aus Steinbach, Adolph Jost aus Homberg; am 23. Otto Dornseiff aus Holzhausen; deßgl. Georg Gottfried Grosch aus Bessungenz am 25. Juli Ludwig Matthias aus Friedberg; am 30. Ernst Jochem aus Wieseck; am 1. Au⸗ gust Ludwig Bormuth aus Gadernheim; am 28. Sept. Carl Kuhl aus Butzbach; am 22. Dec. Johann Kessel aus Selzen;— 4) die thierheilkundige Doctorwürde: am 17. März Anton Noll aus Mainz; deßgl. Friedrich Woll⸗ pert aus Gundersheim; am 10 Juli Rudolph Güngerich aus Hof Albach;— die philosophische Doctorwürde: am 19. Juli Adolph Clemm aus Gießen; am 9. August Carl Bone aus Mainz; am 30. Heinrich Buff aus Gießen; am 19. Sepibe. Carl Osann aus Gießen; am 20. No⸗ vember Eduard Probst aus Mainz.
X. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden.
S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht:
am 13. Februar dem Kartenfabrikanten Emil Reuter zu Darmstadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majeslät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz-Joseph-Ordens,— 14. dem Kammerherrn und Ministerial⸗Secretär 1. Klasse bei dem Ministerium der Justiz Emanuel Freiherrn v. Ricou die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Preußen verlie— henen rothen Adler-Ordens 3. Klasse,— dem praktischen Arzt Dr. Oskar Verdier de la Blaquière die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestär dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz⸗Joseph-Ordens,— am 16. Februar der Frau Oberin der barmherzigen Schwestern zu Darmstadt Schwester Marie Bonaventura Dubois die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihr von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Verdienstkreuzes mit der goldenen Krone,— an demselben Tage der Frau Albertine Wendel— stadt, geb. Walkart von Josinga, zu Darmstadt die Er— laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihr von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone, und am 20. Febr. dem Leibarzt Pr. Weber die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuzes des Franz-Joseph⸗ Ordens zu ertheilen.
XI. Namene veränderungen. S. K. H. der Groß⸗ herzog geruhten allergnädigst: am 1. Febr. dem Abraham Strauß IV. zu Michelstadt zu gestatten, statt seines bis- herigen Vornamens Abraham in Zukunft den Vornamen Albert,— am 5. Febr. der Elisabeth und Anna Elisabethe Fischer aus Malchen, dermalen zu Offenbach, zu gestatten, in Zukunft statt ihres bisherigen Namens„Fischer“ den Namen Forell, und am 12. Febr. der Eva Margaretha Müller zu Offenbach zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens„Müller“ in Zukuft den Namen Oßmann zu führen.
XII. Ertheilung von Erfindungspatenten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. Jan. dem Blechfabrikanten F. Dürrich in Stutt⸗ gart ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion einer Bade⸗ wanne mit Heizvorrichtung, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwen⸗ dung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und dem Woldemar von Loewis of Menar auf Panten bei Riga ein Exfin⸗ dungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion eines Leinsaat⸗Riffters, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bercits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten 5 Jahre fur den Umfang des Groß⸗ herzogthums zu ertheilen.
XIII. Dienstenthebung. Am 9. Februar geruhten Se. Königl. Hoheit der Großherzog den evang. Pfarrer zu Ueberau, Kirchenrath Schneider, auf sein Nachsuchen
von dem Amte als Decan bes evang. Decangts Rein— heim zu entheben.
XIV. Concurrenz für: die evang. Pfarrstelle zu Uden⸗ hausen mit einem Gehalte von 588 fl. 45 kr., wozu den sämmtlichen Riedesel Freiherren zu Eisenoch das Präsen— tationsrecht zusteht; die 2. evang. Pfarrstelle zu Beerfelden, miteinem Gehalte von 771 fl. 50 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentattonsrecht zu dieser Stelle zu;— die evang. Schulstelle zu Lauter mit einem Gehalte von 300 fl. 5 kr., nebst einer Vergütung von 17 fl. 36 kr. für Heizung des Schullocals.
XV. Gestorben sind: am 6. Februar der Hofgerichts— Advokat Maynz zu Offenbach;— am 20. Febr. der evang. Pfarrer Thum zu Bleichenbach.
Darmstadt. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat sich für Erhöhung der Be— soldung der Stadt- und Landgerichts-Assessoren auspesprochen und der Regierung die Erwägung empfohlen, ob nicht in Oberhessen zwei Kreisämkter entbehrlich und dieselben aufzuheben seien.
