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Nota Dittwe. ———
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1867.
Dienstag den 13. August.
M95.
Anzeiger für Oberhessen.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Stiedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Die Zigeuner.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 8. August 1867.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Das zudringliche Betteln der Zigeuner, die indessen beschäftigen, mit Kaffeetassen und sonstigen Porzellanwaaren H dieser herumziebenden Bevölkerung, der sogar mit Ungestüm G
zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden. Wir weisen Sie daher an,
Unfugs zu thun.
Be
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in der Regel nur zum Vorwande sich mit Korbflechtereien und dergleichen andel treiben u. s. w., muß gründlich beseitigt, namentlich der weibliche Theil aben fordert, auf das Sorgfältigste überwacht und in den betretenden Fallen
auf die bezeichneten Müßiggänger Ihr Augenmerk zu richten und Ihr Möͤglichstes zur Unterdrückung des
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Die Forststrafen vom 3. Quartal d. J. können bis zum 15. September jeden Dienstag und Donnerstag an das hiesige Rentamt
bezahlt werden.
Als besonderen Erhebungstag bestimmen wir Montag den 19. August,
von Vormittags 8—10 Uhr bei Herrn Gastwirth Joutz in Butzbach.
Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeisterein dieses im Interesse Ihrer GEemeindeangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. September die Mahnung erfolgt.
Friedberg am 9. August 1867.
Großherzogliches Rentamt Friedberg
Lin deck.
Hessen. Darmstadt. In einer von dem hiesigen Eisenbahn-⸗Comité berufenen, zahlreich be⸗ suchten Versammlung, welcher Hofgerichts⸗Advocat Dr. Vogel präsidirte, wurde von demselben in einem längeren Vortrag über das Resultat der Kammerverhandlungen Bericht erstattet. Auf des Vorsitzenden Vorschlag soll Sr. K. H. dem Groß⸗ herzog eine Monstre⸗Petition überreicht werden, in welcher Höchstderselbe gebeten werden soll, der Odenwaldbahn die Richtung durch das Gersprenz— und Modauthal anzuweisen. Die Versammlung ehrte die 15 Abgeordnete, die für die letztgenannte Richtung votirt hatten, durch Erheben von den Sitzen.
— Der„Hess. Ldsztg.“ entnehmen wir fol- gende Mittheilung: Die hier unter Leitung des k. preuß. Obersten Pöhn stattfindenden militä⸗ rischen Uebungen versammeln stets ein sehr zahl⸗ reiches Publikum auf dem Exercier- und auf dem Paraderlatz, und hat sich der erwähnte Offizier, nach dem, was wir vernommen, bereits sowohl die Sympathien der hiesigen Militärs, wie auch den Beifall des hier größtentheils mit der neuen Ordnung der Dinge noch nicht befreundeten Pu- blikums erworben und rühmt man besonders den ungemeinen Scharfblick desselben, sowie die Ge⸗ wissenhaftigkeit, mit welcher derselbe in durchaus nicht verletzender Weise jedes Versehen zu rügen weiß.— Jedenfalls haben uns die Preußen einen der Besten herausgesucht.
* Friedberg. Da die in der bhiesigen Burgcaserue nöthig gewordenen, umfassenden Re- paraturen nunmehr in Angriff genommen werden sollen, ist die Ausquartierung der bisher darin gelegenen Mannschaften erfolgt und sind dieselben in die Klostercaserne verlegt worden, nachdem dort 1½ Compagnie Platz gemacht und in benachbar⸗ ten Orten Quartiere bezogen hat. Fauerbach und Ossenheim erhielten zusammen eine Compagnie, Ockstarxt eine halbe. Die Reparaturen in der Burgceaserne werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Mainz. Dem„Frkst. Journal“ wird von hier geschrieben: Kaiser Napoleon kommt nicht mit dem König von Preußen zusammen, wie aus der Zurücknahme der für deßfallsige Vorkehrungen hier und nach Coblenz ergangenen Befehle hervor— geht, Die Entscheidung in dieser Angelegenheit scheint von dem König nach Empfang des Minister⸗ präsidenten und des preußischen Gesandten in Paris
ausgegangen zu sein.
Preußen. Berlin. Die österreichische Theil nahmen.
Am Vormittage einigte man sich
Kaiserfamilie hat der preußischen Regierung darüber, daß die Vereine an die Regierung, resp.
ihren Dank für die Bemühungen ausdrücken lassen, welche Herr v. Magnus, der preußische Gesandte in Mexico, mit so vieler Aufopferung für das Schicksal des Kaisers Maximilian an den Tag gelegt hat.— Dem Vernehmen nach ist die Ein- berufung von Vertrauensmännern aus Nassau, Kurhessen und den Elbherzogthümern be⸗ vorstehend.
