seine Kenntnisse, sein Vermögen nach eigener Neigung und Einsicht, nach der Idee, die er selbst von seinem Vortheile hat, zu benutzen; wenn er überdies seine Gedanken üder alles, was ihn umgibt, vortragen und seinen Zeitgenossen sogar seine Irrthümer und seine Grillen mütheilen darf; wenn endlich die Regierung die eble Bereitwilligkeit, das, was noch in ber Organisatlon des Staates fehlerhaft sein möchte, zu verbessern, durch Thaten darlegtz— dann ist Alles erschöpft, was ber Mensch in
der irgerlichen Gesellschaft suchte. Die Vereinigung dieser Güter, aber auch nur die Vereinigung derselben, füllt die ganze Sphäre der Wünsche und Erwartungen eines vernünftigen Wesens aus und der Inbegriff dieser
Güter ist die bürgerliche Freiheit.“
2 4 4 7 7 Schwurgericht der Probinz Oberhessen. II. Quartal 1867.
Urtheile:
1) Montag am 1. April wurde August Hofmann aus Schletzenhausen, königl. preuß. Justizamis Großen-Lüder, wegen ausgezeichneten Diebstahls ne geschärfte Cor⸗ rektioͤnshausstrafe von 1 Jahr und 6 M ten verurtheilt.— 2) Dienstag den 2. April wurde Jo Haus aus Ilbenstadt wegen Brandstiftung in eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren condemnirt.— 3) Mittwoch den 3. April wurde Johann Reinhard lf aus Bingenheim von der egen ihn wegen Brandstiftung erhobenen Anklage frei⸗ gespeochen.— 4) Donnerstag den 4. April wurde Eva, Natban Katz Wittwe aus Münzenberg, von der gegen sie Anklage freigesprochen.— April wurde Johann Friedrich Beier aus Freienseen von der gegen ihn wegen Meineids er⸗ hobenen Anklage freigesprochen.— 6) Samstag den 6. April wurde Johann Conrad Wenzel aus Rommels⸗ hausen, wegen Diebstahls und Raubs, in eine Zuchthaus⸗ strafe von 7 Jahren verurtheilt.— 7) Montag den 8. April wurde Karoline Kammer aus Ober-Widdersheim wegen Kindesmords in eine Zuchthausstrafe von 11 Jahren condemnirt.
5) Freitag den 5.
Verloosungen.
Stadt Mailand Fr. 43 ͤLoose. Serien⸗ Ziehung am 1. April. Serie 552 1015 1112 1206 1391 1475 1521 1537 2337 2469 2641 2801 2908 2088 3905 4103 4104 4170 4263 4312 4963 5137 5293 5399 5494 5620 5702 6300 6350 6543 6581 6650 6917 7211 7375 7850 7946 7957.
BBraunkohlen- Verkauf.
965 Vom 1. April 1867 an werden auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerk Braunkohlenklötze zu 12 Kreuzer à Ctr.(= 14 Stuck), gegen Baarzahlung und gegen Credit verabfolgt.
Für die gegen Einlage vorschristsmäßiger Bürgschesne vom 1.
Zraunkohlen wird Zahlungofrist bis Ende September
Arril bis Ende Junk 1867 bezogenen
1867 bewilligt. Die Abnehmer auf Credit wollen die
Begenscheine, welche ihnen bei Einiage eines Vürgscheeuns zugefsellt werden, det jedem Kohlenbezug mitbringen ind dem Großberzoglich Hesfischen Berg⸗Cassier Winter vorzeigen, damit der jedeemalige Bezug eingetragen
verden kann. Segenscheine gleichfalls vorzuzeigen. 2 Dorheimer Bergwerk am 1. April 1867.
Bel der Zahlung der Creditsummen an die Großherzogliche Berg-Casse zu Friedberg sind diese
Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch.
Holzversteigerung.
(21 Mittwoch den 17. April, von 2 Uhr Nachmittags infangend, werden auf dem Großherzoglichen Dorhelmer Bergwerke 65 Stecken altes Grubenholz und 10 Haufen Zimmerspäne, iffentllch versteigect. Dorbelmer Becgwerk am 8. April 1867. Grosherzogliches Bergamt Dorheim Storch.
Arbeits- Versteigerung.
984 Mittwoch den 17. April, Vormittags 10 Ubr, perden auf dem Rathhause zu Bönstadt gachstehende Arbeiten versteigert: 1) Das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 7 Cbk.⸗Klftr. Unterhaltungssteinen auf die Vizinalwege. D Das Zerschlagen und Eindecken von 3 Clk.⸗KIfir. in die Orts straß en. 3) Das Planiren der s. g. großen Pohl und Kaicher⸗ Weg über der Staatsstraße. 4) Das Ausräumen verschiedener Entwässerungs⸗
räben. 5— Rinnenpflaster gehörig: 8. Das Brechen, Fabren und Aufsetzen von 3 Cbk.⸗ Klafter Schichtenpflasterstelnen, b. Das Graben, Fahren und Messen von 3 ECbk. Klafter Sand e. Hand- und Pflasterarbelten. d. Fleferung von 30 Stück Pflocken. e, Fortfahren von Bauschutt. Irtedberg den 13. April 1867. Der Bezirks Bauaufseher Schneider.
