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1867.
Donnerstag den 14. Februar.
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nzeiger für Oberhessen.
Enthält
die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Itiedberger Zutelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition.
Hessen. Darmstadt. Das Interesse an der Erbauung einer Eisenbahnlinie Darmstadt— Gernsheim⸗Mannheim, das eine Zeit lang geruht zu hahen schien, ist jetzt auf das Lebhafteste er—
wacht und man sieht immer mehr ein, daß Darm-
stadt bei der Vervollständigung des Eisenbahnnetzes gegenüber Plänen, die es vollständig trocken legen würden, einen Kampf um seine Existenz zu führen hat, in den es mit aller Kraft eintreten muß. Der hiesige Gemeinderath hat deßhalb die Wahl einer Commission beschlossen, um mit den Gemeinde— behörden, die bei dieser Eisenbahnlinie interessirt sind, zu einer Versammlung behufs Berathung geeigneten Vorgehens zusammenzutreten. Die Wahl fiel auf die Herren Schwab, Nöͤllner und Purgold.
— Am 9. d. Abends 10 Uhr ist Prinz Ludwig von der Besuchsreise, auf welcher er verschiedene deutsche Höfe berührte, zurückgekehrt.
— Ueber die Conferenzen in Stuttgart erfährt man, daß daselbst auch eine Einigung bezüglich der ehemaligen Bundesfestungen Ulm, Rastatt und Landau bewirkt wurde. Die Festungen werden auf Kosten des süddeutschen Bundes— staates nach einem dem seitherigen ähnlichen Modus erhalten werden. Landau bleibt wie bisher von Bayern besetzt, Rastatt und Ulm erhalten ver—
muthlich gemischte Besatzungen.
— Der Kaiser von Oestreich hat folgende Orden zu verleihen geruht: Sr. Exl. dem Grafen
Görtz eiserne Krone 1. Klasse, Herrn Dr. Hügel
Comthurkreuz des Franz-Joseph-Ordens; den Herren Dr. Weber, Emil Reuter, Dr. Verdier de la Blaquidre, Dr. Büchner, Dr. Karl Jung in Mainz Ritterkreuz des kais. Franz⸗-Josepb- Ordens; J. E. der Freiin von der Capellen, der Frau Oberin der barmh. Schwestern, Bonav. Dubois, Frau Wendelstadt, Fräulein Adele Arnold, das goldene Verdienstkreuz mit der Krone; Hrn. Adolf Martin, stud. med. in Gießen, das goldene Verdienstkreuz.
— Die erste Kammer hielt heute in Anwesen— heit von 18 Mitgliedern eine Sitzung ab.— Der Friedensvertrag mit Preußen wird ohne Debatte einstimmig angenommen. Nur der Abg. Moufang enthielt sich der Abstimmung. Die Ver— ordnungen, die Wahlen in der Provinz Ober— hessen zum norddeutschen Parlament und die wegen Herbeiziehung der Orte Kastel und Kostheim zum norddeutschen Bunde betr., wurden nach ganz kurzer Verhandlung einstimmig angenommen, ebenso das Gesetz über die Wahl eines Abgeordneten für die neu erworbenen Landestheile.— Da kein weiterer Stoff mehr vorliegt, vertagt sich die Kammer auf unbestimmte Zeit.
Friedberg. Bei der gestrigen Wahl eines Abgeordneten zum Parlament haben dahier von den in die Wahlliste aufgenommenen 729 Stimm- berechtigten 318 Wähler ihre Stimmen abgegeben. Von diesen sielen 317 Stimmen auf Herrn Berg- rath Buderus in Hirzenhain; eine Stimme ging verloren, da der betreffende Zettel circa 12 Namen enthielt. Das ist gewiß ein sehr erfreuliches Resultat, wenngleich eine stärkere Betheiligung bei der Wahl selbst wünschenswerth gewesen wäre und auch wohl bätte erwartet werden dürfen.
Gießen. Wie man vernimmt, sind die Hofgerichtsadvokaten Bork und Welcker aus dem
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Hessischen Unterthanenverband ausgetreten und in das Hinterland übergesiedelt. Ersterer soll eine
Anstellung als Assessor in Gladenbach erhalten haben. Die Assessoren Willig und Heß sind zu Richtern am Bezirksstrafgericht Biedenkopf mit
einer Gehaltszulage von je 300 fl., Gerichts— accessist Beisler zum Seeretär daselbst, und Ge— richtsaccessist Moritz Klingelhöffer zum Secretär hund Staatsanwaltssubstituten am Hofgericht in Dillendurg ernannt worden.
* Nauheim. Die Amtsthätigkeit des hiesigen Landgerichts wird d geschehenen Anordnungen nach nächsten Donnerstag 14. d. beginnen. Wegen Krankheit hierher versetzten
den den Großh. Landrichters Ulrich ist der Großh. Stadtgerichts— Assessor Langsdorf von Gießen mit der Amts— führung vorübergehend betraut worden.
Preußen. Berlin. Der Staatsanzeiger fügt an die Mittheilung der Genehmigung des norddeutschen Verfassungsentwurfs fol— gende Bemerkung: Die Einzelregierungen über— trugen bereitwillig einen Theil der Sonderrechte dem deutschen Gemeinwesen, wodurch die Sicher— heit der nationalen Entwickelung verbürgt ist. Preußen beanspruchte für die Leitung des Bundes nur die unentbehrlichsten Rechte. Artikel hebt besonders die versöhnliche Haltung Sachsens bei den Verhandlungen hervor.