— Die angeblichen Verhandlungen zwischen Preußen und Frankreich bezüglich der schleswig'⸗ schen Frage werden von Berliner Blätter für vollständig erfunden erklärt, ebenso wird in Ab⸗ rede gestellt, daß Graf Bismarck durch den Grafen v. d. Goltz, preußischen Gesandten in Paris, die Einmischung Frankreichs in die zwischen Preußen und Dänemark schwebenden Verhand- lungen kurzweg und entschieden zurückgewiesen habe, vielmehr soll der Ministerpräsident in der dem Grafen v. d. Goltz zugesandten Instruction nur erklärt haben, daß die französische Einmischung es ihm wesentlich erschwere, wenn nicht gerade unmöglich mache, Dänemark Zugeständnisse zu bewilligen, zu denen er sonst vielleicht bereit sei. Sodann heißt es weiter: Die preußische Re- gierung zweifle nicht, daß Frankreich die friedlichen Gesinnungen Preußens theile.
— Wie ein Berliner Telegramm meldet, kehrt der König von Preußen, obne die projectirte Badereise zur Ausführung zu bringen, nach Ba- belsberg zurück.
— Graf Bismarck ist wieder in Berlin eingetroffen.— Der„Staatsanzeiger“ enthält eine Verordnung, welche den Bundesrath auf den 15. August einberuft.— Man glaubt nicht, daß dem Reichstage zu umfangreiches Material vorgelegt werden wird, da man die Dauer der Session nicht über zwei Monate ausdehnen möchte; es scheint vor Allem nur darum zu thun zu sein, die regelmäßige Thätigkeit des Reichstags in Fluß zu bringen.
— Dem Grafen Bismarck begegnete auf seiner Rückreise nach hier der Unfall, daß ihm kurz vor Berlin durch das Zuschlagen der Thüre eines Eisenbahneoupées mehrere Finger gequetscht wurden. Die Quetschung soll unerheblich sein.
Quedlinburg. Am 15. ds. wurde in unserer Stadt der norddeutsche Handwer⸗ kertag abgehalten, an welchem etwa 100 De⸗ putirte aus verschiedenen Ländern Norddeutschlands
an den König, eine Petition einreichen wollen, in welcher darum gebeten wird, die Zuchthäuslinge so weit wir möglich nur mit Arbeiten für den Staat und nicht für Privatunternehmer zu be⸗ schäftigen. Besonders sollten diese Leute fernerhin auch zu Feldarbeiten ꝛc. benutzt werden. Nach- mittags sprach man hauptsächlich von der Ge— werbe-Ordnung im Sinne der Handwerkervereine. Schließlich einigte sich die Versammlung dahin, in einer Petition an die Regierung ihre Ansichten über Gewerbe-Ordnung auszusprechen und um recht baldige Herstellung einer solchen Ordnung in ihrem Sinne zu bitten.
Coblenz. Große Pulvertransporte treffen hier von Luxemburg ein und werden in den hie⸗ sigen Magazinen untergebracht.
Kassel. Die„Hess. Morgenztg.“ meldet: „Es verlautet in verbürgter Weise, daß der König die ausgesprochene Absicht hegt, den Beschwerden Kurhessens abzuhelfen, und dieß in der Haupt⸗ stadt des Landes selbst zu verkünden.“ Dasselbe Blatt wendet sich in sehr scharfer Weise gegen die Behauptung der„Zeidler'schen Corresp.“, daß die Agitation in Kurhessen gegen die Verordnungen eine künstliche und gemachte sei.
— Die„Kasseler Zeitung“ meldet:„Der König wird Donnerstag den 15. d. M. gegen 12 Uhr Mittags bier erwartet werden dürfen. Auf Station Wilhelmshöhe wird derselbe den Eisenbahnzug verlassen und seinen Einzug durch das Wilhelmshöher Thor halten. Die erste Nacht wird der König, dem Vernehmen nach, in unserer Stadt, und nicht auf Wilhelmshöhe, zubringen.“
Frankfurt. Den hiesigen Aemtern ist ein Erlaß zugegangen, wonach sie sich von jetzt ab des Wortes„königlich“ zu bedienen haben, z. B. königliches Appellationsgericht der Stadt Frankfurt.
— Der König von Preußen wird in den nächsten Tagen dahier erwartet. Wie es heißt, wird sich derselbe nach zwei Tagen Aufenthalt von hier nach Kassel begeben.
— Nach der üblichen Bekanntmachung des Rechnei- und Renten-Amtes beginnt die diesjäh— rige Herbstmesse für den Großhandel, wie für den Kleinhandel am Mittwoch den 28. August und endigt mit Dienstag den 17. September. Das Auspacken der Waaren darf zwar am Montag den 26. und Dienstag den 27. August, jedoch


