Kohlenausverkauf gewöhnt worden. Im vorigen Jahr ergab sich nur durch den fortwährenden Regen und die Grundlosigkeit der Wege eine Ausnahme.
Bei jenem Gespräch erfuhren wir auch Einiges über die Ausdehnung des Kohlenabsatzes vom Dorheimer Bergwerk. Derselbe erstreckt sich in fast alle Orte von Vilbel-Gonzenbeim bis Lang— göns ⸗Berstadt, ganz abgesehen von Einzel- verkäufen nach Hanau und Gießen. In einzelnen Quartals Registern„sollen“ 50 Orte vorkommen. Alle Orte, welche näher haben nach Dorheim, haben auch näher nach Melbach, würden also in Bauernheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim mehr für Fuhrlohn zahlen müssen. Kurz: Die Braunkohlen in der Gemarkung Melbach bilden ein absolutes Bedürfniß, haben eine große Nach- frage. Aus diesen deutlich redenden Gründen werden diese Kohlen sicher zu Tage gefördert, verkäuflich gemacht und wirklich verkauft werden. Ob das durch den Staat oder durch Private geschieht, wird zunächst für die Melbacher nicht einerlei, sondern sehr zweierlei sein.
Teiche und Entwässerung für's Melbacher Bergwerk scheinen zu unbegründeten Besorgnissen Veranlassung zu geben.
Wir haben noch nirgends und niemals von einer Versumpfung des an Kohlenbergwerke gren— zenden Geländes gebört. Wie soll das auch sein? Das auf Bergwerken nothwendige Wasser kann doch nur in Vertiefungen, d. h. da gesammelt werden, wo es tiefer ist, als das angrenzende Gelände. Folglich kann in letzteres kein Wasser aus den Teichen dringen. Auf entferntere Strecken, auch wenn sie tiefer liegen, als die Teiche, ist ihr Einfluß nicht bemerkbar. Man frage doch nur in Beienheim. Versumpfungen sind auch
auf einem Braunkohlenwerke nicht am Platze; sonst könnte ja gar nicht gearbeitet werden. Des⸗ halb wird auch auf dem demnächstigen Melbacher Werk alles überflüssige Wasser fortgeschasst werden, in der zweckmäßigsten Weise, daß Niemand Scha— den leidet.
Ueber die Entfernung des Beienheimer Lagers vom Melbacher wollen wir nicht streiten. Je näher bei Melbach, desto besser für die Fuhrleute, welche von Süden, Westen und Norden herkommen. Grade nach diesen 3 Richtungen hin hat, wie gesagt, das Dorheimer Werk den Hauptverkauf.
Es ist indessen, wie uns erklärt wurde, trotz aller Entfernung, eigentlich nur von der Fort⸗ setzung des seitherigen Bergwerks die Rede. Es sollen vorerst weder Gebäude noch Wege gebaut werden und die Maschinen sind ja bereits vor— handen. Es handelt sich also zunächst nur um wenige Schachte, wie der Fortbetrieb des Dor— heimer Bergwerks solche bedingt. Die wenigen Morgen Land, welche dazu vorerst nöthig sein
werden, sind gar nicht der Rede werth.
Intensiver Landwirthschaftsbetrieb, d. h. aus wenigerem Land mehr zu erzielen, ist ja das Streben der tüchtigeren Landwirthe unserer Zeit. Wir haben durchaus keinen Grund, die Intelligenz der Melbacher Oekonomen zu bezwei⸗ feln. Höhere Erträge der vielen bleibenden Aecker werden den Ausfall von der kleinen Berg— werksfläche ersetzen. Dann bilden die Kausschil— linge einen großen Gewinn, der größer ist, als die erhaltene Summe; der Gewinn wird alsdann unschätzbar sein.
Das Bergwerksgelände wird ja auch später der Landwirthschaft zurückgegeben. Die Größe
der Gemarkung Melbach vermindert wesentlich
die localen Besorgnisse. Uebrigens sind letztere
in Melbach nicht allgemein, wie wir von Mel— bachern selber hörten.
Zum Schlusse unserer gegenwärtigen Erörte— rung können wir unser Bedauern nicht unausge⸗ sprochen lassen über die persönliche Anspielung im letzten Satze der Erwiderung. Keiner der An⸗ gestellten auf dem Bergwerk hat von unserem Auf⸗ satze anders Kenntniß erbalten, als durch den Anzeiger.
Wir werden zum Schlusse noch zu folgenden Be⸗ trachtungen veranlaßt, Bedürfniß und Interesse sind zwei wichtige, mächtig fördernde Hebel im wirthschaft⸗ lichen Leben der Menschen. Wahre, wirkliche Be— dürfnisse, das sind Bedürfnisse, die irgend welche, für eine Gesammtheit heilsame Folgen oder Zwecke haben, erhalten über kurz oder lang ihre Berech- tigung. Das Interesse Einzelner kann hierbei fördernd und hemmend einwirken. Ein berühmter Schriftsteller sagt aber ganz richtig:„Was ein wirkliches, ein wahres Bedürfniß ist, kann keine Macht der Erde aufhalten. Selbst die Kräfte und Mittel eines Crösus kämpfen vergeblich gegen ein wahres Bedürfniß.
1700 Wenn in gesundheitlicher Beziehung ein Mittel verdient, die allgemeine Aufmerkfamkeit auf sich zu ziehen, so ist es in der That die Bruchsalbe des Hrn. Goktlieb Sturzenegger in Herisau, Kt. Appenzell. Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen,— einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen möglich sind, ohne jede Entzündung u. dergl. vollkommen heilt; zweitens weil unsers Wissens die ganze medicinische Wissenschaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unter⸗ leibsbrüche zu Tage gefördert.— Es ist deshalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herrn Aerzte die Praxis über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der Sturzenegger' schen Biuchsalbe dieselbe bei Unterleibsbrüchen verschreiben.
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nach kaum vollendetem 17. Lebens jabre. Mit
dieser Anzeige sagen wir allen Denzenigen, die uns so viele Geweise inniger Theilnahme zu erkennen gegeben und dieselbe zu ihrer letzten Rubestälte begleitet haben, unseren tiefgefühlten Dank. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen.
Kirchliche Anzeigen fur Friedberg. Sonntag den 14. Juli. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel.
Gottesdienst in der Stadtkirche:
Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Bender.
Gottesdienst iu der Burgkirche.
Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. (Abendmahl. Nachmittets: Herr Candidat Strack.
Katholische Gemeinde.
Sonntag halb 10 Uhr ist Hochamt. und Mittwoch sind heilige Messen.
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Montaz
Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.
(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 30 und eine Beilage.)
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