Ein Mädchen
966 kann das Kleldermachen erlernen bel Friedberg. Frau Petri.
Versteigerungs⸗ Anzeige. 961 Dienstag den 23. April, Vormittags 9 Uhr an— fangend, werden bei Wagnermesster Johannes Friedrich Mucher zu Stammheim freiwillig folgende Mobiltar⸗ gegenstände meistbtetend versteigert und zwar wegen Auswanderung nach Amerika:
1) Veischiedenes Wagnergehbölz, 25 Stück Langwieden diverser Größe, 11 Stück Deichseln, 16 Stück Leiterbäume, 275 Stück Speichen, 100 Stück Felgen, 43 Stück Eggenbalken, 13 Stück Pflug⸗ grendel, 11 Stämme Eichen⸗Werkholz verschiedener Größe, ein vollssändiges Wagnergeschtrr, wobei sich zwel Hobelbänke befinden.
2) Ein noch im guten Zustande befindlicher ein⸗ spänniger Wagen.
3) Ein ganz neuer Wagen, noch unbeschlagen.
4) Eme Egge.
5) Ein Spitz⸗ und Schaufelpflug, drei Kartoffelpflüge und ein Vorderpflug, noch unbeschlagen.
6) Eine Fegmüh e und 1 Dickwurzmühle.
7) Zwel Waschbütten.
8) En Kleiderschrank und 1 Küchenschrank.
9) Ein vollffändiges Bett und mehrere Bettstellen, sowie verschiedene Oeconomte-, Haus- und Küchengeräth⸗
ie, ehiere zuder Weizen⸗ und Roggenstroh und mebrere Gebund Flachs.
Gegen genügende Bürgschaft wird, für den Betrag der Steigerungssumme von 5 fl., Zahlungsfrist bis Martini d. J. gestaltet.
Stammbelm den 12. April 1867.
Groß herzogliches Ortsgericht Stammheim ep er.
Pumpen macher- Arbeit. 905 Mittwoch den 17. Aprtl, Nachmittags 3 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Assenberm die Lleferung eines gußeisernen verzterten Oberstocks an die Pumpe an der Unterpforte, mit dem Aufstellen, versteigert. rltedberg den 13. April 1867. Der Bezirks ⸗Bauausseher Schneider.
Soeben ist erschtenen und zu daben bei Binder ⸗
ö l nagel& Schimpff in Friedberg:
Rheumatismus
und Lähmungen. Deren wahre Natur, Ursochen und gründliche Heilung mittelst einer neuen vollständig naturgemäßen und un⸗ fehlbaren Methode.
Leidenden jeden Grades, Geschlechts und Alters empfohlen von Dr. Luitpold Reiner. Naumburg bei Fr. Regel. 2. Auflage. Preis 21 kr. 969 Indem der Verfasser in klarer, allgemein faßlicher Weise überzeugend nachweist, wie sehr man sich bisher über den Sitz und das Wesen des Rheumatismus geirrt, und daß aus diesem Grunde auch alle disher dagegen angewandten Mittel gar kemen, oder höchsens nur vorübergebenden Erfolg baden konnten, giebt er zugleich in dieser Schrift ein so einfaches als unfehl⸗ bares Heilverfahren an, welches allen Leidenden die
sicherste Hülse bietet.
Holz ⸗Versteigerung. 962 Die Versteigerung am 9. d. M. in biesigem Ge⸗ meindewald ist nicht genehmigt worden. Es soll des⸗ halb Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, eine nochmalige Verstelgerung staltfinden, und zwar: 192 Stück Stamm und Stangenbotz, haltend: 3319 Cbkfß., 5— 24“ Durchm., 20—40“ Länge, 21 Stecken Eichen⸗Scheitholz und elrea 200 5„ Reiser. Selters den 12. April 1867. Witkewoele. map en Selters mer
Holz ⸗Versteigerung. 963 Montag den 6. Mal d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Fteiberrl. v. Die d'schen Kirchwalde dahtert
1) 300 Stecken Buchen- Schett⸗ und Prügelbolz, 5 40„ Eichen-Scheithbolz, 3) 15000 Buchen ⸗Reidel- und Aft. Wellen und
4) 8000 gute Backwellen von barten Holzarten öffentlich bei den Grabmalen versteigert werden. Die Nummero der Stecken und Wellen fangen bel der Emmahtitte an. Ziegenberg den 11. April 1867. Kirchner, Freiberrt. v. Died'scher Oberfoͤrster.
Warnung.
940 Ich warne blermit Jedermann meinem Sobne
Georg, 17 Jahre alt, Etwas zu borgen noch zu leiben,
indem ich für denselben für Nichts garautire. Stammpbeim den 9. April 1867.
Peter Schütz.
0 N 1 N 5 1 1


