Ausgabe 
14.5.1867
 
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Dienstag den 14. Mai.

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nzeiger für Oberhessen.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für Mai und Juni nehmen Bestellungen auf den Anzeiger auswärts die Postexpeditionen, in Friedberg die Verlagsexpedition an.

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Zetreffend: Die Verwendung von einem Drittheil der eingehenden Pollzeistrasen zur Besoldung des Auffichtspersonals.

Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien der nachstehend benannten Orte.

Nach den Ihnen kurzer Hand zugehenden Belegen haben Ihre resp. Gemeindekassen die nachstehend verzeichneten Strafdrittheile bei

.

Amtlicher Theil.

ven einschlägigen Großherzogl. Districtseinnehmereien zu empfangen. Wir empfehlen Ihnen, diese Beträge den Gemeinde-Einnehmern in Einnahme zu decretiren und ordnungsmäßig controliren zu lassen. Ueber die Verwendung erfolgt von uns später Verfügung. Assendeim 4 fl. 30 kr. Bönstadt 45 kr. Bruchenbrücken 1 fl. 10 kr. Butzbach 4 fl. 40 kr. Friedberg 114 fl. 24 kr. Fauerbach v. d. H. 10 kr.

Bekanntmachung.

Friedberg den 9. Mai 1867.

Trapp.

Gambach 10 fl. 40 kr. Hoch- Weisel 7 fl. Ilbenstadt 40 kr. Langenhein 50 kr. Nieder ⸗Florstadt 6 fl. 50 kr. Nleder⸗Mörlen 1 fl. 50 kr. Nieder- Roabach 2 fl. 30 kr. Nieder- Wöllstadt 15 fl. 40 kr. Nieder⸗Weisel 2 fl. 40 kr. Ober ⸗Mörlen 22 fl. 5 kr. Ober Rosbach 30 kr. Ober⸗Wöllstadt 1 fl. 5 5 kr. Ostheim 10 fl. 10 kr. Ossenheim 1 fl. 50 kr. Rockenberg 2 fl. 30 kr. Steinfurth 40 kr. Södel 3 fl. 40 kr. Wölfersheim 6 fl, 40 kr.

1199 Der zur Vornahme der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilungin dem kleinen Wartfelde, Gemarkung Friedberg, von dem Deometer und den drei gewählten Sachverständigen ausgearbeitete Entwurf ist von den Mitgliedern der Commission am heutigen ange- nommen worden, und wird derselbe nunmehr nach Vorschrift des Art. 21 des Gesetzes vom 24. December 1857, die Zusammenlegung der Srundstücke, Theilbarkeit der Parzellen und Feldwege-Anlagen betreffend, nebst dem, über die Berathung aufgenommenen Protocolle und den sonstigen erwachsenen Akten auf dem Büreau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Friedberg während einer Frist von drei Monaten zur Einsicht der Betheiligten unter dem Bemerken offen gelegt, daß etwaige Reclamationen in dem Termin

Donnerstag den 29. August l. J., von Morgens 9 bis 12 Uhr, vorgebracht werden können, von den in diesem Termine Nichterscheinenden aber in Gemäßheit des Art. 22 des genannten Gesetzes ange⸗ nommen wird, daß sie mit dem Entwurfe der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilung einverstanden seien.

Friedberg den 13. Mai 1867.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.

Hessen. Darmstadt. Unter Leitung eines preußischen Majors ist seit einigen Tagen bei der Cavallerie dehier mit der Einführung des preu ßischen Exereitiums der Anfang gemacht worden. Bei der Infanterie soll die Einführung des prtußischen Exercitiums erst Anfang October bevorstehen.

10. Mai. II. Kammer. 20. Sitzung. Tagesordnung: Fortsetzung der Budgetberathung. Der Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen: die Zuficherung zu ertheilen, daß den Finanzausschüssen jeden Landtags bezüglich aller, seit Beginn des vorigen stattgefundenen Pensioni rungen auf Verlangen die Gründe dafür, oder, falls sie vies vorzieht, die betreffenden Acten mit⸗ getheilt werden, wird nach kurzer Verhandlung mit großer Mehrheit angenommen. Der Antrag des Ausschusses, die Regierung zu ersuchen, künftig und überhaupt Beförderung zu höheren Graden und Gehalten nur so weit und nicht weiter ein treten zu lassen, als Stellen erledigt und noth- wendig wieder zu besetzen sind, wird angenommen. Desgleichen die weiteren Anträge: bereits in Ruhestand versetzte, noch diensttaugliche Offiziere bei der ersten Erledigung einer geeigneten Stelle wieder in Dienst zu rufen; auch im Civildienste, in Uebereinstimmung mit früheren ständischen Be- schlüssen und landesherrlichen Zusagen, auf Wieder- anstellung diensttauglicher Penstonäre bei geeigneten Gelegenheiten möglichst Bedacht zu nehmen, ohne sich strenge an den früheren Dienstzweig des Pen- stonärs zu binden, und ein Gleiches allen Be⸗ hörden anzuempfehlen, welche über Dienstbesetzungen zu berichten haben. Für die Civilliste des Großherzogs sind 631,000 fl. vorgesehen, welche auch bewilligt werden. Der Antrag des Aus- schusses: die Kammer wolle Seine Königliche Ho heit den Großherzog, im Hinblick auf die bedrängte Lage des Landes, um Allergnädigste Bewilligung einer Minderung der Civilliste um einen ange messenen Theil, jedenfalls um die 1855 erfolgte Erhöhung von 50,000 fl. unterthänigst ersuchen,