— Wie das in der Regel gut unterrichtete Berliner Blatt„Post“ aus durchaus zuverlässiger Quelle vernimmt, wird das ehemalige Thurn— und Taxis'sche Postgebiet in 3 Ober-Postdirektions⸗ Bezirke eingetheilt werden, nämlich die Ober- Postdirektions-Bezirke Frankfurt, Darmstadt und Kassel. Der Ober-Postdirektions-Bezirk Frankfurt wird die Postanstalten der ehemaligen freien Reichsstadt Frankfurt und des früheren Herzog— thums Nassau umfassen und wird die preußische Ober-Postdirektion ihren Sitz in Frankfurt a. M. nehmen. Der Ober-Postdirektions-Bezirk Darm— stadt dagegen wird die Postanstalten im Groß— herzogthum Hessen und in der Landgrafschaft Hessen-Homburg übernehmen und die Ober— Postdirektion ihren Sitz in Darmstadt haben und der Ober-Postdirektions-Bezirk Kassel wird die Postanstalten im ehemaligen Kurfürstenthum Hessen umfassen.
— Wie die Karlsruher Zeitung officiös meldet, beabsichtigen die Regierungen Badens, Bayerns und Hessens den Zusammentritt einer Conferenz in Mannheim, um gemeinsame Maßregeln gegen die Einschleppung der Rinderpest zu verhandeln. Die Conferenz dürfte in der zweiten Märzhälfte stattfinden. Als Commissäre für Hessen sind er— nannt: Geheimrath Dr. Goldmann, Ober-Medi⸗ einalrath Wüst und Medicinal-Assessor Dr. Castres.
— Wie die„Hess. Landes-Zeitung“ meldet, würden unsere Kammern in den ersten Tagen nächster Woche zur Erledigung einiger dringenden Vorlagen auf kurze Zeit zusammentreten.
— Bezüglich der von Preußen in den neu— erworbenen Landestheilen vorgenommenen Kreis— eintheilung erscheint u. A. sehr auffällig, daß das so nahe bei Frankfurt gelegene Rödelheim dem Landkreis Wiesbaden und der Kreis Biedenkopf dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugetheilt worden sind.
Friedberg. Am 14. d. fand auf hiesigem Rathhause die Musterung und Loosziehung der militärdienstpflichtigen Leute aus den dem Kreise Friedberg zugetheilten, früher kurhessischen und nassauischen Orten statt.
Mainz. Eine Anzahl Holsteiner, kräftige Eiwabe Patt Leute, ist vor einigen Tagen dahier eingetroffen, vue, un um größtentheils in die hier garnisonfrende Ab— bega pes theilung des 11. Artillerie-Regiments eingereiht 1 60 sei ein zu werden. 160 und bal
Preußen. Berlin, 12. März. Reichs⸗ iudtß be tag. Fortsetzung der Debatte über den Verfas⸗ begann 1 f sungsentwurf. Abg. Michaelis führt aus, wie ea,
der Verfassungsentwurf, sich der bisherigen Ent— wicklung der Verhältnisse in Deutschland genau anpasse, und das sei eben sein Vorzug. Die dem Reichstage zugewiesene Gesetzgebungscompetenz sei⸗ nicht so gering; der Fortschritt sei in materieller Beziehung ein bedeutender. Freilich sei in man⸗ cher Beziehung, wie z. B. in Bezug auf das Preßwesen u. s. w., noch Vieles zu wüaschen, aber daß man auch dieses erlangen werde, sei wohl gewiß. Die Macht, welche geschaffen wer— den soll, sei keine Bedrohung des Friedens, son— dern nur eine Garantie für die Erhaltung des— selben. Redner wünscht, daß die Last der Landes— vertheidigung nicht zu schwer werde; 1 Procent der Bevölkerung erscheint ihm als zu viel, er gibt aber zu, daß für die nächsten Jahre eine Erleichterung noch keineswegs in Aussicht genommen werden könne. Es handle sich eben nur um ein Ueber gangsstadium und das Budgetrecht des Reichstags solle keineswegs prineipiell in Frage gestellt werden. — Abg. Schulze⸗Delitzsch. Man müsse zu⸗ geben, daß der Entwurf nach der einen Seite hin, wie in Bezug auf Zusammenfsassen der Wehr— kraft, Vertretung nach Außen ꝛc., den Anforde⸗ rungen so ziemlich entspreche, die man an die Constituirung eines deptschen Gesammtstaates stel— len müsse. Aber der Entwurf habe ein Doppel- gesicht: don einer verantwortlichen Regie- rung wisse derselbe nichts. Deßhalb müsse er den Entwurf zurückweisen. Die Rechte, welche die Einzel⸗Landtage besitzen, könnten und sollten in den Reichstag verlegt werden— dagegen sei nichts einzuwenden—, aber wenn es geschehe, dann sollten diese Rechte auch für den Reichstag gesichert werden. Das verlangten er und seine Freunde, mehr nicht, und Das wolle man nun — Particularismus nennen! Was sei denn selbstverständlicher, als dieses