Frankfurt.„Frankfurter Zeitung“ theilt den Wortlaut des Antwortschreibens mit, welches von Seiten des Staatsministeriums auf keine von hiesigen Bürgern eingereichte Vorstellung bezüglich der Contributions- Angelegenheit erfolgt ist. Das interessante Schriftstück lautet wie folgt: „Den Herren Unterzeichnern der an das königl. Staatsministerium gerichteten Vorstellung vom 20. v. Mts., welche zur weiteren Veranlassung an mich abgegeben worden ist, erwiedere ich, daß die von der Stadt Frankfurt a. M. baar ein⸗ gezahlte Kriegscontribution von 5,747,008/ fl.— ihre definitive Verwendung nach Maßgabe des Gesetzes vom 28. Sept. v. J.(Gesetz-Samml. S. 607) bereits gefunden hat und eine Zurück zahlung derselben ebenso wenig, wie die außerdem beantragte Schadlosigkeit in Aussicht gestellt werden kann. Nach der von dem Herrn Minister-Präsi— denten und Minister der auswärtigen Angelegen— heiten Grafen v. Bismarck bei dessen Anwesenheit in Brünn dem Senator Dr. Müller gemachten Er⸗ öffnung würde es lediglich von der Entschließung der Stadt Frankfurt abgehangen haben, durch ihren freiwilligen Anschluß an Preußen nicht nur jede Kriegsauflage von sich abzuwenden, sondern sich auch im Wege des Vertrages eine Aus- nahmestellung unter den Städten der Monarchie mit wichtigen Privilegien gesichert zu sehen. Nach- dem die Stadt Frankfurt hierauf nicht eingegangen ist, hat dieselbe die eingetretenen Verluste als unvermeidliche Kriegsfolge lediglich ihrer frei gewählten Haltung zuzuschreiben. Dem Antrage: „die baar bezahlten Kriegscontributionen der Stadt oder für deren Rechnung der Frankfurter Bank zurückzuerstatten und die Stadt für die sonstigen Naturallieferungen und Leistungen in dem Maße zu entschädigen, daß Frankfurt keine höheren Kriegsleistungen angerechnet werden, als im Verhältniß die andern preußischen Städte zu tragen hatten,“ kann unter diesen Umständen, ganz abgesehen davon, daß die Herren Unterzeichner
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der Vorstellung vom 20. v. Mts., Anliegen der Stadt Frankfurt zu vertreten, nicht legitimirt sind, keine entsprechende Folge gegeben werden. Berlin, 2. Februar 1867.
Der Finanzminister, gez. v. d. Heydt.“ Bayern. Die Bayer. Ztg. bringt in ihrem amtlichen Theile folgende Mittheilung:„In letzterer Zeit ist in den Zeitungen mehrfach davon die Rede gewesen, daß die Aufhebung der Festungs- Eigenschaft von Landau eine beschlossene Sache sei. Es ist aber in dieser Beziehung zur Zeit noch gar nichts beschlossen, und kann selbst be⸗ züglich der Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit dieser Maßregel dermalen nicht einmal annähernd etwas Positives mitgetheilt werden. Ebenso ver— frübht ist die Bezeichnung derjenigen Truppen⸗ abtheilungen, welche für die Zukunft zur Garni⸗ sonirung in der Pfalz bestimmt sein sollen.“
München. Eine Deputation der Pfälzer Abgeordneten hatte Audienz bei dem Fürsten Hohenlohe, um dem Minister eine Vorstellung zu machen über Reactivirung der im Jahre 1849 gemaßregelten Beamten aus der Pfalz, unter denen auch der gegenwärtige Abg. Umbscheiden war wegen seiner Thätigkeit als Abgeordneter im Frankfurter Parlament.
— Der Abg. Umbscheiden hat seinen Lands⸗ leuten, den Pfälzer Abgeordneten, formell erklärt, daß ihm von einer Berufung ins Ministerium des Aeußern nichts bekannt, und daß er auch nicht in der Lage sei, einer solchen Berufung Folge zu geben.
— In der Abgeordnetenkammer erklärte der Kriegsminister v. Prankh bei der Debatte über die Gesetzesvorlage, betreffend die Ausgleichung der Kriegslasten, daß von dem Militär-Credit von 31 Millionen Gulden trotz der kurzen Dauer des Krieges nur 5 Millionen nicht zur Verwendung gekommen seien.
— Gutem Vernehmen nach weicht das in Stuttgart vereinbarte Wehrsystem vom preußischen Wehrsystem im Wesentlichen nur durch kürzere Präsenzzeit ab.
Württemberg. Stuttgart. Der „Augsb. Ztg.“ wird von bier aus geschrieben: „Die Conferenz hat offenbar kein bedeutendes Resultat erzielt. Man ist zwar übereingekommen, in sämmtlichen Südstaaten auf die preußische Allianz hinzuarbeiten. Aber gleich der erste praktische Schritt, die durchaus einheitliche Militär- organisation nach preußischem Vorbild, scheint vorerst nicht ganz gelungen zu sein. Bayern und Württemberg standen sich in dieser Specialfrage am nächsten; Baden und Hessen-Darmstadt zeigten darin je einen verschiedenen Standpunkt. Ich glaube, man darf es ernstlich bezweifeln, ob über gewisse schwierige Punkte, Präsenzzeit, Prozent ⸗ satz ꝛc. eine Einigung schon erzielt ist. Die Natur der Dinge stellt sich eben der Vereinigung der verschiedenartigsten Elemente entgegen.“
Oesterreich. Wien. Das officiöse„Wiener Journal“ meldet, daß Prof. Hasner das ihm angebotene Unterichtsportefeuille angenommen habe. Graf Anton Auersperg(Dichter Anastasius Grün) ist telegraphisch aus Graz berufen worden.
— Im österreichischen Cadettenstift zu Marburg hat eine förmliche Meuterel stattgefunden, bei welcher sich die Zöglinge mit Wehr und Waffen
verschanzten. Dieselben befürchteten die körperliche