veranlaßt eine längere Debatte und wird bei der Abstimmung mit 27 gegen 18 Stimmen ange nommen. Für Apanagen und Deputaten werden zusammen 157,000 fl. angefordert. Die Apana⸗ gen des Prinzen Karl mit(45,000 fl.) des Prin- zen Ludwig mit(40,000 fl.) und des Prinzen Alexander mit(18,000 fl.) werden verwilligt; dagegen die Berathung und Beschlußfassung über die Apanagen der Prinzen Heinrich und Wilhelm mit je 18,000 fl. bis zu einer demnächstigen ge heimen Sitzung ausgesetzt. Für Kosten des Landtags sind 20,000 fl. vorgesehen, deren Ver willigung nach kurzer Verhandlung erfolgt. Die Kammer geht sodann zu einer geheimen Sitzung über, in welcher der Bericht über die oben er wähnten Apanagen erstattet werden soll.

Ganz in der Kürze wird eine Anzahl hessischer Offiziere und Unteroffiziere nach Mainz commandirt werden, um daselbst die Handhabung mit den Zündnadelgewehren zu lernen. Demnächst wird auch eine Sendung Zündnadelgewehre hier erwartet und die einberufene Mannschaft darin eingeübt; die Beurlaubten sollen noch im Laufe dieses Jahres auf einige Zeit einberufen werden, um gleichfalls nach dem neuen Exerciersystem ein- geübt zu werden.

Friedberg. Am 15. Mai tritt bei der Main-Neckar⸗Bahn der Sommer-Fahr⸗ plan in Kraft. Mit Benützung des Morgens 3 Uhr 52 Minuten dahier abgehenden Bahnzuges sind alsdann von hier sehr weite Touren möglich und wird man z. B. um 8 Uhr 50 Minuten be reits in Heidelberg sein und sich dort bis Abends 7 Uhr aufhalten können, um Nachts 11 Uhr 52 Minuten hier wieder einzutreffen. In eilenden und dringenden Fällen ist sogar möglich, in einem Tage nach Stuttgart und zurück zu gelangen mit mehrstündigem Aufenthalt daselbst.

Friedberg. Nach einem Reseript des Kriegs-Ministeriums wird vom 1. Juni an der Dienststand auf 96 Gemeine bei jeder Compagnie erhöht. Da die biesigen Caserne- Räumlichkeiten

zur Unterbringung der vermehrten Mannschaft nicht ausreichen, so sind, wie wir hören, durch die Militärbehörde bereits Verhandlungen mit dem Stadtvorstande eingeleitet worden, nach welchen es in der Absicht der Militärbehörde zu liegen scheint, den bei den Bürgern einquartiert werden- den Soldaten die Menage zu stellen, was bei den hohen Preisen aller Lebensmittel allerdings eine große Erleichterung für die Quartierträger sein würde. Ferner ist von dem Kriegsministerium angeordnet worden, daß von jedem Infanterie⸗ Regiment 1 Hauptmann, 1 Oberlieutenant, 1 Lieutenant und 10 Unteroffiziere, zusammen 12 Offiziere und 40 Unteroffiziere, sich nächste Woche nach einer nahegelegenen preußischen Garnison, wahrscheinlich nach Mainz, begeben, um theoretisch und practisch die Dienstverhältnisse der preußischen Truppen, insbesondere die Behandlung und den Gebrauch des Zündnadelgewehrs zu erlernen. Nauheim, 13. Mai. Während des gestern Abend stattgehabten Gewitters erfolgte in der Nähe unserer Station ein Zusammenstoß der beiden letzten nach Frankfurt fahrenden Züge. Wie Augenzeugen erzählen, mußte der vorletzte Zug(Schnellzug) wegen Beschädigung seiner Ma- schine etwa 10 Minuten vor dem Bahnhofe bei der Steinfurther Ueberfahrt halten bleiben. Ob- gleich die nöthigen Signale ausgegeben worden sein sollen, fuhr dennoch der bald nachfolgende Personenzug an den Schnellzug heran und demo lirte verschiedene Waggons. Einige Passagiere, welche hierher verbracht wurden, sollen nicht un- bedeutende Verletzungen davongetragen haben, ganz Zuverlässiges war jedoch darüber bis jetzt nicht zu erfahren. 0 W. Aus dem Kreise Friedberg. Wie verlautet, wird in dem neugebildeten Wahlkreise Herr Bürgermeister Rieß in Nauheim als Can didat für die Wahl eines Landtags-Abgeordneten in Vorschlag gebracht werden. Von anderen Vor- schlägen verlautet bis jetzt nichts

Aus der Wetterau. Die Großber- 1 2