Verlangen? Die Devise durch Einheit zur Freiheit sei wohl die gefährlichste, die man wählen könne; Einheit und Freiheit dürften nur nebeneinander, keineswegs jedoch hintereinander gehen. Er wolle keine Loto⸗ notive vor unsere Verfassungsarbeiten spannen, sondern den Entwurf einer gründlichen Prüfung unterwerfen. Ein schönerer und größerer Beruf sei selten an eine Krone gestellt worden, als jetzt an die Krone Preußens, das Volk wolle in ihr aber nicht nur den Hort seiner Macht und Ehre nach außen, sondern auch den Hüter seiner Frei⸗ heit erblicken. Mit dem deutschen Volk als Ver⸗ bündeten müsse die Sache gelingen. Eine Umkehr sei unmöglich.— Abg. v. Zehmen(Sachsen)
der am weitesten von der Spiritusflamme entfernt gewesen war. Eigenthümer ließ die erkrankten Thiere entfernen, die gesunden wurden geschlachtet, der Stall gereinigt und mit brennendem Theer durchräuchert und sofort wieder gesundes Vieh in den Stall gebracht; das obige Mittel wurde in der gewöhnlichen Weise angewandt und bis zum Januar, 5 Wochen nach dem Vorfall, konnte keine Spur von Krankheit bemerkt werden.— Die schon längst bekannte reinigende Kraft des Chlors hat hier in einer Weise gewirkt, günstiger als man erwartet,— seit länger als einem Vierteljahr ist der Besitzer von Vieh bewahrt geblieben. Die preußischen Viehhalter beeilen sich Chlorräucherungen in Anwendung zu bringen und bereits vielfach findet Desinfection durch Räucherung statt.
Da das oben bemerkte Mittel immer noch etwas theuer ist, so werden die Chlordämpft aus Chlorkalk und Schwefelsäure entwickelt und geben Aerzte dieser Verbindung sogar den Vorzug, weil diese Dämpfe durch ihren Gehalt an Unterchlorsäure noch für wirksamer gehalten werden, dabei auch kein Feuer gebraucht wird.— Von Seiten der preußischen Behörde ist zur Verringerung der Kosten Anschaffung des Materials im Großen in Aussicht genommen und die Aerzte sind zur ausführlichen Berichterstattung und zu weiteren Versuchen angewiesen).(Allg. Ztg.)
) Vorstehender Artikel wird uns von einem erfahrenen Fachmanne zum A empfohlen mit dem Vemerken, daß das angewiesene Base sich 1 1 artigen Krankheit, vornehmlich auch bei der in hiesiger Gegend vielfach auftretenden Lungenseuche, wirksam erweisen werde.— Wir danken bestens für die gütige Zusendung und das unserem Blatte wiederholt bewiesene Wohlwollen, uns solches auch für die Folge freundlichst erbittend. Die Redaction.
Der
Ueber bessere Benützung der Farren.
So häufig liest man in öffentlichen Blättern, daß Farren auf die Schlachtbank zum Verkauf ausgeboten werden. Abgesehen davon, daß diese Thiere ein schlechtes Fleisch liefern, das sich nur zur Wurstfabrikation eignet, und daß dieses Fleisch meist als Ochsenfleisch verkauft wird, so möchte Einsender dieses darauf hinweisen, daß diese Thiere, wenn sie eine Zeitlang zur Zucht verwendet worden sind und erst dann kastrirt werden, für die Landwirthschaft viel nützlicher verwendet werden können. In der Eifel und in der Gegend von Trier werden die meisten Farren erst im dritten Jahre, gewöhnlich im Spätjahre, kastrirt und dann den Winter und das Frühjahr hindurch zu schweren Arbeiten, Holz- und Steinfuhren,
Ackern ꝛc. verwendet und, wenn das Feld bestellt ist, gemästet. Ein Paar
solcher Kastraten zieht eine Last, die 4 Pferde kaum fortbringen, und sind leicht zu gewöhnen, auch schlägt die Mastung sehr gut bei denselben an und sie werden dann als gemästete Ochsen um hohe Preise nach Frank- reich verkauft, wodurch ein weit höherer Gewinn erzielt wird, als wenn diese Thiere im besten Alter geschlachtet werden. Dieser Wink sollte genügen, unsere Landwirthe auf das unzeitige Schlachten der Farren auf⸗ merksam zu machen, und namentlich ihnen einleuchten, mit welch leichter Mühe solche kastrirte Thiere die schwersten Arbeiten verrichten. Das
Kastriren selbst ist bei erwachsenen Thieren höchst einfach, gefahrlos und von geringen Kosten, und ein hoher Geldgewinn dadurch gesichert, weil zwei solcher Thiere die Arbeit von vier Pferden oder Ochsen verrichten und nebenbei auch mit allem Futter leicht gemästet werden können.
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